JFI 11-2026 ++ Dramatisch: Entlassungswelle Metall- u. Elektroindustrie! ++ Schülerstreik 6. März ++ G20-Rondenbarg: Das letzte Kapitel ++ Warum der Iran den Krieg bereits gewonnen hat ++

Jour Fixe Info 11-2026. 22. Jahrgang – 13.03.2026

Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

 

Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.

 

01 Ankündigung der nächsten Jour Fixe Termine

Jour Fixe am 1.4.2026 mit Ewgeniy Kasakow: Die russische Linke und der Ukraine-Krieg (Arbeitstitel)

Jour Fixe am 3.6.2026 mit Andreas Buderus: Die Organisierung einer gewerkschaftlichen Opposition (Arbeitstitel)

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02 Eine Zensur findet statt

Informations- und Diskussionsveranstaltung zum neuen Autoritarismus in der BRD und der EU
Freitag, 20. März 2026, 18 Uhr,
Ferdinandstraße 21
„Es ist klar, dass jeder, der einen Menschen, seinen Bruder, wegen dessen abweichender Meinung verfolgt, eine erbärmliche Kreatur ist“ (Voltaire)
Es berichten und diskutieren:
Prof. Dr. Rudolph Bauer, Bremen, Prof. Dr. Sebastian Scheerer, Prof. Dr. Ninon Colneric, ehem. Richterin am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg und Alexander Teske, Journalist (ex Tagesschau),
zum Abschluss wird der Münchner Schriftsteller und Satiriker Michael Sailer Heiteres/Ernsthaftes beitragen.
Der Eintritt ist frei. Zur Kostendeckung wird um eine angemessene Spende (Empfehlung 10-15 Euro) gebeten.
Die Floskel von der „Verteidigung unserer Demokratie“ wird zunehmend zum Deckmantel der Unterdrückung unliebsamer Kritik. Das bekam u.a. auch der Bremer Künstler Rudolph Bauer zu spüren. Mit Hausdurchsuchung, Meldestellen-Denunziation, ministerieller Beleidigungsklage und Urteilen mit politischem Beigeschmack – und das alles wegen einiger kritischer Bildmontagen zu politischen Themen (Covid, Kriegshetze), deren einziger Zweck darin bestand und besteht, die lieben Mitmenschen zum Nachdenken anzuregen.
Ausgehend vom „Fall Bauer“ erkunden wir die aktuellen Methoden der Diskurslenkung und fragen u.a.:
+ Wenn es hierzulande angeblich Meinungsfreiheit gibt, warum werden Künstler, Wissenschaftler und Journalisten dann trotzdem bedroht und verfolgt?
Welche Erklärungen gibt es für die Welle politischer Verfolgung durch Polizei, Justiz, Parlament – und die EU (Hüseyin Doğru, Jacques Baud)?
Wie sehen externe Beobachter „The German Censorship Network“?
Welche Folgen haben die jüngst bekannt gewordenen Zensurmaßnahmen der EU für verbriefte demokratische Rechte?
Eine Veranstaltung von: Bündnis Hamburg-linksoffen

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03 „Situation wirklich dramatisch“Metall- und Elektroindustrie rechnet mit massiver Entlassungswelle

Trotz Großaufträgen aus dem Verteidigungssektor droht in diesem Jahr ein weiterer Abbau von Industrie-Arbeitsplätzen in Deutschland, warnt der Verband. Der von der Bundesregierung angekündigte Bürokratieabbau dauere zu lange.
Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet für dieses Jahr mit dem Verlust von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen in der Metall- und Elektroindustrie. „Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. Die Situation ist wirklich dramatisch“, sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Seine Branche befinde sich „in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik“.
„Wir haben in Deutschland zu hohe Energiekosten, zu hohe Unternehmenssteuern, zu hohe Sozialabgaben und zu viel Bürokratie.“
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Metall-und-Elektroindustrie-rechnet-mit-massiver-Entlassungswelle-id30443386.html

Volkswagen im Rückwärtsgang

Profithalbierung beim größten deutschen Autobauer. Vernichtung Zehntausender Jobs im Konzern. Betriebsrat korrigiert »Falschmeldungen« – IG Metall setzt auf »unkündbare Beschäftigungssicherung«
Von Oliver Rast
https://www.jungewelt.de/artikel/518949.automobilindustrie-volkswagen-im-r%C3%BCckw%C3%A4rtsgang.html

