Jour Fixe Info 37-2026. 22. Jahrgang – 11.09.2026
Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg
Die im Jour Fixe Info wiedergegebenen Beiträge werden aufgrund ihres Informationsgehalts ausgesucht. Sie sind nicht identisch mit den Auffassungen der Redaktion. Bei Beiträgen zB aus FAZ und Welt ist das klar. Aber auch bei Beiträgen zB aus jw oder nds muß eine Übereinstimmung nicht der Fall sein. Die Anmerkungen unter einigen Artikeln geben die Meinung der Anmerkenden wieder.
- 01 Jour Fixe 253: Filmvorführung „Jeder Acker, jede Fabrik“
- 02 Ankündigung nächstes Jour Fixe
- 03 Gegensätze zwischen Basis und IGM-Vorsitzender Benner werden öffentlich ausgetragen!
- 04 IG-Metall Berlin: „Nein zur Wehrpflicht und Militarisierung“
- 05 „Red Storm Charlie“ in Hamburg: Worauf bereitet sich die Bundeswehr vor?
- 06 Versammlung von Arbeitern und Gewerkschaftern in Hamburg:
- 07 Kölner Polizei knüppelt und kesselt Antimilitarist:innen ein!
- 08 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
- 09 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
- 09 Streik verloren, Kampf eröffnet
- 10 Ukrainische Soldaten fliehen während Ausbildung in Sachsen-Anhalt
- 11 Termine
01 Jour Fixe 253: Filmvorführung „Jeder Acker, jede Fabrik“
Von Labournet.tv (Berlin) und den Angry Workers (Großbritannien)
Der Saal bei ATIF in der Bartelstraße war gut gefüllt, fast 40 Menschen waren gekommen. Wir hatten nach dem Film eine angeregte Diskussion, auch mit den beiden FilmemacherInnen – das war sehr gut!
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/09/11/253-jour-fixe-filmvorfuehrung-jeder-acker-jede-fabrik/
02 Ankündigung nächstes Jour Fixe
*Jour Fixe am 7. Oktober. Die Spur unserer Großväter in Russland. Film gegen die Bedrohungslüge. Mit Diskussion.
03 Gegensätze zwischen Basis und IGM-Vorsitzender Benner werden öffentlich ausgetragen!
Von Alwin Altenwald
Selten wurde in der Vergangenheit so deutlich, daß auf eine Bekundung, daß die Gewerkschaftsführung sich auf der Seite der Kapitalisten befindet, von KollegInnenseite so drastisch reagiert wurde.
Deutlich beschreibt hier Christoph Kapalschinski (Welt) in prägnanter Weise diesen jüngsten Zusammenprall:
Gewerkschafter attackieren IG-Metall-Chefin Christiane Benner
https://gewerkschaftslinke.hamburg/2026/09/05/gegensaetze-zwischen-basis-und-igm-vorsitzender-benner-oeffentlich-ausgetragen/
Gewerkschafterin zu VW: Werksschließungen „nicht besiegelt“
Werksschließungen seien nicht unausweichlich, betont Christiane Benner, Vorsitzende der IG Metall. Es gebe die Chance, Alternativen für die Werke zu entwickeln.
Video 32 Minuten
https://www.zdfheute.de/video/heute-journal/werkschliessungen-nicht-besiegelt-100.html
Anmerkung:
Frau Benner widerspricht der Erklärung des VW-Vorstandes, der sie auch zugestimmt hatte, daß die Werkschliessungen nicht besiegelt nicht besiegelt seien!„Beim Thema Rüstung hat sich die IGM sehr engagiert“! (DW)
„Gipfeltreffen“ von Regierung, Kapital und Gewerkschaftsführern:
Gut gelaunt und in konstruktiver Atmosphäre gegen soziale Errungenschaften
Alle fanden das Treffen gut und wichtig und Einlader Kanzler Merz hat ihm eine „ausgesprochen gute und konstruktive Atmosphäre“ bescheinigt. Das hat wohl auch die IGM-Vorsitzende Christiane Benner so empfunden. Nach Ende der Veranstaltung hat sie der Presse erklärt: „Sie sehen mich gutgelaunt“.
