Jour Fixe Info 22-2026. 22. Jahrgang – 29.05.2026
Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg
Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.
- 01 Mafia-Methoden! Das Geschäft mit Kurierfahrern
- 02 Ankündigung nächste Jour Fixes
- 03 Ein Beitrag zur Strategiedebatte in der ´Friedensbewegung´
- 04 DGB-Bundeskongress: Getrennte Proteste
- 05 Fotoreihe: 23.05.26 Schanzenfest Nolympia in Hamburg
- 06 Rentner an die Börse!
- 07 Globale »Marktbereinigung« im Pappgeschäft
- 08 VW-Werk in Osnabrück: Kein Kriegswerkzeug für Israel!
- 09 Mercedes mit neuer Militärstrategie: Mehr Rüstungs-Projekte mit Stern
- 10 Autozulieferer GKN schliesst Florentiner Werk
- 11 Der diesjährige 1. Mai in Kassel
- 12 Daniela Klette soll nach politischem Prozess lange in den Knast
- 13 Yusuf As auf Demo in Hamburg: Wir müssen vom deutschen Imperialismus reden!
- 14 Kriegsdienstverweigerer muss Bundeswehr-Tram fahren…
- 15 Benedikt Hopmann: Niederlage für das Kapital
- 16 Rolf Becker
- 17 Kampf um die Köpfe
- 18 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
- 19 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
- 20 In Kuba gibt es eine wirkliche Demokratie – und keine formale wie hier
- 21 Gewinnt die Ukraine den Krieg?
- 22 Iran: Erklärung des Syndikats der Arbeiter der Teheraner und der Suburbs Bus Company…
- 23 Termine
01 Mafia-Methoden! Das Geschäft mit Kurierfahrern
Von Alwin Altenwald
Der rbb hat das Verdienst, mit seiner Doku (44 Minuten) die schlimmen Zustände in dieser Branche der Lieferfahrer in der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht zu haben. Er beschreibt seine Doku wie folgt:
„Angst, Gewalt, Hungerlöhne: Das Geschäft mit indischen Lieferfahrern, die zu Tausenden als Studenten nach Deutschland gelockt werden. Exklusive Einblicke und Beweise zeigen, wie Kriminelle die jungen Menschen ausbeuten“.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/05/25/mafia-methoden-das-geschaeft-mit-kurierfahrern/
Wie die Fleischindustrie Menschen zur Ware macht
Von Alwin Altenwald
Mit diesem Satz: „Wie die Fleischindustrie Menschen zur Ware macht“ titelt Monitor seine aktuelle Sendung. Dieser Satz hatte für die Fleischkonzerne Tönnies auch schon vor über 14 Jahren Gültigkeit! Pfarrer Peter Kossen nannte damals die Subsubunternehmer Sklavenhalter. Der Arbeitsminister von NRW sprach von organisierter Verantwortungslosigkeit. Obwohl 2020 Festanstellungsregelungen per Gesetz für die WerkssvertragsarbeiterInnen eingeführt wurden, hat sich am Sklavendasein neuer Schichten von „importierten“ Arbeitern (aus Indien, Vietnam, China) nichts geändert!
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/05/25/wie-die-fleischindustrie-menschen-zur-ware-macht/
Lieferdienste: Beschäftigte streiken, Berliner Koalition kneift
Kurierfahrer, Gewerkschaft und Politik fordern ein Ende von Subunternehmen in der Lieferbranche.
