JFI 19-2026 ++ Erfreuliche Entwicklung bei 1. Mai-Demos ++ Bridges of Resistance-Camp auf der Moorweide in Hamburg ++ VW in Osnabrück geht an israelischen Rüstungskonzern ++ Schulstreiks: Rechtzeitig Widerstand leisten ++

Jour Fixe Info 19-2026. 22. Jahrgang – 08.05.2026

Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

 

Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.

 

 

01 Info zu unserem Jour Fixe am 06.05.2026: Der Widerstandskampf des kubanischen Volkes

Bericht von Brigitte Schiffler und Wolfgang Mix, Hamburger Kuba-Solidarität (Netzwerk Cuba, FG BRD-Kuba, Cuba Sí)
Woher nimmt das kubanische Volk die Kraft und den Willen, dem Boykott des US-Imperiums zu widerstehen?
https://gewerkschaftslinke.hamburg/event/jour-fixe-249/
Wir sammelten 360 Euro, die an HCH Bochum überwiesen wurden: https://www.hch-ev.de/ HCH – Humanitäre Cuba Hilfe e.V.
Brigitte und Wolfgang hielten informative Berichte über die Situation in Kuba. Sie sind seit Jahrzehnten in der Kuba-Hilfe aktiv und waren etkiche Male auf, Kuba, auch wochenlang.
Einen schlaglichtartigen Einblick in den Widerstandgeist der KubanerInnen gibt diese Krankenschwester wenn sie sagt:
Wenn Du aufgibst, bist Du kein Kubaner!
https://www.netzwerk-cuba.org/2026/05/38234/

Spendenaufruf Netzwerk Cuba

Die Hightech-Terrorattacke des US-Militärs gegen Venezuela und das Kidnapping von Präsident Maduro und Gattin sowie die Seeblockade gegen Öl überschatten nun auch Cuba, das immens gefährdet ist, und noch geringere Importe lebenswichtiger Güter erhält!

Wir müssen daher für Cuba noch stärker und effektiver wirken und kämpfen, schreibt das Netzwerk Cuba – jeder und jede Einzelne, sowie jede Gruppe.
Kurzfristig empfehlen sich für dringend erforderliche materielle Solidarität Spendensammlungen für Gesundheitsprojekte (HCH Bochum) und für Energiegewinnung (Interred, Frankfurt/M.).
— Förderverein Humanitäre Cuba Hilfe HCH e.V. Sparkasse Dortmund, 
   IBAN: DE52 4405 0199 0091 0160 36, Stichwort: HCH-Projekte
— Netzwerk InterRed Cooperacion e.V., IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00, Stichwort Solarkraftwerk

Infos zu Kuba:

Kuba spottet über Rubio
Präsident Díaz-Canel antwortet auf Unwahrheiten des US-Außenministers. Der wirbt in Italien für den Kurs Washingtons
Von Volker Hermsdorf
…Zugleich reagierte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel am Mittwoch mit scharfer Ironie auf jüngste Äußerungen des US-Chefdiplomaten. Es gebe überhaupt keine »Ölblockade gegen Kuba an sich«, hatte Rubio am Dienstag behauptet.
https://www.jungewelt.de/artikel/522237.unblock-cuba-kuba-spottet-%C3%BCber-rubio.html

Aleida Guevara: «Schiessen kann ich noch perfekt!»

Von Jonas Komposch
Zuerst der Wirtschaftskollaps, dann der Regime-Change. Das bezweckt Donald Trump mit seiner Totalblockade gegen Kuba. Keine Angst hat Aleida Guevara. Das Volk stehe fest zur Losung ihres Vaters: «Vaterland oder Tod!» Ganz in Schutz nimmt die glühende Kommunistin ihre Partei aber nicht.
https://www.workzeitung.ch/2026/05/schiessen-kann-ich-noch-perfekt/

