JFI 40–2025 ++ Hamburger Delegation in Genua! ++ Rede von Christoph, DHL Leipzig, gegen Waffentransporte ++ Kollege Jules El-Khatib (Palästinenser) über zwei Jahre Staatsräson und neue Verbündete ++ Mit klassenkämpferischen Gewerkschaften Kapitalismus abschaffen ++

Jour Fixe Info 40-2025. 21. Jahrgang – 03.10.2025

Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

 

Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.

 

 

01 Bericht zum Jour Fixe: Panama – Große Kämpfe in einem kleinen Land

241. Jour Fixeam 01.10.2025: Panama: Große Kämpfe in einem kleinen Land
Referat von Hinrich Schultze zu den aktuellen gewerkschaftlichen und sozialen Auseinandersetzung in Panama.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2025/10/02/panama-grosse-kaempfe-in-einem-kleinen-land/
Und hier die Einladung zum Jour Fixe mit Hinrich Schultze:
Panama: Große Kämpfe in einem kleinen Land
Referent: Hinrich Schultze
Warum machen wir ein Jour Fixe zu einem kleinen Land am anderen Ende des Globus?
Über Panama wurde jüngst auch hier viel berichtet, als bekannt wurde, daß Trump nicht nur Ansprüche erhob gegen Grönland, Kanada und Mexico sondern auch gegen Panama.
Es wurde auch bei uns über massive gewerkschaftliche Kämpfe berichtet und die Verfolgung der Gewerkschaftsführer und auch RentnerInnen wehrten sich gegen die Zerschlagung des Rentensystems, was hier Nachhall fand.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/event/jour-fixe-241/

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02 Ankündigung der nächsten Jour Fixe-Termine

*Jour Fixe am 5. November mit Akteuren und Unterstützern des Kampfes gegen die Schließung des Krankenhauses Groß Sand (geplant)
*Jour Fixe mit Matthias Fritz am 3. Dezember: Der Zustand der DGB-Gewerkschaften und die Schaffung einer Gewerkschaftsopposition (Arbeitstitel) (fest)
Siehe dazu zur Info:
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/6-streik-konferenz-in-berlin-der-aufbau-von-gegenmacht-faengt-erst-an/
*Jour Fixe mit Werner Siebler (Freiburg). Er war Postbote und ist Sprecher des Bundesarbeitsausschusses der Initiativen gegen Berufsverbote und für die Verteidigung der demokratischen Grundrechte. Er war Opfer der Berufsverbote. Jour Fixe geplant für Januar 2026.

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03 Kriegslogistik stoppen: Genua mahnt Europa

Hafenarbeiter stemmen sich gegen den Gazakrieg. Beratung in Italien am Wochenende setzt neue Impulse
Von Luca De Crescenzo
In Genua beriet am Freitag und Sonnabend die Versammlung des internationalen Netzwerks von Hafenbeschäftigten, die den Transport von Kriegsmaterial verweigern. Thema: »Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg.« Gastgeberin war die italienische Basisgewerkschaft USB (Unione Sindacale di Base). Offiziell vertreten waren Delegationen von ENEDEP (Teil des Dachverbands PAME, Griechenland), CGT (Frankreich), SZPD (Slowenien), LAB (Baskenland) und SEGDAMELIN (Zypern).
An der nichtöffentlichen Freitagssitzung nahm zudem ein Vertreter der Verdi-Betriebsgruppe des Hamburger Hafens teil.
https://www.jungewelt.de/artikel/509319.kriegslogistik-stoppen-genua-mahnt-europa.html

Generalstreik in Italien gegen den Genozid in Palästina

https://perspektive-online.net/2025/09/generalstreik-in-italien-gegen-den-genozid-in-palaestina/

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04 Solidaritätserklärung der ITF mit der globalen Sumud-Flotille

