JFI 36-2026 ++ Proteste in den Betrieben: Aufbruch zur Erneuerung der Arbeiterbewegung ++ Sozialstaat verteidigen heißt: Kriegskurs stoppen! ++ VW: Zukunftsplan in den Abstieg ++ Protest gegen Waffenfabrik in Sangerhausen ++ USA: Die Kriegsweltmeister ++

Jour Fixe Info 36-2026. 22. Jahrgang – 04.09.2026

Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

 

Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.

 

01 Auf, auf zum Kampf, zum Kampf! Zum Kampf sind wir geboren!*

Aufbruch zur Erneuerung der Arbeiterbewegung
Von Alwin Altenwald
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/08/29/auf-auf-zum-kampf-zum-kampf-zum-kampf-sind-wir-geboren/

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02 Das Blutgetriebe des Kapitals

Eine 5000-jährige Bilanz der Rüstungsindustrie und ein Manifest für ihre Zerschlagung.
Von Peter Bürger
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/das-blutgetriebe-des-kapitals/
Anmerkung:
Dieser lange Text (10 Seiten) verschafft großen Erkenntnisgewinn! Er beschreibt den militärisch-industriellen Komplex (MIC) als Seele des Kapitalismus, den es zu beseitigen gilt. Im Text werden in Punkt 9. Rüstungskonversion: Der Ausweg aus der Profitlogik und 10. Historisches Fallbeispiel: Der Lucas-Plan (1976) Hebel im Kampf gegen dieses System beschrieben!
Und hier noch in Punkt 12. eine Ökonomische Gegenüberstellung: Rüstungsausgaben vs. soziale Investitionen.
Weltweite Militärausgaben:
3.000.000.000.000 USD pro Jahr
Beendigung des globalen Hungers:

….
45.000.000.000 USD pro Jahr
Flächendeckende globale Bildung:

….
39.000.000.000 USD pro Jahr
Klimaanpassung und globale Energiewende:
…
215.000.000.000 bis 387.000.000.000 USD pro Jahr
Das hieße: Mit etwa 10 % der weltweiten Militärausgaben könnten die Ausgaben gedeckt werden für die Beendigung des globalen Hungers, die f
lächendeckende globale Bildung und die Klimaanpassung und globale Energiewende!
Der Text des Verfassers endet mit den Sätzen:
„Die Überwindung des militärisch-industriellen Komplexes ist keine Frage von moralischer Appellation an die Herrschenden. Sie ist eine Frage des nackten Überlebens und des organisierten Klassenkampfes von unten.Die Arbeiter, die die Waffen bauen, haben die Macht, die Fabriken stillzulegen. Die Bürger, die die Steuern zahlen, haben das Recht, die Prioritäten neu zu bestimmen. Erst wenn die Menschheit die Profitlogik des Todes zerschmettert und die Werkzeuge der Zerstörung in Werkzeuge der planetaren Solidarität verwandelt hat, wird die Geschichte der Rüstungsindustrie enden – und die wirkliche, friedliche Geschichte der menschlichen Zivilisation beginnen“.
Genau auf diesen Sachverhalt wies in seinem Text: Auf, auf zum Kampf, zum Kampf! Zum Kampf sind wir geboren!* unser Autor Alwin Altenwald hin:
„Wenn man die jetzigen Kräfteverhältnisse betrachtet zwischen Arbeiterklasse und Kapital, kann man Angst vor Übermacht von Kapital und Staat bekommen. Doch gegen eine geeinte Macht der Arbeiterklasse, die 90 Prozent der Bevölkerung ausmacht, auch hier in Deutschland, und die die Werte der Gesellschaft erzeugt, sind auch diese Übermächte unterlegen, wenn eine neue Arbeiterbewegung entsteht, mit einer Einheitsfront gegen Kapital und Staat. Das ist ein langer und schwerer Weg und unsere Aufgabe ist es dabei zu sein! Denn die Grundtatsache des Kapitalverhältnisses bleibt: Die Arbeiterklasse ist werteerzeugend und hat die potentielle Macht. Die Klasse der Kapitalisten hat ihre Interessenvertreter, den Staat mit Justiz, Polizei, Bundeswehr, Medien usw. – aber sie sind nicht unbesiegbar wie die Geschichte zeigt“. (DW)

