Veranstaltungsarchiv

Jour Fixe 243

Datum: 03/12/2025
Uhrzeit: 18:30
Ort: Bartelsstr. 25, (bei Atif, Hinterhof). 5 Minuten von U-/S-Bahn Sternschanze. 7 Minuten von U-Bahn Feldstr.

Einladung zum 243. Jour Fixe am 03.12.2025 um 18:30 Uhr

Wie weiter in Gaza/Palästina?

Bericht von Nader el Sakka

Der Referent ist Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinde in Hamburg u. Umgebung und stammt aus Gaza.

  • Wie stellen sich die Organisationen des Widerstands zu dem sogenannten Friedensplan von Trump?
  • Die Kräfte für die Schaffung von Strukturen und Organisationen in Gaza.
  • Die Situation in Gaza, Westbank und Jerusalem und die Chancen für einen Staat Palästina mit gleichen Rechten für alle Menschen: Muslimen, Juden, Christen.
  • Die Implosion der israelischen Gesellschaft.
  • Die Haltung der arabischen Massen und Regierungen in den Nachbarstaaten.
  • Die große Solidarität in Europa und der Welt!

 

Jour Fixe 242

Datum: 12/11/2025
Uhrzeit: 18:30
Ort: Bartelsstr. 25, (bei Atif, Hinterhof). 5 Minuten von U-/S-Bahn Sternschanze. 7 Minuten von U-Bahn Feldstr.
Krankenhaus Groß-Sand muss bleiben
Krankenhaus Groß-Sand muss bleiben

 

Einladung zum 242. Jour Fixe am 12.11.2025 um 18:30 Uhr

Schließung vom Wilhelmsburger Krankenhaus Groß Sand: Der jahrelange Kampf um seinen Erhalt

Vorher in der aktuellen halben Stunde Bericht vom Kollegen Manfred über die 13. Basis-Delegationsreise nach Griechenland über die brisante dortige Situation.

Die geplante Schließung des Krankenhauses Groß Sand in Wilhelmsburg ist ein unverzeihlicher Angriff auf die Gesundheitsversorgung der Menschen im Süden Hamburgs.

Die vom katholischen Bistum Hamburg betriebene Schließung des Krankenhauses beschäftigt die Menschen in Wilhelmsburg und Harburg seit Jahren.

Für das Bistum ist das Krankenhaus ein Klotz am Bein, für die Stadtoberen in Hamburg angeblich verzichtbar.

Dieser Fall offenbart exemplarisch, was mit der sogenannten „Krankenhausreform“ der Bevölkerung zugemutet wird: eine drastische Verschlechterung der Gesundheitsvorsorge in der Breite zu Gunsten der Profitmaximierung der Krankenhauskonzerne.

Wenn umgesetzt wird, was der Lauterbachsche Krankenhausschließungsplan vorsieht, dann werden in wenigen Jahren statt z.Zt. noch rd. 1600 nur noch die Hälfte, also 800 Krankenhäuser bundesweit vorhanden sein. Soweit so schlecht.

Wie rücksichtslos dies gehandhabt wird, zeigt sich am Wilhelmsburger Krankenhaus:

Ohne Berücksichtigung der speziellen Insellage, der anfälligen Verkehrswege und der fehlenden Alternativen bei schweren Notfällen werden rd. 60.000 Bewohner und weitere tausende Beschäftigte in den hafennahen Industrien ohne Notaufnahme und umfassende Krisenversorgung alleingelassen. Dabei wird sich die Zahl der Inselbewohner nach Beendigung der laufenden Neubauvorhaben noch um rund 20.000 erhöhen.

Wie schnell sich eine Notfallsituation ergeben kann, hat der kürzliche Großbrand auf der Veddel gezeigt, der zum Glück glimpflich verlief. Nur wenige Tage später ist die Notaufnahme im Krankenhaus in Harburg durch einen Brand ausgefallen. Somit stand mehreren 10000 Menschen im Süden Hamburgs keine Notaufnahme zur Verfügung.

Beschäftigte aus dem Krankenhaus berichten über ihre Erfahrungen, den Kampf gegen die Schließung, die Verantwortungslosigkeit des Senats und des Bistums und wie der Kampf um den Erhalt des Krankenhauses weitergeht.

