Jour Fixe Info 37-2025. 21. Jahrgang – 12.09.2025
Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg
Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.
- 01 Rede von Lars Hirsekorn (BR) auf Betriebsversammlung bei VW Braunschweig: „Wir müssen lernen“
- 02 Die Vereinnahmung der Eliten und die Selbstzerstörung Europas
- 03 Ankündigung der nächsten Jour Fixe Termine
- 04 Kommentar von Sven Lewin (Frankfurt) zu „Offener Brief von Mohammed Alattar, Hafenarbeiter…“
- 05 TU München untersagt die Anstellung des Geowissenschaftlers wegen Kapitalismuskritik:
- 06 Frieden oder Burgfrieden?
- 07 Gerhard Schröder: Er ist wieder da
- 08 Deutsche Misere: Deindustrialisierung und Sozialabbau
- 09 Der Werte-Westen: Ohne Strategie, fern der Realität, aber fest im Glauben
- 10 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
- 11 Streikmonitor: Arbeitskonflikte im Jahr 2023
- 12 Kapitalistischer Niedergang: KRISENFOLGEN
- 13 Die große Lüge, Venezuela als „Drogenstaat“ zu bezeichnen
- 14 Moldawien: »Die Gefahr besteht in der Wiederholung eines bekannten Drehbuchs«
- 15 Serbien: »Am Verhandlungstisch geht es um Drohungen, nicht um Argumente«
- 16 Wasserkraft-Superlative in Tibet – das chinesische Jahrhundert nimmt Fahrt auf und in Deutschland gehen die Lichter aus
- 17 Die Welt hat es versäumt, Israel zu stoppen. Unsere einzige Wahl ist jetzt weggehen oder sterben
- 18 Hunger als Waffe: Über die gezielte Vernichtung der Schwächsten
- 19 Termine
- 20 Hinweis auf wichtige Websites
01 Rede von Lars Hirsekorn (BR) auf Betriebsversammlung bei VW Braunschweig: „Wir müssen lernen“
Lars Hirsekorn, Betriebsratsmitglied der VW Group Services (8.000 Beschäftigte), hielt auf der vergangenen Betriebsversammlung eine Rede, die alle lesen sollten. Hier der Wortlaut der Rede:
Samstag gehört Papi mir,
über diese Forderung von 1956, reden wir eigentlich fast gar nicht mehr.
Als die realsozialistischen Staaten in Osteuropa zusammengebrochen sind, haben die Aktionäre sehr schnell ein Erpressungspotential erkannt. „Entweder ihr arbeitet wieder regelmäßig am Wochenende, oder wir verlagern die Produktion nach Osteuropa“. Mit dieser erhöhten Flexibilität unserer Arbeitskraft und der Verlängerung der Maschinenlaufzeiten, sollten die satten Profite von Piech, Porsche und Co nicht nur gesichert, sondern auch vermehrt werden.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wir-muessen-lernen/
02 Die Vereinnahmung der Eliten und die Selbstzerstörung Europas
Der Wahnsinn und seine Methode – Wie Netzwerke und Elitenintegration Europas Kurs bestimmen.
Teil 1 von 4
Von Nel Bonilla
Von dem Schweigen zur Sabotage der Nord-Stream-Pipelines bis zur wirtschaftlich und politisch ruinösen NATO-Aufrüstung: Viele Menschen in Deutschland fragen sich, warum unsere „Eliten“ in Medien und Politik so häufig die geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen der USA über die der eigenen Bevölkerung zu stellen scheinen. Unsere neue Gastautorin Nel Bonilla analysiert in einer Reihe von vier Artikeln die verborgene Architektur der transatlantischen Hegemonie und die Netzwerke hinter dem transatlantischen Wahnsinn.