Andern Tags, am 11. Juni 2026, hat sie im Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe nachgelegt und festgestellt: „Der gestrige Sozialpartnerdialog zeigt: Wir müssen im Gespräch bleiben, auch wenn es beizeiten herausfordernd ist…“ „Ziel der Gewerkschaften sei: die Realität der Betriebe und Beschäftigten in die politische Entscheidungsfindung einzubringen. Reformen seien notwendig…“ „Wir wissen, es braucht Veränderung, wir sind lösungsorientiert, aber es muss gerecht und durchdacht sein. Anders geht es nicht.“ (Infos dts-Nachrichtenagentur oder Funke 11.6.)
https://www.kaz-online.de/artikel/gut-gelaunt-und-in-konstruktiver-atmosphaere-gegen
VW-Vorstand will Produktion in Zwickau 2031 beenden
Im VW-Werk in Zwickau soll einem Medienbericht zufolge 2031 die Fahrzeugproduktion enden. Der Volkswagen-Vorstand hat demnach einen entsprechenden Beschluss einstimmig gefasst.
Auch für drei weitere deutsche Standorte gibt es konkrete Zeitpläne für ein Produktionsende.
Dem Bericht zufolge ist das auch ohne Zustimmung des Aufsichtsrats möglich.
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/schliessung-werk-zwickau-produktion-aufsichtsrat-,vw-1408.html
Aufsichtsrat stimmt Zukunftsplan 2030 zu: Starkes Signal für die Volkswagen Group
VW: Sozial-ökologische Produktionsumstellung wurde versäumt!
Vernetzung „Zukunftswerk Osnabrück“ kritisiert Übernahme des VW-Werks durch Rüstungskonzern
https://www.robinwood.de/pressemitteilungen/vw-sozial-oekologische-produktionsumstellung-wurde-versaeumt
Sagt Nein! 50.000 Jobs weg – und Rüstung als „Alternative“? – VW Osnabrück zeigt, was anderen Werken droht
Rüstung statt Cabrios: Land will VW-Werk Osnabrück übernehmen
Am VW-Standort Osnabrück sollen voraussichtlich Rüstungsgüter für Israel produziert werden.
„Wir haben einen wichtigen Meilenstein für unsere Kolleginnen und Kollegen in Osnabrück erreicht“, sagt Daniela Cavallo, Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende der Volkswagen AG. Christiane Benner, Vorsitzende der IG Metall, betonte, die „industrielle Perspektive für Osnabrück und die Region“ bedeute „vor allem Sicherheit für die Beschäftigten und ihre Familien“
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/ruestung-statt-cabrios-land-will-vw-werk-osnabrueck-uebernehmen,vw-1490.html
Kriegsvorbereitung statt Zukunftsperspektive in Deutschland, diesmal: Remarques Heimatstadt wird zur Rüstungsschmiede
Von Frank Blenz
Pünktlich nach dem 1. September, dem Weltfriedenstag, erreicht die deutsche Öffentlichkeit eine weitere Nachricht unter vielen, dass der Umbau der Zivilgesellschaft in eine kriegerische Stück für Stück vorankommt. Das VW-Autowerk Osnabrück wird zu einer Rüstungsfabrik umgebaut. Man nennt es zynisch „Rettung durch Rüstung“, das Land Niedersachsen (also wir) übernimmt das Werk zusammen mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael. Statt PKW werden künftig Teile für das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ produziert und so ein paar Arbeitsplätze „gesichert“.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=156010
Anmerkung:
Ein Treppenwitz der Weltgeschichte. Ausgerechnet in Osnabrück baut ein israelischer Rüstungskonzern im ehemaligen VW-Werk Raketenteile! In Osnabrück, der Stadt des Westfälischen Friedens von 1648, die sich deshalb Friedensstadt nennt. In Osnabrück, der Stadt von Erich Maria Remarques. Allerdings mit dem früheren Oberbürgermeister und jetzigen Kriegsminister Pistorius…(DW)
„Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik“
Eine Resolution der IG Metall Vertrauensleute Mercedes Benz Stuttgart Untertürkheim
https://www.kaz-online.de/artikel/schluss-jetzt-protest-widerstand-streik
VW: Danke für nix
Die Einigung über das Kürzungsprogramm für Volkswagen ist sehr schlecht für die Beschäftigten und ein Schlag gegen die Mitbestimmung.