Von Christian Lelek
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199906.arbeitsbedingungen-lieferdienste-beschaeftigte-streiken-berliner-koalition-kneift.html
Anmerkung:
Hier haben wir ein gutes Beispiel, wie die Herrschaftsprozesse sich in unserer sozialen Marktwirtschaft abspielen. Die Kapitalseite versuchte im April vor dem Bundesverfassungsgericht, das Direktanstellungsgebot zu kippen. Diesmal noch vergeblich. Die SPD, immer noch darum bemüht, ihren Ruf als „Arbeitnehmer“-Partei zu bewahren, gibt den Interessen des Kapitals, hier Uber, Lieferando, Wolt, nach. Erst wenn der Druck zu groß wird, wie vor 15 Jahren bei der Corona-Pandemie bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, sieht sich der damalige SPD-Minister Gabriel genötigt, das Werkvertragssystem mit seinen Subsubsubunternehmen aufzuheben und die Direktanstellung zu verfügen. Noch ist der Druck durch KurierfahrerInnen und LieferfahrerInnen und ihre UnterstützerInnen nicht groß genug, daß die SPD sich genötigt fühlt, gegen Lieferando & Co vorzugehen. Die Rolle der DGB-Gewerkschaften im System ist es, sich auf die Seite der Beschäftigten zu stellen, solange sie die Kontrolle über die Proteste behalten. Das ist auch bei diesen Streiks so. Die Ursache der Misere, das Profitprinzip und das Eigentum an den Produktionsmitteln bleibt im Weltbild der DGB-Gewerkschaften außen vor. Es reicht ihr, kleine Erfolge zu erzielen für die Beschäftigten und Mitglieder zu gewinnen. (DW)
Lieferando Streik
Video 2 Minuten
https://www.labournet.tv/de/videos/lieferando_streik
Der SKANDAL bei DPD! | Team Wallraff
Missstände sichtbar machen, Menschen aufrütteln und Konsequenzen anstoßen. Diesem Motto bleibt „Team Wallraff – Reporter undercover“ treu. Auch 2025 begeben sich Günter Wallraff und das Reporter-Team in Undercover-Recherchen. In seiner neuesten Reportage gewährt das „Team Wallraff“ Einblicke hinter die Kulissen des Logistikriesen DPD… Sie stießen auf enormen Arbeitsdruck, unbezahlte Überstunden, Angebote von Schwarzgeld und miserable Zustände in Unterkünften. Außerdem erhielten sie brisante Dokumente zur Arbeitssicherheit in teils baufälligen Depots.
Video 40 Minuten
https://www.youtube.com/watch?v=8zzimK8YI9g
Anmerkung:
Wallraff fordert die Festanstellung der Kurierfahrer bei DPD. Dagegen ist nichts einzuwenden. Aber er ist nicht auf der Höhe der Zeit. Wie wir in der Sendung von Monitor über den Fleischkonzern Westfleisch erfahren, erleiden die Arbeiter aus Indien und Vietnam das gleiche Schicksal wie die ArbeiterInnen früher bei den Subunternehmern! (DW)
02 Ankündigung nächste Jour Fixes
Jour Fixe am 3. Juni 2026 mit Andreas Buderus: Von Protest zu Widerstand – Über die Erforderlichkeit, Chancen und Risiken der Organisierung einer gewerkschaftlichen Opposition
https://gewerkschaftslinke.hamburg/event/jour-fixe-250/
Jour Fixe am 1. Juli Thema: „Armut“
„Draußen-Jour Fixe“ am 5. August (Steilshoop)
Kommentar von Sagt Nein! Zur Strategiediskussion in der Friedensbewegung
Auch in Vorbereitung auf den kommenden jf am 03.06. zu dieser Debatte hier die Stellungnahme von ‚Sagt NEIN‘ zur Strategiediskussion in der Friedensbewegung
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/02/25/antwort-von-jf-gewerkschaftslinke-auf-bernd-schoepe/#comment-390
03 Ein Beitrag zur Strategiedebatte in der ´Friedensbewegung´
Der Hauptfeind steht nach wie vor im eigenen Land: Zwischen Mobilisierung, Konfliktfähigkeit und Gegenmacht
Von Andreas Buderus
Fast vier Jahre nach der Eskalation des ukrainischen Krieges, dem andauern des Genozids in Palästina, der fortschreitenden Kriegs-, Flucht und Hungereskalation auf dem Afrikanischen Kontinent und der akuten US-imperialistischen Zuspitzung, gegen Venezuela, Kolumbien, Kuba und China, fast vier Jahre nach der ausgerufenen »Zeitenwende«, ein halbes Jahr nach der kanzleroffiziell staatsräsonablen Umdeutung von Angriffskrieg in „erforderliche Drecksarbeit“ und mitten in einer beschleunigten Militarisierung aller gesellschaftlichen Bereiche zeigt sich ein widersprüchliches Bild.
