Jour Fixe Info 35-2026. 22. Jahrgang – 28.08.2026
Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg
Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.
- 01 Streit unter Linken in Hamburg bei der Mobilisierung gegen das Bundeswehr-Mannöver Red Storm Charly
- 02 Einladung zum 253. Jour Fixe am 02.09.2026 um 18:30 Uhr
- 03 Ankündigung nächstes Jour Fixe
- 04 Zuschrift vom Hafen-Kollegen Toralf
- 05 Sozialstaat verteidigen heißt: Kriegskurs stoppen! 01.09. – 21.09. – 26.09. – 03.10. – 16./17.10.
- 06 G20-Gipfel Hamburg: Wie begründet das Gericht seine Entscheidung?
- 07 Politischer Streik ist möglich – und nötiger denn je!
- 08 Migra-Streik am 26. August: Migrantische Gewerbetreibende setzen Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung
- 09 Rheinmetall Entwaffnen: Gegen Waffenexporte, Aufrüstung und Krieg
- 10 Brandbrief an Merz: Siemens und Co. fordern schnelleren Sozialabbau auf unsere Kosten
- 11 Landwirtschaftsminister bei Tönnies : Schweineteile-Export nach China?
- 12 Polizeigesetz Schleswig-Holstein: „Direkt aus dem Roman 1984“
- 13 Landschaftsbrände: Weltweite Messdaten zeigen Rekordtiefstand für 2026
- 14 Interview mit „Ulm 5“-Anwalt Mathes Breuer
- 15 Zum Tod von Wanda Traczyk-Stawska: Mit der Waffe in der Hand
- 16 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
- 17 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
- 18 Nicaragua: Unterdrückt von Ortega-Murillo – bedroht durch Trump
- 19 Ilan Pappé: Die Krise des Zionismus und die Zukunft Palästinas
- 20 Die hundert Jahre meines Freundes Fidel Castro
- 21 Vor 90 Jahren: Der Militärputsch des General Franco
- 22 Termine
01 Streit unter Linken in Hamburg bei der Mobilisierung gegen das Bundeswehr-Mannöver Red Storm Charly
Nach 2024 und 2025 findet in Hamburg vom 21. bis 26. September die innerstädtische Übung der Bundeswehr Red Storm Charlie in Hamburg statt.
Dazu haben sich in den letzten Monaten viele linke Hamburger Gruppen in dem Bündnis „Kein Nato-Hafen“ getroffen, um gegen diese innerstädtische Kriegsübung Aktionen zu planen. Dabei kam es während der wöchentlichen Mittwochstreffen zum Streit. Hauptpunkt war die Kritik von mehreren Gruppen an der Position von VertreterInnen von Liste Links, BAE, die das Bündnis „Kein Nato-Hafen“ autoritär domieren, deren Standpunkt, keine Kritik in der gemeinsamen Erklärung und bei Reden an den DGB-Gewerkschaftsführungen zuzulassen. Einer Kritik des DGB-Standpunktes, die Regierung nur wegen der Sozialkürzungen zu kritisieren und nicht auch wegen der Kosten für Kriegsertüchtigung.
Dieser Streit eskalierte bis zum Austritt etlicher Gruppen aus dem „Bündnis Kein-Nato-Hafen“.
Hier findet ihr die Erklärungen einiger der ausgetretenen Gruppen!
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/08/27/streit-unter-linken-in-hamburg-bei-der-mobilisierung-gegen-das-bundeswehr-mannoever-red-storm-charly/
02 Einladung zum 253. Jour Fixe am 02.09.2026 um 18:30 Uhr
Jeder Acker, Jede Fabrik – Ideen für eine notwendige Revolution
Film und Diskussion
https://gewerkschaftslinke.hamburg/event/jour-fixe-253/
03 Ankündigung nächstes Jour Fixe
*Jour Fixe am 7. Oktober. Die Spur unserer Großväter in Russland. Film gegen die Bedrohungslüge. Mit Diskussion.
