Jour Fixe Info 15-2026. 22. Jahrgang – 10.04.2026
Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg
Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.
- 01 Andreas Buderus: Von der Traufe in den Regen
- 02 Der etwas andere Blick auf Russland
- 03 Ankündigung nächste Jour Fixes
- 04 Buchempfehlung: Michael Legband (Hg.): Zweimal Unrecht. Julius Legband – ein Itzehoer Maurermeister im Widerstand
- 05 Hausgemachte Verelendung
- 06 Welche Folgen hätte die Schließung der Klinik?
- 07 Ist Hamburg am Ukraine-Krieg beteiligt?
- 08 Neue Wehrpflicht-Regel: Junge Männer dürfen Deutschland nicht mehr länger ohne Genehmigung verlassen
- 09 Ostermarsch in Unterlüß zieht bis vor Rheinmetall
- 10 Friedensbewegung: Die Querfront ist ein Irrweg
- 11 Anne Brorhilker: „Selten habe ich so viel Empörung und Wut mitbekommen“
- 12 Buchempfehlung!
- 13 DGB: An der Realität vorbei
- 14 Anatomie einer Diffamierung: Antwort an meine Kritiker
- 15 Unterschriftenaktion für Jacques Baud: Bis hierher und nicht weiter!
- 16 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
- 17 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
- 18 Präsident Miguel Díaz-Canel; »Kuba ist nicht allein«
- 19 Iran: Der erste multipolare Krieg
- 20 Chinas Völker
- 21 „Heute schäme ich mich für meinen israelischen Pass“
- 22 Termine
01 Andreas Buderus: Von der Traufe in den Regen
Reorganisation kapitalistischer Herrschaft unter anderer Flagge. Eine Kritik des Befreiungsnationalismus im Zeitalter imperialistischer Barbarei
Der Abbau des Sozialstaats wird durch nationalistische Mobilisierung übertüncht.
Nationalismus bietet in dieser Lage eine scheinbar verbindende Einheit: »das Volk«. Er verspricht Unmittelbarkeit in einer Welt der Vermittlung.
Der reale Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit wird transformiert in einen Gegensatz zwischen »innen« und »außen«.
Klassenstruktur wird durch Zugehörigkeitsstruktur ersetzt. Die soziale Frage wird national umcodiert.
Verteilungskämpfe erscheinen dann nicht mehr als Konflikt zwischen oben und unten, sondern zwischen jenen, die angeblich »leisten«, und jenen, die »von außen« Ansprüche anmelden.
Migration wird als Sicherheitsproblem inszeniert. Reale, der kapitalistischen Reproduktionskrise geschuldete soziale Verunsicherung wird kulturell und moralisch verarbeitet.
https://www.jungewelt.de/artikel/520127.von-der-traufe-in-den-regen.html
Nicht unser Krieg!? – Organisierte Beihilfe zum Krieg
Ramstein, Völkerrecht und die systematische Missachtung des Friedensgebots des Grundgesetzes durch die Verfassungsfeinde der deutschen Kriegsregierung
Von Andreas Buderus
https://gewerkschaftsforum.de/nicht-unser-krieg-organisierte-beihilfe-zum-krieg/#more-26203
Den Betriebserfolg mitbestimmen?
Was leisten deutsche Betriebsräte, die sich zur Zeit wegen der laufenden Wahlen, aber auch wegen der Kalamitäten bei VW oder Karstadt besonderer öffentlicher Aufmerksamkeit erfreuen?
Eine Kontroverse von Andreas Buderus und Suitbert Cechura
Zur Zeit finden die Betriebsrätewahlen statt, die „zu den größten demokratischen Wahlen in Deutschland (gehören)“, wie die Presse (Bonner General Anzeiger, 14./15.3.26) das Selbstverständnis der Gewerkschaften wiedergibt. Bis Ende Mai können Millionen Beschäftigte in Zehntausenden Betrieben (die in der BRD aber eine Minderheit darstellen) die Arbeitnehmervertretungen neu wählen.