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03 Der Kriegsweltmeister USA

Von 469 Kriegen der USA waren gerade einmal fünf verfassungskonform. Exklusivauszug aus „Broken USA: 250 Jahre Kriege, Unterdrückung und Lügen“.
Nur in 21 der insgesamt 250 Jahre ihrer Existenz haben die USA keinen Krieg geführt.
Inhalt:
Die fünf „großen“ Kriege, verfassungsgemäß
Die 31 weiteren „großen Kriege“
Die 433 „kleinen“ Kriege
Bombardierungen
Mehrfach-Invasionen und Besetzungen
Kriege, die in der Liste der Brown University nicht auftauchen
The US War Machine: Dauerkrieg als Geschäft
Größter Umweltzerstörer — von Umweltbilanzen ausgenommen
Größte Rüstungsindustrie, größter Rüstungsexporteur
https://www.manova.news/artikel/die-kriegsweltmeister

Klare Position von Ulrike Eifler vom Kreis „Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg“

Ihre Minderheitsposition in der IG Metall und welche Gefahren ihr vom Bundesvorstand drohen
Von Alwin Altenwald
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/08/29/klare-position-von-ulrike-eifler-vom-kreis-gewerkschaften-gegen-aufruestung-und-krieg/

Autoarbeiter: Die Stimmung kippt

Unter den Autoarbeitern wächst der Unmut.
Ein Brief von Mercedes Untertürkheim fordert von der IG Metall den Abschied von der Sozialpartnerschaft.
Von Raul Zelik
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1202102.gewerkschaften-mercedes-vw-die-stimmung-kippt.html

DGB-Gewerkschaften und Sozialabbau: Dafür oder dagegen?

Von Mattis Molde
Die Regierung führt den seit langem größten Angriff auf die arbeitende Bevölkerung durch – Krankenversicherung, Pflege, Rente, Bürgergeld, Verlängerung des Arbeitstags – und tut dies als die seit langem schwächste Regierung. CDU und SPD sind selbst als Parteien in einer Krise, werden getrieben von der herrschenden Klasse, vor allem dem Großkapital und deren Sprachrohren, den Unternehmer:innenverbänden und ihren Medien…
Das ist die Stunde der Gewerkschaften – besser: Sie könnte es sein. Gegen den jahrzehntelangen Mitgliederschwund, den Vertrauens- und Bedeutungsverlust könnte eine echte Umkehr erfolgen. Die Gewerkschaften könnten dem ganzen Unmut über diese Regierung eine Stimme verleihen und zur Tat schreiten.
https://arbeiterinnenmacht.de/2026/08/28/dgb-gewerkschaften-und-sozialabbau-dafuer-oder-dagegen/

Jürgen Peters und Helga Schwitzer, (Ex-IG Metall-Vorstand), gegen Kriegstüchtigkeit und Sozialabbau

Wer sich für den Erhalt des Sozialstaates wirkungsvoll einsetzt und die Reduzierung der Sozialausgaben geißelt, darf zum Krieg und zum milliardenschweren Rüstungsprogramm nicht schweigen!
https://zeitung-gegen-den-krieg.de/wp-content/uploads/2026/08/zgk63_01-08web.pdf
Anmerkung:
Es gibt sie noch, hohe IGM-Funktionäre, die den Sachverhalt benennen und uns damit aus der Seele sprechen. Zumindest, Ex-Funktionäre! Sie sagen wie wir: „Wer sich für den Erhalt des Sozialstaates wirkungsvoll einsetzt und die Reduzierung der Sozialausgaben geißelt, darf zum Krieg und zum milliardenschweren Rüstungsprogramm nicht schweigen!“ (Zitat Schwitters). Kollege Peters sagt: „Ich weiß, dass es oftmals Mut braucht, um sich gegen den Mainstream zu stellen. Wer sich nicht „auf Linie“ bewegt, wird in die Ecke gestellt“. Er äußert sich allgemein, aber auf diesen „Mainstream“ und diese „Linie“ wird er auch gestoßen sein bei Gesprächen mit jetzigen VorstandskollegInnen, zB Frau Christiane Benner!
Was wäre, wenn die im Aufbruch befindlichen AutoarbeiterInnen ein go-in in der Zentrale der IGM in Franfurt machen würden? Um gegen die Unterstützung des IGM-Vorstands für die Umdrehung der Rüstungskonversion in Pflugscharen in Waffen und die Zustimmung zur Aufrüstung zu protestieren? Um Frau Benner wegen ihrer Kumpanei mit P. Leibinger vom Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) zur Rede zu stellen. Die beiden sind sich einig, „daß im Land mehr geleistet werden solle!“
Würden die KollegInnen Schwitters und Peters da mitmachen? Sie wären sehr willkommen!
Ein Satz fehlt jedoch bei den beiden. Eine Aufforderung zum Streik, auch zum politischen Streik, um dem Kriegskurs von Kapital und Staat in den Arm zu fallen!
Aber auf jeden Fall: Kollegin Schwitters, Kollege Peters, herzlich willkommen auf unserer Seite! (DW)