Betriebsratswahl bei Volkswagen

Verein „Zentrum“ erstmals in einem VW-Betriebsrat
In Braunschweig ziehen erstmals zwei Kandidaten des AfD-nahen Vereins „Zentrum“ in den Betriebsrat ein. Sie errangen 6,5 Prozent der angegebenen Stimmen.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/betriebsratswahl-bei-volkswagen-wer-macht-rennen,vw-1098.html

Bosch will 22.000 Stellen streichen: Betriebsrat und Management einig

Von Julian Weber
https://www.tag24.de/stuttgart/stuttgart-wirtschaft/bosch-will-22-000-stellen-streichen-betriebsrat-und-management-einig-3479739
Anmerkung:
„Außerdem sehen die Vereinbarungen nach Angaben des Gesamtbetriebsrats auch „Hagelschlag- und Sonnenschein“-Klauseln vor. Soll heißen: Falls sich die Lage weiter verschlimmern sollte, kann Bosch nachverhandeln. Gleiches gilt für den Betriebsrat, falls sich die Situation in der Branche bessern sollte.“
Das ist echte Sozialpartnerschaft. Der Niedergang im Kapitalismus, hier bei Bosch wird vom Betriebsrat den KollegInnen als Wetter nahegebracht! Also schicksalhaft, aufs Wetter hat nur Petrus Einfluß. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, es könnte ja mal die Sonne durchkommen. (DW)

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04 Kumpanei mit den Chefs

Alternative Betriebsräte. Wie Union Buster mit Pseudointeressenvertretungen der Werktätigen die Betriebsverfassung aushöhlen
Von Elmar Wigand
https://www.jungewelt.de/artikel/518876.union-busting-kumpanei-mit-den-chefs.html

05 Auf der »letzten Meile«

Direktanstellung jetzt! – fordert Susanne Uhl
In: express 2-3/2026
Es ist so etwas wie ein kleines Jubiläum: Seit fünf Jahren sind Werkverträge und Leiharbeit in den Kernbereichen der Fleischwirtschaft verboten. Fünf Jahre, in denen für die Beschäftigten längst nicht alles gut, aber doch einiges besser geworden ist. Fünf Jahre, in denen auch klar geworden ist, woran es gesetzlich noch fehlt, nämlich an der Regulierung der Rekrutierung, der grenzüberschreitenden Arbeitsvermittlungen.

»Auf der ›letzten Meile‹: Direktanstellung jetzt!« – fordert Susanne Uhl 1

Hierzu laden wir Euch herzlich ein zu einem Online-Gespräch mit Susanne Uhl und Stefan Thyroke – am 16. März 2026 um 19:00 Uhr, Anmeldung per E-Mail an express-afp@online.de

Anmerkung:
Der 2020 von Jour Fixe Gewerkschaftslinke initiierte Kreis „Gegen das System Tönnies“ existiert weiterhin, auch wenn nicht mehr mit Präsenztreffen in Rheda-Wiedenbrück.
Jour Fixe Gewerkschaftslinke hat diese beiden Bücher zum Thema bei der Buchmacherei in Berlin herausgegeben:
Das “System Tönnies” – organisierte Kriminalität und moderne Sklaverei
https://diebuchmacherei.de/de_de/produkt/das-schweinesystem/
Ist das System Tönnies passé?
https://diebuchmacherei.de/de_de/2023/01/03/express-12-2022/

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06 Kriegsstaat oder Sozialstaat

Anmerkungen zur Kampagne „20 Millionen Stimmen fordern einen gerechten Sozialstaat“
Von Jochen Gester
Dieser Elefant steht im Raum und das Sozialbündnis schließt davor die Augen. Jedenfalls kommen die Worte Aufrüstung und Kriegsvorbereitung im gesamten Text nicht vor.
Es wird deshalb eine Überlebensfrage, ob es zu einem offenen Widerstand gegen die Kriegspolitk kommt oder nicht.

https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/kriegsstaat-oder-sozialstaat/
Anmerkung:
Wir stimmen der Kritik an der Kampagne von ver.di und den anderen Organisationen zu! (DW)

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07 In Deutschland kann der dritte Weltkrieg aufgehalten werden