04 Zuschrift vom Hafen-Kollegen Toralf
Eine Antwort auf „Lohnrunde 2026 – Der 24h-Warnstreik in den Hafenbetrieben“
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/08/20/lohnrunde-2026-der-24h-warnstreik-in-den-hafenbetrieben/#comment-394
05 Sozialstaat verteidigen heißt: Kriegskurs stoppen! 01.09. – 21.09. – 26.09. – 03.10. – 16./17.10.
Proteste verbinden! Widerstand organisieren!
„Es ist gut und überfällig, dass die DGB-Gewerkschaften jetzt endlich gegen Arbeitsplatz-vernichtung, Sozialkahlschlag und die historisch größten Angriffe von Kapital und Regierung auf unsere hart erkämpften Rechte mobilisieren. Doch das reicht nicht. Noch immer wird der Zusammenhang nicht klar genug benannt: Sozialkahlschlag und Angriffe auf unsere Rechte sind die innere Seite eines Kriegskurses, mit dem der deutsche Imperialismus erneut nach militärischer Stärke und Großmachtstellung strebt – getragen von den Kapitalkreisen, deren Interessen er vertritt. (…)Aktionstage und Samstagskundgebungen alleine werden den Generalangriff auf unsere sozialen und politischen Rechte und den Kriegskurs nicht stoppen. Die Bosse und ihre Regierung haben uns den sozialen Krieg erklärt. 21. und 26. September müssen deshalb zu echten ARBEITSKAMPF-Tagen werden: mit Aktionen in Betrieben und Dienst-stellen, während der Arbeitszeit, mit Arbeits-niederlegungen – bis hin zum realen Streik. Denn unsere Rechte wurden nicht erbettelt. Sie wurden erkämpft…“ Aufruf der Initiative `SAGT NEIN! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden`.
https://storage.e.jimdo.com/file/bc2d4c19-96fe-424c-ad84-e1438bf05faf/2609012126…Sozialstaat%20verteidigen.pdf
06 G20-Gipfel Hamburg: Wie begründet das Gericht seine Entscheidung?
OVG bestätigt Verbote von Kundgebungen. Grundrechte wurden außer Kraft gesetzt, kritisiert Sonja Taubert
Interview: Kristian Stemmler
Neun Jahre nach dem G20-Gipfel in Hamburg hat das Oberverwaltungsgericht Hamburg, OVG, das damalige Verbot von zwei Kundgebungen der globalisierungskritischen Organisation ATTAC für rechtmäßig erklärt. Um welche Veranstaltungen ging es?
https://www.jungewelt.de/artikel/print.php?id=528584
07 Politischer Streik ist möglich – und nötiger denn je!
Von Gregor Clewing, Leipzig
Angesichts der aktuellen Welle von massiven Angriffen auf esentielle betriebliche, tarifliche und gesetzliche Arbeits- und Sozialstandards zugunsten von Rendite und einer extremen Militarisierung wird der Ruf nach Widerstand bis hin zu politischen Streiks immer lauter. Die Forderung nach wirkungssvollem Widerstand durch Streik kommt dabei direkt aus vielen Betrieben. Von den Gewerkschaftsspitzen sieht man aber ausser verbalen Bekundungen keine konkreten Bemühungen, eine solch spürbare Gegenwehr – die Erfolg verspricht, die Interessen der Beschäftigten durchzusetzen- zu organisieren.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/politischer-streik-ist-moeglich-und-noetig/
08 Migra-Streik am 26. August: Migrantische Gewerbetreibende setzen Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung
Freiwillige Betriebsschließungen von 10 bis 15 Uhr – Kundgebung mit Presseerklärung um 13 Uhr vor dem Landtag Sachsen-Anhalt
https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2026/08/pm-migra-streik/
Migrationspolitik: Zeit für einen Generalstreik
Ohne Zugewanderte würde in Deutschland vieles nicht funktionieren.