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04 Ankündigung nächstes Jour Fixe

*Jour Fixe am 7. Oktober. Die Spur unserer Großväter in Russland. Film gegen die Bedrohungslüge. Mit Diskussion.

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05 VW: 50.000 Arbeitsplätze futsch, vier Produktionsstätten werden geschlossen!

Von Alwin Altenwald
Am Donnerstagabend wurde der Zukunftsplan von VW bekanntgegeben:
Aufsichtsrat stimmt Zukunftsplan 2030 zu: Starkes Signal für die Volkswagen Group
Die dem Zukunftsplan 2030 zugrundeliegende Erhebung sieht eine konzernweite Anpassung der Beschäftigtenzahl in Höhe von rund 50.000 abzubauenden Stellen – inkl. Management-Positionen – vor.
https://www.volkswagen-group.com/de/pressemitteilungen/aufsichtsrat-stimmt-zukunftsplan-2030-zu-starkes-signal-fuer-die-volkswagen-group-20662

Ja, so sehen es die Vertreter der Kapitalisten: Arbeitsplätze und Standorte weg als „Starkes Signal“! Für die 50.000 betroffenen Familien ist das allerdings auch ein starkes Signal – in den sozialen Abstieg!
Interessant, wie die Stimmen von IGM-Seiten sind:…
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/09/04/vw-50-000-arbeitsplaetze-futsch-4-produktionsstaetten-werden-geschlossen/

74 Euro gegen 12 Euro Stundenlohn: VW macht den China-Vergleich zur Krisenformel

Von Martin Wald
VW rechnet Emden gegen China: 4850 Euro Fabrikkosten gegen 1078. Der Aufsichtsrat streitet, während der Vorstand laut einem internen Papier bereits Zahlen für mögliche Werksschließungen vorgelegt haben soll.
https://www.business-punk.com/business/74-euro-gegen-12-euro-stundenlohn-vw-macht-den-china-vergleich-zur-krisenformel/

Aktionszeitung – für eine (Verkehrs)Industrie mit Zukunft

Dossier bei labournet
https://www.labournet.de/branchen/auto/auto-brd-allgemein/aktionszeitung-fuer-eine-verkehrsindustrie-mit-zukunft/

„Tarifrevolution“ bei der IG Metall

Von Björn Hendrik
Im Herbst startet die nächste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Die Unternehmen haben wie stets „nichts zu verteilen“. Die Antwort der IG Metall: Verstehen wir, aber es gibt auch Firmen, die machen viel Gewinn. Also mehr Lohn dort und, klar, weniger bei dem großen Rest. Über eine fatale Logik.
https://overton-magazin.de/top-story/tarifrevolution-bei-der-ig-metall/

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06 Betriebsrat als Standortrisiko – Arbeitgeber fordern Reform

Vom Software-Update bis hin zur Umstellung der Produktion redet der Betriebsrat mit. Das bremst den Strukturwandel und wirft Deutschland im Wettbewerb zurück, warnen Arbeitgeber.
Von Frank Specht
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/arbeitsrecht-betriebsrat-als-standortrisiko-arbeitgeber-fordern-reform-01/100251399.html