https://gewerkschaftsforum.de/der-hauptfeind-steht-nach-wie-vor-im-eigenen-land-zwischen-mobilisierung-konfliktfaehigkeit-und-gegenmacht-ein-beitrag-zur-strategiedebatte-in-der-friedensbewegung/
Verbreiterung braucht Konfliktfähigkeit
Ein basisgewerkschaftlicher Beitrag zur Strategiedebatte der Friedensbewegung (17 Seiten)
Eine Kritik am Diskussionspapier von Rainer Braun, Willi van Ooyen, Peter Wahl u.a.
Ausführliche Stellungnahme (schon gebracht in JFI 21-2026):
https://www.sagtnein.de/
Anmerkung:
Diese umfassende Kritik von „Sagt Nein!“ am Diskussionspapier von Rainer Braun u.a. halten wir fürsehr wichtig. Hauptsächlich, weil er den grundlegenden gewerkschaftlichen Standpunkt ausdrückt!
Dieses Papier von Rainer Braun u.a. war auch Thema beim 244. Jour Fixe mit Hamburger Friedensinitiativen am 7. Januar 2026: Die Strategie und Aufgaben der Friedensbewegung. ReferentInnen: Aktive aus der Hamburger Friedensbewegung (KollegInnen vom Hamburger Forum, Friedensini Altona, Friedensini Heimfeld, BWS, Schülerstreik)
https://gewerkschaftslinke.hamburg/event/jour-fixe-244/ (DW)
04 DGB-Bundeskongress: Getrennte Proteste
Keine Einigkeit bei Friedensbewegten
Von Bea Sassermann
https://www.sozonline.de/2026/05/dgb-bundeskongress-getrennte-proteste/
Gewerkschaften müssen Friedensbewegung sein!
Beitrag der Initiative „Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg! Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit!“
Liebe Kolleginnen und Kollegen,…
https://agbsw.de/allgemein/gewerkschaften-muessen-friedensbewegung-sein-beitrag-der-initiative-gewerkschaften-gegen-aufruestung-und-krieg-friedensfaehigkeit-statt-kriegstuechtigkeit/
Anmerkung:
Es spricht für sich (und gegen die Linkspartei), daß dieser Beitrag beim BSW erscheint und nicht bei der Linkspartei. Es ist ein Text mit klarer Kritik an den Vorständen der DGB-Gewerkschaften. Eine derartige Kritik paßt wohl nicht ins Repertoire des Vorstandes der Linkspartei. (DW)
Kongreßzeitung DGB Bundeskongress 10.-13.5.26 in Berlin – streikfähig statt kriegstüchtig!
05 Fotoreihe: 23.05.26 Schanzenfest Nolympia in Hamburg
https://asb.nadir.org/pool/fak/aktuelles/20260523/album/index.html
Droht Hamburg 2036 Olympia auf der Baustelle?