… Woodrow Wilsons Außenminister Robert Lansing diktierte 1924 das Memo über die „ehrgeizigen jungen Mexikaner“. Die Formel dahinter ist schlicht: „Öffnet unsere Universitäten für ihre Elite, prägt sie mit amerikanischen Werten – und sie werden Mexiko künftig in unserem Sinne regieren: besser, billiger und ohne einen einzigen US-Marinesoldaten.“ Diese Methode wirkt heute bedrückend vertraut.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=138428
Die Vereinnahmung der Eliten und die Selbstzerstörung Europas – Teil 2/4
Von Nel Bonilla
Inhalt von Teil 2
Die Architektur der Hegemonie: Wie Elitenvereinnahmung funktioniert
Eine kurze Geschichte der Denkfabriken: Von Chatham House zur DGAP
Denkfabriken als Motor der Drehtür
Elitenvereinnahmung auf biografischer Ebene
Die Bourdieu-Falle
Die Vereinnahmung im Jugendalter
https://www.nachdenkseiten.de/?p=138528
03 Ankündigung der nächsten Jour Fixe Termine
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Jour Fixe mit Hinrich Schultze am 1. Oktober: Widerstand in Panama: Der Kampf der Gewerkschaften, der RentnerInnen und gegen Trumps Pläne gegen den Staat Panama. (fest)
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Jour Fixe am 5. November mit Akteuren und Unterstützern des Kampfes gegen die Schließung des Krankenhauses Groß Sand (geplant)
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Jour Fixe mit Matthias Fritz am 3. Dezember: Der Zustand der DGB-Gewerkschaften und die Schaffung einer Gewerkschaftsopposition (Arbeitstitel) (fest)
Siehe dazu zur Info:
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/6-streik-konferenz-in-berlin-der-aufbau-von-gegenmacht-faengt-erst-an/ -
Jour Fixe mit Werner Siebler (Freiburg). Er war Postbote und ist Sprecher des Bundesarbeitsausschusses der Initiativen gegen Berufsverbote und für die Verteidigung der demokratischen Grundrechte. Er war Opfer der Berufsverbote. Jour Fixe geplant für Januar 2026.
04 Kommentar von Sven Lewin (Frankfurt) zu „Offener Brief von Mohammed Alattar, Hafenarbeiter…“
https://gewerkschaftslinke.hamburg/wp-admin/edit-comments.php?p=6799
05 TU München untersagt die Anstellung des Geowissenschaftlers wegen Kapitalismuskritik:
Benjamin Ruß klagt mit ver.di und breiter Solidarität
„Wie frei ist Bayerns Wissenschaft? Ein aktueller Fall zeigt: Die Zeit der Berufsverbote ist nicht vorbei. Die TU München geht sogar soweit, Menschen, die Kritik an der bestehenden Gesellschaft äußern, als Verfassungsfeinde abzustempeln. Und spricht so Berufsverbote aus! Dagegen klagt nun ein ver.di-Mitglied mit gewerkschaftlichem Rechtsschutz vor dem Münchner Arbeitsgericht.
https://www.labournet.de/interventionen/solidaritaet/tu-muenchen-untersagt-die-anstellung-des-geowissenschaftlers-wegen-kapitalismuskritik-benjamin-russ-klagt-mit-ver-di-und-breiter-solidaritaet/
06 Frieden oder Burgfrieden?
Gewerkschaften und Friedensbewegung – ein „schwieriges Thema“
Von Norbert Heckl
https://www.unsere-zeit.de/frieden-oder-burgfrieden-4795837/
Anmerkung:
Ein wichtiger und kritischer Überblick des Genossen Heckl zum Verhältniss der DGB-Gewerkschaften zur Friedensbewegung! Jedoch mit einer kleinen kritischen Anmerkung. Er schreibt:
„Eine außerparlamentarische Massenbewegung, in der die Gewerkschaften – trotz heftiger Auseinandersetzungen in den eigenen Reihen – eine wichtige Rolle spielten, war die Widerstandsbewegung gegen die Notstandsgesetze. Sie setzte ab Mitte der 1960er Jahre die gewerkschaftlichen politischen Kämpfe der 1950er Jahre, damals gegen Wiederaufrüstung und atomare Bewaffnung gerichtet, fort – bemerkenswerterweise erstmals als Bewegung ohne und gegen die SPD, die bekanntlich diese Gesetzgebung mittrug.“ Das stimmt zwar, daß die Parteiführung der SPD diese Gesetzgebung mittrug. Die Zustimmung war das Ticket, daß sie am 1. Dezember 1966 in die Große Koalititon mit CDU/CSU aufgenommen wurde. Aber an den Protesten gegen die Nostandsgesetze nahmen viele SPD-Mitglieder, besonders Jusos teil! Eine Bewegung zeichnet sich nicht dadurch aus, daß Parteiführungen ihr ihren Segen geben, sondern das sie von Menschen, hier Parteimitgliedern getragen wird. Da hat sich der Genosse Heckl wohl verhauen! (DW)
Die Friedensbewegung und die jüngeren Generationen – Von der Generationenpolarität zur Zusammenarbeit?