Etwa 50.000 Schüler versammelten sich laut Angaben der Veranstalter am letzten Donnerstag auf den Straßen der Bundesrepublik beim „Schulstreik gegen Wehrpflicht“. Als junge Generation erleben sie eine Mobilmachung, welche vorerst freiwillig genannt wird, die aber – für alle ersichtlich – auf lange Sicht auf eine neue Wehrpflicht hinausläuft.
Von Pablo Krappmann
https://www.nachdenkseiten.de/?p=147445

Über 50.000 Schüler:innen bundesweit im Streik gegen die Wehrpflicht

Von Konstantin Kieser und Ingo Müller
Inhaltsverzeichnis
Konstantins Rede auf dem Schülerstreik
Kleine Fotogalerie von Konstantin
Schüler:innen trotz Repression entschlossen
Kleine Fotogalerie von Ingo Müller
Kurzvideo über die Demo zum Oranienplatz
Video Labournet TV: Schulstreik gegen die Wehrpflicht
Nächster Streiktag in Planung
Internationale Solidarität aufbauen
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/ueber-50-000-schuelerinnen-bundesweit-im-streik-gegen-die-wehrpflicht/

Demos gegen Wehrpflicht: 20 Euro Verwarngeld gegen Schüler in Stuttgart – Wo ist das Rückgrat der Schulen?

20 Euro Strafe für Schüler, die vom Unterricht fernbleiben, weil sie an einer Demonstration gegen die Wehrpflicht teilnehmen? Darüber berichtet der SWR. Demnach haben Stuttgarter Schüler Post vom Ordnungsamt bekommen. Betroffen sind Schüler des Eschbach-Gymnasiums.
Von Marcus Klöckner
https://www.nachdenkseiten.de/?p=147606

Festnahmen bei einer Mobilisierung gegen den Militärdienst in Hamburg

In Hamburg fand am Donnerstag eine Mobilisierung von rund 1 200 Gymnasiasten statt, um gegen die Wiederherstellung des Militärdienstes zu protestieren. Die Demonstration, die von einem spontanen Marsch von Schülern mehrerer Schulen ausgelöst wurde, war von polizeilichen Eingriffen geprägt: Gymnasiasten, die ein kritisches Schild gegen den politischen Führer Friedrich Merz trugen, wurden von der Polizei in ihre Schule zurückgebracht, während ein Demonstrant, der die gleiche Botschaft reproduzierte, befragt wurde. Trotz der Drohungen mit Sanktionen, die von einigen Schulen aufgeworfen wurden, nahmen Tausende von Schülern im ganzen Land an der Streikbewegung teil. Feuerwerk und Pyrotechnik wurden auch während der Kundgebung verwendet, um die Opposition der Wehrpflichtigen zu markieren.
https://secoursrouge.org/allemagne-arrestations-lors-dune-mobilisation-lyceenne-contre-le-service-militaire-a-hambourg/

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08 G20-Rondenbarg: Das letzte Kapitel – Staatsanwaltschaft zur Einstellung aller offenen Verfahren bereit

Von: Rote Hilfe Ortsgruppen Hamburg und Stuttgart & Kampagne Gemeinschaftlicher Widerstand
Nach über acht Jahren akribischer Verfolgung streicht die Hamburger Staatsanwaltschaft die Segel. In den vergangenen Tagen wurde auch den letzten Angeklagten die Einstellung der Verfahren angeboten. Damit kommt die juristische Auseinandersetzung um die Demonstration am Rondenbarg gegen den G20-Gipfel in Hamburg 2017 nun zu einem Ende.
https://de.indymedia.org/node/715484

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09 Die Comeback-Linken und das Establishment

Nach ihrem überraschenden Erfolg bei der Bundestagswahl 2025 ist die Linkspartei im politischen Mainstream angekommen. Wie ist es so weit gekommen? Und warum war die Linkspartei erfolgreicher als das BSW? Eine Spurensuche zwischen TikTok, Haustürwahlkampf, Sozialberatung und Anpassung an den Zeitgeist.
Von Helge Buttkereit
https://multipolar-magazin.de/artikel/die-comeback-linken-und-das-establishment

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10 Holger Friedrich und Mathias Döpfner diskutieren im historischen Theater Ost

In der Reihe „Perspektivwechsel“ steigen am 2. März zwei Publizisten in den Ring, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten. Streit und Dialog – beides ist willkommen.
https://ostdeutscheallgemeine.com/article/verlegertreffen-debatte-zwischen-holger-friedrich-und-mathias-doepfner-im-theater-ost-10021634

