JFI 10–2026 ++ Einziger Weg im Iran: Sturz durch das Volk und die Streikenden! ++ Bahn aktuell: schrumpfender Güterverkehr und kollabierende Rolltreppen ++ Minnesota, USA: „Wie wir Widerstand gegen ICE leisten“ ++

Jour Fixe Info 10-2026. 22. Jahrgang – 06.02.2026

Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

 

Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.

 

01 Ankündigung der nächsten Jour Fixe Termine

Jour Fixe am 1.4.2026 mit Ewgeniy Kasakow: Die russische Linke und der Ukraine-Krieg (Arbeitstitel)

Jour Fixe am 3.6.2026 mit Andreas Buderus: Die Organisierung einer gewerkschaftlichen Opposition (Arbeitstitel)

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02 Kamal Salehezadeh: Kritik an der Tudeh-Partei

Der Genosse Kamal Salehezadeh referierte vor kurzem bei einem Jour Fixe der Gewerkschaftslinken Hamburg über den Aufstand im Iran.
Nachdem in der Jungen Welt eine ausführliche Erklärung der Tudeh-Partei erschienen war https://www.jungewelt.de/artikel/518505.krieg-gegen-iran-das-iranische-volk-entscheidet-%C3%BCber-die-zukunft-des-iran.html schickte er diese Einschätzung an die Redaktion der Jungen Welt:
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/03/05/kamal-salehezadeh-kritik-an-der-tudeh-partei/
Diese Kritik von Kamal Salehezadeh wurde bis heute nicht bei Junge Welt veröffentlicht und der Genosse Salehezadeh hat noch keine Antwort der Redaktion erhalten.
Auch die Stellungnahme des ZK der Kommunistische Partei Irans wurde an die Junge Welt gesandt mit der Bitte, diese wie die der Tudeh-Partei zu veröffentlichen:
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/03/01/nein-zum-reaktionaeren-krieg-nieder-mit-der-islamischen-republi/
Diese Stellungnahme ist bis heute auch noch nicht erschienen und der Einsender erhielt noch keine Antwort.
Jeder, der Junge Welt liest, bemerkt, daß fast täglich Berichte zur DKP oder SDAJ erscheinen, aber nie von anderen kommunistischen Organisationen, z.B. der MLPD. Diese Einseitigkeit ist sehr bedauerlich und unjournalistisch. Damit gibt sich die Junge Welt den Anschein, ein Parteiblatt der DKP zu sein.
Und das schlägt sich auch nieder bei der Berichterstattung über ausländische Parteien wie der Tudeh-Partei.
Was die Tudeh-Partei betrifft: Ihr Handeln, daß sie sich mehrere Jahre auf die Seite des Mullah-Regimes geschlagen hat, bis hin zum Verrat von kommunistischen Mitkämpfern gegen das Schah-Regime an die Khomeini-Justiz, ist zurückzuführen auf die Unterordnung der Tudeh-Partei unter die Interessen der sowjetischen Führung. Diese hatte kein Interesse an einer Revolution im Iran sondern an guten ökonomischen und politischen Beziehungen zum neuen Mullah-Regime.
Aber das war nicht die erste Unterordnung einer KP unter die außenpolitischen Interessen Moskaus. Das war schon der Fall im spanischen Bürgerkrieg 1936-39. Moskau hatte keine Interessen an einer Revolution in Spanien sondern einer bürgerlichen Republik und verriet im Verlauf der Kämpfe die anarchistischen Genossen und die Poum („Arbeiterpartei der Marxistischen Einheit“). Es ließen sich noch weitere derartige Beispiele für die Politik Moskaus (der Komintern) aufführen. (DW)

