Liebe Freunde und Genossen aus Hamburg,
das war also der 6. Februar, der unter dem Motto „Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg“ stand.
Mit dieser Mail schicke ich Euch einige Fotos und Videos):
https://drive.google.com/drive/folders/1sNfoUyfGbi5kR7u_wbciFUOM30dIwZHi?usp=sharing
Der Hafen Genuas ist ganz anders strukturierrt als der von Hamburg: Die Kaimauern sind sternförmig im Zentrum der Stadt, hier legen die Passsagierschiffe an. Handelsschiffe und Container-Terminal befidnen sich mehr ausserhalb. Genua liegt direkt am Meer, es gibt praktisch keine Gezeiten. Nur kleines Hafenbahn-Netz, viel läuft sofort über LKW. Der Hafen von Genua ist der grösste Hafen Italiens (von der Fläche her), wenn man den Umschlag als Massstab nimmt (Container), ist Trieste (nördliche Adria) heute der grösste Hafen Italiens.
Dann seht Ihr auch ein paar mal Chris Smalls, Amazon-Gewerkschafter aud den USA
Artikel der Gewerkschaft USB
Die streikenden Hafenarbeiter blockieren mit Waffen beladene Schiffe
Die mit Waffen beladene ZIM Virginia sitzt vor der Küste von Livorno fest und kann nicht anlegen: Der Streik der Hafenarbeiter der USB blockiert sie derzeit. Dasselbe gilt für die ZIM New Zealand, die heute Morgen in Genua anlegen sollte, und die ZIM Australia, die heute in Venedig und morgen in Ravenna eintreffen sollte. Auch die MSC EAGLE III mit Ziel Israel, die gestern in Ravenna und heute in Venedig erwartet wurde, musste ihre Ankunft verschieben.
Dies sind die ersten konkreten Ergebnisse des internationalen Streiks, zu dem Hafenarbeiter aus verschiedenen Ländern heute gegen Waffenschmuggel, die Privatisierung von Häfen und die Militarisierung der Häfen aufgerufen haben.
Der Streik und die Demonstrationen, die ursprünglich in 21 Häfen im Mittelmeerraum und Nordeuropa geplant waren, haben sich mittlerweile auch auf andere Hafenstädte wie Marseille und Barcelona ausgeweitet und erfahren Solidarität sogar von jenseits des Atlantiks.
… und hier ein Artikel von den www-Seiten des Regionalsenders telenord.it.
Interessant die Forderung nach einer ständigen Beobachtungsstelle für Waffentransporte. Gestern ist sogar gesagt worden, dass der Stadtrat von Genua sich dafür entschieden hat, Nachahmenswert!
Die Proteste gegen den Waffenschmuggel über die Hafendocks sind in Genua wieder in den Fokus gerückt. Unter dem mittlerweile bekannten Slogan „Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg“ bekräftigten die Hafenarbeiter ihre Forderung nach der Einrichtung einer ständigen Beobachtungsstelle für Waffentransporte im ligurischen Hafen. Die Demonstration gipfelte in einem Protestmarsch von San Benigno zum Seeterminal, organisiert von der Gewerkschaft USB und dem CALP (Collettivo Autonomo Portuali, Kollektiv der Hafenarbeiter) gegen militärische Logistik und Aufrüstungspläne.
Die Initiative ist Teil eines internationalen Aktionstages, an dem 21 europäische und Mittelmeerhäfen teilnehmen. Auch in Genua haben die Proteste spürbare Auswirkungen gezeigt: Seit gestern Abend verlangsamt sich der Hafenbetrieb aufgrund der unsicheren Lage.
Die Demonstration begann mit der Verlesung eines Resolutionsentwurfs, der dem Stadtrat von den Fraktionsvorsitzenden der Mehrheit vorgelegt wurde. Darin wird die Einrichtung einer „ständigen Beobachtungsstelle für Transparenz, Sicherheit und Ethik im Hafenwesen“ gefordert, die Teil des Projekts „Friedenshafen Genua“ ist. „In den kommenden Monaten“, erklärte Riccardo Rudino (Calp), „werden wir an der Schaffung einer Einrichtung arbeiten, die sich mit Forschung, Analyse und Überwachung befasst.“
Francesco Staccioli, Vorstandsmitglied der USB, richtete eine klare Botschaft an die CGIL: „Wenn wir glauben, dass Waffen die Zukunft der Arbeit sind, dann können wir uns die Gewerkschaftsbildung gleich sparen. Waffen sind nicht die Zukunft dieses Planeten.“
Hier der Link mit gutem Video:
https://telenord.it/sciopero-in-porto-proposta-la-nascita-dell-osservatorio-per-l-etica-e-trasparenza-del-lavoro-portuale-100019