JFI 09–2026 ++ Andreas Buderus: Antimilitarismus ohne Streik geht nicht! ++ Hamburger SchülerInnen: „Wir sterben nicht in Euren Kriegen“ ++ Zentrum Automobil und AfD bei Betriebsratswahlen 2026 ++

Jour Fixe Info 09-2026. 22. Jahrgang – 27.02.2026

 

Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

 

Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.

 

 

01 Einladung zum 247. Jour Fixe am 04.03.2026:

Die aktuelle Bedeutung von Berufsverboten, Unvereinbarkeitsbeschlüssen, Regelanfragen, Radikalenerlass
Referent: Werner Siebler, Freiburg
Er ist Sprecher des „Bundesarbeitsausschusses der Initiativen gegen Berufsverbote“ und Stadtverbandsvorsitzender des DGB Freiburg
Mit Berichten von zwei Hamburger Kollegen, betroffen vom Unvereinbarkeitsbeschluß bzw. Berufsverbot
https://gewerkschaftslinke.hamburg/

Hamburg: Kommen jetzt die Berufsverbote zurück?

Mit dem »Resilienzgesetz« sollen Beamte und Tarifbeschäftigte mundtot gemacht werden, warnt Andrea Krieger
Interview: Michael König
https://www.jungewelt.de/artikel/518188.hamburg-kommen-jetzt-die-berufsverbote-zur%C3%BCck.html

Kein Berufsverbot 2.0

Vermutete Gesinnung darf nicht verfolgt werden!
Im Hamburger Koaltionsvertrag wurde vereinbart, dass vor der Einstellung in den öffentlichen Dienst, also auch vor dem Beginn einer Ausbildung, eine Überprüfung aller Bewerber*innen durch den Verfassungsschutz durchgeführt werden soll. Grundlage sei die Resilienz des Staates gegen „Extremisten“ und explizit auch gegen angebliche Verfassungsfeinde.
Die Umsetzung soll voraussichtlich ab April 2026 erfolgen.
https://gegen-berufsverbote.hamburg/

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02 Kein Frieden ohne Gegenmacht

Warum Antimilitarismus ohne Streik als Waffe folgenlos bleibt
Von Andreas Buderus
»Zur Aneignung des Streikrechts zählt auch die Überwindung bestehender rechtlicher Restriktionen. (…) Wer überkommene rechtliche, in der Verfassung keineswegs angelegte Restriktionen überwinden will, muss den Mut zur kalkulierten Regelverletzung aufbringen. (…) Das Streikrecht und seine Ausweitung stehen und fallen mit der Intensität, mit der die Gewerkschaften die Streikfreiheit nutzen.«
https://www.jungewelt.de/artikel/517725.politischer-streik-kein-frieden-ohne-gegenmacht.html
Anmerkung:
Am 3.Juni Jour Fixe mit Andreas Buderus. Thema: Aufbau einer gewerkschaftlichen Opposition in Deutschland (Arbeitstitel). (DW)

Lesekreis in Berlin: Streiken gegen den Krieg

Dazu haben wir Benedikt Hopmann und Klaus Dallmer eingeladen, die mit ihrem historischen Wissen zur Arbeiterinnenbewegung dazu beitragen können die Hintergründe der Massenstreiks während des Ersten Weltkrieges zu analysieren.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/streiken-gegen-den-krieg-lesekreis/

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03 Großdemo gegen Wehrpflicht in Hamburg: „Wir sterben nicht in Euren Kriegen“

https://www.mopo.de/hamburg/demonstration-gegen-wehrpflicht-in-hamburg-wir-sterben-nicht-in-euren-kriegen/#engagently-banner

Bundeswehr wartet auf Antwort

Kein Interesse? Jeder Zweite hat Fragebogen zum Wehrdienst nicht ausgefüllt
Berlin. Seit Jahresbeginn müssen 18-jährige Männer einen Wehrdienst-Fragebogen ausfüllen – doch die Beteiligung bleibt überraschend gering. Was folgt?
Von Marcus Brandt
https://www.abendblatt.de/politik/article411296929/kein-interesse-jeder-zweite-hat-fragebogen-zum-wehrdienst-nicht-ausgefuellt.html