Von Stephan Krull
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1202283.autoindustrie-vw-danke-fuer-nix.html
Anmerkung:
Der VW-Vorstand erklärte:
„Der Aufsichtsrat hat mit seinem Beschluss zur Kenntnis genommen, dass eine Produktionsüberkapazität von 500.000 Fahrzeugen in Europa im Volkswagen Konzern besteht und für die Werke Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm aktuell keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden kann. Für diese Werke werden parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft.“
Man muß diese Formulierung (am Ende der Erklärung!) schon genau lesen: „keine Folgebelegung ab 2031“ und „ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten“ prüfen. Vager geht’s nicht!
Ist das eine Bestandsgarantie für die Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm!?
Es ist ein Formulierung für die dortigen Kolleginnen, die ihnen Hoffnung über 2031 hinaus geben soll und Widerstand verhindern.
Die Kolleginnen werden genau beobachten, ob es in den nächsten Jahren Instandhaltungen und Investitionen geben wird. (DW)
Da haut ein IG-Metall Vertrauensmann von VW Braunschweig deutlich auf den Tisch
Weitere Vertrauensleute schliessen sich ihm an! Sie rebellieren gegen IGM-Vorstand!
Wofür zum Teufel wurde 2024 eigentlich verzichtet?
fragt ein Mitglied der Initiative IGMvU Gruppe Braunschweig zur Volkswagen-Aufsichtsratsitzung am 03.09.2026
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/75856-2/
IG-Metaller aus den Autokonzernen rufen auf zur Gegenwehr – Petition unterschreiben!
Die Bosse und ihre Regierung haben den Beschäftigten den Krieg erklärt. Unsere Antwort kann nur sein: Gegenwehr jetzt!
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/ig-metaller-aus-den-autokonzernen-rufen-auf-zur-gegenwehr-petition-unterschreiben/
04 IG-Metall Berlin: „Nein zur Wehrpflicht und Militarisierung“
Die Delegiertenversammlung der IG Metall Berlin verabschiedete am 7.9.2026 eine von der örtlichen IG -Metalljugend eingereichte Resolution „Gegen Wehrpflicht und Militarisierung!“
Wir wünschen uns, dass erstens diese Positionierung und Erklärung breit bekannt wird. Wir wünschen uns, dass zweitens die Inhalte dieser Erklärung tatsächlich fester Bestandteil der praktischen Arbeit der örtlichen IG Metall werden und der Kampf um soziale Forderungen mit einer antimilitaristischen Arbeit verbunden wird. Wir wünschen uns, dass drittens die Zusammenarbeit mit allen relevanten Kräften in Berlin gegen Militarisierung und Kriegskurs gesucht wird. Wir wünschen uns, dass viertens gerade auch die IG Metall Jugend über den 3. Oktober hinaus sich an den antimilitaristischen Aktionen gegen Wehrpflicht beteiligt und mit dem Bündniss gegen Waffenproduktion in Berlin – dem größten Zusammenschluss junger Menschen gegen Militarisierung in unserer Stadt – zusammenarbeitet. Die Hände bleiben ausgestreckt.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/ig-metall-berlin-delegierte-nein-zur-wehrpflicht-und-militarisierung/
05 „Red Storm Charlie“ in Hamburg: Worauf bereitet sich die Bundeswehr vor?
In die Übung »Red Storm Charlie« werden auch zivile Akteure in Hamburg eingebunden, sagt Anne M.