https://gewerkschaftsforum.de/den-betriebserfolg-mitbestimmen/#more-26089
02 Der etwas andere Blick auf Russland
Kommentar zum Jour Fixe mit Ewgeniy Kasakow
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/04/07/der-etwas-andere-blick-auf-russland-kommentar-zum-jour-fixe-mit-ewgeniy-kasakow/
Jour Fixe am 01.04.2026:
Der Ukraine-Krieg: Widerstand auf beiden Seiten der Front
Referent: Ewgeniy Kasakow
https://gewerkschaftslinke.hamburg/event/jour-fixe-248/
Hinweis auf sein Buch:
Ewgeniy Kasakow: Spezialoperation und Frieden
Die russische Linke gegen den Krieg
https://unrast-verlag.de/author_herausgeber/ewgeniy-kasakow/
03 Ankündigung nächste Jour Fixes
Jour Fixe am 6. Mai mit Brigitte Schiffler (deutsch-kubanische Freundschaftsgesellschaft) und Wolfgang Mix (Cuba Si). Thema: Der Widerstandskampf des kubanischen Volkes
Jour Fixe am 3. Juni 2026 mit Andreas Buderus: Die Organisierung einer gewerkschaftlichen Opposition (Arbeitstitel)
04 Buchempfehlung: Michael Legband (Hg.): Zweimal Unrecht. Julius Legband – ein Itzehoer Maurermeister im Widerstand
Von Dieter Wegner
Schleswig-Holstein und die Nazis: Zuspitzung oder Sonderweg?
Der Fall Hinrich Lohse – Reichskommissar in Schleswig-Holstein und „Ostland“
Der Fall Heyde alias Sawade
Der Fall Lina Heydrich
SPD damals und heute
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/04/07/buchempfehlung-michael-legband-hg-zweimal-unrecht-julius-legband-ein-itzehoer-maurermeister-im-widerstand/
Anmerkung:
Dies ist kein Buch nur für interessierte ItzehoerInnen. Es ist ein Buch über die Re-Nazifizierung Schleswig-Holsteins ab 1950 durch die Regierungen von CDU/FDP/DP/BHE. Das fand in anderen Bundesländern, sofern sie von der SPD regiert wurden nicht statt, da die Posten im öffentlichen Dienst vorzugsweise mit Sozialdemokraten besetzt wurden. Aber in SPD-geführten Länderregierungen wurden allerdings auch kein „Säuberungsaktionen“ durchgeführt.
In Schleswig-Holstein waren nach 1950 mehr ehemalige NSDAP-Mitglieder in öffentlichen Ämtern als bis 1945!
In der DDR geschah das Gegenteil, eine wirkliche Entnazifizierung. Obwohl die Regierenden beim Aufbau des Landes auf alte Nazis zurückgreifen mußten, jedoch auf keine Mörderfiguren wie im Westen. Denn 90 Prozent der Bevölkerung waren zu Hochzeiten des Nazi-Regimes Anhänger Hitlers gewesen. In der DDR wurden nach 1945 elf Arbeiter- und Bauernfakultäten eingerichtet, in denen Kinder von Arbeitern und Bauen, aber auch Angestellten und Handwerkern für ihre Tätigkeit in Schulen, Verwaltungen und Betrieben ausgebildet wurden. Das war wirkliche Entnazifizierung der Gesellschaft. (DW)
05 Hausgemachte Verelendung
Hamburg: Weiterhin viele Zwangsräumungen durch städtische Wohnungsbaugesellschaft, die
die bereits grassierende Wohnungs- und Obdachlosigkeit befeuern
Von Michael König
https://www.jungewelt.de/artikel/520349.zwangsr%C3%A4umungen-in-hamburg-hausgemachte-verelendung.html
06 Welche Folgen hätte die Schließung der Klinik?
Niedersachsen: Größte Fachklinik für suchtkranke Minderjährige soll im Juni dichtgemacht werden. Vor den Folgen warnt Neele Nessen
Von Kristian Stemmler
https://www.jungewelt.de/artikel/520486.k%C3%BCrzungen-im-gesundheitswesen-welche-folgen-h%C3%A4tte-die-schlie%C3%9Fung-der-klinik.html
07 Ist Hamburg am Ukraine-Krieg beteiligt?
Das Logistikunternehmen HLLA profitiert von Kriegen in aller Welt, sagt Werner Haase
Interview von Martin Dolzer
https://www.jungewelt.de/artikel/520621.waffenlieferungen-aus-deutschland-ist-hamburg-am-ukraine-krieg-beteiligt.html
08 Neue Wehrpflicht-Regel: Junge Männer dürfen Deutschland nicht mehr länger ohne Genehmigung verlassen
Von Mario Jacob
Änderung im Wehrdienst-Modernisierungsgesetz trat weitgehend unbemerkt in Kraft. Demnach müssen Millionen Männer vor längeren Auslandsaufenthalten eine Genehmigung der Bundeswehr einholen.
