JFI 31-2026 ++ Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion: Nicht den Tod produzieren ++ IGM-Jugend: Die Krise gehört Euch, die Zukunft gehört uns ++ Seltsam. Die Nachdenkseiten bejubeln Navid Kermani ++ Mahle-Neustadt: Streiken alleine reicht nicht ++

Jour Fixe Info 31-2026. 22. Jahrgang – 31.07.2026

Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

 

Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.

 

01 „Nicht den Tod produzieren“

Statement des „Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion“ zur Pressemitteilung der IG Metall Berlin vom 20.07.2026
Von Peter Vlatten
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/nicht-den-tod-produzieren-statement-des-berliner-buendnis-gegen-waffenproduktion-zur-pressemitteilung-der-ig-metall-vom-20-07-2026/
Anmerkung:
Wir schließen uns dem Statement des „Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion“ voll an! Und der Kritik an der Berliner IG Metall. Es geht darum, Produkte herzustellen, die gesellschaftlichen Nutzen haben und „Nicht den Tod produzieren“! (DW)

„Eine Erklärung der Berliner IG-Metall zur Munitionsfabrik des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin-Wedding sorgt für Diskussionen und Kritik“

https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/presseerklaerung-von-sagt-nein-gewerkschafterinnen-gegen-krieg-militarismus-und-burgfrieden-wer-waffenproduktion-organisiert-vertritt-nicht-die-interessen-der-beschaeftigten/

Presseerklärung von Sagt NEIN! – Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden:

Wer Waffenproduktion organisiert, vertritt nicht die Interessen der Beschäftigten
Die Pressemitteilung der Berliner IGM ist grundsätzlich die „konsequente Fortsetzung des opportunistischen Burgfriedenskurses des IG-Metall-Vorstandes.“
https://gewerkschaftsforum.de/presseerklaerung-von-sagt-nein-gewerkschafterinnen-gegen-krieg-militarismus-und-burgfrieden-wer-waffenproduktion-organisiert-vertritt-nicht-die-interessen-der-beschaeftigten/

Die Krise gehört Euch, die Zukunft gehört uns – Teile der IG Metall Jugend Südwest gehen in die Offensive!

Sobald die Stimmung in der Belegschaft reif ist, organisieren wir Protest – im Betrieb und in der Stadt.
Wir engagieren uns in unserer Gewerkschaft und fordern Demonstrationen gegen die Gier der Bosse, gegen die Regierung und für eine bessere Zukunft – bis hin zum Streik. Und wenn die Gewerkschaftsspitzen zögern, dann machen wir es selbst.
IG Metall-Ortsjugendausschüsse Stuttgart, Esslingen, Freiburg-Lörrach, Ludwigsburg-Waiblingen, Reutlingen-Tübingen und als JAV Mercedes-Benz Untertürkheim
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/die-krise-gehoert-euch-die-zukunft-gehoert-uns-teile-der-ig/

Vertrauensleute bei Mercedes gegen Klassenkampf von oben und für Deutschland

Das Sozialpartnerschaftsdenken ist in der deutschen Gewerkschaftsbewegung tief verankert. Wie tief, zeigt dieser offene Brief der Vertrauenskörperleitungen der IG Metall bei Mercedes-Benz an den Bundeskanzler von Dienstag, der vielversprechend überschrieben ist mit: »Schluss mit dem Klassenkampf von oben!«
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
https://www.jungewelt.de/artikel/527042.vertrauensleute-bei-mercedes-gegen-klassenkampf-von-oben-und-f%C3%BCr-deutschland.html
Anmerkung:
Welch ein Gegensatz zwischen diesem Brief der Vertrauenskörperleitungen der IG Metall bei Mercedes-Benz und der Erklärung von Ortsjugendausschüssen der IG Metall.
Dieser Brief an den „Herrn Bundeskanzler“ ist ein Gemenge aus Betteln um Partnerschaft und und der Betonng ihres Nationalstolzes. Der angebettelte Merz wird einen Dreck tun, mit ihnen an einem Strang zu ziehen.
Er zieht am anderen Ende des Stranges!Statttdessen wird er ihnen weiter das Fell über die Ohren ziehen. Aber eines haben die Vertrauensleute bei Mercedes-Benz bewiesen. Die Sozialpartnerschaftspropaganda und das Standortdenken der IGM-Führungen hat ganze Arbeit in einigen Köpfen geleistet.
Um so erfreulicher ist die Erklärung der Ortsjugendausschüsse. Mögen sie eine kritische Einstellung zu ihren Gewerkschaftsoberen, ob an der IGM-Spitze oder im Betrieb behalten! (DW)