»Das Vaterland wird verteidigt«

Kuba: Maifeierlichkeiten fanden dieses Jahr unter größten Schwierigkeiten statt. USA verschärfen Blockade weiter. Doch der Kampfeswille ist ungebrochen
Von Renate Fausten, Havanna
https://www.jungewelt.de/artikel/521930.unblock-cuba-das-vaterland-wird-verteidigt.html

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02 Ankündigung nächste Jour Fixes

Jour Fixe am 3. Juni 2026 mit Andreas Buderus: Die Organisierung einer gewerkschaftlichen Opposition (Arbeitstitel)

„Draußen-Jour Fixe“ am 5. August (Steilshoop)

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03 Wie war der 1. Mai 2026? Wohl recht unterschiedlich!

Mit Eindrücken aus Hamburg, Berlin, Hannover
Von Alwin Altenwald
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/05/05/wie-war-der-1-mai-2026-wohl-recht-unterschiedlich/
Anmerkung:
Bitte an die Leser des Jour Fixe Info: Schreibt bitte, wie die Demo bzw. die Kundgebung des DGB bei euch war. (DW)

Heraus zum 1. Mai – aber wofür eigentlich?

Von Rainer Balcerowiak
Es ist wieder so weit. Wenigstens am 1. Mai erringt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) das Maß an Aufmerksamkeit, welches ihm ansonsten längst abhanden gekommen ist. Schließlich ist der 1. Mai als „Tag der Arbeit” ein gesetzlicher Feiertag, an dem traditionell auch die öffentlich-rechtlichen Medien umfangreich über die zahlreichen Kundgebungen der Gewerkschaften berichten werden und Vertreter des DGB und seiner Mitgliedsverbände ausführlich zu Wort kommen lassen.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=149768

1. Mai: Bratwurst und Klassenkampf

Der 1. Mai: Hunderttausende auf gewerkschaftlichen Demonstrationen in der Bundesrepublik, die mit wenigen Ausnahmen ziemlich sozialpartnerschaftlich ausfielen.
Von Niki Uhlmann
Pünktlich zum internationalen Kampftag der Arbeiterklasse hat die NGO Oxfam den weltumspannenden Widerspruch von Kapital und Arbeit abermals empirisch untermauert: »Während die Spitzengehälter seit 2019 um 54 Prozent in die Höhe geschnellt sind, verzeichnen die Reallöhne von Beschäftigen einen Rückgang um 12 Prozent.« Reich wird reicher, arm wird ärmer: Erstere gewinnen – vorerst – den Klassenkampf.
https://www.jungewelt.de/artikel/521843.kampftag-der-arbeiterklasse-bratwurst-und-klassenkampf.html

Die Friedensfrage ist die Überlebensstrategie der Gewerkschaften

Von Ulrike Eifler
https://etosmedia.de/politik/die-friedensfrage-ist-die-ueberlebensstrategie-der-gewerkschaften/
Anmerkung:
Danke für die klaren Worte der Genossin Eifler!
Aber: Sie schreibt den schönen Satz: „In einer Zeit aber, in der die kapitalistische Ordnung in die Krise rutscht und die Arbeitgeber versuchen, die Krisenkosten auf die Beschäftigten abzuwälzen, könnte ein Strategiewechsel von der Ordnungsmacht zur Gegenmacht sinnvoll sein.“ Vielleicht schreibt sie ihn nur aus taktischen Gründen, denn sie ist ja hauptamtliche Funktionärin bei der IGM in Augsburg. Sie schreibt, als wenn „die Gewerkschaften“ von Ordnungsmacht auf Gegenmacht wechseln wollten oder könnten. Die Realität ist, daß die DGB-Gewerkschaften sich auf Ordnungsmacht festgelegt haben – und das schon seit über 60 Jahren. Daß die Gewerkschaften zur Gegenmacht werden, kann nur von unten kommen, muß durch die Mitglieder erzwungen werden! (DW)