https://www.berliner-zeitung.de/news/neue-wehrpflicht-regel-kaum-beachtete-aenderung-hat-weitreichende-folgen-li.10028539
Anmerkung:
Jetzt ist von Kriegsminister Pistorius zu hören, daß junge Männer doch keine Genehmigung für längere Aufenthaltsaufhalte bräuchten. Das gelte nur für den Spannungsfall. (DW)
Bundeswehr: Doch ohne Genehmigung ins Ausland
Verteidigungsminister: Männer der Altersgruppe 17 bis 45 brauchen für längere Reisen ins Ausland keine Erlaubnis
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198830.wehrdienst-in-deutschland-bundeswehr-doch-ohne-genehmigung-ins-ausland.html
09 Ostermarsch in Unterlüß zieht bis vor Rheinmetall
https://celler-presse.de/2026/04/05/ostermarsch-in-unterluess-zieht-bis-vor-rheinmetall/
Ostermärsche werden jünger
In rund 100 Städten gab es über die Feiertage antimilitaristische Aktionen. Die älteren Kriegsgegner blieben dieses Mal seltener unter sich.
Von Peter Nowak, Unterlüß
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198806.friedensbewegung-ostermaersche-werden-juenger.html
Rund 2.000 Menschen bei Ostermarsch in Hamburg
Das Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung hat dazu aufgerufen. Was treibt die Demonstrierenden an?
Video 2,5 Minuten
https://www.ardmediathek.de/video/hamburg-journal/ostermarsch-mit-rund-1-700-teilnehmenden/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9iZDljYzhjYi1kYzYwLTQ0ODQtOTE0ZS02YjhhNDY0N2E2ODM
Anmerkung:
Anders als in den letzten Jahren stach ins Auge, dass erstmals viele Jugendliche neben den bekannten Grauköpfen das Bild der Demonstration prägten. Vom Hamburger Forum organisiert, beteiligten sich viele verschiedene Gruppen, von Gewerkschaften zu politischen Parteien (die Linke und BSW) und migrantische und Friedensgruppen. Es gab ein Meer von Transparenten, Fahnen und auf Pappe geschriebene Sätze und Bildern zu den aktuellen Kriegen und Krisen, Musikbeiträge und auf dem Demozug immer wieder fetzige Musikeinlagen sowie lautstark gerufene Parolen. Während die Polizei anfangs eher unauffällig am Rand das bunte Geschehen beobachtete, traten sie stärker in Erscheinung, sobald palästinasolidarische Losungen skandiert wurden, meist von jungen Leuten mit Tüchern und Palästina-Fahnen. Obwohl die Teilnehmerzahl immer schlecht zu schätzen ist, scheint die Zahl von knapp 2000 zu gering, es könnten durchaus 3000 gekommen sein. (BK)
Fotoreihe: 06.04.26 Ostermarsch in Hamburg
https://asb.nadir.org/pool/fak/aktuelles/20260406/album/index.html
Osterbotschaften im „Vorkrieg“: Der Berliner Ostermarsch 2026
Von Jochen Gester
Die folgende Bildergalerie wurde von uns, und uns nahestehenden Kolleg:innen erstellt und kann eine Vorstellung vermitteln, wer hier unterwegs war und was die Demonstrierenden bewegt hat.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/68537-2/
10 Friedensbewegung: Die Querfront ist ein Irrweg
Von Martha Stern und Niklas Schumann
Alle Zeichen stehen auf Krieg. Während die NATO den Krieg in der Ukraine mit Waffenlieferungen immer weiter eskaliert, bereitet sie im Hintergrund den direkten Krieg gegen Russland vor. Protest und Gegenwehr sind in Deutschland, abseits von den Protesten gegen den Genozid in Palästina, kaum vorhanden. Unter anderem liegt dies an der Krise der Friedensbewegung. In Diskussionen um eine Stärkung der Antikiregsbewegung erscheint die Querfront als vermeintlich attraktive Lösung: Eine möglichst breite Friedensbewegung dürfe sich nicht in Links und Rechts spalten lassen, ist in diesem Kontext oft zu hören. Auch in Friedensgruppen und der Massenarbeit begegnen uns diese Debatten immer wieder.