Vierte Gewerkschaftskonferenz für Frieden

Ausweg Arbeitszeitverkürzung
Entweder Rüstungsproduktion oder Arbeitslosigkeit, das ist eine verkehrte Wahl. In Würzburg diskutierten Gewerkschafter, wie der Krise des Kapitalismus begegnet werden kann
Von Susanne Knütter
https://www.jungewelt.de/artikel/526766.gewerkschaftskonferenz-f%C3%BCr-frieden-ausweg-arbeitszeitverk%C3%BCrzung.html

»Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg«

IG Metall und Rosa-Luxemburg-Stiftung luden zur vierten »Gewerkschaftskonferenz für den Frieden«. Die Bewegung setzt wieder auf einen heißen Herbst.
Von Melanie Klimmer, Würzburg
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201393.gewerkschaftskonferenz-den-frieden-gewinnen-nicht-den-krieg.html

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02 Ankündigung der nächsten Jour Fixes

*„Draußen-Jour Fixe“ am 5. August, Beginn 17 Uhr 30! Stadtteilrundgang Steilshoop
Einladung siehe unten.

*Jour Fixe am 2. September. Film labournet TV: Jeder Acker, jede Fabrik. Mit Diskussion.

*Jixe Fixe am 7. Oktober. Die Spur unserer Großväter in Russland. Film gegen die Bedrohungslüge. Mit Diskussion.

Einladung zum 252. Jour Fixe „Draußen-Jour Fixe“ am Mittwoch, 5. August 2026

Stadtteilrundgang durch Steilshoop
(Achtung, Beginn schon um 17 Uhr 30, bitte seid pünktlich)
Stadtteilführung durch Kolleginnen von Alraune e.V.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/event/jour-fixe-252-draussen-jour-fixe/

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03 Initiative von Sagt Nein!: Einladung zur Eröffnung einer Diskussion – Vernetzung gewerkschaftlicher Widerstand

https://www.change.org/p/sagt-nein-gewerkschafter-innen-gegen-krieg-militarismus-und-burgfrieden/u/35064208?

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04 Seltsam. Die Nachdenkseiten bejubeln Navid Kermani, den Redner auf der Feier zum 20. Juli!

Von Alwin Altenwald
Die Nachdenkseiten veröffentlichten diesen befremdlichen Artikel ihres Redakteurs Marcus Klöckner.
Rede zum Gelöbnis der Bundeswehr: „… wird es Ihre Pflicht sein, den Befehl zu verweigern“
Wir fragen:…
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/07/29/seltsam-die-nachdenkseiten-bejubeln-navid-kermani-den-redner-auf-der-feier-zum-20-juli/

Feierliches Gelöbnis am 20. Juli 2026 vor dem Bendlerblock

Mit Rede von Navid Kermani (ab Minute 30)
Video 78 Minuten
https://www.zdf.de/play/magazine/phoenix-collection-phoenix-1080805-1610/phoenix-geloebnis-im-gedenken-an-den-deutschen-widerstand-100

Menschen, die uns in den Krieg führen?

Collage des neuen deutschen Größenwahns: Menschen, die uns regieren
Von Leo Ensel
https://globalbridge.ch/collage-des-neuen-deutschen-groessenwahns-menschen-die-uns-regieren-menschen-die-uns-in-den-krieg-fuehren/

Breiter Protest gegen „wissenschaftliche“ Aufrüstung

Von Werner Rügemer
Universität Köln: Bundeskanzler Merz eröffnet die private „Adenauer School of Government“. Sie wird über Umwege vom verschwiegensten Milliardärs-Clan Deutschlands finanziert.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=154308
Anmerkung:
Was Werner Rügemer in seinem Bericht über Adenauer schreibt, sollten die GenossInnen der Nachdenkseiten, besonders Marcus Klöckner dringend lesen. Zumal Rügemers Bericht ja bei den Nachdenkseiten erschienen ist! (DW)