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11 Kommentar von Gabriele Lademann zum Beitrag „Antwort von JF-Gewerkschaftslinke auf Bernd Schoepe“

https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/02/25/antwort-von-jf-gewerkschaftslinke-auf-bernd-schoepe/#comment-380

Kommentar von Bernd Schoepe zum Beitrag „Antwort von JF-Gewerkschaftslinke auf Bernd Schoepe“

https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/02/25/antwort-von-jf-gewerkschaftslinke-auf-bernd-schoepe/#comment-380

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12 Der Absturz

Der Weg der SPD in die Bedeutungslosigkeit
Von: Erhard-Eppler-Kreis
Nach den vorläufigen amtlichen Ergebnissen der Landtagswahl vom 8. März 2026 kommen die Grünen auf 30,2 Prozent, die CDU auf 29,7 Prozent, die AfD auf 18,8 Prozent und die SPD nur noch auf 5,5 Prozent. FDP und Linke scheitern jeweils mit 4,4 Prozent an der Fünfprozenthürde. Im neuen Landtag sitzen damit nur noch vier Parteien; die SPD ist mit gerade einmal zehn Listenmandaten vertreten. Das Statistische Landesamt spricht ausdrücklich davon, dass die SPD in Baden-Württemberg damit erstmals einstellig bleibt und es nur noch knapp über die Fünfprozenthürde geschafft hat.
https://erhardepplerkreis.substack.com/p/der-absturz
Anmerkung:
Wenn ich den Kurs der SPD seit dem 1. Weltkrieg sehe und die letzten Jahrzehnte, die ich miterlebt habe und meinen Ärger über diesen antikommunistischen und sozialpartnerschaftlich-staatstragenden Kurs runterschreiben würde, würde ich Stunden dazu gebrauchen. Und ich habe mich immer gefreut, wenn diese Partei wieder mal Prozentpunkte verloren hat, besonders wenn das zugunsten von PDS oder Linkspartei ging.
Jetzt hat sie in Baden-Württemberg nur noch 5.5 Prozent der Wählerstimmen bekommen, ähnliches dürfte ihr in anderen Bundesländern und tendenziell auf Bundesebene bevorstehen.
Jetzt bleibt einem die Freude im Halse stecken. Wurde doch bisher die SPD, besonders von „kleinen Leuten“ als „kleineres Übel“ gewählt, funktioniert genau das nicht mehr! Es wird nur noch zwischen drei großen Übeln gewählt: Grüne, CDU und AfD. Deshalb bleibt einem die Freude im Halse stecken.
Und das kleinere Übel Linkspartei erreicht nur 4.4 Prozent! (DW)

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13 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN

Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!

IG Metall: Angriffe auf Betriebsräte immer häufiger
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197951.neue-betriebsraete-ig-metall-angriffe-auf-betriebsraete-nehmen-zu.html

Verdi: Noch kein Tarifabschluss bei der Hamburger Hochbahn
https://www.n-tv.de/regionales/hamburg-und-schleswig-holstein/Verhandlungen-zwischen-Verdi-und-Hochbahn-ohne-Einigung-id30436584.html

Verdi: Kündigungsschutz und Arbeitszeitrecht in Gefahr
https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/ver-di-warnt-vor-angriffen-auf-kuendigungsschutz-und-arbeitszeitrecht/68646243#

KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG

Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats

150.000 Jobverluste in der Metallindustrie 2026 erwartet
https://www.jungewelt.de/artikel/518789.gesamtmetall-150-000-jobverluste-2026.html
https://www.berliner-zeitung.de/news/arbeitgeberverband-gesamtmetall-die-aussichten-sind-sehr-duester-li.10023118

Kahlschlag bei VW geplant
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/volkswagen-marge-faellt-auf-dieselkrisen-niveau-vw-verschaerft-sparkurs/100205087.html
https://www.jungewelt.de/artikel/518949.automobilindustrie-volkswagen-im-r%C3%BCckw%C3%A4rtsgang.html

Bei Bosch jetzt schon 22.000 Jobverluste vom Betriebsrat abgesegnet
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autozulieferer-bosch-betriebsrat-verkuendet-einigung-zu-stellenabbau-an-standorten/100207932.html