Von Alex Demirović
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1202029.afd-migrationspolitik-zeit-fuer-einen-generalstreik.html
Sachsen-Anhalt: Migranten streiken gegen absolute AfD-Mehrheit
Aus Sorge vor der Politik der AfD wollen migrantische Gewerbetreibende in Sachsen-Anhalt am 26. August ihre Geschäfte schließen. Zahlreiche weitere gesellschaftliche Bündnisse formieren sich vor der Wahl in Sachsen-Anhalt gegen eine mögliche AfD-Alleinregierung.
https://www.migazin.de/2026/08/18/sachsen-anhalt-migranten-afd-mehrheit/
Migranten verdienen ein Viertel weniger
Rund 1.000 Euro verdienen vollzeitbeschäftigte Migranten pro Monat weniger. Die AfD meint, Einwanderer drückten auf die Löhne. Forschung und Bundesagentur verweisen darauf, dass Eingewanderte häufiger in schlechter bezahlten Branchen und Positionen arbeiten.
https://www.migazin.de/2026/08/24/migranten-verdienen-ein-viertel-weniger/
„Kniefall vor der AfD“: Sachsen-Anhalts Sekundärmigrationszentrum. Eröffnung mit Zaun, Wache und Riegel
https://www.migazin.de/2026/08/19/sachsen-anhalts-sekundaermigrationszentrum-eroeffnung-zaun/
09 Rheinmetall Entwaffnen: Gegen Waffenexporte, Aufrüstung und Krieg
Aktionstage Hamburg: 24.-26. September 2026
https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/aktionstage-hamburg/
10 Brandbrief an Merz: Siemens und Co. fordern schnelleren Sozialabbau auf unsere Kosten
Höchstarbeitszeit abschaffen, Sozialleistungen kürzen, Rente antasten – das fordern Bosse aus der Industrie in einem Brandbrief an die Regierung. Und die stimmt begeistert zu, während die Gewinne der Konzerne weiter sprudeln.
Von Thomas Mercy.
„Versprechen einlösen: Jetzt handeln!“ – unter diesem Motto versandten 17 Wirtschaftsverbände und Vertreter:innen großer bayerischer und baden-württembergischer Unternehmen einen Brandbrief an die Bundesregierung, in dem sie einen schnelleren Sozialabbau in Deutschland fordern.
Als Begründung wird angegeben, dass die hohen Energiekosten, ein sich wandelndes wirtschaftliches Umfeld und der internationale Wettbewerb viele Betriebe spürbar belasten würden.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/75324-2/
Anmerkungen:
So deutlich und direkt wird es von Kapitalseite selten gesagt: Ihr Lohnabhängigen, Rentner, Kranken habt dafür zu bezahlen, daß wir die hohen Energiekosten durch die Sprengung von Nordstream II am 26.9.2022 aufgehalst bekommen haben!
Allerdings hat niemand in den 17 Wirtschaftsverbänden nach Sprengung von Nordstream II aufgemuckt und die Bundesregierung für ihre Sperrung der preiswerten Energie aus Rußland kritisiert! Nach der Devise: Dem Sozialpartner Staat gegenüber buckeln und nach „unten“, die Lohnabhängigen, Rentner, Kranke (und viele andere mehr!) treten. (DW)
Produktionsausfälle und Erdgasmangel
Die neuen US-Sanktionen gegen Iran verlängern die Sperrung der Straße von Hormuz und drohen damit in Deutschland zu weiterer Teuerung, Produktionsausfällen und Erdgasmangel im Winter zu führen.
