Jour Fixe Info 34-2026. 22. Jahrgang – 21.08.2026
Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg
Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.
- 01 Warum wir den Aufruf von „Kein-Nato-Hafen“ zu Aktionen gegen Red Storm Charly nicht unterschreiben und das Bündnis verlassen haben!
- 02 Lohnrunde 2026 – Der 24h-Warnstreik in den Hafenbetrieben
- 03 Ankündigung der nächsten Jour Fixes
- 04 SIE rüsten auf! WIR: Widerstand leisten im Betrieb!
- 05 Hapag-Lloyd steigt in Rotterdam ein: Wie gefährlich ist dieser Deal für Hamburg?
- 06 Arbeitszeit rauf, Leistungen runter
- 07 Armutsbekämpfung auf Deutsch: Ehrliche Deutsche wollen in Ruhe Kaffee trinken
- 08 Gewerkschaft muss Haltung zeigen
- 09 Einladung von „Sagt Nein!“ zu Konferenz nach Kassel
- 10 DGB-Aufruf zum 26.9.: Kernige Sätze und nichts dahinter!
- 11 Einladung zur Eröffnung einer Diskussion – Vernetzung gewerkschaftlicher Widerstand
- 12 Keep Elbit out – Keine Waffenfabrik in Sangerhausen
- 13 Videoreportage: Staatsräson vor Rechtsstaat
- 14 Politischer Streik. Geschichte, Recht und Beispiele
- 15 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
- 16 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
- 17 Zwangsrekrutierungen in der Ukraine
- 18 Der Iran hat die Fragestellung geändert. Washington hat keine Antwort darauf
- 19 Termine
01 Warum wir den Aufruf von „Kein-Nato-Hafen“ zu Aktionen gegen Red Storm Charly nicht unterschreiben und das Bündnis verlassen haben!
An unserem heutigen Treffen (19.8.26) im Syntagma-Raum haben zahlreiche TeilnehmerInnen der vorangegangenen Treffen nicht mehr teilgenommen.
Außer von uns, Jour Fixe Gewerkschaftslinke, haben die VertreterInnen von vier der anwesenden Gruppen/Organisationen erklärt, daß ihre Gruppen/Oganisationen ihre Mitarbeit im Bündnis beenden. Die weitere Unterstützung einer fünften steht noch zur Disposition.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/08/20/warum-wir-den-aufruf-kein-nato-hafen-zu-aktionen-gegen-red-storm-charly-nicht-unterschreiben-und-das-buendnis-verlassen-haben/
24. bis 26. September in Hamburg: Nato-Manöver Red Storm Charly versenken!
Das dritte Jahr in Folge führt die Bundeswehr ein NATO-Manöver in Hamburg durch. Die zivil-militärische Zusammenarbeit soll auf Großstadtebene exemplarisch eintrainiert und Hamburg als Drehkreuz für den Krieg an der Ostfront, wie die Bundeswehr selbst formuliert, mobil gemacht werden.
Alle Kriegsunwilligen, alle die sich Sicherheit anders vorstellen als durch Aufrüstung, sind eingeladen, sich an der Störung zu beteiligen und die Logik des Krieges zu verweigern.
https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/post/category/hamburg/
Anmerkung:
Wir bitten alle TeilnehmerInnen der Jour Fixes und die LeserInnen des Jour Fixe Info, sich an den Aktionen von Rheinmetall Entwaffnen zu beteiligen! (DW)
02 Lohnrunde 2026 – Der 24h-Warnstreik in den Hafenbetrieben
Von G.M., 19.8.2026
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als vertreten hier selbstbewußte Beschäftigte mit ihrer starken Gewerkschaft ihre Interessen gegenüber den Hafenunternehmen.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/08/20/lohnrunde-2026-der-24h-warnstreik-in-den-hafenbetrieben/
Tarifrunde Seehäfen: ver.di ruft zu Warnstreik im Hamburger Hafen auf
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft in der Tarifrunde der deutschen Seehäfen die Beschäftigten in Hamburg zu einem 24-stündigen Warnstreik mit Beginn der Nachtschicht am 17. August 2026 auf. Konkret aufgerufen sind die Hafenarbeiter*innen von mehr als einem Dutzend Betrieben, die unter den Lohntarifvertrag des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) fallen.