Presseerklärung der Internationalen Transportarbeiterföderation
Von Jochen Gester & Kurt Weiss
Mo ist Hafenarbeiter in Hamburg, Gewerkschaftsmitglied, politisch engagiert – und Palästinenser. In einem Interview mit „Perspektive“ online erzählt er, was er seit der Eskalation in Gaza bei ver.di erlebt: Schweigen, Ausweichen, Ausschluss. Klare Worte und Taten angesichts der katastrophalen Lage und genozidalen Kriegsführung der israelischen Armee in Gaza bleiben von der DGB-Gewerkschaft weiter aus. Mitunter befleißigen sich einzelne Funktionäre sogar der Denunziation. Besonders hervorgetan hat sich hier der Geschäftsführer der dju, der palästina-solidarische Gewerkschaftskollegen in den sozialen Medien als Antisemiten stigmatisiert. In der internationalen Gewerkschaftsbewegung dürfte dieses Verhalten auf absolutes Unverständnis stoßen. Jüngstes Beispiel dafür ist die Stellungnahme der ITF, der internationalen Transportarbeiterföderation, zu der auch ver.di gehört. Sie spricht auch im Namen des deutschen Verbandes, der es aber offensichtlich vorzieht, darüber im eigenen Land Stillschweigen zu praktizieren.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/57614-2/

Hafenarbeiter Mo aus Gaza: „Die Gewerkschaftsführung ignoriert die Stimmen der Basis“

https://perspektive-online.net/2025/07/hafenarbeiter-mo-aus-gaza-die-gewerkschaftsfuehrung-ignoriert-die-stimmen-der-basis/

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05 Reden von der Kundgebung „Sinn und Verantwortungen von Gewerkschaften in Zeiten von Krieg und Völkermord“ am 20.9.25 vor dem DGB-Haus Hamburg

Die Waffenlieferungen vom Hamburger Hafen nach Israel

Rede von Werner Haase am 20.9.25 auf der Palästina-Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus: „Sinn und Verantwortung von Gewerkschaften in Zeiten von Krieg und Völkermord“.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2025/10/01/die-waffenlieferungen-vom-hamburger-hafen-nach-israe/

Die zionistische Gewerkschaft Histadrut und die DGB-Gewerkschaften

Rede am 20.9.25 auf der Gaza-Protestkundgebung vor dem DGB- Gewerkschaftshaus in Hamburg
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2025/10/01/die-zionistische-gewerkschaft-histadrut-und-die-dgb-gewerkschaften/

Rede von Mohamad Malatar vor DGB-Haus am 20.9.25

Video, 100 sec
https://drive.google.com/file/d/1aRQWGG5g0z7ZxEiHUskgwAh-XneRS2xo/view

Rede von Hadas Emma Kedar, Jüdische Stimme, am 20.9.25

https://gewerkschaftslinke.hamburg/2025/10/02/rede-von-hadas-emma-kedar-juedische-stimme-am-20-9-25/

Rede von Toralf (Hafenarbeiter) am 20.9.25 vor dem Besenbinderhof

https://gewerkschaftslinke.hamburg/2025/10/02/rede-von-toralf-hafenarbeiter-am-20-9-25-vor-dem-besenbinderhof/

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06 Proteste gegen Manöver in Hamburg: Gegen die innere Zeitenwende

Die Nato-Übung »Red Storm Bravo« war ein Test für die Mobilmachung der Zivilgesellschaft
Von Maarten van Melis
Was durch Olaf Scholz am 27. Februar 2022 als »Zeitenwende« im Bundestag angekündigt wurde, ist im Hamburger Straßenbild zur militärischen Realität geworden. Am Wochenende absolvierte die Bundeswehr die Nato-Übung »Red Storm Bravo« – der rote Sturm aus dem Osten, der unsere Sicherheit bedroht. Anhand eines fiktiven Krisenszenarios wurde eine militärische Auseinandersetzung mit Russland trainiert.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194381.nato-manoever-in-hamburg-proteste-gegen-manoever-in-hamburg-gegen-die-innere-zeitenwende.html

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07 Bündnis „Kein NATO-Hafen“

Prof. Dr. Norman Paech: „UNO statt NATO“ auf der Demo von „Kein NATO-Hafen!“, 27.9.25, Hamburg

17 Minuten
https://www.youtube.com/watch?v=6AWW4ZJlfGU&list=PLyrISql-mDLiuljqQae8oV3XDMnxl3giv&index=1

Rolf Becker: „Dann gibt es nur eins“ (Wolfgang Borchert, 1947) auf der Demo von „Kein NATO-Hafen!“

Video 13 Minuten
https://www.youtube.com/watch?v=_01kKaKZxEE&list=PLyrISql-mDLiuljqQae8oV3XDMnxl3giv&index=2

Fotoreihe: Kundgebung am 25.9.25. Demo am 27.9.25
https://www.kein-nato-hafen.de/pressespiegel/

Fotoreihe: 25.09.2025 Kundgebung in Hamburg Nein zu Kriegsübung Red Storm Bravo
https://asb.nadir.org/fotoarchiv/neu/20250925-21/album/index.html
https://asb.nadir.org/fotoarchiv/neu/20250926/album/index.html
https://asb.nadir.org/fotoarchiv/neu/20250927/album/index.html

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08 [Üblicher Kriegsvorbereitungsartikel in der MoPo!]

