Liebe Freunde und Genossen aus Hamburg,
die italienische Basis-Gewerkschaft hat eine erste Bilanz über den 6. Februar veröffentlicht. Ihr findet im Folgenden den Link zur entsprechenden www-Seite und die deutsche Übersetzung desTextes.
Wir haben uns in diesen Tag viel gegenseitig ausgetauscht (Infos, Eindrücke, Fotos, Videos, Reports usw.), und wahrscheinlich habe ich nicht immer sofort und endsprechend reagiert. Kommt vor, habe aber alles gelesen und werden es weiterhin so machen. Vieles von dem habe ich dann auf italienische zur USB weitergeschickt, und die Genossen haben es dann für die internationale Auswertung benutzt.
Diese Internationale Koordination bräuchte sicherlich Kanäle und Instrumente, die erst in Entstehen sind. Sicherlich werdet Ihr mit der Zeit eine direktere Rolle bei all dieser Koordination und Kommunikation haben, so sollte es zumindest sein.
Grüsse aus Milano von L.
Die Bilanz der USB:
Hafenarbeiter arbeiten nicht für den Krieg: Der internationale Streik ist ein Anfang, Solidarität kann die Wiederbewaffnung stoppen
Am Freitag, dem 6., riefen fünf Gewerkschaften zu einem gemeinsamen Protesttag mit Demonstrationen in wichtigen europäischen und italienischen Häfen auf. Die breite internationale Resonanz des ersten internationalen Protesttags für europäische und mediterrane Häfen bestätigte die Richtigkeit der Entscheidung, den Kampf gegen Krieg und Kriegswirtschaft zu einer zentralen Frage für die Zukunft Italiens, Europas und der Welt zu machen. Diese Bestätigung zeigte sich auch in der Beteiligung Zehntausender Arbeiter, Bürger, Studenten und Angestellter an den verschiedenen Demonstrationen in Häfen wie Piräus, Elefsina, Bilbao, Pasaia, Mersin sowie in Marseille, Bremen und Hamburg und in zwölf italienischen Städten. Diese Mobilisierung hat bereits bedeutende erste Erfolge erzielt: Vier Frachtschiffe – drei der israelischen Reederei Zim und eines der MSC mit Ziel Israel – wurden durch den Streik blockiert und konnten ihre Zielhäfen nicht anlaufen. Dies zeigt, wie internationalistische Solidarität und die Mobilisierung von Arbeitern die Logistik von Krieg und Völkermord unterbinden können.
Wir solidarisieren uns mit den marokkanischen Hafenarbeitern und Bürgern, die von den schweren Überschwemmungen betroffen sind, welche zur Schließung der Häfen und zur Unmöglichkeit jeglicher Aktionen geführt haben.
Wir danken allen Verbänden und Bewegungen, die diesen Tag unterstützt und an den Demonstrationen teilgenommen haben, darunter BDS, GMTG, Thousand Madleen, die palästinensischen Bewegungen und viele andere.
Wir möchten die Rolle hervorheben, die Arbeitnehmer spielen können, um sich nicht an diesem verhängnisvollen Mechanismus zu beteiligen und den militaristischen Kurs unseres Kontinents aufzuhalten.
Eine Entscheidung, die internationale Solidarität als konkretes und wirksames Instrument im Kampf gegen Imperialismus, Völkermord und Aggression positioniert, aber auch als wesentlichen Faktor für die Verteidigung der Löhne, Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit sowie der Rentenansprüche von Hafenarbeitern.
Aufbauend auf den gestrigen Erfolgen wird dieser Prozess ab heute fortgesetzt, um die Solidarität zu stärken und eine noch größere Beteiligung von mehr Häfen und mehr Arbeitnehmern, auch aus anderen Branchen, zu erreichen.
Der 6. Februar markiert einen wichtigen Ausgangspunkt, denn er bringt ein zentrales Thema auf die Tagesordnung der internationalen Gewerkschaften: die Ablehnung der Kriegswirtschaft, des Aufrüstungsplans und der Militarisierung der Häfen. Weitere Forderungen werden ebenfalls laut: die Ablehnung der Privatisierung, höhere Löhne, bessere Renten und angemessenere Sicherheitsbedingungen für die Arbeitnehmer.
https://www.usb.it/leggi-notizia/i-portuali-non-lavorano-per-la-guerra-lo-sciopero-internazionale-punto-di-partenza-la-solidarieta-puo-fermare-il-riarmo-1310.html