Bundesweiter Schulstreik am 5. März

Wie geht es mit dem Protest weiter?
Die Initiative »Schulstreik gegen die Wehrpflicht« bereitet sich auf die nächsten Aktionen vor, berichtet Hannes Kramer
https://www.jungewelt.de/artikel/518307.antimilitarismus-wie-geht-es-mit-dem-protest-weiter.html

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04 Bei Daniela Klette: Alles „Ganz besonders normal“

Daniela Klettes Sonderhaftbedingungen gegenüber den Bedingungen des Normalvollzugs – ein Überblick nach Auskunft der Verteidigung
Von Stephanie Bart
Das »normale Strafverfahren« gegen Daniela Klette unterscheidet sich von den meisten anderen »normalen Strafverfahren« dadurch, dass fast nichts an ihm normal ist. Das gilt auch für die Haftbedingungen. Alle Gefangenen in dem Trakt, in dem Daniela Klette inhaftiert ist, sind in Untersuchungshaft. Entsprechend ist im Folgenden mit »Normalvollzug« der Untersuchungshaft-Normalvollzug gemeint und nicht der Strafhaft-Normalvollzug.
Daniela Klettes Zelle wird achtmal so oft durchsucht wie die von Gefangenen im Normalvollzug; frisches Obst darf sie, anders als jene, von ihren Besuchen nicht erhalten.
https://www.akweb.de/politik/besonders-normal-daniela-klette-haftbedingungen-raf-prozess-obstverbot/

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05 Wir sagen Nein zum TV-L Verhandlungsergebnis

Dazu findest du hier unsere Petition (hier), unsere Stellungnahme und einen Musterantrag, der in Betriebsgruppen und Gremien eingebracht werden kann zum Download und NEU – die Petition als Druckdatei, um im Betrieb Unterschriften zu sammeln!
https://netzwerk-verdi.de/2026/02/20/wir-sagen-nein-zum-tv-l-verhandlungsergebnis/

„Ich merke nichts von einem Schnaps obendrauf“

Ernüchternde Tarifeinigung für Beschäftigte der Tarifrunde der Länder
Von Jan von Hagen
https://www.unsere-zeit.de/ich-merke-nichts-von-einem-schnaps-obendrauf-4811928/#more-4811928

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06 Streikkundgebung der Vivantes Töchter

Streikkundgebung der Vivantes Töchter vor dem Abgeordnetenhaus in Berlin am 26.2.2026. Vivantes ist ein landeseigener Betrieb. Der Senat löst seit zehn Jahren seine Versprechungen nicht ein, die Kolleg*innen wieder einzugliedern. Gleichzeitig zerrt die Geschäftsführung die Streikenden vor Gericht, und das Arbeitsgericht setzt fest, dass während des Streiks mehr Kolleg*innen auf Arbeit sein müssen, als an einem normalen Arbeitstag.
Der Streik geht weiter.
Video 5 Minuten
https://www.labournet.tv/de/videos/kundgebung_vivantes

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07 Narrative, Netzwerke und Kommunikation von Zentrum (Automobil) im Kontext der Betriebsratswahlen 2018/ 2022

Mit einer Einschätzung der AfD-Bundestagswahlkampagne 2024/2025: Gewerkschaftliche Kampagnen von rechts
Von Daphne Weber
https://gewerkschaftsforum.de/narrative-netzwerke-und-kommunikation-von-zentrum-automobil-im-kontext-der-betriebsratswahlen-2018-und-2022-mit-einer-einschaetzung-der-afd-bundestagswahlkampagne-2024-2025-gewerkschaftliche-kamp/#more-25841
Anmerkung:
Das ist eine detaillierte Beschreibung der Praxis von Zentrum Automobil und AfD! Allerdings nimmt die Kollegin Weber dabei den Standpunkt der IGM ein! Sie unterläßt gänzlich eine Kritik der IGM (und übrigen DGB-Gewerkschaften) am Kurs der Sozialpartnerschaft und Co-Management. Als beispielhaft, womit IGM in der Auseinandersetzung mit Zentrum Automkobil und AfD für sicher werben könnte, schreibt sie:
„Am Beispiel eines kürzlich erstrittenen, zusätzlichen freien Tages für Mitglieder der IG Metall bei der Mercedes Benz AG (Köster 2025) wird deutlich, mit welchen konkret spürbaren Erfolgsgeschichten reale gewerkschaftliche Interessensvertretung für sich werben kann. Eine solche spürbare Relevanz erfolgreicher gewerkschaftlicher Auseinandersetzungen ist der zentrale Strategiekern, um sowohl rechten Konkurrenzlisten wie Zentrum als auch rechten Einstellungen unter Arbeiterinnen etwas entgegenzusetzen.“
Damit benennt sie einen schlimmen Fehler in der Strategie der IGM: Die Spaltung von Belegschaften! Der eine Kollege bekommt mehr Freizeit als der andere! Damit sei die IGM erfolgreich gegenüber den AfD-Konkurrenten.
Auf die Nennung des Faktors, daß die Entwicklung einer Kraft gegegn Zentrum Automobil und AfD die Perspektiven des Sozialismus und des Internationalismus, dh, die internationale Verndetzung mit beeinhalten muß, verzichtet die Autorin ganz! Wie ja auch die IGM und alle anderen DGB-Gewerkschaften, die sich – wie Zentrum Automobil und AfD – als Wahrer des sozialen Friedens in den Betrieben sehen. (DW)