Gewerkschaften müssen sich neu erfinden

Von Marcel Fratzscher
Mehr Lohn und sichere Jobs: Mit diesen Forderungen sind Gewerkschaften in der KI-Ära überfordert. Damit sie überleben, muss sich ihr Kerngeschäft radikal ändern.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-04/gewerkschaften-ki-arbeitnehmer-entwicklung-zukunft/komplettansicht
Anmerkung:
In diesem Artikel macht sich Marcel Fratzscher, seit 2013 Präsident des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Gedanken um die Zukunft der DGB-Gewerkschaften. Das DIW ist staatsfinanziert. Aus dem Artikel kann man die starken Sorgen entnehmen, die sich Regierung und Kapital um die Sozialpartnerschaft mit den DGB-Gewerkschaften machen. Und welche Aufgaben sie den Gewerkschaften zuschieben für Leistungserhöhung soziale Friedlichkeit bei den Lohnabhängigen zu sorgen. (DW)

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04 Kampagne »Stop Nakba Now«: Warum ist der Hafen ein zentraler Knotenpunkt?

Das »Stop Nakba Now«-Camp findet in Hamburg statt, weil von dort Munition verschifft wird, sagt Nikodem Kaddoura
Interview: Martin Dolzer, Hamburg
https://www.jungewelt.de/artikel/522036.kampagne-stop-nakba-now-warum-ist-der-hafen-ein-zentraler-knotenpunkt.html

Protestgruppe muss umplanen: Behörden untersagen Anti-Israel-Camp an Moorweide

Eigentlich wollte die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppe am Dammtorbahnhof campieren. Doch nun muss die Aktion an einem anderen Ort stattfinden.
https://www.abendblatt.de/hamburg/politik/article411923956/protestgruppe-muss-umplanen-behoerden-untersagen-anti-israel-camp-an-moorweide.html

Bridges of Resistance-Camp auf der Moorweide in Hamburg

Vom 09.–16. Mai findet in Hamburg auf der Moorweide das Bridges of Resistance-Camp statt

Schaut euch bitte das Programm dieser acht Tage hier an: https://stop-nakba-now.org/bridges-of-resistance-camp/
Eine Woche voller Workshops, Austausch und gemeinsamer Aktionsvorbereitung. Menschen aus verschiedenen Bewegungen kommen zusammen, um sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und Strategien gegen Kriegspolitik und Militarisierung zu entwickeln.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/05/01/bridges-of-resistance-camp-auf-der-moorweide-in-hamburg/

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05 DGB-Bundeskongreß am 10.-13. Mai in Berlin

Von Jochen Gester
Am 10.-13 Mai wird in Berlin der diesjährige Bundeskongress des DGB stattfinden – ein Kongress, der auch Weichen stellt, welche Antworten die deutschen Gewerkschaften zu Krise und Kriegsvorbereitung geben. Angesichts der Tatsache, dass der DGB-Vorstand sich in Bezug auf eine Politik der Kriegsvorbereitung in Schweigen hüllt oder sie gar mitträgt, gibt es deutlichen Widerspruch an der Basis der Organisation, der aktuell auch auf den 1.Mai-Demonstrationen deutlich wurde. Dieser Widerspruch soll auch in Berlin sichtbar werden. Deshalb wollen die beiden Hauptströmungen des gewerkschaftlichen Flügels der Friedensbewegung hier nicht nur im Saal sondern auch außerhalb präsent sein. Wir unterstützen natürlich diese „kämpferische Dauermahnwache“ und freuen uns auf Unterstützung. Tagungsort ist das ESTREL-Hotel in Neukölln.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/gewerkschaften-muessen-friedensbewegung-sein/

23. Ordentlicher Bundeskongress

Das Parlament der Arbeit stellt die Weichen für Gute Arbeit, soziale Sicherheit und eine starke Wirtschaft
Vom 10. bis 13. Mai 2026 tagt in Berlin der 23. Ordentliche Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Unter dem Motto “Stärker mit uns” beraten die Delegierten über Anträge, die den Kurs der Gewerkschaftsbewegung für die kommenden Jahre bestimmen. Die Veranstaltung wird live übertragen.
https://www.dgb.de/der-dgb/ordentlicher-bundeskongress/