Die aktuelle Diskussion um deutsche Soldaten in der Ukraine und eine Wiedereinführung der Wehrpflicht, die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Wehrerfassung und zur verpflichtenden Musterung junger Männer – nicht zuletzt das mediale Dauerstaccato in Sachen „Kriegstüchtigkeit“ haben zumindest einen positiven Nebeneffekt: Junge Menschen werden nun durch den Staat gezwungen, sich mit dem Thema „Krieg und Frieden“ in allem gebotenen Ernst auseinanderzusetzen. Daraus könnten im optimalen Falle Impulse für eine wirklich neue und junge Friedensbewegung erwachsen. – Gedanken im Vorfeld der kommenden Friedensdemonstrationen. (Ein Thesenpapier)
Von Leo Ensel
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/die-friedensbewegung-und-die-juengeren-generationen-von-der-generationenpolaritaet-zur-zusammenarbeit/
07 Gerhard Schröder: Er ist wieder da
Schwarz-Rot diskutiert über Sozialreformen und steuert zunächst eine Neuauflage von Altkanzler Schröders Agenda 2010 an
Trotz allen Streits um den Umfang möglicher Einsparungen beim Bürgergeld und anderen Sozialausgaben sind sich die Koalitionsspitzen einig: Es braucht wieder mehr Schikanen gegen Arme.
Von Jana Frielinghaus
https://nd.digital/editions/nd.DerTag/2025-09-06/articles/19505153
Die Agendapolitik von Schröder war feige, Wiederholung ist tödlich
Lars Klingbeil hat die Agendapolitik seines Vorgängers Schröder „mutig“ genannt. Welch ein Irrtum! Nein, die Agendapolitik von Rot-Grün war nicht mutig, sondern feige. Zudem war sie falsch, weil sie Deutschland auf ein Gleis geschoben hat, das sich spätestens jetzt als Abstellgleis erweist. Für die SPD war sie desaströs, weil sie aus ihr eine 15-Prozent-Partei gemacht hat.
https://overton-magazin.de/hintergrund/wirtschaft/klingbeil-und-die-brandstifter/
08 Deutsche Misere: Deindustrialisierung und Sozialabbau
Sprengung von Nordstream II: US-Gas vier Mal so teuer wie russisches.
Die Fehlentscheidungen vor allem in der Energiepolitik erreichten 2022 ihren ultimativen Höhepunkt. Als die damalige Bundesregierung über Nacht mit Russland den Hauptlieferanten günstiger Energieträger zum Feind erklärte, »verzichtete« Berlin zugleich auf weitere wirtschaftliche Prosperität. Hierin liegt die eigentliche Ursache der Dauerrezession. Selbstgewählt und politisch gewollt.
Klaus Fischer
https://www.jungewelt.de/artikel/506738.anhaltende-wirtschaftskrise-deutsche-misere.html
09 Der Werte-Westen: Ohne Strategie, fern der Realität, aber fest im Glauben
So bahnt sich totales Scheitern an. Eine Geschichte über europäische Vasallen und Stellvertreterkrieger
Von Petra Erler
https://petraerler.substack.com/p/ohne-strategie-fern-der-realitat
10 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!
DGB: Umfrage belegt den Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten
https://www.jungewelt.de/artikel/507810.mehrheit-der-besch%C3%A4ftigten-will-k%C3%BCrzere-arbeitszeiten.html
Tarifrunde Stahl startet – Es wird schwierig
https://www.igmetall.de/tarif/tarifrunden/eisen-und-stahl/forderung-tarifrunde-stahl
Verlagerung mal andersrum – von China nach Simmern
https://www.igmetall.de/im-betrieb/verlagerung-mal-andersrum–von-china-nach-simmern
3 Millionen Arbeitslose: DGB fordert bessere Vermittlung statt Kürzungen
https://www.dgb.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/3-millionen-arbeitslose-dgb-fordert-bessere-vermittlung-statt-kuerzungen/
11 Streikmonitor: Arbeitskonflikte im Jahr 2023
WSI -Arbeitskampfbilanz 2023
2023 – ein langes und turbulentes Arbeitskampfjahr
Heiner Dribbusch, Thorsten Schulten, Marlena Sophie Luth, Thilo Janssen
WSI Report Nr. 95, Juni 2024
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Instituthttps://www.wsi.de › fpdf › HBS-008882 › p_wsi_report_95_2024.pdf
12 Kapitalistischer Niedergang: KRISENFOLGEN
Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats
12.2 Prozent mehr Firmenpleiten als im Vorjahr
Mehrheit will kürzere Arbeitszeiten!