Betriebsratswahlen 2026: Rechte Landnahme im Betrieb

AfD-naher Verein »Zentrum« will bei Betriebsratswahlen in der kriselnden Autoindustrie Fuß fassen. Sein Feindbild ist nicht das Kapital, sondern der DGB.
Von Niki Uhlmann
https://www.jungewelt.de/artikel/517441.betriebsratswahlen-2026-rechte-landnahme-im-betrieb.html

Die AfD gibt sich arbeiternah, aber gewerkschaftsfeindlich

Die AfD inszeniert sich als Partei der Arbeiter. Doch ihre Positionen zum Arbeitsrecht zeigen das Gegenteil
Von Maurice Höfgen, Nils Schniederjann, und Sebastian Friedrich
https://www.geldfuerdiewelt.de/p/die-afd-gibt-sich-arbeiternah-aber

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08 Die Bahn aktuell: Mangelnde Sicherheit, eingefrorene Baustellen, schrumpfender Güterverkehr und kollabierende Rolltreppen

Eines muss man Evelyn Palla lassen: Als sie am 22. September 2025 offiziell als neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG vorgestellt wurde, bemühte sie sich – anders als ihre Vorgänger – sofort, allzu hohe Erwartungen auf eine schnelle Trendwende bei dem maroden bundeseigenen Konzern zu dämpfen. Zwar werde sie sich sofort daranmachen, den Konzern umfassend umzubauen und neu auszurichten, aber „nichts wird schnell gehen“, denn es handele sich „nicht um einen Sprint, sondern um einen Marathonlauf“.
Von Rainer Balcerowiak.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=146707

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09 FDGB: »Da wurde ohne Schönfärberei Klartext geredet«

[DDR-Geschichte]
Über die Stimmung der Arbeiter in den letzten Jahren der DDR, die Arbeit im FDGB und die Kampagne gegen die Gewerkschaften im Herbst 1989. Ein Gespräch mit Gerhard Nennstiel
Interview: Nico Popp
https://www.jungewelt.de/artikel/517080.fdgb-da-wurde-ohne-sch%C3%B6nf%C3%A4rberei-klartext-geredet.html
Anmerkung:
Was der Kollege Nennstiel beschreibt, bekam ich durch eigene Erfahrungen bestätigt.
Ich habe Verwandte in Thüringen und war in den 60ern, 70ern und 80ern öfter bei ihnen zu Besuch, bei einem Cousin (Elektriker, Kali-Bergbau), Cousine (Schlosserin), zwei Nichten (HO). Sie alle berichteten mir, wie selbstbewußt und offen man auf den Betriebsversammlungen auftreten konnte (nur Ulbricht/Honnecker und der Große Bruder waren tabu!). Unmittelbar nach der „Wende“ berichteten mir meine beiden Nichten: Jetzt ist das ganz anders, jetzt müssen wir vorsichtig sein, was wir sagen, sonst sind wir den Job los. Da herrschte dann wohl mehr betriebliche Mitbestimmung in der DDR als jemals in der BRD. (DW)

Täver Schur: Den Schalk im Nacken

[DDR-Sport]
Gustav-Adolf »Täve« Schur zum 95. Geburtstag
Von Janusz Berthold
https://www.jungewelt.de/artikel/517979.radsport-der-schalk-im-nacken.html

