Jour Fixe Info 14-2026. 22. Jahrgang – 03.04.2026
Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg
Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.
- 01 Gemeinsame Erklärung von französischen Gewerkschaften zum Krieg von USA und Israel gegen den Iran
- 02 Ostermärsche: »Deserteure der Welt, steht zusammen!«
- 03 VW wie Volkswaffen – Wolfsburger Autobauer tüftelt am Modell „Iron Dome“
- 04 Vivantes: Erzwingungsstreik beginnt!
- 05 Landarbeiter in Borgo Mezzanone: Das dunkle Herz Europas
- 06 „Können unsere Kinder nicht mehr ernähren“: Behörden sperren Konten von Journalisten-Ehefrau
- 07 Eine Partei schafft sich ab
- 08 Bittere Abrechnung: Zaklin Nastic verläßt das Bündnis Sahra Wagenknecht
- 09 Schande über die dju (Deutsche Journalisten Union)!
- 10 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
- 11 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
- 12 Kuba im Fokus: Solidaritätskonferenz in Berlin
- 13 Literaturfestival der Arbeiterklasse in Campi Bisenzio
- 14 Der vermeidbare Krieg: Die Tragödie in der Ukraine und die Verantwortung des Westens
- 15 Termine:
01 Gemeinsame Erklärung von französischen Gewerkschaften zum Krieg von USA und Israel gegen den Iran
Der Allgemeine Gewerkschaftsbund (CGT), der Vereinigte Gewerkschaftsbund (FSU), das Solidaritätsbündnis der Gewerkschaften (Solidaires) und die Sozialistische Solidarität mit den Arbeitern im Iran (SSTI) veröffentlichten am 23.03.2026 eine gemeinsame Erklärung zum völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/03/28/gemeinsame-erklaerung-von-franzoesischen-gewerkschaften-zum-krieg-gegen-den-iran/
Anmerkung
Was linke Stimmen aus der Arbeiterbewegung im Iran, von iranisch-stämmigen linken KollegInnen, die engen Kontakt zum Iran haben und wie hier französische Gewerkschaften eint, ist das Vertrauen auf die Kraft der iranischen Arbeiterklasse, der Jugend und der Frauen. Daß es ihre Aufgabe ist, das theokratische Mullah-Regime zu beseitigen. Was sie eint, ist, daß eine Zusammenarbeit mit dem Regime gänzlich ausgeschlossen ist – nach dem Motto von 1916 von Karl Liebknecht „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“ Und was sie auch noch eint, ist das Wissen, daß 80-90 Prozent der Bevölkerung das Mullah-Regime nicht unterstützen. (DW)
Nein zum Imperialistischen Krieg & zur islamischen Republik – Gespräch mit iranischen Aktivist:innen
Veranstaltung: Nein zum Imperialistischen Krieg & zur islamischen Republik
Gespräch mit im Exil lebenden iranischen Aktivistinnen von Prison’s Dialogues & Roud Collective zur aktuellen Situation im Iran.
9. April, 19 Uhr im Kiezhaus Agnes Reinhold, Afrikanische Str. 74
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/nein-zum-imperialistischen-krieg-zur-islamischen-republik-gespraech-mit-iranischen-aktivistinnen/
Iran zwischen Krone und Turban: Die politische Polarisierung zwischen zwei Übeln
Von Nour Kanj
Jenseits der falschen Wahl zwischen der Islamischen Republik und einer Rückkehr zur Monarchie lehnt eine weitgehend ignorierte politische Strömung im Iran sowohl „Krone“ als auch „Turban“ ab. Diese Perspektive, die ihre Wurzeln in Basisbewegungen, marginalisierten Gemeinschaften sowie queeren, feministischen und antifaschistischen Kämpfen hat, stellt sowohl die Unterdrückung im Inland als auch die Narrative der westlichen Medien in Frage, die die politische Vielfalt des Iran ausblenden. In diesem Interview mit etos.media skizzieren zwei Aktivist*innen der iranischen Diaspora diese übersehene „dritte Kraft“.