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03 Kommentar von Joe Asmussen (Friedensini Altona) zum Beitrag „Antwort von JF-Gewerkschaftslinke auf Bernd Schoepe“

https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/02/25/antwort-von-jf-gewerkschaftslinke-auf-bernd-schoepe/#comment-377
Anmerkung:
Wir stimmen mit der Einschätzung des Kollegen Joe Asmussen überein. Wenn wir bei Friedenskundgebungen oder -demos auf TeilnehmerInnen treffen, die der AfD nahe stehen, nehmen wir sie als DemonstrantInnen, die aus denselben Gründen wie alle anderen auf die Straße gegangen sind. Wenn wir in den Betrieben gegen die Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen der Kapitalisten streiken und Anhänger der AfD-nahen Automative dabei sind, nehmen wir sie als KollegInnen, die das gleiche Ziel haben wie alle anderen! Sie sind Lohnabhängige, Ausgebeutete wir wir. Wir suchen bei Kundgebungen, Demos, am Arbeitsplatz und bei Streiks das Gespäch mit ihnen von unserem Standpunkt aus des Internationalismus, des Antirassismus und der Kritik an der Sozialpartnerschaft der DGB-Gewerkschaftsführungen!
Aber wir lehnen Bündnisse mit der AfD, der Automative auf der Straße und in Betrieben ab. Hierin unterscheiden wir uns explizit von der Strategie des Genossen Schoepe. Das Parlament hat für uns nicht die zentrale Bedeutung wie für ihn. Die zentrale Bedeutung für hat die Bewegung, in den Betrieben und auf der Straße. Auch wenn wir das gleiche Ziel haben wie der Genosse Schoepe, ein neutrales und blockfreies Deutschland, ist das Parlament für uns nicht der Ort, sich diesem Ziel zu nähern – durch Bündnis und Zusammenarbeit mit der AfD.
Wir als Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg haben uns an samstäglichen sogenannten Kunsthallendemos in Hamburg beteiligt, bis sie im Januar 2022 verboten wurden als 30.000 Demonstranten teilnahmen. Darunter waren auch Dutzende oder hunderte von AfD-Sympathisanten. Die (linken!) Organisatoren der Kunsthallendemos haben kein Bündnis mit der Hamburger AfD geschlossen noch AfD-Sympathisanten aufgefordert, an den Demos teilzunehmen. Sie wurden wahrgenommen als Menschen, die ebenfalls wie alle anderen gegen Coronamaßnahmen
der Regierung protestierten!
Wir als Jour Fixe Gewerkschaftslinke wurden, wie andere linke Gruppen auch, vom Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR), Antifas und Antideutschen als Coronaleugner (wir waren Impfkritiker und haben uns auch als solche bezeichnet!), Schwurbler, Antisemiten beschimpft.

Es gilt, diesen Weg, ob seinerzeit wie bei den Coronamaßnahmen, wie auch jetzt bei Friedensdemos oder Streiks unbeirrt weiterzugehen. (DW)

Kommentar von Jürgen Mietz zum Beitrag „Antwort von JF-Gewerkschaftslinke auf Bernd Schoepe“

https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/02/25/antwort-von-jf-gewerkschaftslinke-auf-bernd-schoepe/#comment-377

Kommentar von Sebastian Scheerer zum Beitrag „Antwort von JF-Gewerkschaftslinke auf Bernd Schoepe“

https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/02/25/antwort-von-jf-gewerkschaftslinke-auf-bernd-schoepe/#comment-379

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04 Professor Klaus-Jürgen Bruder: «Freiheit muss jeden Tag neu erobert werden»

Eine Pandemie, die keine war. Täter, die sich nicht verantworten müssen. Wie kann dem Trauma seine Wirkung genommen werden und Menschlichkeit wieder wachsen? Dazu sprach «Transition News» mit Professor Klaus-Jürgen Bruder. Der Psychoanalytiker gilt als einer der profiliertesten Vertreter der gesellschaftskritischen Psychologie.
https://transition-news.org/freiheit-muss-jeden-tag-neu-erobert-werden

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05 Gewerkschafter für Kuba

Initiative von Gewerkschaftern will konkrete Unterstützung für das sozialistische Kuba organisieren
Von Kurt Terstegen
https://www.jungewelt.de/artikel/print.php?id=517351
Netzwerk InterRed Cooperación e.V. c/o Lothar Reininger, Scheffelstraße 35 d, 60318 Frankfurt am Main
eMail: info@interred-org.de
www.InterRed-org.de
Spendenkonto:
Netzwerk InterRed Cooperación e.V.
Sozialbank
IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00
BIC: BFSWDE33XXX
Spenden sind steuerlich absetzbar. Spendenquittung auf Anforderung

Alltag auf der Insel

Die Katastrophe in Kuba rückt näher
Trotz US-Blockade geht der Alltag in Kuba zunächst weiter – aber die Katastrophe rückt näher
Von Andreas Knobloch
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197729.alltag-auf-der-insel-die-katastrophe-in-kuba-rueckt-naeher.html

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06 Nein zum reaktionären Krieg! – Nieder mit der Islamischen Republik!