Interview: Martin Dolzer
In Hamburg findet vom 24. bis 26. September die Bundeswehr-Übung »Red Storm Charlie« statt. Hier soll insbesondere die Zusammenarbeit von Militär und zivilen Organisationen im Kriegsfall geübt werden. Unter anderem der Hamburger Flughafen, die Hamburger Hafenlogistik HHLA und das Arbeitsamt sind beteiligt. Was kommt da auf die Stadt zu?
https://www.jungewelt.de/artikel/print.php?id=529496
06 Versammlung von Arbeitern und Gewerkschaftern in Hamburg:
Wie stärken wir den Kampf und die Solidarität in unseren Betrieben?
Unter diesem Motto kamen am 3. September rund 50 Kolleginnen und Kollegen aus knapp 40 Betrieben in Hamburg zusammen. Angesichts von Stellenabbau, Reallohnverlusten, Angriffen auf Arbeitszeit und Rente sowie Kürzungen im sozialen Bereich diskutierten sie darüber, wie aus wachsender Unzufriedenheit gemeinsamer Widerstand werden kann.
Die Diskussion blieb deshalb nicht bei Forderungen an Gewerkschaftsführungen stehen. Mehrfach wurde betont, dass Veränderungen von unten organisiert werden müssen. Wo Betriebsgruppen fehlen, müssen sie aufgebaut werden. Wo Vertrauensleutestrukturen eingeschlafen sind, müssen sie wiederbelebt werden. Und wo Kolleginnen und Kollegen skeptisch oder resigniert sind, hilft keine moralische Belehrung, sondern die gemeinsame Diskussion über konkrete Erfahrungen im Betrieb.
https://yenihayat.de/versammlung-von-arbeitern-und-gewerkschaftern-in-hamburg-wie-staerken-wir-den-kampf-und-die-solidaritaet-in-unseren-betrieben/
07 Kölner Polizei knüppelt und kesselt Antimilitarist:innen ein!
Diese zeigen Solidarität und Haltung – „Unsere Stimmen lassen sich nicht einkesseln“
Von Peter Vlatten
Unter dem Motto „Die Kriegstreiber stoppen“ zogen ab Samstagmittag Tausende Menschen durch die Kölner Innenstadt. Die Großdemonstration bildete den Abschluss des antimilitaristischen Rheinmetall-Entwaffnen-Camps, mit 5 Tagen Workshops, Vorträgen und Aktionen. Im Zentrum stand die Kritik an Aufrüstung, Militarisierung und Kriegstreiberei, aber auch an dem unweigerlich damit verbundenen sozialen Kahlschlag und dem Kaputtsparen aller zivilen Aufgaben in unserer Gesellschaft.
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/koeln-polizei-knueppelt-und-kesselt-antimilitaristinnen-ein/
Rheinmetall Entwaffnen: 2.000 Kriegsgegner:innen trotzen Polizeigewalt und Kessel
Von Perspektive Online
https://perspektive-online.net/2026/09/rheinmetall-entwaffnen-2-000-kriegsgegnerinnen-trotzen-polizeigewalt-und-kessel/
08 KRISENFOLGEN IM KAPITALISTISCHEN NIEDERGANG
Kurze Meldungen zu den Auswirkungen für die proletarische Bevölkerung.
Die globale Finanzkrise ab 2008 mit Auswirkungen auf die Realwirtschaft, wie dem Rückgang der Industrieproduktion wie im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA läßt sich als ökonomische Zeitenwende einordnen.
Das Jahr 2019 gilt als der Ausgangspunkt einer dramatischen weltweiten kapitalistischen Überproduktionskrise, in deren Gefolge sich wieder einmal (wie z.B. 1929) Inflation, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Raubkriege zwischen den großen Wirtschaftsmonopolen und ihren Staaten verstärken.
Ein weiterer Krisenfaktor sind aktuell die weltweiten Zollerhöhungen durch Trump.