https://etosmedia.de/politik/iran-zwischen-krone-und-turban-die-politische-polarisierung-zwischen-zwei-uebeln/
Anmerkung:
Die hier „dritte Kraft“ genannte Bewegung Arbeiterbewegung, Jugend, Frauen ist für uns die ERSTE Kraft! Ansonsten stimmen wir der Aussage zu: „Der Weg nach vorn liegt nicht darin, auf eine „Retterfigur“ aus dem Ausland zu warten, sondern darin, die Organisationen zu stärken, die bereits heute unter schwierigsten Bedingungen existieren: zum Beispiel den Koordinierungsrat der Lehrergewerkschaften, unabhängige Arbeiterbewegungen, lokale Frauennetzwerke in Stadtvierteln sowie zivilgesellschaftliche und kommunale Strukturen in Regionen wie Kurdistan und Belutschistan. Diese Initiativen bilden den Keim einer horizontalen und demokratischen Machtstruktur.“ Das stimmt mit den Auffassungen überein, die iranisch-stämmige GenossInnen auf unserem Jour Fixe am 21.1.26 äußerten und wir in mehreren Jour Fixe Infos als Stimmen aus dem Iran oder von GenossInnen aus der Diaspora wiedergaben: Vertrauen in die Widerstandskräfte im Iran: Arbeiterklasse, Jugend, Frauen und Nicht-Zusammenarbeit mit dem theokratischen Mullah-Regime. (DW)
»Dieser Krieg muss so schnell wie möglich beendet werden«
Iran: Über die Angriffe der USA und Israels, Irrwege in der kurdischen Opposition und die Strategie von Kommunisten in Kurdistan. Ein Gespräch mit Ibrahim Alizadeh
Von Barbara Dersim
https://www.jungewelt.de/artikel/520189.krieg-im-iran-dieser-krieg-muss-so-schnell-wie-m%C3%B6glich-beendet-werden.html
02 Ostermärsche: »Deserteure der Welt, steht zusammen!«
Die Kriege eskalieren, aber eine starke Friedensbewegung ist nicht in Sicht. Woran liegt das?
Von Raul Zelik
Deutlich skeptisch äußert sich Lars Hirsekorn, VW-Betriebsrat in Braunschweig. Gemeinsam mit anderen IG-Metall-Kolleg*innen hat er gerade ein Bündnis gegen den geplanten Umbau der Auto- auf Rüstungsproduktion initiiert. Für Hirsekorn haben die Probleme der Friedensbewegung vor allem damit zu tun, dass es »keine gute Seite« gebe.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198718.antimilitarismus-ostermaersche-deserteure-der-welt-steht-zusammen.html
Spektakuläre Aktion gegen Rüstungskonversion des VW-Werks
Von Toni Theilmeier
https://os-rundschau.de/rundschau-magazin/toni-theilmeier/spektakulaere-aktion-gegen-ruestungskonversion-des-vw-werks/
03 VW wie Volkswaffen – Wolfsburger Autobauer tüftelt am Modell „Iron Dome“
Von Ralf Wurzbacher
Macht Volkswagen demnächst gemeinsame Sache mit einem Rüstungsunternehmen aus Israel? Einem Medienbericht zufolge könnte das Werk in Osnabrück zwecks Fertigung von Trägerfahrzeugen und Startrampen für Raketen von Zivil- auf Kriegswirtschaft umgepolt werden. Die Bundesregierung soll die Pläne unterstützen, die Führung der IG Metall ist wohl auch dafür. Bleibt die Frage, was die Belegschaft darüber denkt?
https://www.nachdenkseiten.de/?p=148312
Aufrüstung um jeden Preis
„Orte der Aufrüstung“ und das Zukunftswerk Osnabrück als konkreter Kampf
Von Tobi Rosswog
https://www.imi-online.de/2026/03/24/aufruestung-um-jeden-preis/
Rheinmetall darf Blohm+Voss und NVL übernehmen
Die EU-Kommission stimmt zu: Deutschlands größter Rüstungskonzern darf nun Werften übernehmen. Rheinmetall will damit in den Marine-Schiffbau.