(28. Februar 2026)
Erklärung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Irans
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/03/01/nein-zum-reaktionaeren-krieg-nieder-mit-der-islamischen-republi/

Iran: „Es gibt auch einen dritten Weg: Organisieren wir uns und entziehen wir ihnen unsere Arbeitskraft!“

Interview mit Interview mit Esmail Bakhshi, ehemaliger Vertreter der Arbeiterräte der Zuckerfabrik Haft Tappeh
(28. Februar 2026)

Heute Morgen haben die erwarteten Angriffe Israels und der USA auf den Iran begonnen. Das, was viele befürchtet hatten, nämlich, dass die Verhandlungen nur eine Maskerade für einen bereits geplanten Krieg seien, hat sich nun bewahrheitet…
Am 7. Februar hat Bahram Ghadimi ein Interview mit Esmail Bakhshi zur aktuellen Situation der Arbeiter:innenbewegung im Iran geführt. Auch wenn sich die Ereignisse seit dem überworfen haben, geben die Antworten Esmails einen guten Blick auf die komplexe Realität im Iran. Esmail Bakhshi ist Mitbegründer der Gewerkschaft und ehemaliger Vertreter der Arbeiterräte der Zuckerfabrik Haft Tappeh. Wegen seiner politischen Tätigkeit wurde er mehrfach verhaftet und schließlich entlassen. Im Gespräch berichtet Esmail über die Organisierung der Arbeiter:innen, die Situation nach der Niederschlagung des Aufstands und die drohende imperialistische Interventionspolitik.
https://lowerclassmag.com/2026/02/28/es-gibt-auch-einen-dritten-weg/
Anmerkung:
Wir stimmen der Aussage von Esmail Bakhshi, ehemaliger Vertreter der Arbeiterräte der Zuckerfabrik Haft Tappeh´voll zu wenn er sagt:
„Wir besitzen ein Instrument, das stärker ist als Atomenergie: Unsere Arbeitskraft. Wenn wir streiken und unsere Arbeitskraft den staatlichen und privaten Arbeitgebern entziehen – was wollen sie dann tun?“
Ebenso der Erklärung der Kommunistischen Partei Irans:
„Die KPI verurteilt diesen reaktionären Krieg und ruft alle Arbeiterinnen und Arbeiter, alle Werktätigen und freiheitsliebenden Menschen Irans dazu auf, den Kampf für den revolutionären Sturz der Islamischen Republik auszuweiten und zu intensivieren.“
Beide, der Kollege Bakhshsi und die KPI sind sich einig, daß die Beseitigung des Mullah-Regimes weder durch Sanktionen der USA noch durch den kriegerischen Überfall der USA und Israels erfolgen kann sondern nur durch einen Volksaufstand und Generalstreik.
Deshalb fordert die KPI „die Aktivistinnen und Aktivisten der Arbeiterbewegung sowie der anderen fortschrittlichen sozialen Bewegungen auf, die Organisierung voranzutreiben und eine koordinierte, landesweite Führung aufzubauen.“
Auch wir halten dies für den einzig richtigen Weg. (DW)

Lage im Iran: „Alles hängt davon ab, was der Boss, Trump, mit uns vorhat“

Ein Angriff der USA auf den Iran scheint mit jedem Tag wahrscheinlicher.
Sechs Menschen aus Teheran berichten über ihre Angst vor dem Krieg und die Wut auf das Regime.
Protokoll: Lea Frehse und Lara Huck und Zahra Mohamadi, Teheran • Fotografie: Amir Karemi
Am 27. Februar 2026, 17:45 Uhr
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/lage-iran-menschen-verhandlungen-usa-krieg

Scott Ritter: Iran greift alle US-Ziele an – droht jetzt der totale Krieg?