Die Fortsetzung der Großen Rezession bedroht zunehmend die Lebens- und Arbeitslage des Proletariats
Stark wachsende Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland
https://www.berliner-zeitung.de/article/es-brennt-an-allen-fronten-ostdeutschland-verliert-jede-woche-hunderte-arbeitsplaetze-10371504
Armutsrisiko steigt bei jungen Menschen in der Ausbildung
https://www.zeit.de/news/2026-09/07/wenn-das-geld-in-der-ausbildung-knapp-wird
09 AUS DEN DGB-GEWERKSCHAFTEN
Meldungen zu Kämpfen um Lohn und Tarife, um Erhalt der Arbeitsplätze (gegen Entlassungen, Betriebsschließungen, Outsourcing, Produktionsverlagerungen), um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um die (wenigen) Arbeitsrechte und um Organisationsprobleme, sowie Meldungen zu Stellungsnahmen des DGB allgemein politischer Natur.
Dabei nicht vergessen: Kämpfe unter DGB-Fahnen und DGB-Parolen sind nicht bloß Aktionen des DGB, sondern in Wirklichkeit solche der KollegInnen und Belegschaften!
IG Metall: Beginn der Tarifrunde in der Metall-und Elektroindustrie
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/dpa-tarifrunde-fur-37-millionen-16038029.html
IG Metall: 35-Std.-Woche wird verteidigt
https://www.jungewelt.de/artikel/529569.ig-metall-verteidigt-35-stunden-woche.html
IG Metall: Löhne nicht mehr „zeitgemäß“
https://www.news38.de/wolfsburg/vw/article300702933/vw-neues-entgeltsystem-lohn-gehalt-ig-metall-2027-beschaeftigte-kulissen.html
DGB: Kommentar zu den AfD-Erfolgen in Sachsen-Anhalt
https://www.zeit.de/news/2026-09/07/dgb-chefin-abschneiden-der-afd-ist-warnsignal-fuer-alle
09 Streik verloren, Kampf eröffnet
Von German Bender
Tesla hat den längsten Arbeitskampf Schwedens gewonnen. Für Europas Gewerkschaften ist die Niederlage ein Weckruf.
Nach 1 027 Tagen endete am 19. August der Tesla-Streik, der Arbeitskampfgeschichte schrieb. Begonnen hatte er am 27. Oktober 2023, als rund 40 Mechaniker in zehn Werkstätten in ganz Schweden die Arbeit niederlegten.
https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/streik-verloren-kampf-eroeffnet-9283/
10 Ukrainische Soldaten fliehen während Ausbildung in Sachsen-Anhalt
Mehr als 80 ukrainische Soldaten, die in Sachsen-Anhalt ausgebildet werden sollten, sind geflohen, um dem Kriegsdienst in der Heimat zu entkommen. Insgesamt gibt es in Deutschland mehrere Hundert solcher Fälle. In der Ukraine drohen Deserteuren bis zu zwölf Jahre Haft.
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/jerichow/deserteure-fliehen-100,ukrainische-soldaten-122.html
Der Weg in den Abgrund
Russland stuft den Einsatz weitreichender britischer Drohnen im Ukrainekrieg als britische Kriegsbeteiligung ein und droht mit einer entsprechenden Antwort. Auch Deutschland liefert weitreichende Drohnen.
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10507
Andrej Bezrukov: Der neue Krieg und was wir tun sollten
Andrej Bezrukow ist Präsident des Verbandes für den Export technologischer Souveränität, Professor am Lehrstuhl für angewandte Analyse internationaler Probleme der MGIMO des russischen Außenministeriums, Oberst des Nachrichtendienstes (im Ruhestand), Mitglied des Präsidiums des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik.
Der Autor des Artikels. Andrej Bezrukov, ist ein kühler Analytiker der russischen Gegebenheiten und äußert sich immer wieder zu möglichen Entwicklungen seines Landes. Schon im Juni Jahres hatte er auf dem Petersburger Wirtschaftsforum mit einer fulminanten Rede Aufsehen erregt, die er praktisch aus dem Stegreif hielt.
https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/der-neue-krieg-und-was-wir-tun-sollten-2
11 Termine
Das Kino 3001 in Hamburg zeigt vom 9. bis 13. September 2026 cine cubano
DIE LAGE IN KUBA VERSCHÄRFT SICH WEITER! Unser bescheidener Beitrag: KUBA SOLL LEBEN!