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07 Schiffbaubranche: Rückenwind durch Aufrüstung

Volle Auftragsbücher und Beschäftigungszuwächse: Dem deutschen Schiffbau geht es laut der IG Metall blendend; nur fehlen Perspektiven abseits des Militarismus
Von Burkhard Ilschner
https://www.jungewelt.de/artikel/528786.schiffbaubranche-r%C3%BCckenwind-durch-aufr%C3%BCstung.html

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08 Zweite Phase des Naturschutzgroßprojekts „Krautsand“ startet an der Unterelbe

Mehr Raum für Ebbe und Flut heißt mehr Schutz vor Folgen des Klimawandels
https://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/lebens/ulema439.html

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09 Extreme Aktion: Bauern mit ihren Traktoren vernichten ihre Milch

Weltmilchtag 2026: Milchbauern machen Politikversagen im Milchmarkt sichtbar
Europäische Protestaktion von BDM und EMB gegen die systematische Entwertung bäuerlicher Arbeit
Mit einer provokativen Protestaktion machen Milchviehhalter des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) und des European Milk Board (EMB) unmittelbar vor dem Weltmilchtag (1. Juni) öffentlich sichtbar, was aus Sicht der Bauern seit Jahren politisch verdrängt wird: die systematische Entwertung bäuerlicher Arbeit und der Leistung ihrer Tiere.
https://www.bdm-verband.de/pressemitteilungen/weltmilchtag-2026-milchbauern-machen-politikversagen-im-milchmarkt-sichtbar/

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10 Polizei löst friedliche Blockade gegen Kriegsmaschinerie brutal auf!

Von Peter Vlatten
Deutschland rüstet auf und kürzt in allen anderen Lebensbereichen! „Zeitenwende“ bedeutet: die Weichen werden auf Großmacht und „Kriegstüchtigkeit“ gestellt. „Friedenstüchtig“ und „Sozial“, das war gestern.
Gegen diesen Kurs wendet sich ein mehrtägiges Camp von „Rheinmetall Entwaffnen“ in Köln. Es trägt den Protest direkt vor die Tore der Fabriken, in denen die Waffen gebaut werden, direkt vor die Zentralen, von denen aus Krieg und Militarisierung gemanagt sowie die Profite aus Krieg und Waffen in schwindlige Höhen getrieben werden.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/polizei-loest-brutal-friedliche-blockade-gegen-kriegsmaschinerie-auf/

 

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11 Rede von Werner Rügemer am 01.09.2026 bei der Auftaktkundgebung „Eure Kriege ohne uns!“ vom AK Frieden von verdi

Liebe Freunde des Friedens, des Völkerrechts und der Menschenrechte, zu denen übrigens auch die Arbeits- und Sozialrechte gehören!
Ich bringe Euch Grüße aus Köln, aus der Stadt, aus der ich komme: Da steht der große christliche Kölner Dom, weltberühmt. Aber die vorletzten Gläubigen treten aus der Kirche aus, zahlen keine Kirchensteuer mehr. Wie sich auch in ganz Deutschland die Kirchen leeren. Deshalb kostet jetzt der Eintritt in den Dom 12 Euro, weil der Dom sich nur noch als Touristen-Attraktion lohnt. Aber die Kirchenbeamten und der im Generalsrang bezahlte Erzbischof von Köln, zum Beispiel, der zum sexuellen Mißbrauch gelogen hat, müssen doch trotzdem weiter bezahlt werden.
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/09/03/rede-von-werner-ruegemer-am-2-9-2026-im-hamburger-gewerkschaftshaus/
Anmerkung:
Es gab in Köln aber auch schon ein anderes Oberhaupt der katholischen Kirche, den Kardinal Frings, der 1946 in der Silversterpredigt erklärte:„Wir leben in Zeiten, da in der Not auch der einzelne das wird nehmen dürfen, was er zur Erhaltung seines Lebens und seiner Gesundheit notwendig hat, wenn er es auf andere Weise, durch seine Arbeit oder Bitten, nicht erlangen kann“. Damit bezog er sich auf den organisierten Klau von Kohlen von den Güterzügen. Die Bewohner an Rhein und Ruhr waren in den Wintern in ihren Ruinen am Erfrieren. Diese Deutung des 7. Gebotes von Kardinal Frings verbreitete sich rasend schnell. Der Kohlenklau wurde im Volksmund zum
Fringsen. Diese Nähe und Empathie zum Volk ist den heutigen Kirchenfürsten fremd. Sie sind teil der Herrschaftselite! (DW)

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12 Sozialstaat verteidigen heißt: Kriegskurs stoppen!