https://hamburg.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++26fa1752-9a3d-11f1-a5c2-5df135639be4
Warnstreiks an sechs Seehäfen: ver.di ruft Tausende Beschäftigte zur Arbeitsniederlegung auf – und fordert einen weiteren Verhandlungstermin
Docker legen Häfen lahm
Mit einem Warnstreik haben die Hafenbeschäftigten dem Zentralverband der Seehafenbetriebe ihre Forderungen klargemacht
Von Mirko Knoche, Hamburg-Waltershof
https://www.jungewelt.de/artikel/528207.tarifstreit-an-seeh%C3%A4fen-docker-legen-h%C3%A4fen-lahm.html
Die Kräne stehen still – Warnstreik im Hamburger Hafen
03 Ankündigung der nächsten Jour Fixes
*Jour Fixe am 2. September. Film labournet TV: Jeder Acker, jede Fabrik. Mit Diskussion.
Einladung demnächst!
*Jour Fixe am 7. Oktober. Die Spur unserer Großväter in Russland. Film gegen die Bedrohungslüge. Mit Diskussion.
04 SIE rüsten auf! WIR: Widerstand leisten im Betrieb!
Marcus Schwarzbach: Den Betrieb entrüsten Mit Paragrafen gegen die Panzerproduktion
Betrieblicher Widerstand gegen Militarisierung ist nicht nur nötig – sondern auch möglich! Eine Broschüre der Informationsstelle Militarisierung zeigt, wie.
Im Kapitel „Betriebliche Diskussionen über ein Gegenkonzept zuspitzen“ geht Schwarzbach auf die strukturellen Zusammenhänge ein, etwa wenn er den Zusammenhang von Rüstungsausgaben und Sozialabbau thematisiert oder auf die stark steigenden Profite in der Branche am Beispiel der Rheinmetall-Aktien verweist.
https://www.untergrund-blättle.ch/buchrezensionen/sachliteratur/marcus-schwarzbach-den-betrieb-entruesten-009746.html
Anmerkung:
Von den Führungen der DGB-Gewerkschaften wird es keine Unterstützung im Kampf gegen Aufrüstung und Umgestaltung von Rüstungsgütern auf zivile Produktion finden – im Gegenteil sie sind für eine Umrüstung von ziviler Produktion auf Rüstung. Und für Kriegsertüchtigung!
Karl Liebknecht sagte 1916: „Der Hauptfeind steht im eigenen Land“. Was würde er heute, 110 Jahre später sagen? „Der Hauptfeind steht im eigenen Land und im eigenen Lager?“ Und er würde das damit begründen: Wenn sich jemand aus dem eigenen Lager auf die Gegenseite geschlagen hat, ist er ein gefährlicher und naher Feind. Es ist ein Feind hinzugekommen zu Kapital, Staat und deren Helfern Politiker, Medien. (DW)
„Mit der Politik der Kriegsvorbereitung sãgt die SPD am Ast, auf dem die Gewerkschaften sitzen“
Von Ulrike Eifler
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/mit-der-politik-der-kriegsvorbereitung-sagt-die-spd-am-ast-auf-dem-die-gewerkschaften-sitzen/
05 Hapag-Lloyd steigt in Rotterdam ein: Wie gefährlich ist dieser Deal für Hamburg?
Hamburger Traditionsreederei erwirbt 25 Prozent am modernsten Containerterminal der Niederlande – und bindet sich so stärker an Konkurrent Maersk.
https://www.mopo.de/hamburg/hapag-lloyd-steigt-in-rotterdam-ein-wie-gefaehrlich-ist-dieser-deal-fuer-hamburg/4945290?