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/ruestung-rheinmetall-darf-blohmvoss-und-nvl-uebernehmen/100201397.html
04 Vivantes: Erzwingungsstreik beginnt!
Am 26. und 27. März 2026 haben die Beschäftigten der Vivantes Töchter in Berlin erneut gestreikt. Vivantes hat gerichtlich durchgesetzt, dass während des Warnstreiks in der Sterilisation so viel Personal da sein muss, wie wenn nicht gestreikt wird. Damit wurde in einem landeseigenen Krankenhaus mit Hilfe hochbezahlter Anwälte de facto das Streikrecht ausgehebelt.
Bei der Kundgebung vor dem Abgeordnetenhaus am 26. März wurde das Ergebnis der Urabstimmung verkündet: 98,2 Prozent der Kolleg*innen haben dafür gestimmt, so lange zu streiken, bis ihre Forderungen durchgesetzt sind.
Video 4 Minuten
https://www.labournet.tv/de/videos/erzwingung
05 Landarbeiter in Borgo Mezzanone: Das dunkle Herz Europas
Nahe Foggia in Süditalien schuften Tausende afrikanische Landarbeiter auf Tomatenfeldern und hausen in Wellblechhütten
Von Alessandro Zenti und Borgo Mezzanone
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198632.ausbeutung-in-der-landwirtschaft-landarbeiter-in-borgo-mezzanone-das-dunkle-herz-europas.html
Bittere Ernte: Bauenverbände setzen weiter auf Entrechtung
Neuer Bericht belegt anhaltende Ausbeutung migrantischer Saisonkräfte auf deutschen Feldern
Von Felix Sassmannshausen
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198634.ausbeutung-in-der-landwirtschaft-bittere-ernte-bauenverbaende-setzen-weiter-auf-entrechtung.html
06 „Können unsere Kinder nicht mehr ernähren“: Behörden sperren Konten von Journalisten-Ehefrau
Nach der Kontensperre gegen Hüseyin Doğru trifft es nun seine Ehefrau. Dem Journalisten und seinen Familie droht eine humanitäre Krise.
Von Raphael Schmeller
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/koennen-unsere-kinder-nicht-mehr-ernaehren-behoerden-sperren-konten-von-journalisten-ehefrau-li.10027407
Anmerkung:
Der Journalist Hüseyin Dogru schreibt: „!!!HUMANITÄRER NOTRUF!!! Seit gestern haben die deutschen Behörden die Bankkonten meiner Frau beschlagnahmt. Sie ist nicht sanktioniert und hat kein Verbrechen begangen. Wir haben jetzt noch ca. 104 Euro – und zwei Neugeborene und ein siebenjähriges Kind!!!“.
Was hier praktiziert wird, kennen wir aus der deutschen Geschichte, es nannte sich damals Sippenhaft!
Wo man spenden kann, erfährt man vielleicht bei seinem Anwalt Alexander Gorski: gorski@amigo-kanzlei.de
Info zu Hüseyin Dogru: https://jacobin.de/artikel/sanktionen-pressefreiheit-huseyin-dogru-rt-zensur-antifa-rote-hilfe-red (DW)
07 Eine Partei schafft sich ab
Der Niedergang der SPD fällt in eine Epoche, die eigentlich nach mehr Friedenspolitik und sozialer Demokratie verlangen würde.
https://www.manova.news/artikel/eine-partei-schafft-sich-ab
Im Betrieb Kommunist, nach Feierabend AfD?
Bei den Betriebsratswahlen haben rechte Listen nur mäßigen Erfolg – obwohl die AfD unter Arbeitern so stark ist wie nie. Warum Arbeiter im Betrieb links und an der Wahlurne rechts wählen.