 

Jour Fixe 241

Datum: 01/10/2025
Uhrzeit: 18:30
Ort: Bartelsstr. 25, (bei Atif, Hinterhof). 5 Minuten von U-/S-Bahn Sternschanze. 7 Minuten von U-Bahn Feldstr.
Panama - Demonstration
Panama – Demonstration

Einladung zum 241. Jour Fixe am 01.10.2025 um 18:30 Uhr

Panama: Große Kämpfe in einem kleinen Land

Referent: Hinrich Schultze
 
Warum machen wir ein Jour Fixe zu einem kleinen Land am anderen Ende des Globus?

 

Über Panama wurde jüngst auch hier viel berichtet, als bekannt wurde, daß Trump nicht nur Ansprüche erhob gegen Grönland, Kanada und Mexico sondern auch gegen Panama.

Es wurde auch bei uns über massive gewerkschaftliche Kämpfe berichtet und die Verfolgung der Gewerkschaftsführer und auch RentnerInnen wehrten sich gegen die Zerschlagung des Rentensystems, was hier Nachhall fand.

Unser Referent, Hinrich Schultze, Fotograph und Filmemacher, ist seit 2007 auf Einladung der dortigen Gewerkschaft öfter in Panama, manchmal monatelang.

Worüber er uns berichten wird, kann als beispielhaft gelten für die Kämpfe im Trikont, wo sich die Menschen wehren gegen den Hegemon USA und die einheimische Ausbeuterklasse.

Seit 500 Jahren sind die Ressourcen der Meerenge Amerikas Objekt der Begierden auswärtiger Mächte. Verschärft durch aktuellen Ansprüche der USA stehen soziale Organisationen im neoliberal regierten Panama stark unter Druck. Die grösste Gewerkschaft des Landes kämpft um ihr Überleben.

Gewerkschaftsführer sind im Gefängnis oder auf der Flucht. Nach massiven Streikmassnahmen wurden tausende Chiquita Arbeiter entlassen, neue Arbeitsmöglichkeiten werden unter schlechteren Bedingungen durch den Konzern erpresst.

Der Fotograf Hinrich Schultze berichtet von einem kleinen Land, seiner wechselvollen Geschichte und den aktuellen Ambitionen der US-Regierung.

 

Jour Fixe 240 – „Draußen-Jour Fixe“

Datum: 03/09/2025
Uhrzeit: 18:45
Ort: Treffpunkt um 18:15 Uhr S-Bahnhof Wilhelmsburg. Es geht pünktlich los!
Biergarten
© zum-anleger.de – Der Biergarten Zum Anleger

Einladung zum 240. Jour Fixe „Draußen-Jour Fixe“ am 3. September 2025

 

Stadtteilführung durch Wilhelmsburg. Industrieentwicklung ehemals und heute. Wilhelmsburg alt & neu

 

Mit Andromeda v. Prondzinski, im Stadtteil eingeboren, aber zwischenzeitlich leider weggentrifiziert.
Start am 3.9.2025 18:45 Uhr, S-Bahnhof Wilhelmsburg. Es geht pünktlich los!

 

Was ist aus dem hafennahen Industriestandort und dem Hafenarbeiter-Stadtteil geworden?

 

Auf einer Wanderung vom Wilhelmsburger S-Bahnhof über das alte Bahnhofsviertel, das teils langzeitbrache Korallusviertel (ein nicht funktionierendes Investorenparadies!) über die neue Wilhelmsburger Reichsautobahn, die nur noch als Ruine vorhandene alte Reichsstraße ersetzt, und über die erste befestigte Überlandstraße Norddeutschlands gelangen wir zum Vering-Kanal, einst prosperierendes Industrie-Areal mit aktuell wenigen noch vorhandenen Resten der ehemaligen Nutzung (die Katzenkocherei!), aber viel hinterlassener Altlast.

Hier können wir den Relikten der ‚Indu‘, der späteren Hafenbahn, nachtrauern, die dem LKW weichen musste.