06 Arbeitszeit rauf, Leistungen runter
Haushalt — Warum der Sparkurs des Hamburger Senats die Falschen trifft
https://publik.verdi.de/ausgabe-202604/arbeitszeit-rauf-leistungen-runter/
Anmerkung:
Ein Schimpfen auf den Sparkurs (besser Kürzungskurs!) des Senats. Die Mitglieder sollen mit dem Schimpfen zufriedengestellt werden. Aber über die Ursachen der Kürzungen, den Aufrüstungskurs der Regierung und die Unterstützung durch die Führungen der DGB-Gewerkschaften kein Wort! Ewas Anderes vom Ver.di Landesbezirk Hamburg wäre auch eine Überraschung gewesen! (DW)
07 Armutsbekämpfung auf Deutsch: Ehrliche Deutsche wollen in Ruhe Kaffee trinken
In Deutschland meint man, Armut dadurch zu bekämpfen, dass man sie unter Strafe stellt. Die neuen Bettelverbote bieten keine Lösung an, sie kriminalisieren lediglich Arme. Eine Kolumne über Wohnungs- und Obdachlosigkeit.
Von Merle Stöver
Anfang des Jahres stellte die CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft eine Kleine Anfrage zum Erfolg des Bettelverbots, das in der Hansestadt seit rund zwei Jahren in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt. Der Antwort zufolge verhängten 2025 allein die Hamburger Verkehrsbetriebe 3.628 Vertragsstrafen gegen Bettelnde, ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.
https://jungle.world/artikel/2026/32/ehrliche-deutsche-wollen-ruhe-kaffee-trinken
08 Gewerkschaft muss Haltung zeigen
Angenommener Antrag fordert Verdi und DJU zu Unterstützung des EU-sanktionierten Journalisten Hüseyin Doğru auf
Von Jens Walter
Das Schweigen könnte ein Ende haben: Die Gewerkschaft Verdi muss sich für den von der EU sanktionierten Journalisten Hüseyin Doğru einsetzen.
https://www.jungewelt.de/artikel/528024.pressefreiheit-gewerkschaft-muss-haltung-zeigen.html
Anmerkung:
Zu Recht fordert der Journalist Jens Walter „Verdi muß Haltung zeigen“. Was sagt es über den Zustand von Verdi und der dju aus, wenn sie seit Mai 2025 ihr Mitglied im Stich läßt?! Wie wirkt der Verzicht auf Solidarität und Kampfbereitschaft auf die Mitgliedschaft? Sie sagen folgerichtig „Nichtkämpfen kann ich auch allein“ – und verlieren das Vertrauen oder treten aus. Hoch die internationale Solidarität und nieder diese feigen Führungen! (DW)
Florian Warweg: Und sie bewegt sich doch…
https://x.com/FWarweg/status/2088668444447355190
09 Einladung von „Sagt Nein!“ zu Konferenz nach Kassel
Die Initiative „Sagt Nein! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden“ lädt ein: Konferenz am 16. und 17. Oktober in Kassel
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/08/16/einladung-von-sagt-nein-zu-konferenz-nach-kassel/
10 DGB-Aufruf zum 26.9.: Kernige Sätze und nichts dahinter!
Von Alwin Altenwald
Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen zu einem bundesweiten Aktionstag am 26.9. auf.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/08/14/dgb-aufruf-zum-26-9-kernige-saetze-und-nichts-dahinter/
Ver.di-Vorsitzender Frank Werneke: Rette mit uns den Sozialstaat
Aufruf des ver.di-Vorsitzenden Frank Werneke— Komm mit uns am 26. September auf die Straße
https://publik.verdi.de/ausgabe-202604/rette-mit-uns-den-sozialstaat/
Anmerkung:
Brav gemacht, Herr Vorsitzender! Kein Wort dazu, daß die Aufrüstungspolitik der Regierung die Kürzungen bedingen! Was leite ich aus Ihrem Aufruf „Rette mit uns den Sozialstaat“ ab? Den Sozialstaat sollen wir mit ihnen retten aber den Aufrüstungskurs in den nächsten Krieg mitmachen?