Hamburger Firma baut 800 Stellen ab
https://www.mopo.de/hamburg/hamburger-wirkstoffforscher-evotec-baut-hunderte-stellen-ab-und-schliesst-standorte/

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14 Warum der Iran den Krieg bereits gewonnen hat

Von Patrick Ringgenberg
Es gibt ihn, den Schweizer Wissenschaftler, der den Iran und seine über tausendjährige Geschichte wirklich kennt und versteht – und der zu Recht darüber besorgt ist, dass in der internationalen Politik Leute entscheiden, die vom wahren Charakter des Iran keine Ahnung haben – nicht zuletzt natürlich die US-Amerikaner. Im hier folgenden, ausführlichen Text erklärt er, warum Israel und die USA ihren Krieg gegen den Iran nicht gewinnen werden, auch mit andauernden Bombenangriffen nicht.
„Gott hat den Krieg erschaffen, damit die Amerikaner Geografie lernen.“ (Mark Twain)
https://globalbridge.ch/warum-der-iran-den-krieg-bereits-gewonnen-hat/
Anmerkung:
Durch den Text von Ringgenberg erfahren wir eine neue Sichtweise auf den Krieg gegen den Iran. Es ist ein Blick auf die psychischen Tiefenstrukturen des iranischen Volkes. Gleich im ersten Absatz geht er auf die aktuelle Situation ein. Was in seiner bemerkenswerten und lehrreichen Analyse jedoch mit keiner Zeile vorkommt, sind Arbeiterbewegung, Klassenkampf, Gewerkschaften, Streiks.
Dieser Mangel ist mir nicht erklärbar.
Dann schreibt er den Satz:“
Der Nationalismus ist jedoch die Kraft, die die Iraner über alle Spaltungen hinweg vereint.
Man lese nur die hier veröffentlichten Texte zur Situation und nehme die Spaltungen zwischen den Aufständischen und den Regimekräften wahr! (DW)

Imperiale Eskalation: USA und Israel überfallen den Iran

Von Dorna Darabi
Inhalt:
Ohne Beweis und ohne Mandat
Brüche innerhalb der Islamischen Republik
Imperialer Krieg und rechte Alternativen
Europa will mitmachen
https://etosmedia.de/politik/imperiale-eskalation-usa-und-israel-ueberfallen-den-iran/

Russische Medien zum Irankrieg: „US-Flugzeugträger und doch kein Durchbruch“

Russische Korrespondenten und Kommentatoren sind sich einig: Die USA haben mit ihrer Militäraktion gegen den Iran ihr Ziel bisher nicht erreicht. Und ein Plan der USA im Iran ist nicht sichtbar. Der Iran halte den Angriffen stand.
Von Ulrich Heyden aus Moskau
https://www.nachdenkseiten.de/?p=147417

Angriff auf eine Grundschule im Iran – deutsche Medien blenden aus

Von Marcus Klöckner
Am 28. Februar wurde eine Grundschule im Iran von Raketen getroffen. Was haben deutsche Mediennutzer über die getöteten Kinder, die Lehrer, die Schule, die Eltern erfahren? Diese Fragen führen in den Abgrund einer Medienlandschaft, die aus politischer Gefälligkeit ausblendet. Nicht journalistische Maßstäbe sind für die Berichterstattung handlungsleitend, sondern Politik. Da sterben zwischen 165 und 170 Kinder mutmaßlich durch Raketen eines Landes, mit dem Deutschland eng verbunden ist, und die Medien im Land blicken auf die Seite.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=147436

Ein Manifest aus dem Iran: Nein zum Krieg

Wir veröffentlichen einen bedeutenden Appell von 353 iranischen Aktivist:innen und Akademiker:innen, die im Iran leben. Sie haben ein Manifest mit einem einfachen und unmissverständlichen Titel veröffentlicht: „Nein zum Krieg.“
https://www.pressenza.com/de/2026/03/ein-manifest-aus-dem-iran-nein-zum-krieg/

Die moralische Maske: „Unterdrückung“ als Kriegsbegründung

Der König ist tot! Es lebe der König?
Wenn die „regelbasierte Ordnung“ mit Bomben und Lügen den Iran „befreien“ will – und warum Befreiung von Herrschaft alle Menschen betrifft, vom Iran bis nach Tel Aviv.
https://www.untergrund-blättle.ch/politik/ausland/die-moralische-maske-unterdrueckung-als-kriegsbegruendung-009583.html