Interview von Glen Diesen
Video 48 Minuten
https://www.youtube.com/watch?v=WV0N3TaZroE&t=33s

Iran: Entgrenzter Krieg

Die Bundesregierung stärkt den USA und Israel bei deren Angriffskrieg gegen Iran den Rücken und trägt damit zur weiteren Auflösung des Völkerrechts bei. Morde an führenden Staatsvertretern werden gängige Praxis für künftige Kriege.
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10321

Iran und Nahost: Ein Manifest Oppositioneller aus dem Land

Wir veröffentlichen diesen wichtigen Appell von 353 iranischen Aktivisten und Akademikern – die im Iran leben –, die ein Manifest mit dem einfachen und unmissverständlichen Titel „Nein zum Krieg“ veröffentlicht haben.
Es ist unerlässlich, der kriegstreiberischen iranischen Diaspora und ihren westlichen Unterstützern die wahren Forderungen der Iraner aufzuzeigen. Es stimmt nicht, dass die im Iran lebenden Iraner – also jene, die Trumps erste Ziele wären – Krieg wollen. All jene innerhalb und außerhalb der akademischen Welt, die Trump für seinen Wunsch, die Iraner zu „befreien“, gedankt haben, sollten wissen, dass er niemanden vertritt.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/ein-manifest-aus-dem-iran-nein-zum-krieg/

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07 Berliner Friedenskonferenz 2026

Vom 27. Februar bis 1. März 2026 fand in Berlin Wedding die Berliner Friedenskonferenz statt. Eingeladen hatten der Bund der Kommunist*innen, Hände weg vom Wedding, die Initiative kämpfende Arbeiter*innen (IKA) und andere linke Gruppen. Die Konferenz war sehr gut besucht und das Publikum überwiegend jung. Labournet TV hat einen Workshop gegeben und Videos zu betrieblichem Widerstand gegen Militarisierung gezeigt, die wir 2025 produziert haben.
Wir haben Stimmen von Konferenzteilnehmer*innen eingefangen.
Video 8 Minuten
https://www.labournet.tv/de/videos/entwaffnen

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08 Schulstreik gegen Wehrpflicht: »Friedrich Merz an die Front!«

Mehr als 50.000 Jugendliche beim zweiten bundesweiten Schulstreik gegen die drohende Wehrpflicht
Von Philip Tassev
https://www.jungewelt.de/artikel/518662.schulstreik-gegen-wehrpflicht-friedrich-merz-an-die-front.html

Schulstreik: »Sie werden uns nicht besänftigen«

Eine friedensbewegte Jugend ruft zum Streik gegen den Wehrdienst auf
Von Stefan Otto
Kaum ist das neue Wehrgesetz beschlossen, steht es schon wieder zur Debatte. Der Wehrbeauftragte Henning Otte bezweifelt, dass es genügt. Zu wenige Freiwillige meldeten sich, sagte der Christdemokrat bei der Vorstellung des jährlichen Wehrberichts am Dienstag. Seitdem wird erneut diskutiert, ob das Gesetz ausreicht, um die Bundeswehr bis 2035 auf 260 000 Soldat*innen aufzustocken. Ab Januar erhalten alle 2008 Geborenen Fragebögen; im Sommer 2027 soll die verpflichtende Musterung folgen. Noch gilt das Prinzip der Freiwilligkeit.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198050.wehrdienst-schulstreik-sie-werden-uns-nicht-besaenftigen.html

Hamburg: Fotoreihe: 05.03.26 Schusteik gegen Wehrpflicht

https://asb.nadir.org/fotoarchiv/neu/20260305/album/index.html

Video aus Berlin: Schulstreik gegen die Wehrpflicht

Video, 5min
„Es ist nicht unsere Aufgabe, die Kriege zu verteidigen, die die alten Säcke verursacht haben.“ (aus dem Video)
Eindrücke von dem Streik gegen die Wehrpflicht in Berlin am 5. März 2026.
https://www.labournet.tv/de/videos/wehrpflicht

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09 Unser Gesundheitssystem ist eine Zweiklassengesellschaft!