https://kommunistische-organisation.de/klaerungunddebatte/die-querfront-ist-ein-irrweg/
11 Anne Brorhilker: „Selten habe ich so viel Empörung und Wut mitbekommen“
Von Thomas Pillgruber
Lange saß Anne Brorhilker Finanzkriminellen im Nacken. Am Ende warf die Ex-Oberstaatsanwältin desillusioniert hin. Denn Deutschland hat denen, die den Fiskus im großen Stil ausnehmen, wenig entgegenzusetzen. Woran das liegt – und wie es besser ginge.
https://www.gmx.net/magazine/politik/selten-empoerung-wut-mitbekommen-42066166
12 Buchempfehlung!
Rainer Roth: Sowjetunion – Schuld am Weltkrieg?
Geschichtsfälschungen der Europäischen Union als Mittel der Kriegsvorbereitung
Herausgeber: KLARtext-Blog www.klartext-info.de
Bestellung über info@klartext-info.de
Anmerkung:
Als ich das Inhaltsverzeichnis las, dachte ich „kenn ich ja alles auch“, dann las ich mich „fest“! Natürlich kannte ich vieles, einiges noch nicht, einiges hatte ich vergessen. Eine spannende Darstellung der deutschen und sowjetischen Geschichte! Sehr empfehlenswert! (DW)
13 DGB: An der Realität vorbei
Leitantrag zum DGB-Bundeskongress verkennt Bedeutung der Militarisierung und gibt keine Antwort auf Herausforderungen gewerkschaftlicher Gegenmacht.
Der DGB will den Sozialstaat stärken, ignoriert aber die Vorgänge, die ihn gerade untergraben.
Von Andreas Buderus
https://www.jungewelt.de/artikel/520367.gewerkschaftspolitik-an-der-realit%C3%A4t-vorbei.html
14 Anatomie einer Diffamierung: Antwort an meine Kritiker
Von Francesca Albanese
Seit mehr als zwei Jahren ist meine Tätigkeit als UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete Gegenstand sorgfältig inszenierter, sich zuspitzender Kontroversen.
https://monde-diplomatique.de/artikel/!6159069
15 Unterschriftenaktion für Jacques Baud: Bis hierher und nicht weiter!
Wir protestieren gegen die rechtswidrigen Sanktionen gegen Oberst Jacques Baud und den Kriegskurs der EU!
Hier unterzeichnen: https://free-baud.org/#unterzeichnen
https://gewerkschaftsforum.de/unterschriftenaktion-bis-hierher-und-nicht-weiter-wir-protestieren-gegen-die-rechtswidrigen-sanktionen-gegen-oberst-jacques-baud-und-den-kriegskurs-der-eu/#more-26198
#FreeDogru und #FreeBaud? Teil 1
Rufe nach einer Kampagne nach dem Vorbild der #FreeAssange-Bewegung werden lauter
Von Maike Gosch
Der Fall des sanktionierten Berliner Journalisten Hüseyin Doğru (red media) und die jüngsten Eskalationen sowie „Strafverschärfungen“ des Brüsseler Sanktionsregimes – jetzt wurde auch noch seiner Ehefrau das Konto gesperrt – sorgen zunehmend für Empörung bei vielen Menschen, die seinen Fall und den des Schweizer Sicherheitsexperten und geopolitischen Analysten Jacques Baud verfolgen. Dabei stehen auch die Fragen im Zentrum, welcher Widerstand möglich und welcher wirksam sein könnte.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=148568
ebenda – Teil 2
Von Maike Gosch
https://www.nachdenkseiten.de/?p=148606
16 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!