Von Sebastian Friedrich und Nils Schniederjann
https://www.ueberrechts.de/p/im-betrieb-kommunist-nach-feierabend
Krieg zeugt Krieg: Zum Geburtstag von Wilhelm Liebknecht
Vor 200 Jahren wurde Wilhelm Liebknecht geboren, Mitbegründer der deutschen Sozialdemokratie
Von Mario Hesselbarth
Liebknechts Werke bieten auch heute in Fragen der sozialen Gerechtigkeit und des Kampfes gegen kapitalistische Ausbeutung und des Militarismus grundlegende Denkansätze. Je entwickelter der Kapitalismus sei, »desto reaktionärer muß er seiner Natur nach werden, weil er nur noch durch Gewaltmittel seinen mit dem Wohl der ungeheuren Mehrheit des Volkes unverträglichen Bestand retten kann«, glaubte er und sah im Streben nach geistiger Emanzipation, nach Bildung die Voraussetzung für einen erfolgreichen Befreiungskampf, denn Unwissenheit diene nur dem Machterhalt der Unterdrücker. »Wissen ist Macht. Bildung macht frei«, rief er den Mitgliedern des Dresdner Bildungsvereins am 5. Februar 1872 zu. Seine Parole lautete: »Agitieren, organisieren, studieren«.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198635.geschichte-krieg-zeugt-krieg-zum-geburtstag-von-wilhelm-liebknecht.html?sstr=Mario|
08 Bittere Abrechnung: Zaklin Nastic verläßt das Bündnis Sahra Wagenknecht
Von Boban Dukic
Austrittserklärung in vollem Wortlaut.
https://www.msn.com/de-de/politik/beh%C3%B6rde/bittere-abrechnung-zaklin-nastic-verl%C3%A4sst-das-b%C3%BCndnis-sahra-wagenknecht/ar-AA2028QN
Bündnis Sahra Wagenknecht: BSW-Mitgründerin Nastić verlässt die Partei
Mit Żaklin Nastić hat eine Mitgründerin des BSW die Partei verlassen. In ihrem Austrittsschreiben übt sie deutliche Kritik an Co-Chefin Mohamed Ali – und lobt die AfD.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-03/bsw-zaklin-nastic-austritt-kritik-mohamed-ali-afd
Hamburgs Ex-Linken-Chefin hat nur noch Häme für den BSW – und warme Worte für die AfD
BSW-Spitze kontert Vorwürfe von Nastic
https://www.jungewelt.de/artikel/520495.bsw-spitze-kontert-vorw%C3%BCrfe-von-nastic.html
09 Schande über die dju (Deutsche Journalisten Union)!
Gewerkschaft dju (verdi) klatscht zu EU-Sanktionen gegen ihr Mitglied Hüseyin Doğru
Zoll weitet Finanzrepression auf fünfköpfige Familie des Berliner Journalisten aus
Von Matthias Monroy
Deutsche Behörden haben nun auch Bankkonten der Ehefrau des Berliner Journalisten Hüseyin Doğru »sichergestellt«. Dazu veröffentlichte der deutsche Staatsangehörige am Wochenende auf der Plattform X Auszüge des Schreibens der Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung, die zum Zoll gehört. Seine drei kleinen Kinder befänden sich jetzt »in einer humanitären Notlage«, schrieb Doğru. »Wir können kein Geld empfangen. Wir können keine Miete zahlen. Wir können kein Essen kaufen.«
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198677.finanzrepression-gewerkschaft-klatscht-zu-eu-sanktionen-gegen-hueseyin-do%C4%9Fru.html
Anmerkung:
Ich war Anfang der 70er Jahre Mitglied der dju in Hamburg. Die dju gehörte zur IG Druck und Papier. Heute gehört sie zu ver.di. Das war damals ein Haufen von KollegInnen, mehr oder minder links eingestellt. Wenn man uns damals gesagt hätte, daß Vertreter der dju sich in dieser Weise verhalten würden, hätten wir ihn für verrückt erklärt. (DW)