Mobilisierung von Sagt Nein zu den gewerkschaftlichen Aktionstagen, den Antikriegsprotesten und zur Vernetzung aller kämpferischen Gewerkschafter*nnen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Unterstützer*innen von Sagt NEIN!,

der Herbst beginnt mit einer ganzen Reihe wichtiger Mobilisierungen. Machen wir daraus mehr als einzelne Aktionstage. Verbinden wir den Protest gegen Sozialkahlschlag mit dem Widerstand gegen Aufrüstung, Militarisierung und Kriegspolitik. Die neue Ausgabe unserer Zeitung ´Sagt NEIN!´ findet Ihr zur Verteilung hier.

Es ist gut und überfällig, dass die DGB-Gewerkschaften endlich gegen Arbeitsplatzvernichtung, Sozialkahlschlag und die massiven Angriffe auf unsere hart erkämpften Rechte mobilisieren.

Aber eines darf dabei nicht ausgeblendet werden:
Sozialkahlschlag und Kriegsvorbereitung sind die zwei Seiten derselben Medaille.

https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/sozialstaat-verteidigen-heisst-kriegskurs-stoppen/

Der Herbst des Protests

Deutschland und Europa stehen vor einem Herbst des Protests gegen Hochrüstung und Krieg. Rheinmetall will Kassel und sein Umland in einen Defence Hub Nordhessen transformieren – ein Beispiel für die konkreten Folgen der Militarisierung.
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10518

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13 »Keep Elbit Out«: Protest gegen Waffenfabrik in Sangerhausen

Rund 400 Menschen demonstrierten in Sangerhausen gegen die geplante Ansiedlung des Rüstungskonzerns Elbit Systems. Nun soll ein Bürgerbegehren folgen.
Von Yaro Allisat
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1202152.keep-elbit-out-protest-gegen-waffenfabrik-in-sangerhausen.html

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14 Großes Polizeiaufgebot: Israelisches U-Boot „Drakon“ passiert NOK

Heute Morgen hat das größte bisher in Kiel gebaute U-Boot, „Drakon“, die Werft TKMS verlassen. Die Überführung nach Israel verläuft zunächst durch den Nord-Ostsee-Kanal und wird von einem großen Polizeiaufgebot begleitet.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/grosses-polizeiaufgebot-israelisches-u-boot-drakon-passiert-kanal,ubootisrael-100.html

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15 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG

Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats

Arbeitslosigkeit steigt weiter!
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/arbeitsmarkt-so-wenige-offene-stellen-wie-seit-jahren-nicht/100251812.html

Schwerbehinderte verlieren zunehmend ihre Arbeit
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/arbeit-arbeitslosigkeit-bei-schwerbehinderten-deutlich-gestiegen/100250990.html

Misere bei den Ausbildungsangeboten
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/azubis-ausbildung-lehrlinge-100.html

Mietenwahnsinn!

https://www.jungewelt.de/artikel/529015.mietenwahnsinn-mieter-am-limit.html

Finanzielle Zukunftssorgen bei Familien nehmen zu
https://www.jungewelt.de/artikel/529029.umfrage-finanzsorgen-von-eltern-nehmen-zu.html

Teilzeitarbeit auf Rekordstand
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/teilzeitarbeit-in-deutschland-iab-meldet-rekordstand-accg-201179194.html

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16 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN

Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!

