Veranstaltungen

Die nächsten Jour Fixe

Sofern nicht anders angegeben finden die offenen Treffen der Gewerkschaftslinke Hamburg regelmäßig am 1. Mittwoch des Monates im Curio-Haus statt.

Jour Fixe 164

Datum: 06/06/2018

Uhrzeit: 18:30 - 21:30

Ort: Curio-Haus - Rothenbaumchaussee 15 - 20148 Hamburg - Hofdurchgang

Hafenarbeiter kämpfen gegen neues Container-Terminal.

Sie fürchten um ihre Jobs, drohen mit Streik und fordern einen Runden Tisch.

1. Mai Demo – Hafenarbeiter gegen ein neues Container-Terminal in Steinwerder

Es berichten: Norbert Paulsen (HHLA-Konzernbetriebsrat), Jörn Wölke (Betriebsrat GHB)

Die Planungen von Senat, Wirtschaftsbehörde und HPA, nach dem erfolgten ‚Ideenwettbewerb’ für die Fläche Steinwerder, haben bei den Kolleginnen und Kollegen auf den Terminals große Unsicherheit ausgelöst, da alle betroffen sein werden.

Geplant ist ein weiteres automatisiertes Containerterminal mit angeschlossenem Logistikbereich, das von einem chinesischen Konsortium realisiert werden soll.

Da soll jetzt auch die Infrastruktur (Flächenherrichtung, Bau von Kaimauern und Liegeplätzen) vom Investor getragen werden. Das gab es so noch nie im Hamburger Hafen und wird auch nur von einem Großinvestor durchzuführen sein. Damit sich das rentiert, soll die Pachtdauer, abweichend von allen anderen Terminals auf 60 Jahre verlängert werden.

Das wird nicht zu mehr Beschäftigung führen, sondern zu Umverteilung, mehr Konkurrenz und Druck auf Tarif- und Arbeitsbedingungen.

Das Schicksal der Kollegen des Buss Hansa Terminals, der von der FHH für fast 140 Mio. EUR für weitere Planungen zurückgekauft worden ist, ohne irgendwelche Sicherungen für die dort Beschäftigten zu vereinbaren, ist noch gut in Erinnerung. Sie sind zum Teil jetzt noch arbeitslos.

Wirtschaftsbehörde und Senat betreiben die Planungen weiter ohne jede Einbeziehung der Arbeitnehmerseite

Alle Versuche mehr Transparenz in die Planungen zu bringen und die Interessen der im Hafen Beschäftigten einzubringen, sind bisher ins Leere gelaufen.

Auf der Demo am ersten Mai haben die Kolleginnen und Kollegen deutlich gemacht, dass sie das so nicht hinnehmen wollen.

Wie kann es jetzt weiter gehen?

Fotos: Demo Hafenarbeiter 1.Mai, Layout des neuen Terminals (Deckblatt der Mitarbeiterzeitschrift „Wellengang“ der Hamburg Port Authority

 

Jour Fixe 165

Datum: 04/07/2018

Uhrzeit: 18:30 - 21:30

Ort: Curio-Haus - Rothenbaumchaussee 15 - 20148 Hamburg - Hofdurchgang

Arbeitswissenschaftler Wolfgang Hien
Arbeitswissenschaftler Wolfgang Hien

Gegen die Gesundheitszerstörung in der Arbeitswelt – eine andere 68er Geschichte

Der Historiker Peter Birke interviewte Wolfgang Hien anlässlich dessen „50 Jahre“ gewerkschaftlicher, politischer und wissenschaftlicher Aktivität.

Aus sieben mehrstündigen Gesprächen wurde ein Buch, das einen völlig anderen Zugang zu Geschichte der 68er Bewegung eröffnet. (Zum Buch: Siehe unten). Nicht von der Uni zur Fabrik, sondern umgekehrt: Eine Geschichte, die in der Fabrik anfängt, in der der Mensch nur „Material“ ist, und schließlich, über viele Stufen zu einer kritischen Wissenschaft führt, die sich nach wie vor um Leben und Gesundheit am Arbeitsplatz sorgt.

Das ist ein Weg, der von vielen Entfremdungs- und Fremdheitserfahrungen gekennzeichnet ist, und manches erinnert an die Schilderungen Didier Eribons. Es geht in diesem Buch um die persönliche Auseinandersetzung um Menschenwürde und Gesundheit am Arbeitsplatz, angefangen von der Lehrlingsbewegung und der politischen Betriebsarbeit seit Mitte der 1960er Jahre in der chemischen Industrie, später auch in der Stahlindustrie, bis heute. Nach der Industriearbeit kam ein Übergang in die Wissenschaft. Stationen von Hiens Lebensweg sind u.a. BASF, Thyssen, Krebsforschungszentrum und die Universität Bremen.

Es folgte ein Einsatz als hauptamtlicher Gesundheitsschützer beim DGB-Bundesvorstand und danach – bis heute – das freiberufliche Engagement für eine kritische und – sowohl für die Unternehmen als auch für Gewerkschaften – oft unbequeme Arbeitswissenschaft, die sich an der Situation der Lohnabhängigen orientiert und für die Würde des Menschen in der Arbeitswelt eintritt.

Die „neue Arbeitswelt“ ist keinesfalls „gesunder“ als die „alte“. In vielen Bereichen haben sich Arbeitsverhältnisse prekarisiert, und die körperlichen Belastungen sind geblieben. Hinzu kommen – und dies gilt flächendeckend für alle Bereiche – enorme psychische Belastungen, die durch die Digitalisierung noch verschärft werden.

All dies sind nicht unbedingt Themen, mit denen wissenschaftliche oder politische Karriere zu machen ist, vor allem, wenn man sich dem Mainstream des vorherrschenden Wirtschaftlichkeitsdenkens verweigert.

Wolfgang Hien und Peter Birke (ist angefragt) werden Kerninhalte ihres Buches vor- und zur Diskussion stellen.

Gegen die Zerstörung von Herz und Hirn“ – „68“ und das Ringen um menschenwürdige Arbeit. VSA, Hamburg 2018

Jour Fixe 166

Datum: 01/08/2018

Ort: Treffpunkt und die Stationen des Rundganges werden noch bekanntgegeben

Hafenführung mit Gerd Müller

(früher Betriebsrat bei HHLA)

Es geht zu Fuß durch den Hafen und mit der Barkasse zu wichtigen Orten

 

Andere Veranstaltungen

(in Vorbereitung)

Es gibt keine zukünftigen Events.