Infrastruktur kaum zu realisieren
Eigentlich will Hamburg Olympia noch nicht 2036 haben, sich aber dennoch dafür bewerben. Unklar ist, wie so schnell die Infrastruktur gebaut werden soll.
https://taz.de/Infrastruktur-kaum-zu-realisieren/!6178795/
06 Rentner an die Börse!
Mittels kapitalgedeckter Altersvorsorge will die Regierung dafür sorgen, dass die Einkommen der Lohnabhängigen in Wagniskapital-Investitionen fließen
Von Stephan Kaufmann
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199856.rentenreform-rentner-an-die-boerse.html
07 Globale »Marktbereinigung« im Pappgeschäft
Von Gudrun Giese
US-Papierhersteller schließt fünf Fabriken in Deutschland. Verdi fordert einen Sozialtarifvertrag. Beschäftigte streiken für angemessene Abfindungen
Für die Fabrik im schleswig-holsteinischen Glinde ist eine Teilschließung geplant. Insgesamt rund 500 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz.
https://www.jungewelt.de/artikel/523096.verpackungsindustrie-globale-marktbereinigung-im-pappgesch%C3%A4ft.html
08 VW-Werk in Osnabrück: Kein Kriegswerkzeug für Israel!
Von Jakob Reimann
Im Gespräch erklärt Halime, Sprecherin der Kampagne From Osnabruck to Palestine, warum der Konflikt um das Werk weit über Osnabrück hinausweist.
https://etosmedia.de/politik/vw-werk-in-osnabrueck-kein-kriegswerkzeug-fuer-israel/
09 Mercedes mit neuer Militärstrategie: Mehr Rüstungs-Projekte mit Stern
Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius hält ein größeres Engagement im Verteidigungssektor für möglich. Im Fokus stehen Geländewagen und Transporter
Von Torsten Seibt
https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/mercedes-mit-neuer-militaerstrategie-mehr-ruestungs-projekte-mit-stern/
10 Autozulieferer GKN schliesst Florentiner Werk
… und setzt 450 Familien auf die Strasse – nun besetzt für Eigenproduktion
11 Der diesjährige 1. Mai in Kassel
Die Kriege kosten unvorstellbare Summen – jetzt werden wir zur Kasse gebeten!
Der diesjährige 1. Mai in Kassel war erheblich zahlreicher besucht und deutlich politischer als im letzten Jahr. Das lag nicht zuletzt an der DGB-Jugend, die gemeinsam mit der SDAJ und ’solid auf Plakaten ihre Ablehnung von Wehrpflicht und Militarisierung deutlich machten. Auch Kollegen von VW trugen ein viel beachtetes Transparent mit der Aufschrift: „Wir wollen bei VW nicht den Tod produzieren„.
https://arbeiterpolitik.de/2026/05/der-1-mai-in-kassel
12 Daniela Klette soll nach politischem Prozess lange in den Knast
Das Landgericht Verden hat die 67-jährige Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt. Die Verteidigung kündigte schon in dem Verfahren Revision an.
Von Matthias Monroy
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199952.urteil-in-verden-daniela-klette-soll-nach-politischem-prozess-lange-in-den-knast.html
Daniela Klette vor Gericht: Ein politischer Prozess, der keiner ist
Das Landgericht Verden verurteilt die militante Linke zu 13 Jahren Haft. Die Anklage tat so, als ob sich Andreas Baader für seine Taten zu verantworten hätte.
Von Christian Klemm
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199955.landgericht-verden-und-raf-daniela-klette-vor-gericht-ein-politischer-prozess-der-keiner-ist.html
13 Yusuf As auf Demo in Hamburg: Wir müssen vom deutschen Imperialismus reden!
Der Tag der Nakba (Katastrophe) – sie bezeichnet historisch die gewaltsame Vertreibung und Entwurzelung hunderttausender Palästinenser aus ihren Gebieten – war Anlass für zahlreiche Demonstrationen.