https://www.jungewelt.de/artikel/507810.mehrheit-der-besch%C3%A4ftigten-will-k%C3%BCrzere-arbeitszeiten.html
90.000 in der Autoindustrie vor dem Aus
https://www.jungewelt.de/artikel/508082.autobranche-98-000-stellen-weniger-bis-2030.html
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bis-zu-90-000-Jobs-in-deutscher-Autoindustrie-bis-2030-vor-dem-Aus-article26021190.html
Zahl der Wohnungslosen steigt dramatisch
https://www.jungewelt.de/artikel/508059.tag-der-wohnungslosen-ohne-bleibe-ohne-schutz.html
Immer weniger können von der Rente leben
https://www.jungewelt.de/artikel/508132.altersvorsorge-miese-aussichten.html
13 Die große Lüge, Venezuela als „Drogenstaat“ zu bezeichnen
Von Pino Arlacchi
Der frühere Leiter der UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung zeigt die tatsächlichen Verhältnisse im internationalen Drogenhandel auf. Das venezolanische „Cártel de los Soles” ist demnach so legendär wie das Monster von Loch Ness, dient aber den USA dazu, Sanktionen, Embargos und Drohungen mit militärischen Interventionen gegen ein Land zu rechtfertigen, das zufällig über einige der größten Ölreserven der Welt verfügt.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=138549
Anmerkung:
Der Verfasser zeigt nur ein Beispiel auf, das schon Grund genug wäre, sich endlich von der Westbindung zu lösen. (DW)
14 Moldawien: »Die Gefahr besteht in der Wiederholung eines bekannten Drehbuchs«
In der Republik Moldau herrscht vor den Wahlen ein brüchiges Gleichgewicht zwischen Pro-EU- und prorussischen Kräften. Ein Gespräch mit Kamran Gasanow
Von Martin Dolzer
https://www.jungewelt.de/artikel/507922.moldawien-die-gefahr-besteht-in-der-wiederholung-eines-bekannten-drehbuchs.html
15 Serbien: »Am Verhandlungstisch geht es um Drohungen, nicht um Argumente«
Der serbische Aktivist Srdjan Atanasovski über die Proteste in seinem Land und die Organisation von Arbeitern
Von Moritz Gross
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1193515.serbien-am-verhandlungstisch-geht-es-um-drohungen-nicht-um-argumente.html
16 Wasserkraft-Superlative in Tibet – das chinesische Jahrhundert nimmt Fahrt auf und in Deutschland gehen die Lichter aus
Von Jens Berger
Es sind Zahlen, die man zunächst gar nicht glauben mag. Vor einem Monat begann China mit dem Bau eines Wasserkraftwerks im tibetischen Hochland, dessen Leistung mehr als der Hälfte der gesamten deutschen Stromerzeugung entspricht. Bereits in fünf Jahren soll die Medog Hydropower Station fertiggestellt sein und 2033 ihren kommerziellen Betrieb aufnehmen. In Deutschland droht die Energiewende derweil am Trassenbau zu scheitern. Allein um den Strom des Medog-Wasserkraftwerks in das mehr als 2.500 Kilometer entfernte industriereiche Perlflussdelta zu transportieren, wird China Leitungen bauen müssen, die ungefähr die zehnfache Kapazität der hierzulande bis 2050 projektierten Hochspannungsübertragungsleitungen haben. Diese Zahlen sollten verdeutlichen, wo sich die wirtschaftliche Zukunft abspielt.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=137807
SCO-Gipfel – Ein Schreckgespenst für den Westen
Von Alexander Neu