Pistorius: „Kein kompletter Frieden“: Sind wir also schon im Krieg mit Russland?
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist für seine klare Sprache bekannt. Nun erklärte er: „Wir sind nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im kompletten Frieden.“ Der Satz schockiert. Die Frage ist, welche Konsequenzen daraus folgen.
https://www.mopo.de/news/meinung-news/russland-krieg-frieden-oder-irgendwas-dazwischen-handeln-statt-diskutieren/

Brecht und Pistorius

„Wenn wir zum Krieg rüsten, werden wir Krieg haben.“ Brecht
„Nur, wenn wir kriegstüchtig sind, verhindern wir den Krieg.“ Pistorius
„Denn der Menschheit drohen Kriege,
gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind,
und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
nicht die Hände zerschlagen werden.“ Auch Brecht

[Eine Erklärung, warum der oberste Kriegshetzer Deutschlands beliebtester Politiker ist – obwohl 80 Prozent der Menschen gegen Krieg und Waffenlieferungen sind]

Pistorius auf Platz eins
Im Wahn der Kriegstreiber.
Von Günther Burbach
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/pistorius-auf-platz-eins/

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09 Signal aus Berlin – keine Komplizenschaft mit Völkermördern!

80 Prozent der deutschen Bevölkerung lehnen das Vorgehen der israelischen Regierung in Palästina ab, fast ebenso viele haben kein Verständnis mehr für die Kumpanei der Bundesregierung.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/signal-aus-berlin-keine-komplizenschaft-mit-voelkermoerdern-mehr/

Mobilisierung gegen den Genozid

Zehntausende bei Demonstrationen in Berlin und Düsseldorf. Linke-Chefin Schwerdtner: »Wir haben zu lange geschwiegen«. Kleinere Demo in Kreuzberg von Polizei beendet
Von Carmela Negrete, Niki Uhlmann, Dieter Reinisch und Nico Popp
https://www.jungewelt.de/artikel/509771.pal%C3%A4stinasolidarit%C3%A4t-mobilisierung-gegen-den-genozid.html

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10 Berufsverbot in Bayern: Hier die von der GEW verweigerte Veröffentlichung des Leserbriefs von Benjamin Ruß

https://vernetzung.org/berufsverbot-in-bayern-vkg-fordert-veroffentlichung-des-leserbriefs-von-benjamin-rus/

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11 Der Rheinländer Jules El-Khatib über zwei Jahre Staatsräson und neue Verbündete

Jules El-Khatib: »Diese Solidarität verändert uns alle«
Interview Raul Zelik
Andere Palästinenser hätten es in den vergangenen zwei Jahren schwerer gehabt, betont Jules El-Khatib gleich zu Beginn des Gesprächs. »Ich wurde in einige Medien eingeladen, um dort über meinen Schmerz zu reden. Die meisten Palästinenser*innen dagegen haben die Erfahrung gemacht, dass für ihre Perspektive kein Platz ist.«
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/jules-el-khatib-diese-solidaritaet-veraendert-uns-alle/

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194308.palaestina-jules-el-khatib-diese-solidaritaet-veraendert-uns-alle.html?sstr=Zelik

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12 Rede von Christopher, Vertrauensmann von ver.di bei DHL in Leipzig

Wir dokumentieren die Rede von Christopher, einem Vertrauensmann von ver.di bei DHL in Leipzig. Aus der Nachtschicht kommend beteiligte er sich am 23. August an einem Protestmarsch gegen die Lieferung militärischer Güter am Flughafen Leipzig. DHL hat ihn daraufhin freigestellt. Er darf den Betrieb nicht mehr betreten und bekommt rund ein Viertel weniger Lohn, wie das nd berichtet.
„Ich hoffe, dass diese Bewegung heute hier ein ganz starkes Zeichen setzt, heute anfängt und noch weiter marschiert. Wir machen heute diesen ersten Marsch, aber ich hoffe, dass es noch viele geben wird, dass diese Friedensbewegung sich verstetigt“ (aus dem Video)
Dieses Video ist teil unserer Kollektion Antimilitarismus im Betrieb
Video 3 Minuten
https://de.labournet.tv/de/videos/dhlleipzig