Von Ingo Müller
Persönliches Erlebnis um einen Hautarzttermin zu bekommen. Was so belanglos klingt, kann für einen gesetzlich Versicherten zur Qual werden. Vor allen, wenn
man aus einen Land gekommen ist, wo es eine einheitliches Gesundheitswesen gab. Und nicht ein Konkurrenzland ist, wie wir es heute noch stärker erleben.
Stärker gewordene Profitgier, lasten auf den Patienten! Bevor ich über meine Qual berichte, einen Termin zu bekommen, möchte ich an den „Hippokratischer Eid“ erinnern.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/unser-gesundheitssystem-ist-eine-zweiklassengesellschaft/

Streikkasse auffüllen!

Solidarität für die Streikenden bei Vivantes
Wir übermitteln einen Aufruf zur Solidarität des Streik-Soli-Kreises.
https://www.labournet.tv/de/aktuelles/streikkasse

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10 Betriebsratswahlen in der Metallindustrie – ausländische Kollegen wählt nicht Eure Schlächter!

Rechte Listen und „gelbe“ managementfreundliche Wahllisten versuchen bei den diesjährigen Betriebsratswahlen nicht zuletzt unter ausländischen Kolleg:innen zu punkten. Dabei setzen sie auch geschickt an Unmut bei den Kolleg:innen an, wenn Betriebsräte der IG METALL zu sehr auf Zusammenarbeit mit den Kapitalvertretern gesetzt haben und sich für faule Kompromisse über den Tisch ziehen lassen.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/betriebsratswahlen-in-der-metallindustrie-auslaendische-kollegen-waehlt-nicht-eure-schlaechter/

Betriebsratswahl bei Tesla: Grünheide bleibt Musk-Land

IG Metall unterliegt bei der Betriebsratswahl in Teslas Gigafactory
Von Christian Lelek
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198076.ig-metall-betriebsratswahl-bei-tesla-gruenheide-bleibt-musk-land.html

VW-Betriebsratschefin ist offen für Rüstungsprojekte

VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo schließt einen Einstieg des Autobauers in Rüstungsprojekte nicht aus. Das könne vor allem eine Perspektive für das Osnabrücker Werk sein, für das bisher Anschlussaufträge fehlen.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/vw-betriebsratschefin-ist-offen-fuer-ruestungsprojekte,vw-1080.html

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11 Klassenkampf gestern wie heute: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Wieder wird die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall angegriffen. Vor 70 Jahren wurde dafür lange gestreikt, zeigt das Dokudrama »Die Mutigen 56«
Von Christian Lelek
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197937.historische-streiks-klassenkampf-gestern-wie-heute-lohnfortzahlung-im-krankheitsfall.html

„Das Handwerk kämpft“ – Insolvenzen steigen auf Zehn-Jahres-Hoch

Von Carsten Dierig
https://www.welt.de/wirtschaft/article69a75f630d924a7f0f934da9/creditreform-zahlen-das-handwerk-kaempft-insolvenzen-steigen-auf-zehn-jahres-hoch.html

Wessen Krise?

Die deutsche Industrie baut Zehntausende Stellen ab, gleichzeitig wächst der Reichtum. Eine Einordnung
Von Stephan Krull
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197909.zeitenwende-wessen-krise.html

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12 Hamburg: Automatisierung im Hafen

Autonome Kräne und ferngesteuerte Terminals: Docker und Gewerkschaften fürchten um Jobverlust und Eingriff in Mitbestimmung
Von Burkhard Ilschner
https://www.jungewelt.de/artikel/518397.maritime-wirtschaft-automatisierung-im-hafen.html

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13 Die Bahn aktuell: Mangelnde Sicherheit, eingefrorene Baustellen, schrumpfender Güterverkehr und kollabierende Rolltreppen

Eines muss man Evelyn Palla lassen: Als sie am 22. September 2025 offiziell als neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG vorgestellt wurde, bemühte sie sich – anders als ihre Vorgänger – sofort, allzu hohe Erwartungen auf eine schnelle Trendwende bei dem maroden bundeseigenen Konzern zu dämpfen. Zwar werde sie sich sofort daranmachen, den Konzern umfassend umzubauen und neu auszurichten, aber „nichts wird schnell gehen“, denn es handele sich „nicht um einen Sprint, sondern um einen Marathonlauf“.
Von Rainer Balcerowiak.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=146707

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14 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN

Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!