Leserbriefe zu „Rede zum Gelöbnis der Bundeswehr: „… wird es Ihre Pflicht sein, den Befehl zu verweigern“

https://www.nachdenkseiten.de/?p=154337
Anmerkung:
Die Redaktion von Nachdenkseiten veröffentlicht 5 Leserbriefe- und einen link auf die website von Jour Fixe Info. Von den 5 Leserbriefen sind drei mit demselben Duktus, den Markus Klöckner drauf hat. Zwei Leserbriefe sind neutral bis kritisch. Ich habe die Leserschaft der Nachdenkseiten für kritischer und nachdenklicher gehalten! (DW)

„Warum ich auch heute den Kriegsdienst verweigern würde“

Aufrüstung bedeutet Kriegsvorbereitung – und im 20. Jahrhundert war es immer Deutschland, das Russland angegriffen hat
Von Christoph Butterwegge
Seit einiger Zeit ist es in manchen grün-alternativen und linksliberalen Kreisen geradezu schick, sich als früheren Kriegsdienstverweigerer zu outen, der – mittlerweile geläutert – aufgrund des Ukraine-Krieges und der prekären Sicherheitslage heute als junger Mann zur Bundeswehr gehen würde, um Deutschland gegen einen möglichen Angriff Russlands zu verteidigen.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201332.debatte-wehrpflicht-warum-ich-auch-heute-den-kriegssdienst-versweigern-wuerde.html

Ein tragisches Buch: „Warum ich geschworen habe, für mein Land zu kämpfen“

Von Marcus Klöckner
David Matei hat ein Buch geschrieben. Es ist ein tragisches Buch geworden. Nicht, weil es den Titel „Deutschland ist es wert: Warum ich geschworen habe, für mein Land zu kämpfen“ trägt, sondern weil es Zeile für Zeile zeigt, was passiert, wenn ein Autor seine Grundhaltung auf Ignoranz und Unwissen stützt.
https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=154112

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05 Schulbegleitung in Hamburg: Welche Folgen haben die Kürzungen für die Kinder?

Hamburgs Senat plant große Einschnitte bei der Begleitung von Schülern mit Beeinträchtigung, warnt Christiane Berger
https://www.jungewelt.de/artikel/526755.schulbegleitung-in-hamburg-welche-folgen-haben-die-k%C3%BCrzungen-f%C3%BCr-die-kinder.html

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06 Abschiebung aus Hamburg: Rückkehr nach sechs Monaten

Yasamin Nazeri und ihre Kinder wurden nach Griechen­land abge­schoben. Nachbarn und Pro Asyl sorgten dafür, dass sie wieder nach Ham­burg reisen konnten
Von Jana Frielinghaus
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201298.abschiebungen-abschiebung-aus-hamburg-rueckkehr-nach-sechs-monaten.html

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07 Demo gegen Sozialabbau: Hunderte demonstrieren in Freiburg

Hunderte Menschen sind am Samstag in Freiburg auf die Straße gegangen, um gegen die Reformpläne der Bundesregierung im Sozialstaat zu protestieren. Ihr Motto: „Es reicht.“
Von Vanessa Amann
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/freiburg/demo-gegen-sozialabbau-freiburg-100.html?at_medium=social&at_campaign=info%40swr.de&at_source=webshare
Anmerkung:
Jeder Protest gegen die Kahlschlagpolitik der Bundesregierung ist zu begrüßen. Aber entscheidend ist, ob DGB, IGM und verdi als Veranstalter den wütenden und besorgten Mitgliedern und BürgerInnen nur eine Gelegenheit zum Dampfablassen geben wollen. Oder ob diese Gelegenheit von den TeilnehmerInnen genutzt wurde, bei Ansprachen und auf selbtgemachten Schildern und Transparenten auf den Zusammenhang von Aufrüstung und Sozialabbau aufmerksam gemacht wurde. Die Autorin Amann berichtet nichts davon. (DW)

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08 Betriebsfrieden statt Pazifismus

Ein IT-Unternehmen kündigt einem Berliner Mitarbeiter und Betriebsrat – weil er sich gegen die Zusammenarbeit mit dem US-Militär einsetzt
Von Jonas Wahmkow
https://taz.de/Arbeitskampf-in-Berlin/!6189682/