Phosphorbomben an israelischen Jets entdeckt

https://www.stern.de/digital/technik/phosphorbomben-gegen-ziele-im-iran-an-israelischen-jets-entdeckt-37206784.html

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15 Havanna bestätigt erstmals Gespräche mit Trumps Regierung

Kuba: US-Ölblockade erzwingt Dialog . 13.03.2026
Erstmals seit Beginn der jüngsten Spannungen mit Washington hat Kuba formelle Gespräche mit der US-Regierung bestätigt. »Kubanische Vertreter haben kürzlich Gespräche mit Vertretern der US-Regierung geführt, um auf dem Wege des Dialogs nach einer möglichen Lösung für die zwischen beiden Ländern bestehenden bilateralen Differenzen zu suchen«, sagte der Präsident des sozialistischen Landes, Miguel Díaz-Canel. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mehrfach über laufende Kontakte mit Kuba gesprochen, die von Havanna bisher nicht bestätigt worden waren.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198282.kuba-kuba-us-oelblockade-erzwingt-dialog.html

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16 Termine:

Hamburg: Sag mir, wo die Linken sind

22 März @ 18:00 – 20:00
„Sag mir, wo die Linken sind …“
über das laute Schweigen linker Denker zu Corona-Maßnahmen und Kriegshetze
Gespräch mit dem Autor und Musiker Michael Sailer
Moderation: Martin Nieswandt, Mut zu Zwischentönen
Eintritt frei, um eine freiwillige Spende (Empfehlung € 15,-) in die „Hutkasse“ wird gebeten.
Zur besseren Raumplanung buchen Sie bitte ein kostenloses Ticket.
https://eventfuchs.org/event/sag-mir/

Die geplante Regelanfrage beim Verfassungsschutz Hamburg: Radikalenerlass im neuen Gewand?

Veranstaltung der GEW am 19. März von 19:30 bis 21:00 Uhr im Curiohaus, Raum AB
Es referieren:
Silvia Gingold aus Kassel ist eine ehemalige Lehrerin, in den 70ern von Berufsverbot betroffen
André Paschke (Vereinigung Demokratischer Jurist:innen, VDJ)
Olaf Schwede (Gewerkschaftssekretär für Beamt*innenpolitik beim DGB Nord)
Es moderieren: Estelle Severin (junge GEW), Heiko Humburg (GEW, Hamburger Bündnis gegen Berufsverbote) und Antje Géra (Redaktionsleitung hlz, Zeitschrift der GEW Hamburg).
(Wir bitten um Anmeldung unter info@gew-hamburg.de)
https://www.gew-hamburg.de/themen/aktionen-und-kampagnen/2026-02/die-geplante-regelanfrage-beim-verfassungsschutz-hamburg

Rundgang zu verschiedenen Orten der Zwangsarbeit in unserem Stadtteil

Am 22. März um 14 Uhr.
Titel „Von A wie Autohandel bis Z wie Zuchtschweinbetrieb – auf den Spuren der Zwangsarbeit“
Wir erwarten Euch an unserem Treffpunkt nicht weit vom U-Bahnhof Fuhlsbüttel nahe der Brücke über die Gleise am Eingang zum heutigen Kleingartenverein GBV 449, wo sich der erste Ort der Zwangsarbeit befand.
Willi-Bredel-Gesellschaft-Geschichtswerkstatt e.V.

Köln: Konferenzankündigung

Wie bereit sind wir zum Umgang mit China als Weltmacht? Lasst uns darüber diskutieren!
…. auf der Konferenz China und Wir. Perspektiven für Frieden, Menschenrechte und sozial-ökologischen Wandel an der Universität in Köln von Freitag den 20. bis Sonntag den 22. März 2026. Dort findet unter vielen anderen ein Workshop  zum Thema Widerstand in Hongkong und Taiwan gegen die Eingliederung in die Volksrepublik China statt, auf dem Frau Tienchi Martin-Liao (Autorin und Übersetzerin, Köln) ihre Einschätzung zu Taiwan und Au Loong Yu seine zu Hongkong einbringen wird.
Siehe: https://blogs.taz.de/china-watch/wie-bereit-sind-wir-zum-umgang-mit-china-als-weltmacht-lasst-uns-darueber-diskutieren/

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