IG Metall: Mitglieder fordern einen härteren Kurs
https://www.merkur.de/wirtschaft/brandbrief-an-ig-metall-chefin-haerterer-kurs-gefordert-zr-94469855.html
https://www.welt.de/wirtschaft/article6a955472d88567044d84b2fe/klassenkampf-von-oben-mercedes-gewerkschafter-attackieren-ig-metall-chefin-christiane-benner.html

Verdi: Weitere Warnstreiks in den Häfen geplant
https://www.tagesschau.de/inland/regional/tarifstreit-spitzt-sich-zu-warnstreik-in-norddeutschen-seehaefen,hafenstreik-104.html

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17 Kuba: Sonne und Solidarität

Während ein Großteil der Welt den US-Zwangsmaßnahmen gegen Kuba tatenlos zusieht, liefert eine Gruppe solidarischer Länder direkte materielle Unterstützung
Von Volker Hermsdorf
https://www.jungewelt.de/artikel/print.php?id=529050

Brücken über die Meerenge von Florida: Fidel Castro, der Heilige Stuhl und die neue diplomatische Initiative für Kuba

Angesichts einer anhaltend schwierigen Wirtschaftslage auf der Insel hat der brasilianische Dominikaner und Befreiungstheologe Frei Betto eine bemerkenswerte diplomatische Initiative gestartet: Er schlägt den ersten US-amerikanischen Papst der Geschichte, Leo XIV., als Vermittler vor.
Von Manfred Böhm
https://www.pressenza.com/de/2026/09/bruecken-ueber-die-meerenge-von-florida-fidel-castro-der-heilige-stuhl-und-die-neue-diplomatische-initiative-fuer-kuba/

Vollständige Sammlung Ausgewählter Werke von Fidel Castro Ruz zum Download bereit

https://de.granma.cu/cuba/2026-08-20/vollstandige-sammlung-ausgewahlter-werke-von-fidel-castro-ruz-zum-download-bereit

„Eine herzzerreißende Lage“

Interview mit Walter Baier über die Lage in Kuba, über die vollständige Untätigkeit der EU im Hinblick auf die US-Aggression gegenüber dem Land und über das neue Abkommen der Europäischen Linken mit Kubas Regierungspartei.
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10522

Geldspenden für Kuba

• Allgemein: Netzwerk Cuba e.V. (Berlin), GLS Bank, IBAN: DE28 4306 0967 1206 4415 00
• für Gesundheit: Förderverein Humanitäre Cuba Hilfe HCH, Sparkasse Dortmund, IBAN: DE52 4405 0199 0091 0160 36, Stichwort: Cuba-Projekte
• für Energie: Netzwerk Interred Cooperacion e.V. (Frankfurt/M.); Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00, Stichwort Solar Cuba

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18 Mumia Abu-Jamal, Angela Davis u.a.:

An Irans politische Gefangene, die „zwischen zwei Scherenklingen“ gefangen sind

https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/08/30/mumia-abu-jamal-angela-davis-u-a-an-irans-politische-gefangene-die-zwischen-zwei-scherenklingen-gefangen-sind

Solidarität mit iranischen Gefangenen: Die »Campists« machen mobil

Eine Solidaritätserklärung mit iranischen Gefangenen entfacht eine internationale linke Debatte. Was dahinter steht, erörtert Raul Zelik.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1202160.solidaritaet-mit-iranischen-gefangenen-die-campists-machen-mobil.html

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19 Termine:

Jeder Acker, Jede Fabrik – Ideen für eine notwendige Revolution

Wir laden ein ins mpz zum nächsten mpz-salon
am Montag, den 07. September 2026, 19 Uhr
Film und Diskussion. Zu Gast: Filmemacher*innen
http://www.labournet.tv/de/videos/JAJF-trailer
(Film von Labournet TV https://www.labournet.tv/de und Angry Workers, 67 Minuten)