IG Metall: Angriffe auf Betriebsräte nehmen zu
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197951.neue-betriebsraete-ig-metall-angriffe-auf-betriebsraete-nehmen-zu.html

Verdi: Warnstreiks ausgeweitet
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/nahverkehr-verdi-warnstreiks-100.html

Verdi: Tarifrunde im Handel startet
https://www.jungewelt.de/artikel/518384.arbeitskampf-tarifrunde-in-den-startl%C3%B6chern.html

KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG

Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats

Klassisch: Aufschwung nur auf Kosten der Beschäftigten
https://www.merkur.de/wirtschaft/wirtschaft-berappelt-sich-doch-kuendigungswelle-rollt-experten-erklaeren-das-paradoxon-zr-94191091.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/konjunktur-aufschwung-beschaeftigung-ki-100.html

Arbeitslosigkeit weiter „auf hohem Niveau“
https://www.jungewelt.de/artikel/518318.mehr-als-drei-millionen-menschen-ohne-job.html
https://www.zeit.de/news/2026-02/27/wirtschaftsflaute-bremst-erholung-am-arbeitsmarkt-aus

Reallohnverluste, Kaufkraftverluste besonders bei den weiblichen Beschäftigten
https://www.jungewelt.de/artikel/518321.reallohnindex-und-gender-pay-gap-leistung-lohnt-sich-nicht.html

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15 Minnesota, USA: „Wie wir Widerstand gegen ICE leisten“

Anschließend an die Analysen von Serhat Karakayalı, einschließlich seines Texts in Heft 39 dieser Zeitschrift, veröffentlichen wir hier ein Gespräch, das Marco Veruggio für die italienische Officina Primo Maggio sowie die Zeitschrift PuntoCritico geführt hat, wo es am 20. Februar 2026 online gestellt wurde: Es handelt sich um ein langes Gespräch mit zwei Aktivist:innenen der Bewegung „ICE out“ in Minneapolis: Janet Zahia Corcelius, Gewerkschafterin und Aktivistin der „Democratic Socialists of America“ und Rafael Gonzales, Rapper, Lehrer und Aktivist.
https://sozialgeschichte-online.org/2026/02/25/minnesota-usa-wie-wir-widerstand-gegen-ice-leisten/

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16 Termine:

Frau Leben Freiheit

Internationaler Frauentag 2026
Der internationale Frauentag steht seit seiner Gründung 1910 im Zeichen internationaler Solidarität, des Kampfes für die Befreiung der Frau!
Anlässlich der weltweiten Solidaritätsbewegungen für Frauen in Rojava, Frauen in Gaza und dem Iran, im Namen der Mütter, die vor den Leichen ihrer geliebten Kinder anstatt nur zu trauen, tanzten ein Tanz des Widerstands!
Wir laden euch/Sie zu ein:
„Wie weiter im Kampf um Befreiung im Iran“
Samstag, 07. März 2026 um 16:00 Uhr CurioHaus/ GEW, Rothenbaumchaussee 15
Sprecherin: Zaman Masudi, Exiliranerin, stellvertretende Europakoordinatorin
Moderation: Suse Bader, Europakoordinatorin der Weltfrauenkonferenz
Kultur: FrauenChor und Art Group Together
Die brutale Unterdrückung des Kampfs gegen das islamistischfaschistische Regime im Iran erreichte mit den Massenmorden an Frauen, Kindern, Männern im Januar 2026 einen weiteren Höhepunkt.
Am internationalen Frauentag 1979, wurde durch Khomeini Zwangsverschleierung eingeführt. „Wir haben nicht Revolution gemacht, um nun Rückwärts zu gehen!“
Das war die Parole der iranischen Frauen, die mit massiven Protesten auf die Straße gingen. Frauen waren die ersten, die nach der Machtübernahme des frauenfeindlichen islamischen Regimes eine politische Protestbewegung, u. a. Gegen Zwangsverschleierung anführten. Sie hält bis heute an und ging mit dem revolutionären Frauenaufstand 2022 immer noch weiter!
Ihr Slogan „Jin Jiyan Azadi“ ging um die Welt und wurde zu einem Slogan der internationalen Frauenbewegung.
V.i.S.d.P. Suse Bader, Keplerstraße 7, 22765 Hamburg.
Veranstalter: Frauenperspektive e.V., Art Group „Together“, Frauenchor, Courage e. V., Weltfrauenkonferenz / Europakoordinierung.