Eine ziemlich große Demo, zu der auch überregional mobilisiert wurde, fand dazu am 16. Mai 2026 in Hamburg statt.
https://nie-wieder-krieg.org/2026/05/20/deutscher-imperialismus/
14 Kriegsdienstverweigerer muss Bundeswehr-Tram fahren…
„Er ist äußerst befremdet“
Von Anna Kröning
https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a0d75c33b7096456ac7cfb4/muenchen-er-ist-aeusserst-befremdet-kriegsdienstverweigerer-muss-bundeswehr-tram-fahren.html
Pazifistischer Straßenbahnfahrer muss Bundeswehrtram fahren
Von Andreas Schubert
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-mvg-arbeitsgericht-klage-trambahn-bundeswehr-li.3487124
15 Benedikt Hopmann: Niederlage für das Kapital
Gutachten des IGH zum Streikrecht
Von Benedikt Hopmann
Nicht allzu häufig kann über Niederlagen des Kapitals berichtet werden. Und das auch noch auf internationaler Bühne. Aber nun hat der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag entschieden und ein Gutachten zum Streikrecht in dem Übereinkommen Nr. 87 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vorgelegt.
https://www.jungewelt.de/artikel/523022.niederlage-f%C3%BCr-das-kapital.html
16 Rolf Becker
31. März 1935 – 12. Dezember 2025
Gedenkreden und Beiträge vom 7. Januar 2026:
Michael Weber, Deutsches Schauspielhaus
Bernhard Bettermann, „In aller Freundschaft“
Michael Joho, Einwohner*innen-verein / Geschichtswerkstatt St. Georg
Antje Kosemund, Auschwitz-Komitee / VVN-BdA
Andreas Hesse, ver.di (ehem. IG Druck und Papier) / Ingrid Stipper
Brigitte Domes, GEW / Dialog von unten statt Bomben von oben
Kirsten Fehrs, Bischöfin und Ratsvorsitzende der EKD
Ben Becker, sowie Reden von Sylvia, Anton und Max Wempner
Dorothea Frauböse, Pastorin St. Georgskirch
(Die Broschüre mit den Gedenkreden kann -pdf- heruntergeladen werden)
https://arbeiterpolitik.de/2026/05/rolf-becker31-maerz-1935-12-dezember-2025/
17 Kampf um die Köpfe
Die Bundeswehr treibt die Nutzung von Daten und Informationen für den „Informationskrieg“ voran. Ziel ist es, „die Reaktionen von Gegnern, Verbündeten und Zivilisten [zu] beeinflussen“
So warnen Bundeskriminalamt (BKA), Verfassungsschutz und Militärischer Abschirmdienst (MAD) Bürger davor, zu einem Agenten des russischen Staates zu werden.
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10408
18 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!
IG Metall: Unbefristeter Streik bei Mahle geplant
https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/mahle-beschaeftigte-treten-in-unbefristeten-streik-gegen-werksschliessung/100228073.html?shem=rimspwouoe,
https://www.zeit.de/news/2026-05/21/mahle-beschaeftigte-stimmen-fuer-unbefristeten-streik?shem=rimspwouoe,
IG BCE: Vorsitzender für längere Lebensarbeitszeit!
https://www.deutschlandfunk.de/gewerkschafter-fuer-laengere-lebensarbeitszeit-wenn-die-menschen-wollen-und-koennen-100.html?shem=rimspwouoe,
DGB: Entgegnung auf Kritik an „Gewerkschaftsbonzen“
https://www.welt.de/debatte/plus6a0ebe2b69c19e49a1a59ee2/dgb-kritik-abgehobene-gewerkschaftsbonzen-das-ist-quark-lieber-herr-poschardt.html?shem=rimspwouoe,
DGB: Gegen Rentnereintrittalter von 70 Jahren
https://www.stern.de/news/rente-mit-70–dgb-chefin-fahimi-dringt-auf-mehr-erwerbstaetige-statt-hoeheres-rentenalter-37423516.html?shem=rimspwouoe,#
DGB: Höhere Versicherungsbreiträge für Kinderlose?