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10510
Regierungsklausur: Niedergang und Kriegsgefahr
Von Sevim Dağdelen
Während die Bundesregierung auf Schloss Hardenberg Aktivitäten simuliert, treibt sie den industriellen Niedergang und den Kurs in Richtung offener Konfrontation mit Russland voran. Mit Energiepolitik als Treibstoff und Kriegsrhetorik als Brandbeschleuniger.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155378
Anmerkung:
Die Herren und Damen bei der Tagung im Schloß Hardenberg haben sonnige Gemüter. Da waren ja Baerbock und Harbeck Realitätsbolzen! Die Sommerfrischler fabulieren von Wirtschaftsaufschwung und Sieg gegen Rußland während in Deutschland anfängt, die Hütte zu brennen! Mit Entindustrialisierung, tausendfachen Werkschließungen und -verlagerungen und dem jährlichen Abbau von 150.000 Industriearbeitsplätzen. (DW)
11 Landwirtschaftsminister bei Tönnies : Schweineteile-Export nach China?
Aktuell betreibt Tönnies 35 Standorte europaweit, schlachtet 20 Millionen Schweine und 427.000 Rinder im Jahr.
https://www1.wdr.de/nrw/ostwestfalen-lippe/bundeslandwirtschaftsminister-besucht-grossschlachterei100.html
Jenke-Experiment: Massentierhaltung – Ein Blick hinter verschlossene Türen
Video 51 Minuten
https://www.youtube.com/watch?v=7VW5CRnEXJU
12 Polizeigesetz Schleswig-Holstein: „Direkt aus dem Roman 1984“
Das neue Polizeigesetz von Schleswig-Holstein soll eines der härtesten Deutschlands werden. Die Gruppe Freiheitsfoo analysiert es in einem 22-seitigen Gutachten. Ihr Ergebnis: Der Entwurf ist eine Bedrohung für die Demokratie.
Von Martin Schwarzbeck
https://netzpolitik.org/2026/polizeigesetz-schleswig-holstein-direkt-aus-dem-roman-1984/?via=nl
13 Landschaftsbrände: Weltweite Messdaten zeigen Rekordtiefstand für 2026
Politikwissenschaftler: In ersten sieben Monaten 2026 liegt wöchentlich verbrannte Fläche 42 Prozent unter Durchschnitt der vergangenen 14 Jahre / 2025 niedrigster Wert an Brandemissionen seit Beginn der Aufzeichnungen / Klima an sich keine Brandursache, sondern Blitze, Fahrlässigkeit, Defekte oder Brandstiftungen
https://multipolar-magazin.de/meldungen/0451
Der erstaunliche Zusammenbruch des Klimaschwindels – dokumentiert
Von James Corbett
Für alle, die aufmerksam verfolgt haben, war der atemberaubende Zusammenbruch des Klimaschwindels im vergangenen Jahr ein beeindruckendes Schauspiel.
https://uncutnews.ch/der-erstaunliche-zusammenbruch-des-klimaschwindels-dokumentiert/
14 Interview mit „Ulm 5“-Anwalt Mathes Breuer
Im September 2025 sind fünf Aktivist:innen, die jetzt unter dem Namen „Ulm 5“ bekannt geworden sind, in den Rüstungskonzern Elbit Systems Deutschland in Ulm eingedrungen und haben dort Einrichtung und potenzielles Kriegsgerät zerstört. Dies war ein Protest gegen die Beteiligung von Elbit Systems Deutschland am Genozid und anderen Kriegsverbrechen in Gaza.
Interview mit Mathes Breuer, Anwalt der Angeklagten Leandra Rollo.
Von David Meyn
https://lowerclassmag.com/2026/08/12/interview-mit-ulm-5-anwalt-mathes-breuer/
15 Zum Tod von Wanda Traczyk-Stawska: Mit der Waffe in der Hand
Von der Kindersoldatin zur Autorität: Die polnische Widerstandskämpferin Wanda Traczyk-Stawska ist im Alter von 99 Jahren gestorben
Von Reinhard Lauterbach, Poznań
https://www.jungewelt.de/artikel/528634.zum-tod-von-wanda-traczyk-stawska-mit-der-waffe-in-der-hand.html
Anmerkung:
Wir zollen Wanda Traczyk-Stawska unse Bewunderung und unseren Respekt. Auch wenn wir mit ihr in der Einschätzung Rußlands nicht übereinstimmen. Sie steht für uns in einer Reihe mit Georg Elser, dessen Attentat auf die Naziführung am 8. November 1939 im Bürgerbräukeller um Minuten fehlschlug. (DW)
16 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!