Gewerkschafter nach Rede auf Demo gegen Waffenexporte von DHL freigestellt

Von Peter Nowak
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194267.leipzig-gewerkschafter-bei-dhl-freigestellt-wegen-antimilitarismus.html

Entlassungen bei DHL: Kriegsgegner gefeuert

DHL-Frachtarbeiter am Leipziger Flughafen verliert nach antimilitaristischer Rede seinen Job
Von Susanne Knütter
https://www.jungewelt.de/artikel/509300.entlassungen-bei-dhl-kriegsgegner-gefeuert.html

Petition für Christophers Wiedereinstellung!

Kein Transport für Völkermord! Sofortige Rücknahme der Kündigung Christophers!
https://www.gewerkschafter4gaza.de/dhl-petition

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13 Gegen 2.000 Entlassungen: Kundgebung vor dem Lieferando Headquarter in Berlin

Lieferando Fahrer*innen führen als Teil der „We’ll come united“ Demonstration eine ergreifende Zwischenkundgebung vor dem Lieferando Headquarter durch. Sie machen auf ihre bevorstehenden Entlassungen aufmerksam. Lieferando will bis Ende des Jahres über 2000 Fahrer*innen bundesweit entlassen und schließt 34 Standorte. Die Arbeit soll an Subunternehmen ausgelagert werden. Dadurch werden arbeitsrechtliche Mindeststandards wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Zahlung des Mindestlohnes unterlaufen.
Video 5 Minuten
https://labournet.tv/de/videos/lieferando_headquarter

Lufthansa streicht Tausende Jobs in der Verwaltung

Lufthansa muss die Verwaltungskosten laut Chef Spohr um 20 Prozent senken. Ein Fünftel der Arbeitsplätze in der Administration will der Konzern abbauen. Spohr wehrt sich gegen Vorwürfe.
Von Jens Koenen
Nach Informationen des Handelsblatts könnten bis zu 20 Prozent der etwa 15.000 Beschäftigten in der Administration betroffen sein.
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/luftfahrt-lufthansa-streicht-tausende-jobs-in-der-verwaltung/100158311.html

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14 Studie der Uni Göttingen belegt: Hamburger Lehrkräfte arbeiten regelmäßig über der Belastungsgrenze

https://www.gew-hamburg.de/themen/arbeits-und-gesundheitsschutz/2025-09/studie-der-uni-goettingen-belegt-hamburger-lehrkraefte

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15 Debatte um Leistungsappelle Mehrarbeit – die „schwarze Pädagogik“ der Bundesrepublik

Kanzler Merz wirbt für gesellschaftliche Kraftanstrengung, Mehrarbeit und Verzicht auf soziale Leistungen. Ähnliche Appelle gab es auch unter früheren Kanzlern – heute könnten die Aussagen für neue soziale Konflikte sorgen.
Von Wilm Hüffer, SWR
Inhalt:
Appelle an eine erschöpfte Gesellschaft
Mit Druck und negativen Gefühlen arbeiten

Ideal einer „formierten Gesellschaft“ unter Erhard

Weniger Geduld mit Armen und Arbeitslosen

„Politik einer Ressentiment-Maschine“
https://www.tagesschau.de/kultur/debatte-leistungsappelle-100.html
Anmerkung:
Nicht nur ein realistischer und ungewöhnlich kritischer Artikel bei tagesschau 24! Sehr lesenswert! (DW)

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16 „Ich möchte nicht arbeiten, wenn ich krank bin, aber ich werde dazu gezwungen sein.“

Lieferando wird in Deutschland 2000 Stellen streichen und Leute über ein System krimineller Subunternehmen für sich arbeiten lassen. Das Lieferando Workers‘ Collective, das die Mehrheit im Lieferando Betriebsrat für Berlin und Potsdam hat, organisiert den Widerstand dagegen.
https://de.labournet.tv/de/videos/lieferando_potsdam

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17 Andreas Goldstein: Der Sozialismus war das Beste an der DDR und das Schlechteste zugleich