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09 Mahle-Neustadt: Streiken alleine reicht nicht…

Von Mattis Molde
Von 26.–30. Mai hat die Belegschaft des Mahlewerkes in Neustadt an der Donau gegen die geplante Schließung des Werkes gestreikt. Dann schloss die IG Metall einen Sozialtarifvertrag ab. Gut 40 % der streikenden Gewerkschaftskolleg:innen lehnten das Ergebnis ab, das somit angenommen wurde.
https://arbeiterinnenmacht.de/2026/07/08/mahle-neustadt-streiken-alleine-reicht-nicht/
Anmerkung:
Wenn alle zusammen von einer Belegschaft wie eine Frau und ein Mann hinter den Forderungen stehen und 98 Prozent für deren Durchsetzung streiken wollen, dann muss die gewerkschaftliche Führung die Karten ausreizen und auf Sieg setzen – nicht mitten im Spiel unterbrechen. Bei Mahle Neustadt wurde eine echte Chance vergeigt. Es hätte ein Signal werden werden können, daß man Werksschließungen und Vernichtung von Arbeitsplätzen verhindern und nicht nur Abfindungen durchsetzen kann. Mit ausreichender Geschlossenheit und langem Atem im Kampf. Eine Gewerkschaft, die angesichts der aktuellen Angriffe nicht entschlossen mit allen Mitteln kämpft und siegen lernt, verliert immer mehr das Vertrauen der Kolleg:innen. (Peter Vlatten)

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10 DDR-Geschichte: Baukultur eigener Prägung

Das fotografische Archiv der Ostmoderne will das bauliche Erbe der DDR, das vielerorts bereits verschwunden ist, bewahren
Von Christoph Liepach
https://www.jungewelt.de/artikel/525458.architektur-baukultur-eigener-pr%C3%A4gung.html

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11 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN

Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!

DGB: Kürzungen bei Berufsorientierungen angeprangert
https://www.deutschlandfunk.de/deutscher-gewerkschaftsbund-kritisiert-kuerzungen-bei-der-berufsorientierung-102.html

Verdi: „Hamburg-Zulage“ für die Öffis durchgesetzt
https://hamburg.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++69dd0236-874c-11f1-a1e5-1ff1dcaf1192

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12 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG

Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der
Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats

Auch BMW plant Massenentlassungen
https://www.jungewelt.de/artikel/526972.krise-der-automobilindustrie-freude-am-sparen.html

15.000 Industriejobs monatlich weniger in Deutschland
https://www.jungewelt.de/artikel/526765.monatliches-minus-von-15-000-industriejobs.html

Geplante Massenentlassungen bei Porsche
https://www.jungewelt.de/artikel/526864.porsche-streicht-bis-2035-rund-9-000-stellen.html

Alarmsignale durch Anstieg der Arbeitslosigkeit
https://www.fr.de/wirtschaft/frax/arbeitslosigkeit-steigt-um-77-000-langzeitarbeitslose-auf-35-prozent-94411587.html

Ausbildungsstellen für Jugendliche im Tiefstand
https://www.fr.de/wirtschaft/ausbildungsplaetze-auf-historischem-tiefstand-unter-470-000-vertraege-94415494.html

Uni-Absolventen: Vom Hörsaal zum Arbeitsamt
https://www.focus.de/finanzen/news/uni-absolventen-werden-zu-den-opfern-der-neuen-ki-welt_e0d36a65-05eb-4c10-8116-e12e91811ac3.html

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13 Gaza: »Widerstand ist legitim, aber nicht jedes Mittel ist rational oder produktiv«