DGB-Bundeskongress 2026: „Erwarten Sie nicht zuviel von den Gewerkschaften?“

Mit dem DGB-Bundeskongress könnten die Mitgliedsorganisationen weiter in Richtung Burgfrieden gehen, befürchtet Andreas Buderus
Interview: Susanne Knütter
https://www.jungewelt.de/artikel/522092.dgb-bundeskongress-2026-erwarten-sie-nicht-zuviel-von-den-gewerkschaften.html

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06 Orhan Akman»: Verdi verhandelt die Tarifverträge wie in den 1950er und 60er Jahren«

Tarifverhandlungen für 5,2 Millionen Beschäftigte im Handel haben begonnen. Die Vorzeichen sind alles andere als günstig.
Von Lars Mörking
Bis 2023 warst du Leiter der Verdi-Bundesfachgruppe für den Einzel- und Versandhandel. Die Forderungen deiner Gewerkschaft in der bevorstehenden Tarifauseinandersetzung im Handel hast du scharf kritisiert. Warum?
https://www.jungewelt.de/artikel/521999.tarifverhandlungen-im-handel-verdi-verhandelt-die-tarifvertr%C3%A4ge-wie-in-den-1950er-und-60er-jahren.html

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07 Brief von Dr. Renate Dillmann (Journalistin/Dozentin) an Ver.di/DJU

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Danica Bensmail,
Der Berliner Kollege Hüseyin Dogru, Journalist und Mitglied bei Ver.di und DJU, wurde vom
Rat der EU sanktioniert und wird damit aller Möglichkeiten beraubt, ein bürgerliches Leben
zu führen.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/05/05/brief-von-dr-renate-dillmann-journalistin-dozentin-an-ver-di-dju/

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08 Zuspitzung beim Streik der Vivantes Töchter

Die neue Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung bringt eine unerwartete Wendung für den Streik der Vivantes Töchter, da sie die Deckelung der Ausgaben im Gesundheitswesen vorsieht, und damit auch die Ausgaben für Tariferhöhungen. Dagegen protestierten die Streikenden am 29. April vor dem Bundeskanzleramt in Berlin. Gleichzeitig war es der zehnte Streiktag im Erzwingungsstreik der Vivantes Töchter und der CFM. Diese ausgegliederten Begelschaften kämpfen dafür, nach dem Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) bezahlt zu werden.
3 Min, Video
https://www.labournet.tv/de/videos/zuspitzung

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09 Tag der Befreiung: »Wann im Namen des Himmels soll dies ein Ende nehmen?«

Das Tagebuch des Norwegers Odd Nansen dokumentiert den Schrecken und die Traumata im KZ Sachsenhausen. Karsten Krampitz hat Auszüge zusammengestellt.
Von Odd Nansen
Es sind besonders die Ukrainer, die zu der Kaste der Parias hier im Lager gehören. Ihnen geht es entsetzlich schlecht. Sie sterben auch in Mengen. Den ganzen Tag haben wir sie um uns herum, bettelnd, naschend und kriechend. Schmutzig und ungepflegt sehen sie aus, kein einziges verständliches Wort vermögen sie zu sprechen. Sie zeigen nur auf die Zigarettenstummel, die sie haben möchten, auf die Kartoffelschalen vom Mittagessen, die sie »organisieren« wollen. Einer von ihnen kam neulich abends an unseren Tisch. Wir aßen gebratenen Hering (den bekommen nur wir Norweger durch das Norwegische Rote Kreuz). Die Eingeweide der Heringe, die Haut, die Gräten, die Schuppen und der übrige Unrat lagen im Haufen auf dem Tisch. Dieser Ukrainer kam nun den Tisch entlang geglitten, steckte die Hand verstohlen zwischen unsere Schultern, ergriff die Heringsabfälle und füllte damit seine Mütze. Danach stopfte er alles in seine Hosen- und Jackentaschen und fuhr weiter damit fort, seine »reiche Ernte« einzuheimsen.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199551.tag-der-befreiung-wann-im-namen-des-himmels-soll-dies-ein-ende-nehmen.html