Vom 31. August bis zum 1. September trafen sich die Staatschefs der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in China zum 25. Gipfel der Organisation – ein bis dahin, ähnlich wie die BRICSplus-Treffen, wenig im Westen beachtetes Ereignis, zumindest offiziell. Dieses Mal jedoch war es anders, und zwar nicht nur, weil der chinesische Präsident Xi als Gastgeber weitereichende Ziele und Projekte verkündete, sondern auch, weil er Staatschefs empfing (Präsident Putin, Nordkoreas Kim Jong-un, den iranischen Präsidenten Pesechkian, den weißrussischen Präsidenten Lukaschenko) und mit diesen in tiefer Vertrautheit kommunizierte, die der Westen als die Verkörperung des Bösen betrachtet: Damit wäre das Bild vom SCO-Gipfel als Hort der „Autokraten“ und „Diktatoren“ ja abgerundet gewesen – wäre da nicht der Konjunktiv „wäre“.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=138680
Ärger am Ende der Belt and Road-Initiative: Südafrikas größtes industrielles Megaprojekt stößt auf ökosozialen Widerstand
https://www.forumarbeitswelten.de/blog/belt-road-15/
17 Die Welt hat es versäumt, Israel zu stoppen. Unsere einzige Wahl ist jetzt weggehen oder sterben
Von Shahad Ali
Was soll man dazu sagen? Es ist einfach unbeschreiblich und unbegreiflich! Israel bombardiert Gaza und vertreibt die dortigen Bewohner, die ihrerseits nicht wissen, wohin sie fliehen können, weil selbst die Flüchtlingslager mit Tausenden von Zelten überfüllt sind. Und die Welt schaut zu. Ein hochaktueller Brief aus Gaza zeigt die dortige Hölle anschaulich!
https://globalbridge.ch/die-welt-hat-es-versaeumt-israel-zu-stoppen-unsere-einzige-wahl-ist-jetzt-weggehen-oder-sterben/
18 Hunger als Waffe: Über die gezielte Vernichtung der Schwächsten
Von Günther Burbach
Es gibt Bilder, die man nicht vergessen kann. Ein Kind, dessen Bauch aufgedunsen ist, während die Arme nur aus Haut und Knochen bestehen. Eine Mutter, die Blätter kocht, weil es sonst nichts gibt, um ihre Kinder noch einen Tag länger am Leben zu halten. Alte Menschen, die vor überfüllten Kliniken zusammenbrechen, weil nicht einmal mehr eine Infusion zu haben ist. Solche Szenen stammen nicht aus den dunklen Kapiteln des 20. Jahrhunderts. Sie passieren heute. Im Gazastreifen. In Syrien. Im Sudan. Drei Regionen, drei Konflikte und ein gemeinsamer Nenner: Hunger als Waffe.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/hunger-als-waffe/
19 Termine
Kommende Events
https://hamburg4peace.com/#events
Einladung von ver.di: Aktuelles Rentensystem – was plant die Regierung?
Podiumsdiskussion mit:
Judith Kerschbaumer, Rentenexpertin der ver.di Bundesverwaltung
Reiner Heyse, Vorsitzender des Vereins RentenZukunft e.V. und Seniorenaufstand
Sieglinde Frieß, Stellv. Vors. Des SoVD Hamburg
Doris Heinemann-Brooks
ver.di-BundesseniorInnenvorstandsvorsitzende
Franz Krause
Landesbezirks-Jugendvorstand ver.di -Hamburg
Olaf Harms
Landesvorsitzender ver.di-Hamburg
Donnerstag, 18.9. um 16 Uhr 30. Raum St. Georg, 9. Stock, Besenbinderhof 60
Bitte über diesen Link anmelden:
lbzl.hh@verdi.de
Gedenken an italienische Militärinternierte
am Tag des Offenen Denkmals 2025 möchten bei einer Informationsveranstaltung und der Anbringung einer Gedenktafel an die 46 italienischen Militärinternierten (IMI), die hier im Zwangsarbeiterlager der Firma Kowahl & Bruns in Fuhlsbüttel von 1943-1945 untergebracht waren.
Wann: Sonntag, den 14. September 2025, 14:30 Uhr
Wo: Informationszentrum Zwangsarbeit, Hamburg-Fuhlsbüttel, Wilhelm-Raabe-Weg 23
Willi-Bredel-Gesellschaft-Geschichtswerkstatt e.V.
www.bredelgesellschaft.de
Unser Mitglied Kim Kielau lädt zu einem Spaziergang auf den Spuren der Entstehung des KZ Fuhlsbüttel ein
Tag des offenen Denkmals: Rundgang Kolafu
So, 14.9., 14:00 U-Bf. Ohlsdorf, Ausgang Im Grünen Grunde
Teilnahme ohne Anmeldung und kostenfrei.