Im Sanktionsrausch – Notizen zu Brüssels vormodernem Strafregime
Von Hannes Hofbauer
Der Fall Jacques Baud erregt zumindest in der Schweiz öffentliches Aufsehen. Hüseyin Doğru hingegen sitzt weitgehend unbemerkt in einer Berliner Wohnung fest. Von Jozef Hambálek hat in Deutschland kaum jemand gehört. Nathalie Yamb wiederum ist nur französischsprachigen Antiimperialisten ein Begriff. Und über Alina Lipp und Thomas Röper schweigt sich die deutsche Linke aus.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=148440
„Sippenhaft” für Familie des deutschen Journalisten Doğru: EU-Sanktions-Regime immer skandalöser
Von: Tobias Riegel
Nun wurden auch die Konten der Ehefrau des seit Monaten von der EU mit absurden „Begründungen“ sanktionierten deutschen Journalisten Hüseyin Doğru „sichergestellt“. Man findet gar keine Worte mehr: Eine Familie mit kleinen Kindern wird kollektiv bestraft, weil Doğru die „falsche“ Meinung vertritt. Die Praxis der EU-Sanktionen ist totalitär – das Schweigen weiter Teile der deutschen „Zivilgesellschaft“ dazu ist erbärmlich.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=148448
Russland-Korrespondent: Kündigung des deutschen Bankkontos auf „Druck“ der BaFin
Ulrich Heyden: Sparkassen-Mitarbeiter begründete Kontokündigung mit „Sanktionen“ und „Druck“ der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht / Behörde und Sparkasse wollen sich zum Fall nicht äußern / Nach Offenem Brief: Bundespräsidialamt will Vorgang nicht kommentieren.
https://www.pressenza.com/de/2026/03/russland-korrespondent-kuendigung-des-deutschen-bankkontos-auf-druck-der-bafin/
10 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!
Verdi: Tarifabschluss bei HVV
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/keine-weiteren-streiks-hamburger-hochbahn-und-verdi-haben-sich-geeinigt,hochbahn-134.html
Verdi: Erfolgreiche Tarifabschlüsse – für wen?
https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/ver-di-feiert-tariferfolge-fuer-millionen-beschaeftigte/69051169#
11 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats
Massenarbeitslosigkeit festigt sich
https://www.jungewelt.de/artikel/520228.arbeitsmarkt-ohne-fr%C3%BChjahrseffekt-mehr-als-drei-millionen-ohne-job.html
https://www.jungewelt.de/artikel/520467.weiterhin-niedrige-nachfrage-nach-arbeitskr%C3%A4ften-in-brd.html
https://www.spiegel.de/karriere/weiterbildungen-fuer-arbeitslose-warum-so-viele-menschen-in-teuren-und-nutzlosen-kursen-sitzen-a-73d0d100-a93f-4bd8-a531-97f3c05b22fb
Wachsende Krankenstände durch steigenden Arbeitsdruck
https://www.berliner-zeitung.de/news/arbeitsdruck-in-deutschland-steigt-massiv-jede-zweite-firma-meldet-wachsende-krankenstaende-li.10027010
12 Kuba im Fokus: Solidaritätskonferenz in Berlin
Rosa-Luxemburg-Preis für Aleida Guevara
Die Konferenz findet am 11. April von 13 bis 16 Uhr im Kino Babylon (Rosa-Luxemburg-Str. 30, Berlin) statt. Im Mittelpunkt stehen Analysen zur aktuellen Lage in Kuba und der Region. Als Referentinnen und Referenten sprechen die kubanische Journalistin Liz Oliva Fernández, der spanische Medienwissenschaftler Ignacio Ramonet sowie die venezolanische Journalistin Julieta Daza.