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/warken-pflegereform-versicherung-hoehere-beitraege-kinderlose-100~amp.html?shem=rimspwouoe,
19 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats
Alarm: Pläne zu 13-Std.-Arbeitstagen!
https://www.fr.de/wirtschaft/um-die-arbeitszeit-brauchen-wir-laengere-arbeitstage-diskussion-94320420.html?shem=rimspwouoe,
Seit 2019 fast 400.000 Jobs in der Industrie „eingespart“
https://www.jungewelt.de/artikel/523112.seit-2019-341-500-industriejobs-weg.html
Soviel Teilzeit-Beschäftigte wie nie
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/wochenstunden-arbeitszeit-teilzeit-vollzeit-100.html
Pläne: Rentnereintrittsalter höher auf 70, Rentenniveau runter
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/rente-mit-70-100.html
Steigerung des Reichtums auf Kosten der Steigerung der Verarmung
https://www.jungewelt.de/artikel/523264.klassengesellschaft-reich-reicher-superreich.html
20 In Kuba gibt es eine wirkliche Demokratie – und keine formale wie hier
Von Wolfgang Mix (Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba)
Zum Artikel von Pablo Iglesias:
Vieles, was der Autor uns zu Kuba sagt, ist richtig. Und er fordert mit Nachdruck auf, Kuba zu unterstützen. Und das ist notwendig. Was bliebe übrig von unserem Anspruch, unserer Forderung nach einer besseren Welt, wenn wir das nicht tun würden?
Doch in einem wichtigen Punkt liegt er falsch, offenbart er eine erschreckende Oberflächlichkeit.
Ja, er macht genau das, was er eigentlich nicht will: Mit den „Anti-Castro-Kräften“, den Wölfen zu heulen, in deren Lager er nicht verortet werden will.
Mit Berufung auf den kubanischen Autor Leonardo Padura wähnt er sich in dem Bewusstsein, dass große Teile der Bevölkerung „die kubanische Regierung satt haben“. Padura zeichne angeblich ein „vernichtendes Bild der Regierung“.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/05/26/in-kuba-gibt-es-eine-wirkliche-demokratie-und-keine-formale-wie-hier/
Die Strangulierung Kubas geschieht vor aller Welt
Die zapatistische Bewegung ruft zur Solidarität mit der kubanischen Bevölkerung auf. In Deutschland wurde die Initiative Gewerkschafter für Kuba gegründet.
Von Peter Nowak
Es ist ein dramatischer Brief, den die seit Jahren in Kuba lebende Renate Fausten kürzlich aus Havanna an die Tageszeitung junge Welt schrieb:
„Ein neuer Tag mit 15 bis 20 Stunden ohne Strom, 34 Grad Celsius im Schatten, Wasserproblemen, denn dafür braucht man auch Strom, und eine Nacht mit vielen Moskitos erwartet uns. Das ist nur das normale Elend“, beschreibt Fausten, was die ständigen Stromausfälle für das tägliche Überleben in Kuba gegenwärtig bedeuten.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/die-strangulierung-kubas-geschieht-vor-aller-welt/
Anmerkung:
Der Genosse Nowak schreibt zu recht, daß die kubanische Regierung erzwungenermaßen den Ausstieg aus der fossilen Energie betreibt. Erzwungenermaßen, weil weder Venezuela noch Rußland kein Öl mehr liefern.
Er stellt eine Frage, die sich Viele gestellt haben: „Frage an die Regierenden in Kuba, warum sie nicht spätestens Anfang der 1990er Jahre mit dem Ausstieg aus der fossilen Energie und den Aufbau der Solarenergie begonnen haben“.
Allerdings klingt es suspekt, wenn er schreibt: „Schon 1988 war beim Besuch der damaligen Vorsitzenden der Grünen Jutta Ditfurth in Kuba die ökologische Umrüstung ein Thema bei ihrem Gespräch mit Fidel Castro. Warum ist sie damals nicht angegangen worden? Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass die Ökolinke Ditfurth bald alle Posten bei den Grünen verlor und 1990 aus der Partei ausgetreten ist. Es wurde also nichts mit der Unterstützung einer kubanischen Energiewende vor fast 40 Jahren“.