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10 Schulstreiks: Rechtzeitig Widerstand leisten

Interview mit Hannes Kramer über die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, über die Prägung der jungen Generation durch Krisen und sich verdüsternde Zukunftsaussichten sowie über Fälle staatlichen Vorgehens gegen die Schulstreiks.
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10396

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11 US-Nein zu neuen Mittelstreckenwaffen: Erfolg der Friedensbewegung

doch die Multi-Domain Task Force bleibt aktuell
Zu den emotionalen Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump, die Truppenstärke der US-Army in Deutschland zu reduzieren und die geplante Stationierung von Mittelstreckenraketen in Grafenwöhr zurückzunehmen, erklären die Mitinitiatoren des Berliner Appells „Wir sagen Nein zur Aufstellung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland!“ Reiner Braun, Vorstand des Internationalen Friedensbüros, und Michael Müller, Bundesvorsitzender der Naturfreunde Deutschlands, und Willi van Ooyen (Friedens- und Zukunftswerkstatt):
Wir begrüßen, dass die Stationierung der SM 6-Raketen, Tomahawk-Marschflugkörper und der Hyperschallraketen Dark Eagle gestoppt wird. Es ist auch ein Erfolg der vielfältigen Protestaktionen besonders, der über 90.000 Unterschriften unter den Berliner Appell.
https://www.pressenza.com/de/2026/05/us-nein-zu-neuen-mittelstreckenwaffen-erfolg-der-friedensbewegung-doch-die-multi-domain-task-force-bleibt-aktuell/
Anmerkung:
Was für ein Quatsch, den R. Braun, van Ooyen und M. Müller da verbreiten! Als ob Trump sich von Unterschriften aus Deutschland für seine Handlungen beeinflussen ließe. Es war vielleicht so, daß Trump aus Ärger auf Merz´ deutliche Kritik reagiert hat, mit dem Truppenabzug von inzwischen „wesentlich mehr“ als 5.000 US-Soldaten. Oder, was wahrscheinlicher ist, die USA sich mit ihren Truppen auf den Hauptgegner, China, orientieren!
Und die drei Herren schwadronieren größenwahnsinnig von Erfolg der Friedensbewegung! Das Gegenteil ist der Fall, sie hat keinerlei Einfluß auf politisches Geschehen, weder in Deutschland und erst recht nicht auf die USA. Dieser Zustand, der Einfluß einer Massenbewegung auf politische Entscheidungen – wie in den 80er Jahren – muß erst mal wieder erreicht werden. Das Gequatsche von van Ooyen und M. Müller ist da kontraproduktiv und diskreditiert die Antikriegsbewegung! Es ist ein Lügen in die eigene Tasche (DW)

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12 US-Truppenabzug: Ein vergiftetes, aber gutes kleines Geschenk

Der von Trump angekündigte Abzug von 5000 US-Soldat*innen aus Deutschland ist keine »Drohung«, sondern ein prima Anlass zum Rauswurf der Truppen.
Von Matthias Monroy
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199434.ankuendigung-von-us-praesident-trump-us-truppenabzug-ein-vergiftetes-aber-gutes-kleines-geschenk.html
Anmerkung:
Wenn Hegseth und Trump verkünden „Wir ziehen 5.000 von unseren 39.000 Soldaten aus Deutschland ab“ dann sollten wir laut skandieren: „JA, Alle!“. (DW)

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13 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN

Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!

