Einladung zum 251. Jour Fixe am 01.07.2026 um 18:30 Uhr
Armut, Wut und Einsamkeit – Wie wirkt sich Armut aus?
Lässt sich Einsamkeit und Vereinzelung wandeln in Widerstand?
Bericht von Olivier David*
Wie Brecht so schön sagte:
„Denn die einen sind im Dunkeln. Und die anderen sind im Licht.
Und man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.“
Olivier David bringt sie ins Licht und auf die Bühne.
Laut aktuellem Armutsbericht gehört Hamburg zu den Bundesländern mit einer überdurchschnittlich hohen Armutsquote mit 18,9 %. Damit ist fast jede fünfte Person in Hamburg von Armut betroffen.
Die Folgen schildert Olivier David.
Wir diskutieren über diese Schattenseite und was wir tun können.
– Wer ist hauptsächlich betroffen?
– Regt sich Widerstand?
– Wie sieht der Widerstand aus (z.B. bei Rentnern, denen sogar ein Teil Ihrer Einnahmen durch Flaschensammeln von der Grundsicherung einbehalten wird, bei Kindern und Jugendlichen, bei alleinerziehenden Frauen etc.)?
– Was sagt die Gewerkschaft?
– Und das was ihr zur Sprache bringen wollt
*Olivier David, 1988 in Hamburg geboren, ist Schriftsteller. In seinen Büchern „Keine Aufstiegsgeschichte“ (2022) und „Von der namenlosen Menge“ (2024) schreibt David über Armut, Klassenverhältnisse und psychische Gesundheit. 2026 wurde „Keine Aufstiegsgeschichte“ im Ernst Deutsch Theater in Hamburg uraufgeführt. Das Theaterstück war sehr gut besucht und es wird daher im September weitere Aufführungen geben. Der Essayband „Von der namenlosen Menge“ wird derzeit in mehrere Sprachen übersetzt.
Olivier David schreibt von eigener Erkrankung, von den Menschen aus seiner Familie und denjenigen, die er als seine Klasse bezeichnet.