In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren Enrique Ubieta (Direktor der Zeitschrift Revolución y Cultura, Kuba), Franco Cavalli (MediCuba, Schweiz), Fanny Michaela Reisin (Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost) und Liz Oliva Fernández. Die Moderation übernimmt junge Welt-Chefredakteur Nick Brauns.
https://www.pressenza.com/de/2026/03/kuba-im-fokus-solidaritaetskonferenz-in-berlin-rosa-luxemburg-preis-fuer-aleida-guevara/
Schluss mit der Kuba-Blockade!
Rosa-Luxemburg-Solidaritätsbrigade setzt ein Zeichen gegen die Abriegelung der Insel
Von Dani Neira
Die Auswirkungen der Blockade spürten wir bereits, bevor wir überhaupt einen Fuß auf kubanischen Boden gesetzt hatten. In der Tradition der Solidaritätsbrigaden, die seit 1960 auf die Insel kommen, um das kubanische Volk zu unterstützen, traten wir mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung am 11. Februar dieses Jahres unsere Reise an – kurz nach der Verschärfung der US-Blockade, die am 29. Januar 2026 in Kraft getreten war. Seitdem lässt die Trump-Regierung keinen Tropfen Öl und Treibstoff mehr nach Kuba.
hthttps://www.rosalux.de/news/id/54614/schluss-mit-der-kuba-blockade
Weiße Kittel aus Kuba
USA wollen internationale Gesundheitsbrigaden eindämmen: Manche Staaten knicken ein, andere beugen sich nicht
Von Volker Hermsdorf
https://www.jungewelt.de/artikel/519936.kuba-heilt-die-welt-wei%C3%9Fe-kittel-aus-kuba.html
Wurde die internationale Solidarität vernachlässigt?
Gewerkschaften müssen sich dagegen wenden, dass Kuba und das Völkerrecht angegriffen werden, fordert Luis Sergio
https://www.jungewelt.de/artikel/519849.kuba-solidarit%C3%A4t-wurde-die-internationale-solidarit%C3%A4t-vernachl%C3%A4ssigt.html
Russischer Öltanker durchbricht die US-Ölblockade gegen Kuba
Schiff befindet sich bereits in kubanischen Gewässern. US-Militärschiffe hatten laut New York Times keinen Befehl zum Eingreifen
Von Edgar Göll
https://amerika21.de/2026/03/284255/russischer-oeltanker-liefert-kuba
Spenden für Kuba
Spendenaufruf Netzwerk Cuba
Die Hightech-Terrorattacke des US-Militärs gegen Venezuela und das Kidnapping von Präsident Maduro und Gattin sowie die Seeblockade gegen Öl überschatten nun auch Cuba, das immens gefährdet ist, und noch geringere Importe lebenswichtiger Güter erhält!
Wir müssen daher für Cuba noch stärker und effektiver wirken und kämpfen, schreibt das Netzwerk Cuba – jeder und jede Einzelne, sowie jede Gruppe.
Kurzfristig empfehlen sich für dringend erforderliche materielle Solidarität Spendensammlungen für Gesundheitsprojekte (HCH Bochum) und für Energiegewinnung (Interred, Frankfurt/M.).
Förderverein Humanitäre Cuba Hilfe HCH e.V. Sparkasse Dortmund,
IBAN: DE52 4405 0199 0091 0160 36, Stichwort: HCH-Projekte
Netzwerk InterRed Cooperacion e.V.,
IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00, Stichwort Solarkraftwerk
13 Literaturfestival der Arbeiterklasse in Campi Bisenzio
Von Benedikt Hopmann
Zum vierten Mal in Folge findet dieses Jahr vom 10.-12. April das „Festival di Letteratura Working Class“ statt. Organisiert wird es vom ex-GKN Fabrikkollektiv und dem Verlag Alegre. Das Literaturfestival hat letztes Jahr 7.000 Besucher angezogen und ist damit vermutlich das größte seiner Art weltweit. Dies könnte eine der letzten Chancen sein das Collettivo in ihrer Fabrik zu besuchen.