Tag der Deutschen Einheit: Der Regisseur Andreas Goldstein fragt, warum der Westen noch immer auf die DDR einschlägt. Will man damit von den Krisen des Kapitalismus ablenken?
Andreas Goldstein hat einen besonderen Film über das Ende der DDR gedreht. In seiner Dokumentation „Mein Land will nicht verschwinden“ zeigt er Fernsehbilder aus der Zeit des Mauerfalls und vergleicht sie mit seinen eigenen Erinnerungen. Er zeigt Widersprüche auf und stellt Fragen, die Zweifel an der westdeutsch geprägten Geschichtsschreibung aufwerfen.
War die DDR eine Diktatur? War sie ein Unrechtsstaat? Oder war sie ein Versuch, Geschichte neu zu gestalten? Wie passt das alles zusammen? Und was sind individuelle Erinnerungen wert? Für die Berliner Zeitung hat Andreas Goldstein, geboren 1964 in Ost-Berlin, Sohn des ehemaligen DDR-Kulturministers Klaus Gysi, seine Gedanken zur DDR und zur Arbeit an seinem Film aufgeschrieben.
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/andreas-goldstein-mein-land-will-nicht-verschwinden-li.2360169

»Junkerland in Bauernhand!«

Was hat die Bodenreform vor 80 Jahren in Ost­deutschland mit der deutschen Einheit zu tun?
Von Jonas Werner
Ungewöhnliche Szenen spielen sich im Herbst 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) ab. Demonstrationen und sozialistische Parolen sind im ländlichen Raum zu vernehmen. Dazu kommt es beinahe wöchentlich zu Versammlungen, auf denen Dorfbewohner, aber auch hinzugerufene Parteipropagandisten die Enteignung der Gutsherren und eine Neuverteilung der riesigen Ländereien fordern. Die Sozialstruktur der Dörfer soll völlig umgekrempelt werden. Es ist der erste Schritt in Richtung sozialistische Gesellschaft.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194427.bodenreform-junkerland-in-bauernhand.html

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18 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN

Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!

IG Metall: Stahltarifrunde mit enttäuschendem Ergebnis beendet
https://www.jungewelt.de/artikel/509562.stahlindustrie-stahltarif-unter-inflation.html

DGB: Umfrage zeigt bei den meisten die Furcht vor der Arbeitszeitverlängerung
https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-arbeitszeit-drei-viertel-furchten-negative-folgen-71730.htm

DGB: Kritik an Reiche als einfache Lösung der Wirtschaftskrise?
https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article410095658/schwerer-fehler-dgb-chefin-mit-scharfer-kritik-an-reiche.html

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19 Kapitalistischer Niedergang: KRISENFOLGEN

Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats

Horror: Massenentlassungen bei Lufthansa angekündigt!
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/lufthansa-stellenabbau-102.html

Breite Kritik an den Kürzungsplänen zur Pflege
https://www.jungewelt.de/artikel/509396.herbst-der-reformen-breite-kritik-an-pl%C3%A4nen-zur-pflegek%C3%BCrzung.html

Analphabetismus auf dem Vormarsch
https://www.telepolis.de/features/20-Prozent-Analphabeten-Deutschland-vor-dem-Bildungskollaps-10665944.html

Überschuldung durch Krankheiten an erster Stelle
https://www.jungewelt.de/artikel/509479.krankheit-h%C3%A4ufigster-verschuldungsgrund.html

Kriselnder Traditionskonzern: ZF baut in der Antriebssparte 7600 Arbeitsplätze ab
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/so-will-sich-der-autozulieferer-zf-wieder-stabilisieren-accg-110712118.html

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20 Der Kriegsminister und seine Killerarmee

Von Florian Rötzer

Großer Auftritt des neu getauften Kriegsministers Pete Hegseth als einziger im legeren Anzug und frei, demonstrativ souverän auf der Bühne herumwandernd vor Hunderten von uniformierten Kommandeuren aus aller Welt. Sie wurden in aller Öffentlichkeit wie Schüler belehrt, welche Rolle sie für die angeblich mächtigste Nation unter dem größten Präsidenten der Weltgesichte zu spielen haben. Es war ein Unterwerfungsritual und die Show ein Alptraum für den Gang in die Kriegstüchtigkeit.
https://overton-magazin.de/top-story/der-kriegsminister-und-seine-killerarmee/

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21 Trump und Netanjahu im Rampenlicht