DGB: Androhung von Protesten gegen Sozialabbau
https://www.welt.de/politik/deutschland/article69f2aca3622ae392e46e3688/am-1-mai-dgb-chefin-fahimi-droht-mit-protesten-gegen-sozialreformen-dgb-warnt-vor-vollem-widerstand.html

DGB: Warnung vor Arbeitszeitverlängerung
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/dgb-niedersachsen-warnt-vor-angriffen-auf-arbeitszeit,dgb-134.html

IG BCE: Empörung über Massenentlassungen bei Biontech
https://www.jungewelt.de/artikel/522203.ig-bce-r%C3%BCgt-kahlschlag-bei-biontech.html

Verdi: Tarifabschluss bei Nahverkehrsbestriebe in Hamburg und Schleswig-Holstein
https://www.mopo.de/hamburg/arbeitszeit-sinkt-praemie-kommt-vhh-und-verdi-einigen-sich-im-tarifstreit/

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14 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG

Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats

Zahl der Arbeitslosen weiter hoch
https://www.jungewelt.de/artikel/522164.statistisches-bundesamt-zahl-der-erwerbslosen-2025-gestiegen.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt-arbeitslosigkeit-106.html
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/nahles-zum-arbeitsmarkt-die-situation-ist-ungemuetlicher-geworden-200784783.html

Millionen ohne Arbeit gelten als „Stille Reserve“
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/arbeitsmarkt-erwerbslosigkeit-100.html

Bedrohlicher Stellenabbau auch bei Fachkräften
https://www.merkur.de/wirtschaft/stellenabbau-statt-fachkraeftemangel-was-wirklich-auf-dem-deutschen-arbeitsmarkt-passiert-zr-94291658.html

Umfrage: Bei einem Drittel Ostdeutscher reicht das Geld nicht für gesellschaftliche  Teilhabe
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/mdrfragt-umfrage-ergebnis-wachstum-verteilung-gerechtigkeit-100~amp.html

Arbeitsmarkt wird umgekrempelt
https://www.ad-hoc-news.de/wirtschaft/deutscher-arbeitsmarkt-vor-tiefgreifendem-wandel/69278806

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15 Ex-Mossad-Chef: Ich schäme mich, Jude zu sein

Tamir Pardo: „Meine Mutter ist eine Überlebende des Holocaust, und was ich hier gesehen habe, erinnert an die Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts gegenüber den Juden.“ Solche Worte von einem ehemaligen Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad (2010-2015) haben Gewicht.
https://x.com/EiflerUlrike/status/2050795898985205810
Anmerkung:
Wir hatten 2023, nach dem Beginn des Völkermords der israelischen Regierung in Gaza diesen mit dem Holocaust verglichen.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2023/12/08/warum-israel-den-voelkermord-an-den-palaestinensern-nicht-industriell-wie-seinerzeit-die-nazis-an-den-juden-ausfuehrt/
Wegen dieses Artikels von Paul Polczyn bekamen wir viel Kritik, so von der Zeitschrift expreß, die die Zusammenarbeit mit uns aufkündigte und dem Vorstand der GEW-Hamburg, der uns nach 19 Jahren die Raumnutzung für unsere monatlichen Jour Fixe kündigte.
Inzwischen sind sind viele Vergleiche (Vergleiche sind keine Gleichsetzungen!) von Israelis und anderen Stimmen aus dem Ausland erschienen. Wir haben diese gesammelt. Weder vom Expreß noch vom GEW-Vorstand sind Korrekturen oder Erklärungen zu ihrer damaligen Kritik erfolgt. Im Gegensatz zu Tamir Pardo sind Expreß und der GEW-Vorstand zur Reflektion über Standpunkte der Vergangenheit nicht fähig. (DW)

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16 Ein aktueller Bericht aus dem Libanon – Israel bombt noch immer …