Mehr als ein normaler Arbeitskampf…
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/literaturfestival-der-arbeiterklasse-in-campi-bisenzio/
14 Der vermeidbare Krieg: Die Tragödie in der Ukraine und die Verantwortung des Westens
Die ehemalige Beraterin von Joe Biden gesteht: Der Ukraine-Krieg war vermeidbar. Die Invasion hätte verhindert werden können. Doch was kostete diese fatale Entscheidung wirklich?
Von Harald Neuber
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/der-vermeidbare-krieg-die-tragoedie-in-der-ukraine-und-die-verantwortung-des-westens-li.10010771
Ukraine-Krieg: „Solche Aussagen kommen zurzeit aus Moskau!“
Interview mit Christoph Wanner, Kiew
Enger Putin-Vertrauter lässt aufhorchen! Der Iran-Krieg schürt in Moskau Optimismus. Offizielle prognostizieren der derzeitigen Wirtschaftsflaute im Land zum Trotz einen Boom der eigenen Ölindustrie und ein Europa auf Knien. Russland ist offizieller Darstellung nach gut aufgestellt angesichts der durch den Iran-Krieg ausgelösten Preisverwerfungen an den weltweiten Ölmärkten. «Es ist offensichtlich, dass derzeit an den Weltmärkten ein Defizit an Ölprodukten herrscht», sagte Vizeregierungschef Alexander Nowak bei einer Sitzung des russischen Unternehmer- und Industriellenverbands. Benzin, Diesel und Co seien noch stärker im Preis gestiegen als Rohöl. Russland profitiere von der Lage.
Video 5 Minuten
https://www.youtube.com/watch?v=GcZ86coAWI8
Butscha: Die Propaganda wird nicht besser
Von Dagmar Henn
Alle stehen sie brav nebeneinander, Kerzchen in der Hand, und für das Publikum wird die Geschichte von Butscha noch mal aufgewärmt, jenem Ort, der rein zufällig so heißt, wie das englische Wort für Metzger klingt. Sie hält sich schon erstaunlich lang.
Früher ging das schneller, wenn solche Geschichten erzählt wurden. Die Brutkastenlüge hielt sich vom Oktober 1990 bis zum Januar 1992, dann hat sie dann selbst die New York Times platzen lassen. Auch die berühmte Szene mit Colin Powell und dem Babypuder hatte eine Haltbarkeit von zwei Jahren; dann gab es den Abschlussbericht der Irak Survey Group, der für alle sichtbar machte, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden.
Aber Butscha ist heute bereits vier Jahre alt, und nach wie vor wird es erzählt wie am ersten Tag. Außenminister Johann Wadephul hielt es für nötig, nicht nur in den Kiewer Vorort zu reisen, um sich dort zusammen mit den anderen EU-Außenministern für ein Gedenkbildchen aufzustellen, nein, er verfasste auch noch mit Schaum vor dem Mund einen Kommentar auf X.
https://weltexpress.info/butscha-die-propaganda-wird-nicht-besser/
Anmerkung:
Ja, so war es, wie die Genossin Henn beschreibt. Den ganzen Tag Selenski-Funk. Gräuelpropaganda gegen die bösen Russen. (DW)
15 Termine:
Die Ostermärsche 2.-6. April 2026: „Kriege verweigern – Frieden schaffen!“
https://www.labournet.de/branchen/ruestung/ostermaersche-2-6-april-2026-kriege-verweigern-frieden-schaffen/
Der Ostermarsch in Hamburg findet statt:
– am Ostermontag, 6. April 2026
– 12:00 Uhr – Auftaktkundgebung, S-Bahnhof Landwehr
– 15 Uhr – Abschluss/Friedensfest, Lange Reihe (Nähe Hauptbahnhof)
Der FriedensRatschlag Lüneburger Heide ruft zum großen Ostermarsch
ins Zentrum von Militär und Rüstung in Mitteleuropa nach Unterlüß in der Lüneburger Heide auf;
am Karsamstag, den 4. April um 11:30 Uhr ab Bf Unterlüß. Die Abschlusskundgebung findet ab 13:00 Uhr vor dem Verwaltungsgebäude von Rheinmetall statt.