Der Angriff des 7. Oktobers basierte auf einer katastrophalen Fehleinschätzung, sagt Nahost-Experte Gilbert Achcar. Im Gespräch über sein neues Buch »Der lange Weg nach Gaza« analysiert er die Zerstörung Palästinas und den Bankrott der liberalen Weltordnung.
https://jacobin.de/artikel/gaza-israel-palaestina-achcar-weltordnung-genozid
Anmerkung:
Gilbert Achcar kritisiert den Angriff am 7. Oktober, weil die Palästinenser der isralischen Armee unendlich unterlegen und chanchenlos waren. Den Kampf der Hamas und anderen Organisationen gegen die israelischen Unterdrücker hält er für völlig legitim!
Zum 7. Oktober selbst schreibt er:
„Was ging also in ihren Köpfen vor? Am Morgen des 7. Oktober herrschte ein völlig mystisches, fast magisches Denken: »Gott wird seine Engel senden, um mit uns zu kämpfen. Macht euch keine Sorgen, Gott ist mit uns und seine Engel werden an unserer Seite kämpfen.« Und sie riefen die gesamte »Achse des Widerstands« auf, den Iran, Syrien – das syrische Regime, das keinen Finger rührte – die Hisbollah und den Rest, sich ihnen anzuschließen, weil die Befreiung begonnen habe“.
Der 7. Oktober 2023 Gaza erinnert an den 15. Mai 1525 in Frankenhausen, die Niederlage des Bauernheeres gegen die hoch überlegenen Fürstenheere mit ihren Söldnerhaufen:
„Unmittelbar vor Beginn der Schlacht berichteten zeitgenössische Augenzeugen von einem Regenbogen am Himmel, den die aufständischen Bauern und Müntzer als göttliches Zeichen deuteten“. Auch Thomas Münzer und die Bauernheere erhofften sich Befreiung vom fürstlichen Joch durch Gotteshilfe.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Frankenhausen

Gaza: Wieder sein, was wir einmal waren

Der Theaterdirektor und Schauspiellehrer Ali Abu Yassin lebt im Strand-Flüchtlingslager (Al-Shati) in Gaza-Stadt. Ein Essay über die Seelenlage.
Von Ali Abu Yassin
Nicht die Zerstörung der Gebäude und Straßen und nicht das Löschen zahlreicher Flüchtlingslager und Dörfer von der Landkarte sind die schwerwiegendsten Folgen des Krieges. Es ist der Mensch, der durch den Krieg am meisten zu Schaden kam, denn wir sind nicht mehr, was wir einmal waren.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201453.gaza-krieg-gaza-wieder-sein-was-wir-einmal-waren.html

Der Krieg ist nicht vorbei, wenn keine Bomben mehr fallen

Während die Rede von einem Waffenstillstand einen Großteil der internationalen Medien dazu veranlasst hat, den Blick auf andere Regionen zu richten, prägen Tod, Vertreibung und Entbehrung weiterhin den Alltag im Gazastreifen. Wer gibt den Kindern die Kindheit zurück, die sie nie gekannt haben, fragt Dr. Ezzideen, der in Gaza als Arzt arbeitet.
https://www.kommunisten.de/rubriken/meinungen/9480-der-krieg-ist-nicht-vorbei-wenn-keine-bomben-mehr-fallen

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14 Venezuela/Secosesola: Wie helfen Sie den Überlebenden?

Basiskollektive sammeln und verteilen Lebensmittel nach dem Erdbeben, berichten Leonardo Angulo und Jonathan Rodríguez
https://www.jungewelt.de/artikel/526258.kollektive-nothilfe-wie-helfen-sie-den-%C3%BCberlebenden.html
Anmerkung:
Wir haben schon vor über 15 Jahren ein Jour Fixe zu dem interessanten genossenschaftlichen Projekt Cecosesola gemacht. Wir weisen auf das Buch hin:
Auf dem Weg. Gelebte Utopie einer Kooperative in Venezuela (Buchmacherei Berlin)
In Barquisimeto, einer Millionenstadt im Westen Venezuelas experimentiert der Kooperativenverbund Cecosesola seit mehr als vier Jahrzehnten mit Selbstverwaltung und Basisdemokratie. Die Kooperativistas betreiben große Gemüsemärkte, produzieren Lebensmittel und bieten Gesundheitsversorgung und andere Dienstleistungen an. Sie arbeiten ohne Chefs, entscheiden im Konsens, bewältigen die Aufgaben im Rotationsverfahren und stellen immer wieder alles in Frage.
Große und kleine Themen werden ständig in Versammlungen gemeinsam besprochen. Mit diesen Prinzipien ist es ihnen gelungen, die übliche Bürokratisierung langlebiger Großprojekte zu vermeiden. Hier erzählen die Kooperativistas ihre Geschichte und analysieren ihren eigenen Veränderungsprozess auf dem Hintergrund der westlich-patriarchalen Kultur.
https://diebuchmacherei.de/de_de/produkt/auf-dem-weg-gelebte-utopie-einer-kooperative-in-venezuela/