Von Karin Leukefeld
20 Punkte aus Washington sollen mehr als 100 Jahre koloniales Unrecht regeln. Der US-Plan für ein Ende des Krieges zwischen Israel und der palästinensischen Hamas im Gazastreifen stößt international auf Zustimmung, heißt es in deutschen Medien. Die Palästinenser wurden nicht gefragt. Eine Einschätzung von Karin Leukefeld.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=139847
Anmerkung:
Eine klare und informative Einschätzung des 20 Punkte-Planes von Trump. Unbedingt lesen! (DW)

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22 Termine:

Autoritarismus und Kriegsregime

Was? Vortrag und Gespräch mit Raul Zelik
Wann? Samstag, den 11. Oktober 25, 19:00 Uhr
Wo? Kölibri, Stadtteilzentrum. Hein-Köllisch-Platz
Einlader: IL (Interventionistische Linke)

DEUTSCHLAND SOLL SCHON IN WENIGEN JAHREN „DIE GRÖSSTE KONVENTIONELLE ARMEE EUROPAS“ (MERZ) HABEN. DAS WIRD EINE ZEITENWENDE!

WAS BEDEUTET DAS FUR DIE DIE ARBEITENDEN MENSCHEN UND IHRE GEWERKSCHAFTEN?
Gemeinsame Veranstaltung: Arbeitskreis Frieden ver.di und MASCH e.V., unterstützt von Junge BAU Hamburg, IG BCE OG Bergedorf
ABLAUF DER VERANSTALTUNG:
SAMSTAG, 11. OKTOBER 2025, 14-18 UHR. KLUB – BESENBINDERHOF 52
VISDP: SANDRA GOLDSCHMIDT, VER.DI-LANDESBEZIRK HAMBURG, BESENBINDERHOF 60
1. Beitrag AK Frieden: Kanonen statt Butter?
Aufrüstung und keine Eingriffe in den Sozialstaat – geht das?
Wie schnell soll aufgerüstet werden?
Die Gewerkschaften fordern Investitionen in die marode Infrastruktur. Aber: Außenminister Wadephul meint, von den für die Infrastruktur vorgesehenen 500 Mrd. € könnte jährlich eine
Summe in Höhe von 1,5 % des BIP für militärische Infrastruktur abgezweigt werden, also für Panzerstraßen und -brücken?
Gibt es historische Erfahrungen?
Was sind die Folgen: Für die Kriegsgefahr in Europa? Für Umwelt? Inflation? Infrastruktur? Gesundheitsversorgung? Sozialleistungen?
2. Beitrag MASCH: Wie verändert ein solches Aufrüstungsprogramm die Arbeitswelt?
Inhalt und Zweck der Arbeit? Die Arbeitsbedingungen? Die Bedingungen des gewerkschaftlichen Kampfes?
3. Publikum: Nachfragen und kurze Diskussionsbeiträge
4. Konversion verkehrt – Geplant: Beiträge über und aus verschiedenen Betrieben:
Ich soll jetzt Bomber reparieren …
Ich soll jetzt Brücken panzerfähig machen …
Ich soll jetzt Rüstungsforschung betreiben …
Ich soll jetzt sicherheitsüberprüft werden …
Ich soll jetzt für die betriebliche Sabotageabwehr proben …
Ich soll die Kinder in der Schule kriegstüchtig machen …
5. Gewerkschaftlicher Widerstand?!
Was tun? Von den Veranstaltern eingeleitete allgemeine Aussprache

