Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg. Einladung zur Barkassentour am 19.9.2018

Einladung zum Jour Fixe – Barkassentour am 19.9.2018

Wir treffen uns in der Nähe der U-Bahn Baumwall am Anleger Vorsetzen/City Sporthafen an der Barkassencentrale Ehlers.  Anleger Vorsetzen

um 18 Uhr 30. (Bitte seid pünktlich!)


Wir hatten ja am 1.8. schon eine Hafentour gemacht, aber etliche konnten wegen „Überfüllung“ nicht mit. Sie hatten sich schon vormerken lassen für den 19.9.


Wer noch nicht vorgemerkt ist, bitte umgehend kurz mailen, mit wieviel Personen er/sie kommt. Damit wir wissen, ob wir eine kleinere oder etwas größere Barkasse brauchen: dieter@gewerkschaftslinke.hamburg


Nach der Barkassenfahrt kehren wir wieder in/vor einer Gaststätte ein.


Die Barkassentour ist wieder mit Gerd Müller, der jahrzehntelang bei der HHLA beschäftigt war (Betriebsrat) und den Hafen wie seine Westentasche kennt - nicht nur die Örtlichkeiten sondern auch die Entwicklung in dieser Zeit.

Die Geschichte des Hamburger Hafens reicht bis in die vorkapitalistische Zeit zurück. Er nimmt mit 70 km2 nicht nur einen erheblichen Teil des Hamburger Stadtgebietes ein. Er ist mit dem ökonomischen Handeln in Hamburg eng verflochten und hat als größter deutscher Seehafen auch für die BRD eine Bedeutung.

Da der Warenaustausch gerade in diesem globalen Kapitalismus ein Kernbereich ist, treten dort auch deutlich die kritischen Bereiche zu Tage. Die zu hinterfragenden Bereiche gehen von Umweltfaktoren wie Flächenverbrauch, Fahrrinnenvertiefung und –verbreiterung, Verlust von Arbeitsplätzen und Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen bis zu Fragen des Neokolonialismus, des Transportes von Rüstungsgütern, Kernbrennstoffen und Atomkraftwerkstechnologie. Die Liste ließe sich noch beliebig erweitern, z.B. um die Gefahren beim Transport von Chemieprodukten, die Zerstörung regionaler Landwirtschaften in Ländern der dritten Welt durch den Export industriell produzierter landwirtschaftlicher Produkte oder die Finanzspekulationen im Bereich der Schiffsfinanzierungen (siehe HSH-Nordbank).


Zu vielen dieser Themen gibt es alternative Hafenrundfahrten wie die der ‚Hafengruppe’ und von ‚Rettet die Elbe’.

Am 1.8.2018 hatten wir einen Blick auf die Containerterminals und den westlichen Hafen geworfen, was Hafenrundfahrten so nicht zugänglich ist.

Unsere Tour am 19.9.2018 soll, ausgehend vom Segelschiffhafen, der historischen Kernzelle des Hafens, bis zu den Containerterminals einen Überblick geben, was der derzeitige Stand der Entwicklung im Hamburger Hafen ist, ihre Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und die derzeitige politische Diskussion über die weitere Hafenentwicklung. Hier findet derzeit ein Paradigmenwechsel der Hamburger Politik statt, der mit der Aufgabe politischen Einflusses auf die Hafenentwicklung und dem Werben um internationale Investoren Hand in Hand geht.

Wir machen einen kurzen Schlenker zum Segelschiffhafen und werfen einen Blick auf die, mit Ausnahme der Harburger Häfen, letzten konventionellen Umschlagsanlagen, kommen zu den Containerterminals am Tollerort und im Waltershofer Hafen, passieren die Köhlbrandbrücke Richtung Altenwerder und kommen über Rosskanal zum Vorhafen und passieren dabei die geplante Erweiterungsfläche Steinwerder-Süd.


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