Die Art und Weise, wie wir unser Leben produzieren, ist dumm, gefährlich und grausam. Es ist an der Zeit über eine Revolution nachzudenken, die die Gesellschaft grundlegend verändert.
Wir haben Genoss*innen zu den revolutionären Momenten der 1970er Jahre befragt. Wir haben mit Leuten gesprochen, die sich derzeit an Debatten über eine neue Produktionsweise beteiligen. Wir haben dutzende Arbeiter*innen interviewt, die sich aktuell auf Gemüseäckern, in Umspannwerken, Krankenhäusern oder U-Bahnschächten zur Wehr setzen.
In “Jeder Acker, jede Fabrik” wird aus all diesen Stimmen ein konkretes Bild davon entwickelt, wie der Übergang in eine post-kapitalistische Gesellschaft aussehen könnte. – Für alle, die ihren Kopf nicht in den Sand stecken wollen.
Auch in den 70er Jahren beschränkte das Erbe und die real-existierende Existenz der Sowjetunion den Horizont der Bewegung. Im Film fragen wir Genoss*innen, wie man sich vorstellen kann, eine Rätemacht auf eine gesellschaftliche Ebene zu heben, ohne dabei von einem Planstaat oder Marktstrukturen zur Koordination abhängig zu werden.
Wir besprechen die Idee der Arbeitszeitrechnung, die von Rätekommunisten entwickelt wurde, und die Grundzüge einer freien Kommunistischen Produktionsweise.
Dabei stehen Interviews mit Arbeiter*innen aus den wesentlichen Sektoren, mit ihren Erfahrungen aus Großfabriken, der Landwirtschaft, der Energieversorgung oder dem Gesundheitswesen, im Mittelpunkt.
Wie müsste sich eine Arbeits-und Produktionsweise verändern, so dass alle Produzent*innen nicht nur formal das Recht haben, sich an Entscheidungen zu beteiligen, sondern auch das dafür notwendige Wissen besitzen?
https://mpz-hamburg.de/neu/kontakt/

Der Lange Atem

Antimilitaristische Opposition und Wiederbewaffnung in Westdeutschland 1945–1955
Filmvorführung und Gespräch
„Die Bundesregierung erklärt ihre feste Entschlossenheit, die Neubildung irgendwelcher Streitkräfte zu verhindern.“
Der Film DER LANGE ATEM dokumentiert den Weg von der unmittelbaren Nachkriegserfahrung zur Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Tonaufnahmen, Fotos und Wochenschauausschnitte verbinden sich mit den Erinnerungen des Zeitzeugen Oskar Neumann, der als politischer Widerstandskämpfer im KZ inhaftiert war und später die KPD im Münchner Stadtrat vertrat.
Im Mittelpunkt stehen die antimilitaristische Opposition der frühen Bundesrepublik, die Debatten um die Wiederbewaffnung und die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1956.
Die Zerstörungen und Verheerungen des Zweiten Weltkriegs waren noch unmittelbar präsent.
Regisseur: Christoph Boekel (geb. 1949, Münchner Hochschule für Fernsehen und Film)
Dozent an der Deutschen Film & Fernsehakademie Berlin (1981-82)
Gründungsmitglied/Vorstand der „Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm“.
Ausgezeichnet u.a. auch „Die Spur des Vaters“ (1989 Marler Gruppe beim Adolf-Grimme-Preis und Egon-Erwin-Kisch-Preis), „Verstrahlt und vergessen — Tschernobyl und die Folgen“ (2006)
Sonntag, 06.09.2026 um 17 Uhr. Volxküche St. Pauli, Hafenstr. 116

Veranstaltung von NDS-GK-HH mit Dresdner Liederkönig Yann Song King

Dem Hamburger Gesprächskreis ist es gelungen, den Dresdner Liederkönig Yann Song King zu einer Sonderveranstaltung nach Hamburg zu holen.
Yann bietet feinsinnige Unterhaltungskunst, die garantiert KI-frei entwickelt, also noch rein handgemacht und selbst erdacht daherkommt.
Mit viel Herzblut und Sinn für humane Nuancen komponiert, können seine oft satirisch gestalteten Lieder helfen, die Absurditäten dieser Zeit besser zu ertragen oder gar wegzulachen. Der kritische Blick auf die Politik geht dabei nie verloren.
Der Eintritt ist frei. Mit deiner Spende unterstützt du unsere weiteren Aktivitäten.
Datum: 6. 9. 2026 . Beginn: 19 Uhr . Ort: Café Chrysander, Chrysanderstrasse ı gegenüber Haus-Nr. 22 ı HH-Bergedorf. Mit der S2 nur 21 Minuten vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt.
Anmeldung: lets-meet.org/reg/f055fb8f9849a20bf6
Webseite: nachdenken-in-hamburg.de

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