Das klingt, als ob es mit Ditfurth als kubanische Regierungsberaterin jetzt Sonnenkollektoren auf allen Dächern stehen würden, kein Tropfen Öl mehr, ob von Venezuela oder Rußland gebraucht würde. Als ob Fidel Castro und die übrige cubanische Führung machtstrategisch nicht ebenso schlau waren wie Frau Ditfurth?!
Allerdings blebt die Frage offen, die der Genosse stellt, warum die Regierenden in Kuba nicht nach dem Zusammenbruch der RGW-Staaten von fossilen Brennstoffen auf Solarenergie umgestiegen sind!!
In seinem informativen Artikel liegt Peter Nowak allerdings mit der Formulierung daneben, wenn er von „Resten der cubanischen Revolution“ spricht. (DW)
Spendenaufruf Netzwerk Cuba
Die Hightech-Terrorattacke des US-Militärs gegen Venezuela und das Kidnapping von Präsident Maduro und Gattin sowie die Seeblockade gegen Öl überschatten nun auch Cuba, das immens gefährdet ist, und noch geringere Importe lebenswichtiger Güter erhält!
Wir müssen daher für Cuba noch stärker und effektiver wirken und kämpfen, schreibt das Netzwerk Cuba – jeder und jede Einzelne, sowie jede Gruppe.
Kurzfristig empfehlen sich für dringend erforderliche materielle Solidarität Spendensammlungen für Gesundheitsprojekte (HCH Bochum) Spendenkonto der HCH e.V. bei der Sparkasse Dortmund:
Zahlungsempfänger: Förderverein Humanitäre Cuba Hilfe HCH e.V.
IBAN: DE52 4405 0199 0091 0160 36
BIC: DORTDE33XXX
Stichwort: Containerversand
Wichtig: Bitte das Wort „Kuba“ auf der Überweisung vermeiden
und für Energiegewinnung (Interred, Frankfurt/M.).
— Förderverein Humanitäre Cuba Hilfe HCH e.V. Sparkasse Dortmund,
IBAN: DE52 4405 0199 0091 0160 36, Stichwort: HCH-Projekte
— Netzwerk InterRed Cooperacion e.V., IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00, Stichwort Solarkraftwerk
21 Gewinnt die Ukraine den Krieg?
In den USA sieht man das anders
Von Stefano di Lorenzo
https://globalbridge.ch/author/stefanodilorenzo/
Anmerkung:
Was di Lorenzo hier beschreibt, höre ich in jeder Nachricht und in jedem Kommentar bei Deutschlandfunk oder NDR IV! Daß Rußland die Oberhand verliert, daß die Ukraine in einer besseren Position ist als Rußland. Und dann die Folgerung, daß die Ukraine nur noch mehr Geld und mehr Waffenlieferungen brauche, um Rußland zu besiegen.
Di Lorenzo weist darauf hin, daß es in den USA eine ganz andere Einschätzung gibt. (DW)
22 Iran: Erklärung des Syndikats der Arbeiter der Teheraner und der Suburbs Bus Company…
nach 82 Tagen Kommunikation Blackout
Nach dem Aufstand im Januar in unserem Land haben wir erklärt, dass Massenmorde und die derzeitigen Hinrichtungen in der weitläufigen, bewussten und vielfältigen Gesellschaft des Iran nicht nur die Proteste und die tiefsitzende soziale Unzufriedenheit nicht eindämmen werden, sondern die öffentliche Wut sogar noch verstärken werden. Wir betonten, dass die Stärkung und Fortsetzung des Klassenkampfes und der sozialen Bewegungen, die nach Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit streben, der einzige Weg zur Befreiung für uns Arbeiter und das hart arbeitende, unterdrückte Volk des Iran ist – nicht die militärische Intervention der USA, Israels oder anderer machthungriger ausländischer Regierungen und ihrer verbündeten Kräfte und Unterstützer.