Der Rundgang endet gegen 16 Uhr an der Gedenkstätte, die dann bis 17 Uhr selbstständig besichtigt werden kann.
https://touching-history.de/termin/spaziergang-am-tag-des-offenen-denkmals-auf-den-spuren-der-entstehung-des-kz-fuhlsbuettel/
Kultur- und Filmfest gegen Kriegsertüchtigung, Rekrutierung und Militärmanöver
Fr. 19.9., 17:00-21:00, Deserteursdenkmal, Dammtor
Veranstalter Olmo Kulturverein gemeinsam mit LetsDOK
www.olmoo.de
»Sinn und Verantwortung von Gewerkschaft in Zeiten von Krieg und Völkermord«
Kundgebung von ‚Waffenlieferungen stoppen‘ am Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60
Mit Mohammed All Attar (Hafenarbeiter und Ver.di-Mitglied), Michael Flynn, französischer Gewerkschafter aus Marseille, Toralf (Hafenarbeiterkomitee), Hadas (Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost)
Am 20.9. um 14 Uhr.
Nach den Reden startet von dort die Demo SOS GAZA zum Hafen. Organisiert vom Bündnis 20.09. Ships of Shame (unter anderen DIE LINKE, IL, Waffenlieferungen stoppen, Thawra).
MPZ zeigt: Die Tomatenretter
von Lutz Morell / 2025 / 45 min
Mitten in den Vier- und Marschlanden bauen die Tomatenretter über 400 samenfeste Sorten an – ökologisch, solidarisch und ohne Profitdruck. Der Film zeigt ihre Arbeit im Kontrast zur globalen Tomatenproduktion, die auf Ausbeutung, Umweltzerstörung und industrielle Abhängigkeit setzt. Statt Gewinnmaximierung setzen sie auf Gemeineigentum:
Ihr Land gehört jetzt dem Verein – dauerhaft gesichert durch das Ackersyndikat e.V. . Eine Privatisierung ist damit für immer ausgeschlossen.
Praktischer Naturschutz trifft auf gelebte Alternativen – direkt vor unserer Haustür.
Zu Gast: Filmemacher Lutz Morell und Aktive von Tomatenretter e.V.
Wir laden ein ins mpz zum nächsten mpz-salon: am Donnerstag, den 25. September 2025, 19 Uhr
https://mpz-hamburg.de/tomatenretter/
Hamburger Forum: Teilnahme an der bundesweiten Demonstration in Berlin am 3. Oktober
und Kundgebung „Hamburg pfeift aufs Militär“ am 25.9. in Hamburg gegen das Manöver Red Storm Bravo
https://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/ff0c0fe2f571aec46e7681fcd1046fde186743/Rundbrief_7-2025.pdf
Busfahrkarten für die gemeinsame Anreise nach Berlin zur Demo erhaltet ihr unter: https:/busfahrt-frieden.de
Kundgebung: Hamburg pfeift aufs Militär
am 1. Tag des Manövers, Donnerstag, 25. September um 17:00 Uhr. Marie-Jonas-Platz (nahe U-Bahn Kellinghusenstraße)
Wir haben noch einen weiten Weg zu gehen, um das gesellschaftliche Klima gegen Aufrüstung,
Militarisierung und Krieg zu wenden. Darum: Mach mit in einer Friedensinitiative!
Oder gründe gemeinsam mit Kollegen, Nachbarn, Freunden selbst eine Friedensinitiative!
Oder schließe Dich einer Gruppe/Organisation/Partei an, die sich gegen die Hochrüstung,
Militarisierung der Gesellschaft und Kriegskurs einsetzt!
Eine Übersicht lokaler Friedensinitiativen findest Du hier: www.hamburg4peace.com
Für Völkerverständigung, Abrüstung und Frieden! Hier und überall!
Sorgen wir gemeinsam dafür, dass Hamburg friedensfähig wird.