IG Metall: Zu flexiblem Tarifabschluss bereit
https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/ig-metall-christiane-benner-offen-fuer-flexiblen-tarifabschluss/100249803.html
IG Metall: Vorsitzende „radikal“ gegen VW-Sparpläne
https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/volkswagen-christiane-benner-kritisiert-oliver-blumes-sparplaene-und-renditeziele/100248646.html
IG Metall: Vorbereitungen für die Tarifrunde im Herbst
https://www.np-coburg.de/inhalt.industrie-in-der-krise-ig-metall-mitte-macht-sich-fuer-harte-tarifrunde-bereit.bdb7794b-ada9-4aae-8f40-224607ced4d3.html
EVG: Forderung nach mehr Sicherheit für Zugbegleiter
https://www.tagesschau.de/inland/evg-droht-mit-streiks-im-regionalverkehr-100.html
17 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats
Dramatischer Wohnungsmangel
https://www.jungewelt.de/artikel/528659.bundesweit-fehlen-1-35-millionen-wohnungen.html
Kürzungen trifft die Verwaltung der Arbeitslosen durch die Bundesagentur
https://www.fr.de/wirtschaft/gastwirtschaft/bundesagentur-fuer-arbeit-droht-kuerzung-dgb-warnt-vor-folgen-94458706.html
18 Nicaragua: Unterdrückt von Ortega-Murillo – bedroht durch Trump
Von Matthias Schindler
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/nicaragua-unterdrueckt-von-ortega-murillo-bedroht-durch-trump/
19 Ilan Pappé: Die Krise des Zionismus und die Zukunft Palästinas
Der Zionismus befindet sich in einer kritischen Situation, und diese Krise hat eine gewalttätigere, rassistischere und brutalere Form davon hervorgebracht. Dies folgt einer vertrauten Dialektik der Geschichte: Das letzte Kapitel eines Regimes ist oft das grausamste. Als Aktivisten müssen wir zunächst erkennen, dass die Unmenschlichkeit, die sich heute in Palästina abspielt, auch ein Symptom für den bevorstehenden Niedergang derjenigen ist, die sie verüben.
https://dpg-netz-bremen.de/?p=16923
Anmerkung:
Wenn Ilan Pappé sagt „Das letzte Kapitel eines Regimes ist oft das grausamste“, dann benennt er damit den Völkermord in Gaza aber auch die Äußerungen des Führungspersonals wie Ben Gvir:
„Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen) entfernen“, sagte der Vorsitzende der Partei Ozma Jehudit (Jüdische Kraft). Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten, erklärte der Polizeiminister. Es gebe im Gazastreifen vielmehr Menschen, die es nicht verdient hätten, zu leben. „Das sind nicht einmal Menschen.“ (DW)
20 Die hundert Jahre meines Freundes Fidel Castro
Erinnerung von Ignacio Ramonet anlässlich des 100. Geburtstages von Fidel Castro: „Wenn man heute an Fidel Castro zurückdenkt, taucht man nicht nur in das Leben eines Menschen ein. Man denkt an eine Epoche zurück, deren Nachhall unsere heutige Welt weiterhin prägt.“
https://www.kommunisten.de/rubriken/kommentare/9497-die-hundert-jahre-meines-freundes-fidel-castro
Geldspenden für Kuba
• Allgemein: Netzwerk Cuba e.V. (Berlin), GLS Bank, IBAN: DE28 4306 0967 1206 4415 00
• für Gesundheit: Förderverein Humanitäre Cuba Hilfe HCH, Sparkasse Dortmund, IBAN: DE52 4405 0199 0091 0160 36, Stichwort: Cuba-Projekte
• für Energie: Netzwerk Interred Cooperacion e.V. (Frankfurt/M.); Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00, Stichwort Solar Cuba
21 Vor 90 Jahren: Der Militärputsch des General Franco
Von Bernd Brücke
Der Spanische Bürgerkrieg begann, als am 17./18. Juli 1936 Militärs, unter der Führung von General Franco, versuchten, die junge spanische Republik zu stürzen. Ziel der Franquisten und katholischen Klerikalfaschisten war es, in Spanien eine Diktatur zu errichten. Anders als 1933 in Deutschland gab es in Spanien jedoch massiven und lange Zeit erfolgreichen Widerstand grosser Teile der Bevölkerung gegen die faschistische Machtergreifung.