Ohne mich, Herr Werneke, mit ihnen schreite ich nicht Seit an Seit. Das tun sie man mit ihren Gesinnnungsgenossen, mit Merz, Scholz, Klingbeil, Strack-Zimmermann & Co. (DW)
Leserbrief von Falk Prahl, per E-Mail zu:Titel „Mach den Unterschied“, ver.di publik 3_2026
Militärische Hochrüstung und Sozialabbau sind zwei Seiten einer Medaille. Das in dem Beitrag zu den sogenannten „Sozialstaatsreformen“ zum weiter forcierten Sozialabbau kein einziges Wort bezüglich dieses Zusammenhangs ausgeführt wird, ist mehr als bedauerlich. Die aktuelle Hochrüstung und Militarisierung der Gesellschaft werden mit einer angeblichen militärischen Bedrohung von Seiten Russlands begründet. Da kann an dieser Stelle nur auf die neue Studie von Greenpeace „Europa allein zuhause?“ verwiesen werden, in der geschlussfolgert wird: „Die Nato-Staaten sind Russland auch ohne die USA in wesentlichen militärischen Kategorien überlegen.“ Warum wird über die lebenswichtige Frage „Krieg und Frieden“ in der publik so wenig, durchaus auch kontrovers, berichtet? Willy Brandt formulierte einst „Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“
https://publik.verdi.de/ausgabe-202604/briefe/
Anmerkung:
Ist da der Redaktion von publik.verdi.de dieser Leserbrief durchgerutscht? Meiner Beobachtung nach bei Kundgebungen, vom DGB organisiert, in Hamburg und in anderen Städten, war die Mehrheit der Teilnehmer der Meinung von Falk Prahl: Kürzungen und Aufrüstung sind zwei Seiten einer Medaille. Sie taten es auf sandwiches und transpis kund und in Redebeiträgen. Aber die Redaktion von publik.verdi.de hat ja nicht die aufgabe, die Interessen der Mitglieder in der Mitgliederzeitung widerzugeben. Sondern die von Herrn Werneke und dem Hamburger verdi-Vorstand. (DW)
11 Einladung zur Eröffnung einer Diskussion – Vernetzung gewerkschaftlicher Widerstand
Die gewerkschaftliche Basis hat überall begonnen, sich zu vernetzen. Gewerkschaftliche Ratschläge und Friedens-AG’s werden überall im Land ins Leben gerufen. Standort-, konzern und branchenübergreifend. Macht mit!
Hier die Einladung zu einer Vernetzungskonferenz!
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/einladung-zur-eroeffnung-einer-diskussion-vernetzung-gewerkschaftlicher-widerstand/
„Wer über Aufrüstung schweigt, wird den Sozialabbau nicht stoppen!“
Am 24. und 25. Juli fand in Würzburg die 4. Gewerkschaftskonferenz für den Frieden statt, organisiert von der Rosa-Luxemburg Stiftung in Kooperation mit der IG Metall Würzburg. Norbert Heckl, Mitglied der Vorbereitungsgruppe der Konferenz, berichtet:
Nach der musikalischen Einstimmung begrüßte Ulrike Eifler zwei junge, in Deutschland lebende ukrainische bzw. russische Antikriegsaktivisten, die sich als „postsowjetische Linke“ vorstellten, und aus dieser Sicht auf den Krieg zwischen ihren beiden Heimatländern blickten.
https://www.kommunisten.de/rubriken/aus-den-bewegungen/9502-die-kraft-der-organisierten-arbeiterbewegung-gegen-die-politik-der-regierung
12 Keep Elbit out – Keine Waffenfabrik in Sangerhausen
Gaza und Palästina nicht vergessen. Völkermord und Krieg gehen täglich weiter. Und es beginnt hier, wo die todbringenden Waffen gebaut werden.