Dafür präsentieren wir mehrere Events in der kommenden Woche in Hamburg:
– 9. – 13. September, 3001-Kino: CINE CUBANO: Tage des kubanischen Films mit dem kubanischen Kult-Regisseur Eduardo del Llano
An vier Abenden präsentieren wir aktuelle kubanische Filme, Kurzfilme und Klassiker. Die Vorführungen werden vom kubanischen Filmemacher Eduardo del Llano und dem Hamburger Filmemacher und Kuba Kenner Peter Weymar begleitet. Wir zeigen diese Reihe in schwierigsten Zeiten für Kuba – auch als Anregung für jede*, über Kuba ins Gespräch zu kommen und dazu beizutragen, dass dieses Land mit seinen bewundernswerten Menschen das Leben wieder selbstbestimmt gestalten kann.
9.9. El mundo del Nelsito, 19 Uhr
10.9. Kurzfilme von Eduardo del Llano
12.9. La Mujer Salvage
13.9. Die Reise von Nazim nach Kuba
https://www.3001-kino.de/specials/cine-cubano
Veranstaltung „Aufrüstung und Klimawandel“ mit zwei namhaften Fachleute
Es geht um die ökologischen Schäden, die Rüstung und Kriege verursachen. Aktuell fließen erhebliche Mittel in die Aufrüstung und den Ausbau der Armee, während wichtige Maßnahmen zum Klimaschutz, Umweltschutz und zur Erhaltung der Biodiversität eingeschränkt werden. Militärische Projekte und Einsätze erhöhen den Ausstoß von CO2 und verursachen große Umweltschäden.
*Dr. Angelika Claußen ist Vorsitzende des International Physicians for the Prevention of Nuklear War (IPPNW), deutsche Sektion. Die IPPNW setzen sich seit über 40 Jahren gegen Kriegsgefahren und für Maßnahmen gegen den Atomkrieg ein. 1985 erhielten sie dafür den Friedensnobelpreis.
*Prof. Dr. Jürgen Scheffran, Hamburg, leitet die Forschungsgruppe „Klimawandel und Sicherheit“ (CLISEC) an der Universität Hamburg, die aus dem Klima-Exzellenzcluster der Universität hervorgegangen ist. Er hat sich insbesondere mit den ökologischen Folgen von Rüstung und Krieg beschäftigt und dazu wichtige Veröffentlichungen vorgelegt.
Montag, 14. September, 18 Uhr, GEW, Rothenbaumchaussee 15 (Rückgebäude)
Dr. Hermann Kaienburg: c/o Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
DGB-Kundgebung 26.9.
Rednerin: Andrea Kocsis, stellvertretende ver.di-Vorsitzende
Ort: Demo am Heidi-Kabel-Platz (Hauptbahnhof), Kundgebung am Rathausmarkt
Zeit: Demo 10:30, Kundgebung 11:55 Uhr
Film DIE COUSINS anläßlich des 90. Jahres des Spanischen Bürgerkriegs
am 23. September um 20:00 Uhr im Lichtmess Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg Altona
https://lichtmess-kino.de/film/die-cousins/
Mit Diskussion, was wir aus dem tragischen Verlauf des Spanischen Bürgerkriegs unter den damals so komplizierten politischen Bedingungen für heute mitnehmen können.
Hauptsächlich ist es jedoch ein Film über Viktor und Heinz Prieß, die ihr Leben in so beeindruckender Weise dem Kampf gegen den Faschismus für eine freie Gesellschaft und ein Leben in Freiheit und Würde gewidmet haben.
Ihr könnt diesen Abend auch dafür nutzen, für eure Veranstaltungen gegen das Nato-Manöver Red Storm Charlie, gegen die Aufrüstung, für den Schulstreik gegen die Wehrpflicht am 25. September und gegen die Waffenlieferungen aus dem Hamburger Hafen und eure weiteren friedenspolitischen Aktivitäten zu werben.