https://www.untergrund-blättle.ch/politik/europa/1936-erhoben-sich-millionen-menschen-gegen-den-faschistischen-franco-putsch-010187.html
Anmerkung:
Wir können heute lernen aus der Vergangenheit! Aus der fehlenden Einheit der Arbeiterbewegung in Deutschland bis zur Machtübergabe im Januar 1933 an die Nazis. Die Arbeiterklasse war durch den törichten und vergängnisvollen Kurs von SPD und KPD tief gespalten und unfähig, die Machtübergabe zu verhindern. Kein Aufstand wie in Spanien drei Jahre später! 1920 war die deutsche Arbeiterklasse noch aktiv geworden und hatte den Putsch von Kapp-Lüttwitz Freikorps- und Reichswehrtruppen verhindert. (DW)
22 Termine
ver.di Hamburg ruft auf zu dieser Veranstaltung am Antikriegstag:
Krise, Sozial- und Demokratieabbau, Krieg? – Aufgaben der Gewerkschaften
Referent: Werner Rügemer
Dienstag, 1. September 2026 um 19.00 Uhr im Klub im Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 62
Demonstration am Antikriegstag – 1. September 2026
Auftakt-Kundgebung um 16:30 Uhr – am Deserteursdenkmal, Stephansplatz/Dammtor
Redner: Werner Rügemer
Abschluss-Kundgebung um 18.30 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof
Redner: Klaus Wicher (Sozialverband SoVD)
Veranstalter: ver.di
Veranstaltungsreihe zum 100. Geburtstag des Comandante en Jefe, Fidel Castro Ruz
Die Veranstaltung zum Geburtstag des Comandanten en jefe, Fidel Castro Ruz, wie sie von Tobias Kriele aus Mainz in Zusammenarbeit mit der Jungen Welt angeboten wurde, wird an diversen Orten angeboten.
Das Konzept der Veranstaltung:
Am 13. August 2026 wäre Fidel Castro 100 Jahre alt geworden. Bis heute löst sein Lebenswerk bei Freund und Feind intensive Reaktionen aus. Was machte den Comandante en Jefe so außergewöhnlich? Wie wurde er zu dem „welthistorische Individuum“, als welches er die Geschichte des 20. Jahrhunderts entscheidend mitprägte? Und weshalb weigert sich die Kubanische Revolution, deren entscheidender Impulsgeber er war, bis heute, klein beizugeben? Diesen Fragen geht diese multimediale Veranstaltung nach. Im Mittelpunkt steht der Dokumentarfilm „Fidel es Fidel“ von Roberto Chile aus dem Jahr 2015. Chile, Hausfotograf des Comandante, hat in ihm Einblicke aus einer vertrauten Perspektive in das politische Leben von Fidel Castro aus den Jahren 1990 bis 2004 zusammengefasst.
In Hamburg werden wir die Veranstaltung gemeinsam mit der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba Hamburg, Cuba Sí Hamburg und der DKP Sammelbetriebsgruppe ÖD durchführen.