Verdi: Tarifabschluss bei HVV
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/keine-weiteren-streiks-hamburger-hochbahn-und-verdi-haben-sich-geeinigt,hochbahn-134.html
Verdi: Erfolgreiche Tarifabschlüsse – für wen?
https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/ver-di-feiert-tariferfolge-fuer-millionen-beschaeftigte/69051169#
IG Metall: Lockerung de Verbrenner-Aus gefordert
https://www.deutschlandfunk.de/ig-metall-fordert-weitere-lockerung-beim-verbrenner-aus-100.html
DGB: Vorschlag zur Änderung von Teilen der Mehrwertsteuer
https://www.tagesspiegel.de/politik/fahimi-will-finanzierung-durch-mega-reiche-dgb-fordert-streichung-der-mehrwertsteuer-auf-lebensmittel-15434266.htm
https://www.n-tv.de/politik/SPD-Fluegel-will-Mehrwertsteuer-bei-gesunden-Lebensmitteln-streichen-id30681493.html
DGB: Es knirscht zwischen SPD und DGB
https://www.n-tv.de/politik/DGB-Chefin-geht-auf-Distanz-zu-Klingbeil-id30686306.html
DGB: Forderungen nach Ausweitung der Heimarbeit (Homeoffice)
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/dgb-spritpreise-homeoffice-pendler-gxe
17 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats
Firmenpleiten auf höchstem Niveau
https://www.jungewelt.de/artikel/520634.firmenpleiten-auf-neuem-h%C3%B6chststand.html
Aussterben der Industrie-Arbeiterschaft?
https://www.focus.de/finanzen/dem-deutschen-industriearbeiter-geht-die-luft-zum-atmen-aus_86e85b0f-3b48-4ad3-bb62-8fbad5b2912c.html
18 Präsident Miguel Díaz-Canel; »Kuba ist nicht allein«
Der sozialistische Inselstaat setzt im Kampf gegen den US-Imperialismus auf die Kraft der Bevölkerung und internationale Solidarität – aber auch auf Dialog mit den Aggressoren. Ein Gespräch mit dem kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel
https://www.jungewelt.de/artikel/520318.internationale-solidarit%C3%A4t-kuba-ist-nicht-allein.html
Gewerkschafter:innen für Kuba. Gemeinsam gegen die US-Blockade!
Am 20. März trafen sich Gewerkschafter:innen in Frankfurt und gründeten die Initiative „Gewerkschafter: innen für Kuba. Gemeinsam gegen die US-Blockade! Solidarität gewinnt!“ ++ eines der Vorhaben: „Mehr Solarenergie für Kuba – JETZT!“
Norbert Heckl war dabei.
https://www.kommunisten.de/rubriken/aus-den-bewegungen/9425-gewerkschafter-fuer-kuba
19 Iran: Der erste multipolare Krieg
Von Arnaud Bertrand
„Ich glaube, den Leuten ist gar nicht bewusst, wie außergewöhnlich das ist, was wir gerade im Iran erleben. Historiker werden vielleicht auf diesen Konflikt so zurückblicken, wie sie auf Suez 1956 zurückblicken – nicht so sehr als militärisches Ereignis, sondern als der Moment, in dem die Realität einer neuen Ordnung unbestreitbar wurde„, meint der französische Analyst Arnaud Bertrand
https://www.kommunisten.de/rubriken/meinungen/9423-der-erste-multipolare-krieg
Ein Monat Krieg hat das strategische Scheitern des Angriffs auf Iran aufgezeigt
Was die USA und Israel als schnelle Kampagne betrachteten, sieht Iran als Kampf ums Überleben. Während Washington und Westjerusalem sich verkalkuliert haben, steigen die wirtschaftlichen und geopolitischen Kosten des Krieges, dessen Ende nicht absehbar ist.