Demonstration gegen die Ansiedlung von Elbit Systems in Sangerhausen
29. August, 13:00 Uhr · Marktplatz, Sangerhausen (Sachsen-Anhalt)
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/keep-elbit-out-keine-waffenfabrik-in-sangerhausen/
13 Videoreportage: Staatsräson vor Rechtsstaat
Wie die Ulm 5 Deutschland auf die Probe stellen
Von Ignacio Rosaslanda
https://www.jungewelt.de/artikel/528492.videoreportage-staatsr%C3%A4son-vor-rechtsstaat.html
14 Politischer Streik. Geschichte, Recht und Beispiele
Benedikt Hopmann / Duygu Kaya / Alex Kübler / Günter Watermeier (Hg.)
PapyRossa Verlag, Köln Juni 2026. Paperback, 351 Seiten, zahlr. s/w-Abb. EUR € 22,00
Inhalt:
Unser Recht auf Streik
Eine zusammenfassende Argumentationshilfe
Verbandsfreie Streiks, politische Streiks, Handeln mit Streikwirkung
Praktische Hinweise
Die wichtigste Regel
Politische Streiks als Beteiligung an Versammlungen während der Arbeitszeit
Verbandsfreie Streiks
Umgehung oder Eingrenzung von Risiken der Gewerkschaft
Handeln ohne zu streiken, aber mit der Wirkung eines Streiks
https://www.labournet.de/politik/gw/kampf/streik/buch-politischer-streik-geschichte-recht-und-beispiele/
15 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats
Arbeit im Homeoffice fördert häufig Vereinsamung
https://www.fr.de/verbraucher/homeoffice-macht-junge-maenner-einsamer-zeigt-studie-zr-94445687.html
Immer neue negative Zahlen zu Pleiten von Firmen
https://www.jungewelt.de/artikel/528210.betriebseinstellungen-auf-neuem-h%C3%B6chststand.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/dienstleistungen-jobverlust-firmensterben-deutschland-zew-100.html
42.000 Arbeitsplätze in der Autoindustrie vernichtet
https://www.baden-tv-sued.com/mediathek/video/nif_stellenabbau-mp4/
Immer mehr junge Menschen ohne Ausbildungsabschluss fallen in die Armut
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-erschreckende-zahlen-deutschland-verbloedet-sich-arm/100247748.html
16 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!
DGB: Ausbildungsreport belegt hohe psychische Belastung von Azubis
https://www.jungewelt.de/artikel/528319.ausbildungspolitik-betriebe-dr%C3%BCcken-sich.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/dgb-ausbildungsreport-106.html
IG Metall: Tarifabschluss im Handwerk mit Möglichkeiten flexibler Arbeitszeiten
https://regionalheute.de/niedersachsen/workflex-tarifabschluss-im-metallhandwerk-von-niedersachsen-und-bremen-1786613642/
in der Chemie-Branche
https://www.presseportal.de/pm/56813/6332130
17 Zwangsrekrutierungen in der Ukraine
Die westliche „Wertegemeinschaft“ ist zu einer offenen Kloake verkommen
Von: Marcus Klöckner
Das Video ist nur 25 Sekunden lang. 25 Sekunden Schreien ums Leben. 25 Sekunden Kampf. Der Mann, der augenscheinlich in der Ukraine zwangsrekrutiert werden soll, hat großes Glück. Durch Männer, die ihm zu Hilfe eilen, entkommt er den Menschenfängern.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155159
18 Der Iran hat die Fragestellung geändert. Washington hat keine Antwort darauf
Von Vijay Prashad
Jahrzehntelang übten die USA und die von ihnen dominierten Institutionen ein machtvolles Privileg aus: Sie legten fest, welche Frage Länder im Nahen Osten zu beantworten hatten. Der Iran fordert dieses Privileg jetzt heraus. Es geht nicht mehr darum, was der Iran aufgeben muss. Es geht darum, worüber jede Macht (einschließlich der USA) bereit sein muss, zu verhandeln.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155099
Anmerkung:
„Ich habe den Eindruck, dass die Menschen nicht glücklich über unseren Sieg über USA sind.“
Ghalibaf, Parlamentspräsident der Islamischen Republik Iran und Sprecher des Verhandlungsteams mit den USA.
Zitat aus einer mail von Kamal Salehezadeh. (DW)
Iran: Stop the Executions!