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10 Neue Zeitung für Deutschland: Ein neues Kapitel im deutschen Journalismus

Die Ostdeutsche Allgemeine startet
Die neue Ostdeutsche Allgemeine Zeitung will dem Osten eine neue Stimme geben – und soll auch in Zusammenarbeit mit den Leserinnen und Lesern entstehen.
Von Daniel Cremer
https://ostdeutscheallgemeine.com/article/ein-neues-kapitel-im-deutschen-journalismus-die-ostdeutsche-allgemeine-startet-10019997

Tino Chrupalla – der Mann hinter den Zuschreibungen

Tino Chrupalla ist Bundesvorsitzender der AfD und Malermeister aus Weißwasser. Seine Geschichte ist Resonanzraum für eine ostdeutsche Umbrucherzählung. Ein Porträt.
Von Alexander Dergay
https://ostdeutscheallgemeine.com/article/tino-chrupalla-der-mann-hinter-den-zuschreibungen-10018807

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11 Rentenreform ist überfällig – aus Erfahrungen Orientierung gewinnen

Von Reiner Heyse
Während der ehemalige Finanzminister Christian Lindner die Aktienrente als historischen Fortschritt pries, wird verschwiegen: Die deutsche Rentenversicherung war bereits kapitalgedeckt – und scheiterte zweimal krachend. Die Reform von 1957 unter Konrad Adenauer zog daraus Konsequenzen und setzte auf Umlage. Wer heute reformieren will, sollte aus der Geschichte lernen, statt alte Fehler neu zu verpacken.
„Wenn du nicht mehr weißt, wohin du gehen sollst, halte inne und schau zurück, woher du gekommen bist.“
Die Anwendung dieser alten, aus Afrika stammenden Weisheit kann bei der Suche nach einer gründlichen Rentenreform überaus hilfreich sein. Eine nur oberflächliche Behandlung der Geschichte, oder gar Geschichtsfälschungen, führen dabei schnell zu Abwegen oder in Sackgassen.
https://overton-magazin.de/top-story/rentenreform-ist-ueberfaellig/

Ein offener Brief an die Rentenkommissionen der Bundesregierung und des DGB

https://renten-zukunft.de/2026/02/26/ein-offener-brief-an-die-rentenkommissionen-der-bundesregierung-und-des-dgb/
Anmerkung:
Bitte Offenen Brief runterladen und an Rentenkommission schicken! Besser als mit dem obigen Artikel von Reiner Heyse „Rentenreform ist überfällig…“ und dem Offenen Brief von Renten-Zukunft kann gegen die Rentenpläne von Regierung und Wirtschaft nicht reagiert werden! (DW)

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12 Wie Verengung zu Verdunkelung führt –und eine Friedensbewegung schwächt

Aufklärerische Versuche über einige Gründe für das Mobilisierungsproblem der Friedensbewegung – und wie es überwunden werden kann.
Von Bernd Schoepe
https://www.gew-ansbach.de/2026/02/wie-verengung-zu-verdunkelung-fuehrt-und-eine-friedensbewegung-schwaecht/

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13 Antwort von JF-Gewerkschaftslinke auf Bernd Schoepe:

Wie Verengung zu Verdunkelung führt –und eine Friedensbewegung schwächt
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/02/25/antwort-von-jf-gewerkschaftslinke-auf-bernd-schoepe/

Coronamaßnahmen: Autoritäre Gehorsamsbereitschaft

Die Psychoanalyse zielt auf die Befreiung von emotionalen Konflikten und die Förderung innerer Autonomie. Doch ab 2020 unterstützten fast alle psychologischen und auch psychoanalytischen Berufsverbände nicht nur die staatlichen Corona-Maßnahmen, sondern attestierten kritischen Patienten und Kollegen auch noch ein übersteigertes Misstrauen oder eine paranoide Haltung. Wie passt das zu den Grundsätzen des Fachs? Und was sagen die Protagonisten heute?
Von Camilla Hildebrandt
https://multipolar-magazin.de/artikel/autoritaere-gehorsamsbereitschaft

Neue Studie Lockdown: Bis zu 500 Kinder nach Selbsttötungsversuchen auf Intensivstationen