Filmemacher Christian Lehmann-Feddersen
mpz: Wir zeigen den Film: ‚Freistaat Mittelpunkt – Das Leben von Ernst Otto Karl Grassmé‘
von Kai Ehlers/ D 2019 / 79 min
Mittwoch, den 23. September 2026, 19 Uhr Sternstraße 4 / 1. Stock im Laubengang
(Schräg gegenüber der U-Bahn-Station Feldstraße)
Zu Gast: Filmemacher Kai Ehlers
Als psychisch Kranker wurde Ernst Otto Karl Grassmé im Nationalsozialismus interniert und zwangssterilisiert. 1939 entlassen entkam er gerade noch dem Euthanasieprogramm. Nach diesen Erfahrungen lebte er als Einsiedler in der Nähe Elmshorns. Seine Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Rassenideologie setzen sich nach dem Krieg fort.
Eintritt frei – Spende erwünscht
https://mpz-hamburg.de/neu/veranstaltungen/
Einladung zur Veranstaltung zu den ‚Ulm 5‘
in der Volxküche, St. Pauli Hafenstraße 116, Freitag 18.09.2026 19:00 Uhr
Kommt vorbei und/oder verbreitet die Einladung.
FHH Freier Hafen Haufen
Iran: Vierter Jahrestages des Widerstands und Kampfes im Rahmen des revolutionären Aufstands „Frau, Leben, Freiheit“!
Wir gedenken des vierten Jahrestages dieses Aufstands, der nach der Ermordung von Gina Mahsa Amini durch die islamische Regierung niedergeschlagen wurde!
Dieser Widerstand wurde unter Führung von Frauen und durch den kreativen Kampf der Jugend durchgeführt, sie mobilisierte verschiedene Bevölkerungsgruppen und erzielte zahlreiche Erfolge.
Wir, die linken, demokratischen, feministischen und queeren (LGBTQ+) Kräfte und Kollektive, gehen gemeinsam und vereint in: Berlin, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Kassel, London, Münster, Straßburg, Venedig, usw. auf die Straße.
Wir unterstützen den Widerstand und die Proteste von Frauen*, Arbeiter*innen, Lehrer*innen, Rentner*innen und Studierenden, die Standhaftigkeit politischer Gefangener, die Kampagne „Nein zu Hinrichtungsdienstag“, die zum 138. Mal in 61 iranischen Gefängnissen wöchentlich streikt.
• Nieder mit dem Regime der islamischen Republik Iran!
• Es lebe Freiheit, Demokratie, Gleichheit!
Kundgebung in Hamburg am Samstag, 12.9. um 12 Uhr. Am Kriegsklotz, Dammtorbahnhof.
Veranstalter: Frauenperspektive in Hamburg e.V. und Transnationale Solidaritätsvereinigung
Liebe Palästina-Aktivist*innen und Nahost-Interessierte, wir laden Euch herzlich ein zur
KUNDGEBUNG ZUM WELTKINDERTAG 2026 KINDER IN PALÄSTINA
AM SAMSTAG, 19.SEPTEMBER 2026, 14-17 UHR IN HAMBURG-ALTONA
OTTENSER HAUPTSTRAßE 1, FREIFLÄCHE BEI RESTAURANT BOK
WIR WOLLEN MIT WORT UND BILD ÜBER DIE AKTUELLE LAGE, BESONDERS DER
KINDER, IN GAZA, WESTBANK UND OSTJERUSALEM INFORMIEREN
UND LADEN EUCH HERZLICH EIN, MIT UNS ÜBER DIE VERANTWORTUNG UNSERER
POLITIKER UND UNSERE SOLIDARITÄTSMÖGLICHKEITEN ZU DISKUTIEREN!
Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V.,info@dpfv.org
Straßenaktion in Hamburg für Palästina, Foto-Ausstellung: Sibylle und Lea