https://laboursolidarity.org/en/n/3905/on-the-devastating-consequences-of-the-recent-war-and-the-path-to-liberation-from-the-grip-of-war-and-repression
23 Termine
Jenny Gertz. Eine revolutionäre Tanzpädagogin
Zur Erinnerung: Am Sonntag 31. Mai würdigen wir ab 14 Uhr mit Musik und biografischer Lesung die Tanzpädagogin Jenny Gertz. Wir treffen uns 14 Uhr zunächst am Stolperstein vorm Literaturhaus und wechseln dann zum Imbiss „Alsterperle“. Bärbel Huber, Helene Hohmeier und Gosia Lazurek lesen die von Jenny Gertz verfassten autobiografischen Notizen, die wir vor 14 Tagen in ihrem Nachlass in Leipzig ausfindig gemacht haben. Ein eben fertiggestelltes Begleitheft ist auch zu haben. Viele Grüße René Senenko, www.olmoo.de
EINLADUNG ZUR FILMVORFÜHRUNG NO OTHER LAND
Dokumentarfilm aus dem besetzten Westjordanland. (Masafer Yatta, 2019-2023)
Von Basel Adra, Hamdam Ballal, Yuval Abraham, Rachel Szar
Oscar 2025 (Bester Dokumentarfilm), Dokumentarfilmpreis der Berlin International Film Festival,
Panorama-Publikumspreis der Berlinale, Europäischen Filmpreis als bester Dokumentarfilm
Sonntag, 31. Mai 2026 | 17:00 Uhr. Volxküche – St. Pauli Hafenstraße 116
Der Film begleitet den Palästinenser Basel Adra, der seit seiner Kindheit dokumentiert, wie israelische Behörden und das Militär Häuser zerstören und Familien vertreiben und zeigt gleichfalls die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Basel und dem israelischen Journalisten Yuval Abraham.
Wir freuen uns auf euch und die anschließende Diskussion
Freier Hafen Haufen (FHH) / Andersvernetzen
Es – reicht für alle!
Unkürzbar
Was? Demonstration
Wann? Samstag, den 06.06.26, 12:45 Uhr
Wo? Gänsemarkt, Hamburg
Gegen die Sozialkürzungen der Bundesregierung
Wir haben die Schnauze voll von einer Bundesregierung, die das Leben von Millionen Menschen, viele in prekären Lebenslagen, weiter verschlechtert, während Reiche und Konzerne geschont
werden.
Info: https://www.instagram.com/p/DY1japCDb0T/
Migration – was bedeutet sie in unserem Alltag, am Arbeitsplatz, was ist die Lebensrealität?
Wir wollen den teils heuchlerischen und zynischen Umgang mit dem komplexen Thema Migration beleuchten. Die Wirtschaft, insbesondere die Land- und Bauwirtschaft, ruft nach BilliglöhnerInnen, die IT-Gesellschaft sucht gut ausgebildete SpezialistInnen, die Pflegeheime und Krankenhäuser PflegerInnen und die Kurheime ÄrztInnen. Mehr als 40 % der HamburgerInnen haben einen Migrationhintergrund.
Was bedeutet es wirklich, wenn eine weitere Migration ausbliebe oder gar Abschiebungen stattfänden? Wie fühlen sich diejenigen, die alltäglichen Anfeindungen und strukturellem Rassismus ausgesetzt sind?
Unsere Referentin:
Jamira Nili ist Dozentin an der evangelischen Hochschule „Rauhes Haus“.
Mittwoch, 10.6.2026 von 17 Uhr bis 19 Uhr 30
Gewerkschaftshaus, Raum „Rethe“, Besenbinderhof 57a (durch Eingang Musiksaal)
Veranstalter Ver.di (Offene Mitgliederversammlung)