Uniklinik Essen: Fallzahl ist im zweiten Lockdown um rund 400 Prozent im Vergleich mit der Zeit vor Corona gestiegen.
Von Philippe Debionne
https://www.berliner-zeitung.de/news/lockdown-bis-zu-500-kinder-nach-selbsttoetungsversuchen-auf-intensivstationen-li.204692

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14 Der Bürgerkrieg im Iran und die europäische Pseudo-Linke

Eine Argumentation gegen Karin Leukefeld und KO (Kommunistische Organisation)
Von Kamal Salehezadeh
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/02/25/der-buergerkrieg-im-iran-und-die-europaeische-pseudo-linke/
Anmerkung:
Der Genosse Salehezadeh berichtete auf unserem 245. Jour Fixe am 21.01.2026
Der Aufstand im Iran
Bericht von Kamal Salehezadeh
Die am 28. Dezember aufgeflammten Proteste haben sich zum bisher größten und breitesten Aufstand gegen das Mullah-Regime entwickelt.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/veranstaltungen/archiv/

Proteste im Iran: Studierende protestieren wieder gegen iranisches Regime

An mehreren iranischen Hochschulen gibt es wieder Proteste. Derweil geht die Justiz weiter gegen Teilnehmer einer früheren Protestwelle vor – auch mit Todesurteilen
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/iran-universitaeten-proteste-regierung-gxe

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15 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN

Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!

 

Verdi: Warnstreiks im Nahverkehr gehen weiter
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verdi-warnstreik-114.html
https://hamburg.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++ef47e10e-117f-11f1-af6e-f1c18e54fa01

IG BCE: „Tarifgespräche“ in echter Sozialpartnerschaft gehen weiter
https://www.onetz.de/deutschland-welt/chemie-tarifgespraeche-fuer-585000-beschaeftigte-fortgesetzt-id5305297.html
https://www.presseportal.de/pm/170495/6221612

IG Metall: Vorsitzende verteidigt den 8-Std.-Tag
https://www.fr.de/wirtschaft/acht-stunden-tag-christiane-benner-warnt-vor-angriffen-auf-den-94174015.html

EVG: Proteste gegen Entlassungspläne bei DB Systel
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/db-systel-stellenabbau-100.html

KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG

Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats

Steigende Mieten, verzweifelte Mieter
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/steigende-mieten-mietervereine-beratungsbedarf-100~amp.html

Altersarmut explodiert!
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/altersarmut-explodiert-breites-buendnis-fordert-starken-sozialstaat,sozialstaat-108.html

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16 Es reicht! Unblock Cuba! Solidaritätskonferenz zur Lage in Kuba

Verleihung 2. Rosa-Luxemburg-Preis 2026 an Aleida Guevara
https://www.jungewelt.de/rosa-luxemburg-preis/

Internationale Solidarität mit Kuba: »Unsere Intellektuellen sind sich der Gefahr bewusst«

Über Kulturkampf gegen die Kubanische Revolution und den Überlebenskampf angesichts härtester US-Sanktionen. Ein Gespräch mit Enrique Ubieta Gómez
Interview: Geraldina Colotti
https://www.jungewelt.de/artikel/517918.internationale-solidarit%C3%A4t-mit-kuba-unsere-intellektuellen-sind-sich-der-gefahr-bewusst.html

Kuba: China bleibt

Die Volksrepublik eröffnet Kuba alternative Finanzstrukturen, umgeht so die US-Blockadepolitik und fordert die USA heraus
Von Kurt Terstegen
https://www.jungewelt.de/artikel/517959.chinesisch-kubanische-beziehungen-china-bleibt.html

Russland liefert Öl nach Kuba

Die Menschen auf Kuba erleben derzeit die wohl schwierigste Energiekrise in der jüngsten Geschichte der Karibikinsel, seitdem die USA eine de facto totale Erdölblockade gegen den Inselstaat verhängt haben.
Nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang des Monats haben die USA Kuba ins Visier genommen, das laut Trump als Nächstes „zum Fallen bereit“ sei.
Geständnis eines Kriegsverbrechens
https://www.kommunisten.de/rubriken/internationales/9399-russland-bereitet-trotz-us-blockade-oellieferungen-nach-kuba-vor