FriedensRatschlag Lüneburger Heide
https://www.friedenskooperative.de/termine/ostermarsch-2026-in-unterluess
Erinnerung an Rolf Becker anläßlich seines Geburtstages
9. April 2026 18 Uhr, Heinrich Wolgast Schule (Lange Reihe)
Programm:
Lesung mit Michael Weber und Christoph Finger, Musik mit Joram Bejarano & Kutlau Yurtseven, St. George Chor „Drachengold“, Norma van der Walde, Antje Kosemund, Nomran Paech, Team von Kernfilm, Cem Ince u.A.
Einlader: Einwohnerverein von St. Georg von 1987, Auschmitz-Komitee, DIDF
Gespräch mit Hannes Hofbauer: „Aller Rechte beraubt“
Seit einigen Jahren greift die Europäische Union zu einem Instrument, das die Fundamente des Rechtsstaats infrage stellt: Sanktionen gegen Personen und Organisationen, verhängt ohne Gerichtsverfahren, Anhörung oder Verteidigung. Tausende Menschen landen auf schwarzen Listen, ihre Vermögen werden eingezogen und ihre Bewegungsfreiheit beschränkt.
Hannes Hofbauer untersucht die politischen, juristischen und historischen Dimensionen dieser Entwicklung. Anhand konkreter Fälle – darunter drei Deutsche, die auf EU-Listen gelandet sind – zeigt der Autor, wie schnell politische Abweichung zur materiellen Vernichtung und zum
gesellschaftlichen Ausschluss führen kann.
„Aller Rechte beraubt“ ist eine präzise Analyse einer stillen Machtverschiebung: von der Gewaltenteilung zum Ausnahmezustand.
Datum: 9.4. 2026 .Ort: Rudolf-Steiner-Haus, Mittelweg 11-12, 20148 Hamburg, Beginn: 19:00
Anmeldung: https://mailings.nachdenken-in-hamburg.de/lists/lt.php?tid=SSAHaDZ5O6yEqtM2pht+RIN9/eAEQb5SpXXQNqNvUsiFK25zzgIZgYRq56alFBVf
Eine kleine Ausstellung, um das Schicksal der palästinensischen Kinder zu illustrieren
und den Stopp von Waffenlieferungen nach Israel zu fordern!
Kommt vorbei! Am 8. April von 11 Uhr 30 bis 15 Uhr auf dem Rathausmarkt
Was passiert in Kuba?
Nach dem Angriff auf Venezuela verhängt Trump die Ölblockade
Wir haben die kubanische Journalistin Liz Oliva Fernández, die in Berlin an der Kuba-Konferenz teilnimmt, nach Hamburg eingeladen. Sie wird über ihre Erfahrung mit der Blockade berichten. Kuba hat einen Notfallplan erlassen.
Trump, der mit einem Umsturz rechnet, verletzt Völkerrecht, Menschenrecht, internationales Seerecht und terrorisiert Kuba. Wie können wir Kuba in dieser katastrophalen, gefährlichen Lage helfen?
Veranstalter: Der ver.di-Arbeitskreis Frieden mit dem Netzwerk Cuba e.V. und seinen Hamburger Mitgliedern Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und Cuba Sí
Die Veranstaltung findet statt: – am Dienstag, 14. April 2026: – um 18:00 Uhr – im KLUB (Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 62)
– Referentin: Liz Oliva Fernández
Liz Oliva Fernández ist eine kubanische Journalistin.
Ihre Dokumentarserie unter der Leitung von Oliver Stone und Danny Glover beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Blockade im Alltag Kubas und wurde preisgekrönt.
https://www.bellyofthebeastcuba.com/the-war-on-cuba