DEMONSTRATION: HANDS OFF IRAN! – Krieg gegen den Iran sofort stoppen!

Freitag, 13. März 2026, 16 Uhr
Ausgangspunkt: Hachmannplatz am Hamburger Hauptbahnhof
Veranstalter: Hamburger Forum – Flugblatt zur Demonstration

Eine Zensur findet statt!

Informations- und Diskussionsveranstaltung zum neuen Autoritarismus in der BRD, und der EU
Freitag, 20. März 2026, 18 Uhr, Ferdinandstraße 21
Es ist klar, dass jeder, der einen Menschen, seinen Bruder, wegen dessen abweichender Meinung
verfolgt, eine erbärmliche Kreatur ist“ (Voltaire).
Es berichten und diskutieren:
Prof. Dr. Rudolph Bauer, Bremen, Prof. Dr. Sebastian Scheerer
Prof. Dr. Ninon Colneric, ehem. Richterin am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg und Alexander Teske, Journalist (ex Tagesschau)
Die Floskel von der „Verteidigung unserer Demokratie“ wird zunehmend zum Deckmantel der Unterdrückung unliebsamer Kritik. Das bekam u.a. auch der Bremer Künstler Rudolph Bauer zu spüren. Mit Hausdurchsuchung, Meldestellen-Denunziation, ministerielle Beleidigungsklage und Urteilen mit politischem Beigeschmack – und das alles wegen einiger kritischer Bildmontagen zu politischen Themen (Covid, Kriegshetze), deren einziger Zweck darin bestand und besteht, die
lieben Mitmenschen zum Nachdenken anzuregen.
Ausgehend vom „Fall Bauer“ erkunden wir die aktuellen Methoden der Diskurslenkung und fragen u.a.:
● Wenn es hierzulande angeblich Meinungsfreiheit gibt, warum werden Künstler, Wissenschaftler und Journalisten dann trotzdem bedroht und verfolgt?
● Welche Erklärungen gibt es für die Welle politischer Verfolgung durch Polizei, Justiz, Parlament – und die EU (Hüseyin Do ru, Jacques Baud)ğ ?
● Wie sehen externe Beobachter „The German Censorship Network“?
● Welche Folgen haben die jüngst bekannt gewordenen Zensurmaßnahmen der EU auf verbrieften demokratische Rechte und die Mißachtung demokratischer Elemente?
Eine Veranstaltung von: Bündnis Hamburg-linksoffen

Die geplante Regelanfrage beim Verfassungsschutz Hamburg: Radikalenerlass im neuen Gewand?

Veranstaltung der GEW am 19. März von 19:30 bis 21:00 Uhr im Curiohaus, Raum AB
Es referieren:
Silvia Gingold aus Kassel ist eine ehemalige Lehrerin, in den 70ern von Berufsverbot betroffen
André Paschke (Vereinigung Demokratischer Jurist:innen, VDJ)
Olaf Schwede (Gewerkschaftssekretär für Beamt*innenpolitik beim DGB Nord)
Es moderieren: Estelle Severin (junge GEW), Heiko Humburg (GEW, Hamburger Bündnis gegen Berufsverbote) und Antje Géra (Redaktionsleitung hlz, Zeitschrift der GEW Hamburg).
(Wir bitten um Anmeldung unter info@gew-hamburg.de)
https://www.gew-hamburg.de/themen/aktionen-und-kampagnen/2026-02/die-geplante-regelanfrage-beim-verfassungsschutz-hamburg

Hamburg: Sag mir, wo die Linken sind

22 März @ 18:00 – 20:00, Rudolf Steiner Haus, Mittelweg 11-12
„Sag mir, wo die Linken sind …“ über das laute Schweigen linker Denker zu Corona-Maßnahmen und Kriegshetze
Gespräch mit dem Autor und Musiker Michael Sailer
Moderation: Martin Nieswandt, Mut zu Zwischentönen
Eintritt frei, um eine freiwillige Spende (Empfehlung € 15,-) in die „Hutkasse“ wird gebeten.
Zur besseren Raumplanung buchen Sie bitte ein kostenloses Ticket.
https://eventfuchs.org/event/sag-mir/

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