Hier erneut der Aufruf der Gewerkschafter für Kuba

Initiative von Gewerkschaftern will konkrete Unterstützung für das sozialistische Kuba organisieren
Von Kurt Terstegen
https://www.jungewelt.de/artikel/print.php?id=517351
Netzwerk InterRed Cooperación e.V. c/o Lothar Reininger, Scheffelstraße 35 d, 60318 Frankfurt am Main
eMail: info@interred-org.de
www.InterRed-org.de
Spendenkonto:
Netzwerk InterRed Cooperación e.V.
Sozialbank
IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00
BIC: BFSWDE33XXX
Spenden sind steuerlich absetzbar. Spendenquittung auf Anforderung

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17 „Eine der schwierigsten Zeiten für Gewerkschaften“

Die Ukraine ist damit in einem Zustand zwischen Hoffnung und Ungewissheit. Während der Krieg weiterhin tobt, geraten auch Arbeitnehmer:innenrechte zunehmend unter Druck. Für die ukrainischen Gewerkschaften bedeutet das eine doppelte Belastung: Sie unterstützen ihre Mitglieder in einer humanitären Ausnahmesituation und müssen gleichzeitig arbeitsrechtliche Verschlechterungen abwehren, die im Schatten des Krieges beschlossen werden.
https://www.arbeit-wirtschaft.at/vierter-kriegswinter-gewerkschaften-in-der-ukraine/

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18 Konferenz: China und Wir

Perspektiven für Frieden, Menschenrechte und sozial-ökologischen Wandel
Konferenz an der Universität zu Köln, 20.-22. März 2026

Die Einschätzungen über die gesellschaftlichen Verhältnisse in der Volksrepublik China gehen weit auseinander: Für die einen handelt es sich um ein autoritäres staatskapitalistisches Regime, für andere um eine entstehende sozialistische Gesellschaft. Manche sehen eine Dominanz patriarchaler Strukturen, andere eine Gesellschaft auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Geschlechter. Die einen heben Menschenrechtsverletzungen hervor, die anderen Fortschritte bei der Armutsbekämpfung.
Veranstalter: ATTAC Deutschland, dem Lehrstuhl für Moderne China-Studien an der Universität Köln, dem Forum Arbeitswelten und dem Kritischen China Forum
https://www.attac.de/china-konferenz/startseite

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19 Die zehn wichtigsten (überprüften) Neuigkeiten in den Epstein-Akten

https://www.pressenza.com/de/2026/02/die-zehn-wichtigsten-ueberprueften-neuigkeiten-in-den-epstein-akten/

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20 Termine:

Der Kulturverein Olmo e. V. lädt ein Do 5. März (18:00) ella-Kulturhaus Langenhorn. Premiere des Stücks „Flucht aus dem Kettenwerk“

Inszenierung von Kim Kielau, Olmo e. V. für die „Wochen des Gedenkens“. Näheres anbei. Anmerkung: Nach dem Beitrag in der Mopo vom 6.2. meldete sich die Tochter von einem der drei flüchtigen Soldaten; sie wird bei der Premiere anwesend sein. + + + Keine Anmeldung, Eintritt: Spende
Kulturverein Olmo e. V.
www.olmoo.de

mpz-salon lädt ein:’Stumpfe Sense – Scharfer Stahl‘ – Bauern, Industrie und Nationalsozialismus

Von Quinka Stoehr, Kay Ilfrich und Jens Schmidt / 90 min / D 1990
Zu Gast: Filmemacherin Quinka Stoehr
Donnerstag, den 12. März 2026, 19 Uhr. mpz Hamburg e.V. Sternstraße 4, 1. Stock im Laubengang, 20357 Hamburg
Der Film rekonstruiert die schleswig-holsteinische Landvolkbewegung Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, deren Fahne vermehrt wieder auf heutigen Bauerndemonstrationen gezeigt wird. Er beleuchtet am Beispiel einer regionalen Protestbewegung, die weitestgehend im Nationalismus aufging, die Ursachen der Radikalisierung und die Entstehungsbedingungen des deutschen Faschismus.
Zu den Gesprächspartnern der Filmemacherin gehören Josef (Pep) Bergmann und Alfred Sohn Rethel.
https://www.quinkastoehr.de/filme/stumpfe-sense-scharfer-stahl
info@mpz-hamburg.de
www.mpz-hamburg.de

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