05.09.2026, um 15 Uhr, im Magda-Thürey-Zentrum (MTZ) Lindenallee 72
DER LANGE ATEM
Antimilitaristische Opposition und Wiederbewaffnung in Westdeutschland 1945–1955
Filmvorführung und Gespräch
„Die Bundesregierung erklärt ihre feste Entschlossenheit, die Neubildung irgendwelcher Streitkräfte zu verhindern.“
Der Film DER LANGE ATEM dokumentiert den Weg von der unmittelbaren Nachkriegserfahrung zur Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Tonaufnahmen, Fotos und Wochenschauausschnitte verbinden sich mit den Erinnerungen des Zeitzeugen Oskar Neumann, der als politischer Widerstandskämpfer im KZ inhaftiert war und später die KPD im Münchner Stadtrat vertrat.
Im Mittelpunkt stehen die antimilitaristische Opposition der frühen Bundesrepublik, die Debatten um die Wiederbewaffnung und die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1956.
Die Zerstörungen und Verheerungen des Zweiten Weltkriegs waren noch unmittelbar präsent.
Regisseur: Christoph Boekel (geb. 1949, Münchner Hochschule für Fernsehen und Film)
Dozent an der Deutschen Film & Fernsehakademie Berlin (1981-82)
Gründungsmitglied/Vorstand der „Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm“.
Ausgezeichnet u.a. auch „Die Spur des Vaters“ (1989 Marler Gruppe beim Adolf-Grimme-Preis und Egon-Erwin-Kisch-Preis), „Verstrahlt und vergessen — Tschernobyl und die Folgen“ (2006)
Sonntag, 06.09.2026 um 17 Uhr. Volxküche St. Pauli, Hafenstr. 116
Hamburg: Meinungsfreiheit in Gefahr
Meinungsfreiheit und unabhängige Justiz: Fundamente des freiheitlich demokratischen Rechtsstaats in Gefahr?
Eine offene Gesellschaft lebt davon, daß jeder seine Meinung sagen darf.
Doch Debattenräume werden verengt, Cancel Culture gefährdet die Demokratie.
Artikel 5 des Grundgesetzes schützt das Recht, seinen eigenen Standpunkt haben und vertreten zu dürfen.
Gespräch und Diskussion mit Prof. Dr. Ulrike Guérot und Prof. Dr. Roland Wiesendanger
Moderation: Martin Nieswandt, Initiator von „Mut zu Zwischentönen“
Veranstalter: Bündnis Mut zu Zwischentönen, Hamburg
3 September @ 19:00 – 21:00
15,00 € – 50,00 €
https://eventfuchs.org/event/meinungsfreiheit/
Veranstaltung von NDS-GK-HH mit Dresdner Liederkönig Yann Song King
Dem Hamburger Gesprächskreis ist es gelungen, den Dresdner Liederkönig Yann Song King zu einer Sonderveranstaltung nach Hamburg zu holen.
Yann bietet feinsinnige Unterhaltungskunst, die garantiert KI-frei entwickelt, also noch rein handgemacht und selbst erdacht daherkommt.
Mit viel Herzblut und Sinn für humane Nuancen komponiert, können seine oft satirisch gestalteten Lieder helfen, die Absurditäten dieser Zeit besser zu ertragen oder gar wegzulachen. Der kritische Blick auf die Politik geht dabei nie verloren.
Der Eintritt ist frei. Mit deiner Spende unterstützt du unsere weiteren Aktivitäten.
Datum: 6. 9. 2026 . Beginn: 19 Uhr . Ort: Café Chrysander, Chrysanderstrasse ı gegenüber Haus-Nr. 22 ı HH-Bergedorf. Mit der S2 nur 21 Minuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt.
Anmeldung: lets-meet.org/reg/f055fb8f9849a20bf6
Webseite: nachdenken-in-hamburg.de
„Doctors under Attack“ – Strategische Zerstörung der Hospitäler in Gaza?
Vorstellung mit Gästen
kritischer Dokumentarfilm von 2025 über die Situation der Ärzte u Sanitäter im Gaza-Krieg.
UK 2025, 65 Min., engl.OmeU https://www.abaton.de/!Gaza:_Doctors_under_Attack