Von Murad Sadygzade
https://rtde.org/der-nahe-osten/275313-monat-krieg-hat-strategische-scheitern/
Erklärung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Irans zum zweiwöchigen Waffenstillstand
Trumpverstehen für Fortgeschrittene
Von Jens Berger
Manchmal gleicht die Art und Weise, wie sich Weltgeschichte dem Publikum offenbart, einem absurden Theaterstück. Gestern Morgen drohte Donald Trump in übelster Schurkenmanier noch, die gesamte iranische Zivilisation zu vernichten, und heute Nacht konnten die Verhandler dann doch einen zweiwöchigen Waffenstillstand und die Fortführung von Friedensgesprächen vermelden.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=148816
20 Chinas Völker
Von Susanna Böhme-Kuby
Zehn Autorinnen und Autoren bieten Lesenswertes zu der in der medialen Öffentlichkeit seit langem aufgeladenen Thematik des Umgangs Chinas mit den im Land ansässigen Minderheiten. Fünf der Autoren hatten sich 2023 zu einer privaten Studienreise aufgemacht, um insbesondere den – vom Westen behaupteten – genozidalen Verletzungen der Menschenrechte und der ethnisch-religiös fundierten Problematik im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang nachzugehen. Die Reisenden erlebten nach ihren Aussagen keinerlei Einschränkungen, auch fanden sie keine Anzeichen für das, was in den Medien als „Vernichtung der Uiguren“ angeprangert worden ist. Der Staat setzt auf eine notwendige soziale Integration der verschiedenen Ethnien in Xinjiang zur Stärkung der gesamten nationalen Wirtschaftsentwicklung, und die ganze Region steht heute dem Tourismus offen.
https://www.ossietzky.net/artikel/chinas-voelker/
21 „Heute schäme ich mich für meinen israelischen Pass“
Von Marina Klimchuk
Marina Klimchuk lebte acht Jahre in Israel und nahm die Staatsbürgerschaft an. Heute fühlt sich die postsowjetische Jüdin zerrissen. Die Geschichte einer Entfremdung.
https://www.fr.de/fr7/heute-schaeme-ich-mich-fuer-meinen-israelischen-pass-94239028.html
Anmerkung:
Ein anschaulicher, ehrlicher und beeindruckender Test!
Generalstreik im Westjordanland gegen israelisches Gesetz für die Todesstrafe
Israel führt Todesstrafe für Palästinenser:innen ein
https://perspektive-online.net/2026/04/generalstreik-im-westjordanland-gegen-israelisches-gesetz-fuer-die-todesstrafe/
Anmerkung:
Auch dies wird unsere Parteien, Politiker und Medien nicht von ihrer Staatsraison zu Israel abhalten, jeder Rassismus, Kolonialismus, Völkermord wird der israelischen Regierung zugestanden! (DW)
22 Termine:
Am 12. und 13. April 2026 Gedenkmarsch zum Todesmarsch nach Kiel 1945
Auftakt am Sonntag 12. April um 9 Uhr an der KZ-Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98.
Das gesamte Gedenkmarsch-Programm anbei. Infos und Kurzvideos bei www.touching-history.de
Der Gedenkmarsch wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg. Die Programmgestaltung hat die Gedenkstättenpädagogin Kim Kielau inne, Email an: kim@touching-history.de
Zum historischen Hintergrund: Im April 1945 wurden rund 800 KZ-Häftlinge in vier Kolonnen gezwungen, zu Fuß den über 80 km langen Weg vom KZ Fuhlsbüttel in Richtung Kiel zurückzulegen. Unser Marsch erinnert an den damaligen Todesmarsch.
Kulturverein Olmo e. V.
www.olmoo.de
Samstag 18. April 2026, 13:00 Gedenken am Höltigbaum
Seit 2011 führte das „Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal“ alljährlich im April eine Gedenkveranstaltung durch, die den letzten Opfern der Hinrichtungskommandos im 2. Weltkrieg hier am Wehrmachtsstandort Höltigbaum gewidmet war. Opfer waren meist junge Soldaten, die den Krieg nicht mehr mitmachen wollten: Deserteure und Wehrkaftzersetzer. Olmo führt die Tradition nun seit Jahren fort. Hajo Klier erläutert seine Umgestaltungsidee, um aus der jetzigen Stätte einen würdigeren Gedenkort zu schaffen, der den 330 Opfern mehr gerecht wird als der jetzige Zustand. Ort: Sieker Landstr. / Ecker Neuer Höltigbaum.
Wie hinkommen? Bus 462 ab Busbf. Rahlstedt bis Endhaltestelle „Naturschutzgebiet Höltigbaum“. Von der Haltestelle bis zum Gedenkort ca. 3 Fußminuten.