Nour Al ZaqZouq, 8 Jahre: Der Traum vom Frieden. HeArt of Gaza

KINDERZEICHNUNGEN. AUS EINEM KRIEGSGESCHÜTTELTEN LAND
Ausstellung vom 10.- 18. Oktober 2025, im Stadtteilzentrum „Kölibri“, Hein Köllisch- Platz 12,
Eröffnung 10.Oktober 18.00 Uhr – Vortrag, Musik und arabische Snacks- Eintritt frei – Spenden für Gaza erwünscht
Veranstalter: Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V., Regionalgruppe Hamburg
Öffnungszeiten: Sa,11.10.: 18-22; Di,14.10.:11-19; Do,16.10.:13.30-16.30, Frei,17.10.:13-19
V.i.S.d.P.: karin.steinbrinker@t-online.de
„Gaza ist der gefährlichste Ort der Welt, um ein Kind zu sein“. UNICEF-Sprecher James Elder, Dezember2023…
Doch mitten in diesem Inferno gibt es noch kleine Lichtblicke. Dazu gehört das „Artist’s Tent“, das „Künstlerzelt“ von Mohammed Timraz in der Stadt Deir El Balah im Zentrum des Gazastreifens…
Die Bilder der 5-17jährigen Kinder und Jugendlichen erzählen von Kriegserlebnissen, vom schwierigen Alltag inmitten der Zerstörung, sie drücken ihre Trauer, Belastung und Ängste aus, aber auch ihre Erinnerung an glückliche Momente in der Vergangenheit und ihre Hoffnung auf eine bessere, friedliche Zukunft…
Wir, die Veranstalterinnen, freuen uns, dass nun auch die Hamburger die Gelegenheit bekommen, sich von diesen Bildern bewegen zu lassen.
Begleitend zur Ausstellung werden Spenden für das Künstlerzelt von Mohammed Timraz und für Hilfsprojekte für Kinder und Familien in Gaza gesammelt.

Grüner Wasserstoff aus Namibia – ein neues Kapitel deutscher Kolonialgeschichte?

7. Oktober , 19:00 – 21:00     Uni Campus Philosophenturm Hörsaal E (barrierefrei)   Von-Melle-Park 6

Speakers Tour von Attac mit Aktiven aus Namibia
Am 7. Oktober 2025 findet in Hamburg in Zusammenarbeit mit dem AStA der Universität Hamburg die kostenfreie Attac-Veranstaltung „Grüner Wasserstoff aus Namibia – ein neues Kapitel deutscher Kolonialgeschichte?“ statt. Sie ist Teil einer bundesweiten Speakers Tour, die das geplante Wasserstoffprojekt „Hyphen“ in Südnamibia und die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung kritisch beleuchtet. Im Fokus stehen die Perspektiven der betroffenen namibischen Bevölkerung. Sie werden durch Paul Thomas, Mitglied der Nama Traditional Leaders Association, und Tjipura Unaune Tjipura von der Organisation Social Economic Justice Trust vertreten.
Das Großprojekt „Hyphen“ im Süden Namibias soll grünen Wasserstoff für die Energiewende in die reichen Länder der nördlichen Halbkugel liefern…
Die Veranstaltungen sollen das Bewusstsein für die Kolonialgeschichte Namibias schärfen und zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den dort begangenen Verbrechen und dem Völkermord anregen. Angesichts der deutschen Kolonialherrschaft ist insbesondere bei deutschen Projekten wie der Beteiligung an „Hyphen“ dafür Sorge zu tragen, dass die Reproduktion kolonialer Konzepte in Namibia vermieden wird.
https://attac.hamburg/termin/gruener-wasserstoff-aus-namibia-ein-neues-kapitel-deutscher-kolonialgeschichte/

Im Rahmen der Kampagne „International solidarisch – Schluss mit Austerität!“ veranstalten wir regelmäßig ein „Filmseminar gegen Austerität“

Mit Filmen rund um das Thema Austerität vs. Solidarität wollen wir die internationale, kulturelle und historische Bedeutung des Bruchs mit dem Neoliberalismus reflektieren.
Die nächste Veranstaltung findet – dieses Mal mit drei Wochen Abstand – am 
Mittwoch, den 15. Oktober 2025, ab 20 Uhr (ct) statt. Im Kokoschka-Hörsaal (Phil D) im Philosophenturm (Von-Melle-Park 6) schauen und diskutieren wir zusammen den Film „Die Brücke“ von Bernhard Wicki aus dem Jahr 1959. Wir beginnen wie immer mit einer inhaltlichen Einführung und Kontextualisierung, diesmal mit Gerhard Schäfer (Sozialwissenschaftler und Historiker, aktiv im Bremer Friedensforum, in der Norddeutschen Friedensbewegung und in der GEW). Im Anschluss wird es wieder Gelegenheit zur Diskussion des Gesehenen geben.
Den Flyer zur Ankündigung findet Ihr hier: https://schluss-mit-austeritaet.de/wp-content/uploads/2025/08/Teaser_DieBruecke_A5_web.pdf

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23 Hinweis auch wichtige Websites

Gewerkschaftliche Linke Berlin
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/

Gewerkschaftsforum Dortmund
https://gewerkschaftsforum.de

Laien’s Club Heimfeld
https://laiens.club

Hamburg4Peace
http://www.hamburg4peace.com

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