DIE BAHN BESSER MACHEN
Unter diesem Titel veranstaltetet Prellbock-Altona e. V. Eine PODIUMSDISKUSSION am
Dienstag, den 23.9.2025, um 18.30 Uhr im Bürgertreff Altona-Nord in
der Gefionstraße 3
Anlass ist die Gründung der Bürgerinitiative vor mehr als 10 Jahren. Die Diskussion wird geleitet vom stellvertretenden Chefredakteur des Hamburger Abendblattes, Matthias Iken. Gäste sind u. a. Claus Weselsky, ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft GDL,
Ulrich Pfeiffer vom Bündnis Stuttgart 21,
Michael Jung als Sprecher von Prellbock Altona,
Senator Dr. Anjes Tjarks.
https://prellbock-altona.de/
Attac Itzehoe lädt ein: Gaza – und der Bruch des Völkerrechts
Diskussionsveranstaltung mit dem Völkerrechtler Prof. Norman Paech
Freitag, 26. September 2025, 19 Uhr, Gemeindesaal von St. Laurentii, Kirchenstr. 10, Itzehoe
In Gaza herrscht ein Inferno: Bombenangriffe, Hungersnot, Vertreibung, kaum medizinische Versorgung, kein Zugang zu Wasser. Vor den Augen der Welt wird ein Völkermord verübt.
Davon sprechen auch jüdische Holocaustforscher wie Omer Bartov, Amos Goldberg u.a.
„Gaza wird zum Friedhof des Völkerrechts.“ So formulierte es der palästinensische Menschenrechtsanwalt Raji Sourani gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian.
Wir haben den renommierten Völkerrechtler Prof. Norman Paech eingeladen. Er wird auf die Situation in Gaza eingehen und über das Völkerrecht, die Regeln und Durchsetzungsmöglichkeiten informieren.
Der Eintritt ist frei.
Wir sammeln Geld-Spenden für die Menschen in Gaza.
V.i.S.d.P: Attac Itzehoe, iz.attac@t-online.de
Einladung zum FriedensRatschlag Lüneburger Heide
Am Freitag, 19. September von 15 bis 18 Uhr, in Bad Fallingbostel, GALERIE, Walsroder Straße 1
Am 26. Juli 2025 war unser erstes Treffen in Soltau – das Gründungstreffen. Die Resonanz, sowohl der Medien als auch aus dem großen Bereich der Friedensbewegung, war zahlreich und positiv. Das es mit dem FriedensRatschlag Lüneburger Heide nun ein großes, breites und überregionales Friedensbündnis im Hotspot von Militär und Rüstung gibt, ist nicht nur in der Region, sondern auch darüber hinaus angekommen.
Wir laden hiermit zu einem 2. Treffen, wie beim Gründungstreffen besprochen, ein.
Unsere Friedensarbeit muss verabredet und organisiert werden. Die aktuellen internationalen und
intensiven Gespräche sind kein Selbstläufer zum Frieden. Wir werden gebraucht, denn gerade die Eliten unseres Landes bleiben auf ihrem aggressiven Kurs. Dem müssen wir uns entgegen stellen.
Folgende Vorschläge für den Inhalt unserer 2. Beratung:
(es sind alles Ideen, Anregungen, die schon bei der Gründung angesprochen wurden)
- Moderation, Tagesordnung und Protokoll
- Vorstellungsrunde + Berichte über die Gründungsresonanz
- Aktuelle lokale Aktivitäten aus der Region und um zu
- Bildung von arbeitsfähigen Kleingruppen: Koordinationsgruppe ‒ Öffentlichkeitsarbeit, Presse ‒ Internetauftritt, Soziale Medien
- Schwerpunkte: Militär- und Militarismusatlas Niedersachsen ‒ Was können wir vorbeugend gegen die Wehrpflicht tun ‒ Wo und wie ist überörtliche Zusammenarbeit möglich ‒ 3. Oktober 25 Berlin
- Nächstes Treffen
Wir hoffen auf rege Beteiligung und ein gutes Ergebnis, denn Frieden ist nicht ALLES, aber ohne Frieden ist ALLES nichts und VON SELBST KOMMT NIX.
Wir besorgen Getränke und einen Imbiss.
Wir bitten um Teilnahmeanmeldung.
Vorschläge und Kommentare bis zum 15.09.2025 an:
H-D Charly Braun
charly_schule@yahoo.de
20 Hinweis auf wichtige Websites
Gewerkschaftliche Linke Berlin
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/
Gewerkschaftsforum Dortmund
https://gewerkschaftsforum.de
Laien’s Club Heimfeld
https://laiens.club
Hamburg4Peace
http://www.hamburg4peace.com