Syndicate of Workers of Tehran and Suburbs Bus Company, a member of the International Trade Union Network for Solidarity and Struggles
Today, as our country is being suffocated under the weight of crushing economic crises, rampant inflation, the collapse of the rial’s value, military aggression by the US and Israel, the continuation of devastating war, economic sanctions, severe and widespread repression, and warmongering policies, the rulers once again answer the people’s demands for bread, work, justice, freedom, and human dignity with the most violent instrument of fear and intimidation: the gallows.
The Syndicate of Workers of the Tehran and Suburbs Bus Company, along with all independent labour organizations in Iran and around the world, is completely opposed to the death penalty and capital punishment under any pretext, for any charges, and without exception.
https://laboursolidarity.org/en/n/4034/iran-stop-the-executions
19 Termine
Meinungsfreiheit in Gefahr
Prof. Dr. Ulrike Guérot und Prof. Dr. Roland Wiesendanger
Gespräch und Diskussion über Meinungsfreiheit und unabhängige Justiz: Sind Fundamente des freiheitlich demokratischen Rechtsstaats in Gefahr?
Eine offene Gesellschaft lebt davon, dass jeder seine Meinung sagen darf. Doch Debattenräume werden verengt, Cancel Culture gefährdet die Demokratie. Artikel 5 des Grundgesetzes schützt das Recht, seinen eigenen Standpunkt haben und vertreten zu dürfen.
Moderation: Martin Nieswandt, Initiator von „Mut zu Zwischentönen“
Donnerstag, 03.09.2026, 19 Uhr. Rudolf-Steiner-Haus. Mittelweg 11-12
Tickets online und an der Abendkasse (nur Barzahlung)
info@rudolf-steiner-haus.de
Laien’s-Club Wilhelmsburg: Buchvorstellung und Diskussion
Dienstag, den 25.August laden wir euch um 19.30 Uhr in den Mieterpavillon zu einer Buchvorstellung und Diskussion ein.
Dienstag, 25.August 2026 um 19.30 Uhr. Mieterpavillon, Friedrich-Naumann-Str.7
Ist Frieden möglich? Ist er überhaupt wünschenswert?? … merkwürdige Fragen, zugegeben. Aber Regierungen stellen sie sich.
1967 wurde in den USA ein geheimer Bericht veröffentlicht: ‚Report from Iron Mountain on the possibility and desirability of peace‘ (‚Bericht aus dem Atombunker ‚Eiserner Berg‘ über die Möglichkeit und Wünschbarkeit von Frieden’). Ein Jahr darauf erschien er unter dem Titel ‚Verdammter Friede‘ auf Deutsch.
Fünf Jahre später bekannte sich ein us-amerikanischer Schriftsteller namens Leonard C. Lewin zur Autorenschaft; der geheime Bericht einer von der US- Regierung zusammengerufenen geheimen Kommission führender Wissenschaftler und Industrieller sei eine Satire gewesen.
Eine Satire – aber so glaubhaft angesichts der Regierungspolitik, dass der Bericht große Aufmerksamkeit erregte und ernst genommen wurde. Auch die US- Regierung sah sich gezwungen, öffentlich zu beteuern, dass das alles ein Scherz sei und rein gar nichts mit ihren Gedanken zu tun habe…
(…) Uns hat die Fragestellung, von welcher der Bericht ausging, gelockt. Wie sieht die Welt aus Sicht der Verfechter des Kapitalismus aus? Welche ihrer Probleme versuchen sie, durch Rüstung und Krieg zu lösen? Wenn „Frieden“ nur ein anderes Wort für „Stabilität“ sein soll, wie im Bericht formuliert wird, „Krieg“ aber auch nur ein weiteres Wort dafür – müssen wir dann nicht die „Stabilität“ aus dem Gleichgewicht kippen, um Frieden für uns zu erreichen?
mehr: http://laiens.club/2026/08/13/verdammter-friede/
Wir stellen einige Punkte aus dem kleinen Büchlein vor und freuen uns auf eine angeregte Diskussion!