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15 Termine:

1. August 2026: Gedenken an die Altonaer Vier

Am 1 . August 1933 wurden die Altonaer Vier als erste Opfer der faschistischen Justiz hingerichtet. Bruno Tesch, Karl Wolff, Walter Möller und August Lütgens kämpften für soziale Gerechtigkeit und stellten sich beim Altonaer Blutsonntag den Nazis entschlossen entgegen. Sie stehen stellvertretend für das antifaschistische, rote Altona, das gegen Faschismus und Krieg kämpfte. Wir erinnern an die Vier, um für unsere Kämpfe für eine Welt des Friedens und der Freiheit zu lernen!am Montag, 1. August 2022 um 17 Uhr. Hinter dem Amtsgericht Altona, Zugang über die Gerichtstraße
Veranstalter: VVN-BdA
Weitere Infos:
https://hamburg.vvn-bda.de/event/gedenken-altonaer-vier/

Picknicktheater 2026 im Römischen Garten: „Picknick im Felde“ von Fernando Arrabal

Ein ebenso komisches wie verstörendes Theaterstück über Krieg, Gewalt und die Sehnsucht nach Normalität.
Vorstellungen am 6., 7., 8. und 9. August 2026
näheres:
https://www.theater-nn-hamburg.org
„Picknick im Felde“: Open Air Theater im Römischen Garten
Video 2 Minuten
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/picknick-im-felde-open-air-theater-im-roemischen-garten,hamj-12738.html

Gedenken an die Atombombenabwürfe 1945 auf Hiroshima und Nagasaki

Das Pazifik-Netzwerk und IPPNW laden zu der Veranstaltung ein:
Hiroshima und Nagasaki – Erinnerungskulturen in Japan. Nukleare Aufrüstung und atomare Bedrohung
am Donnerstag, 6. August 2026 um 19:00 Uhr im Seminarraum – auf dem Ponton neben der Flussschifferkirche. Hohe Brücke 2, 20459 Hamburg
Im Gedenken an die Atombombenabwürfe 1945
Brigitte Drescher und Detlef Garbe, die sich in früheren Jahren intensiv mit der Geschichte der Atombombenabwürfe 1945 beschäftigt haben und in diesem Frühjahr Japan bereisten, berichten, nach einem kurzen historischen Rückblick, über das heutige Opfergedenken in Hiroshima, über den Friedenspark mit seinen alten und neuen Mahnmalen, das Friedensmuseum und die zuletzt entstandene „National Peace Memorial Hall for the Atomic Bomb Victims“, in der die Namen und Biografien der Opfer und die Erinnerungen der Überlebenden und Angehörigen gesammelt und bewahrt werden.
Ankündigung:
Am Nagasaki-Tag – am Sonntag, 9. August – wird ebenfalls eine Veranstaltung stattfinden, eine Matinée-Vorstellung im Abaton-Kino.

So 2.8.26, 12:00 Festzelt am Bombenopfer-Sammelgrab

(Bushaltestellen „Kirschenallee“ und „Kapelle 13“).
Ohlsdorfer Friedensfest: Theaterstück „Flucht aus dem Kettenwerk“
www.olmoo.de

Sa 8.8.26, 15-22:00 Deserteursdenkmal

Ludwig Baumann-Fest Klare Kante gegen das Herbstmanöver „Red Storm Charlie“ + Nein zu Militarisierung und Aufrüstung!
Mit Kai Degenhardt u.v.a. Beiträgen mit Musik, Dialogen und Rezitationen.

www.olmoo.de

Hamburg: Meinungsfreiheit in Gefahr

Meinungsfreiheit und unabhängige Justiz: Fundamente des freiheitlich demokratischen Rechtsstaats in Gefahr?
Gespräch und Diskussion mit Prof. Dr. Ulrike Guérot und Prof. Dr. Roland Wiesendanger
Moderation: Martin Nieswandt, Initiator von „Mut zu Zwischentönen“
3 September. 19:00 – 21:00
https://eventfuchs.org/event/meinungsfreiheit/

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