Von Karin Leukefeld
Karin Leukefeld ist trotz aller dortigen Gefahren wieder nach Beirut gereist und beobachtet jetzt dort mit eigenen Augen und im direkten Gespräch mit Einheimischen und Geflüchteten, was da vor sich geht. Was klar ist: Israel versucht nicht zum ersten Mal, Teile des Libanon für die Einheimischen unbewohnbar zu machen und sich diese Regionen für immer anzueignen. Dutzende von Hilfsorganisationen sind im Einsatz, aber eine friedliche Lösung ist nicht in Sicht. Und die Welt schaut zu und lässt Israel seine grandiosen Expansionspläne mit Waffengewalt weiterführen.
https://globalbridge.ch/ein-aktueller-bericht-aus-dem-libanon-israel-bombt-noch-immer/

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17 Erster Mai 1944 Kaisariani (Griechenland): „Sie gingen mit erhobenen Fäusten in den Tod“

Am 1. Mai 1944 erschossen Wehrmachtssoldaten in Athen 200 Kommunisten – jetzt wurden erstmals Fotografien des Massakers gefunden.
Nach über 80 Jahren tauchten bisher unbekannte Fotografien auf, die die  Hinrichtung von 200 griechischen Antifaschist*innen während der deutschen Besatzungszeit in Griechenland dokumentieren, angeboten bei einer Online-Auktion eines belgischen Militaria-Händlers auf der Plattform Ebay. Die griechische Öffentlichkeit reagierte geschockt. Im Gespräch mit Boris Kanzleiter und Vangelis Koltsidas erklärt der renommierte Historiker Menelaos Charalambidis, warum die Fotos das kollektive Gedächtnis erschüttern, welche historischen Zusammenhänge sie sichtbar machen und warum sie auch heute noch politische Debatten auslösen.
https://www.rosalux.de/news/id/54681/sie-gingen-mit-erhobenen-faeusten-in-den-tod

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18 Termine

Botanischer Rundgang mit Laiens Club durch Heimfeld

Am Sonntag, den 10. Mai wird es einen Botanischen Rundgang durch Heimfeld geben: 14 Uhr vor dem Mieterpavillon
https://laiens.club/blog/

Nein zur NATO – Hamburg als Tor zu einer besseren Welt!

Kundgebung am 10. Mai um 13 Uhr (Hafengeburtstag, Jan-Fedder Promenade)
In der Präambel der Hamburger Versfassung wurde es nach der Überwindung des Faschismus vereinbart: Der Hafen in öffentlicher Hand soll zur Mehrung des gesellschaftlichen Reichtums weltweit und zu kooperativen Handelsbeziehungen, sowie zur internationalen Völkerverständigung beitragen.
Kommt also zur Kundgebung „Hamburg nicht als NATO-Stützpunkt, sondern als Tor zu einer besseren Welt!“

Workshop: KI & Arbeit im kolonialen Verhältnis

09.05.2026 · 17:00 – 19:30 · Centro Sociale, Hamburg
Sogenannte Künstliche Intelligenz hat immer stärkeren Einfluss darauf, wie menschliche Arbeit organisiert, kontrolliert und durch Technik ersetzt wird. Oft erscheint KI als technischer Fortschritt. Doch ist dem Einsatz von KI weltweit gemein, dass sie auch als Werkzeug zur Ausbeutung der Arbeiter*innen genutzt wird.
Zwei Inputs aus der Praxis:
Andrea Paola Hernández berichtet zugeschaltet aus Mexiko über Arbeitsbedingungen im Bereich KI ua. am inzwischen vergangenen Beispiel Venezuela und geht auch auf damit verbundene soziale Kämpfe sowie die aktuelle allgemeine Lage im Land ein.
Janina Hirth beleuchtet den Einsatz von KI in Lieferketten und konkreten Arbeitsszenarien.
Bei allen Beiträgen gibt es Raum für Fragen und gemeinsame Diskussion.
Durch die Veranstaltung wird Michael Jakubowsky führen
Eine Veranstaltung des Arbeitsschwerpunkt Digitalisierung der BUKO.
https://www.buko.info
Gefördert von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt.
https://www.stiftungmunda.de
https://www.centrosociale.de

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