Kulturverein Olmo e. V.
www.olmoo.de
Galerie der abseitigen Künste präsentiert: Sergio Bologna: Der Operaismus im Italien der 1960er und ’70er Jahre – Filme, Vortrag, Diskussion
Zeit: 19.04.26, 17 Uhr. Ort: Metropolis-Kino
Zu Gast: Sergio Bologna (Wissenschaftler), Michael Hopp (Autor und Journalist)
Zwei Kurzfilme aus dem Italien der frühen 1960er Jahre eröffnen den Abend: Fata Morgana (1962, Lino del Frau) — auf den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet — und Scioperi a Torino (1962, Carla Gobetti, Paolo Gobetti) über die großen Arbeiterstreiks bei Fiat und Lancia in Turin. Im Anschluss spricht Sergio Bologna über die Geschichte des Operaismus — einer marxistischen Strömung, die eng mit den Kämpfen der Fabrikarbeiter:innen verbunden war und die italienische Studentenbewegung stark beeinflusste.
Eine Veranstaltung der Galerie der abseitigen Künste in Kooperation mit teorema e.V, Roter Salon Hamburg., MASCH Hochschulgruppe und dem Italienischen Kulturinstitut Hamburg.
https://www.metropoliskino.de/kalender?film=3560
UNGLEICHLAND – von Steuergeschenken und Milliardären Vortrag und Diskussion mit Michael Hartmann
Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich in den letzen Jahrzehnten in Deutschland enorm vergrößert. Bei den Nettoeinkommen ist der Unterschied zwischen dem oberen und dem unteren Fünftel seit 1999 um über 40 Prozent gewachsen. Bei der Vermögensungleichheit liegt Deutschland weltweit in der Spitzengruppe. Das oberste Prozent der Bevölkerung besitzt über ein Drittel des Gesamtvermögens.
In Hamburg ist der Reichtum so konzentriert wie in keiner anderen Region Deutschlands. Jeder zehnte deutsche Milliardär wohnt dort. Zugleich gibt es in Hamburg eine besonders enge Verbindung zwischen den Eliten aus Politik, Wirtschaft und Medien. Das hat sich nicht nur bei der Cum-Ex-Affäre gezeigt, sondern auch im Falle der HSH-Nordbank oder bei den Konkursen großer Reedereien.
Der Referent, Michael Hartmann ist Elitenforscher und hat zahlreiche Bücher zur zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich veröffentlicht. Er war bis 2014 Professor für Soziologie mit den Schwerpunkten Organisationssoziologie an der Technischen Universität Darmstadt.
Dienstag, den 14.4.2026 von 19-21 Uhr. Ort: Tschaikowsky-Saal, Tschaikowskyplatz 2
Veranstalter: WER HAT DER GIBT
„DIE RAUTE UNTERM HAKENKREUZ – der HSV im Nationalsozialismus“
Das Buch „DIE RAUTE UNTERM HAKENKREUZ – der HSV im Nationalsozialismus“ wird Anfang April erscheinen und wenige Tage später könnt Ihr von dem Herausgeber Werner Skrentny und den Autoren Ralf Klee und Jakob Ketels darüber mehr erfahren und mit ihnen diskutieren. Wir werden bei dieser Veranstaltung die unterschiedlichen Lebensgeschichten von Tull Harder und Asbjörn Halvorsen, sowie die Situation von von Zwangsarbeitern, die während des Krieges in der HSV-Mannschaft spielten in den Mittelpunkt stellen.
Das Buch ist die erste offizielle und umfassende Dokumentation über die Geschichte des Hamburger SV im Nationalsozialismus.
Ort: Informationszentrum Zwangsarbeit in Hamburg, Wilhelm-Raabe-Weg 23
Sonntag, den 19. April 2025 um 14:30 Uhr
Email: willi-bredel-gesellschaft@t-online.de
Homepage: www.bredelgesellschaft.de
Die Ästhetik des Widerstands – Variationen zu Peter Weiss
Audio-Performance von Fabian Saul und Tanasgol Sabbagh & Gespräch mit Moshtari Hilal & Theresia Enzensberger
Im Anschluss führt Moshtari Hilal das Gespräch weiter. Was lässt sich aus diesem Text heute lernen?
Wie lässt er sich als Handbuch der Gegenwart begreifen? Ein Abend über Erinnerung, Sprache und politischen Kampf.
Wo?: MARKK (das ehemalige Museum für Völkerkunde an der Rothenbaumchaussee)
Wann?: Dienstag 21. April | 18:30 Uhr
https://markk-hamburg.de/veranstaltungen/