Über das „quirlige“ Reiherstiegviertel – so wird es gerne vermarktet – mit den schön gestiegenen Mieten

gelangen wir zur abschließenden Einkehr im Biergarten „Zum Anleger“ am Ernst-August-Kanal,

der seinen Namen nicht vom Prügelprinzen hat, sondern von einem seiner Vorfahren.
Von dort können wir dann den Blick auf den Wilden Wald genießen – der noch steht, obwohl die untote IBA-GmbH ihn gerne betonieren möchte.

 

Jour Fixe 239

Datum: 06/08/2025
Uhrzeit: 18:30
Ort: Bartelsstr. 25, (bei Atif, Hinterhof). 5 Minuten von U-/S-Bahn Sternschanze. 7 Minuten von U-Bahn Feldstr.
Friedenswanderung mit Rainer Böhme
Friedenswanderung mit Rainer Böhme

Einladung zum 239. Jour Fixe am 06.08.2025 um 18:30 Uhr

In Kooperation mit Olmo, Kulturverein Fuhlsbüttel

 

Die Spaltung der Gesellschaft, der damit verbundene Rechtsruck und die Rolle der AfD und anderer rechter Organisationen…

am Beispiel von Sebnitz, einer deindustriealisierten Kleinstadt in Sachsen

Referent: Rainer Böhme

Rainer Böhme legte in Sebnitz sein Abitur ab, versah danach in Berlin seinen 3jährigen Dienst bei der NVA, war Volontär beim Fernsehen der DDR, wurde dann aber in der Hauptstadt der DDR Kriminalist u. a. Kripochef in Berlin-Marzahn.

Nach der Wende kehrte er in seine Heimat zurück, wo er als Reiseveranstalter selbständig war. Schon bald war er politisch in der Linkspartei aktiv, macht noch immer Musik und veröffentlichte bisher 7 Bücher.
Seit Jahren versucht er in seinem Umfeld die Friedensbewegung zu aktivieren und setzt sich aktuell vor allem mit dem Thema Rechtsentwicklung auseinander.

Er vertritt u. a. folgende Meinung: Da die AfD und andere Rechtskräfte Zulauf vor allem im Ergebnis der Politik von CDU, SPD, Grünen und FDP haben, kann ihnen nicht durch Gesetze eben dieser Parteien Einhalt geboten werden.

Auch die Linke findet selten die richtige Weise der Auseinandersetzung mit rechter Ideologie. Das versucht der Referent mit Beispielen aus seinem Umfeld zu belegen.

Zur Frage Verbotsantrag, Brandmauern, Gespräche ja oder nein und mögliche Bündnispartner gibt es sicher unterschiedliche Auffassungen. Darüber können oder sollten wir reden und unsere Meinungen austauschen.

 

Zur Situation in Sebnitz:

Die rassistische Anzeige des Dachdeckermeisters Ronney Weis im Sebnitzer Amtsblatt im April 2025 rief bundesweit Empörung hervor. So gerieten nebenbei auch die Probleme der sächsischen Grenzregion in den Fokus (die Kleinstadt Sebnitz liegt unmittelbar an der Grenze zu Tschechien). Obendrein wurde im April bekannt, dass der größte Arbeitgeber in Sebnitz, Bosch, seinen Standort mit 280 Beschäftigten bis Ende 2026 aufgeben und nach Ungarn verlagern will. Zu DDR-Zeiten waren in Sebnitz mehrere Großbetriebe angesiedelt (Bohrmaschinen, Landmaschinen, Kunstblumen, Herrenmode, Plastik).

 

Jour Fixe 238

Datum: 02/07/2025
Uhrzeit: 18:30
Ort: Bartelsstr. 25, (bei Atif, Hinterhof). 5 Minuten von U-/S-Bahn Sternschanze. 7 Minuten von U-Bahn Feldstr.

Einladung zum 238. Jour Fixe am 02.07.2025 um 18:30 Uhr !

 

Ursachen der sozialpartnerschaftlichen Beschränktheit von Gewerkschaften und Arbeiterparteien. Wie kann diese Schranke zumindest teilweise überwunden werden?

Referent: Klaus Dallmer,

Autor des Buches „Die Meuterei auf der „Deutschland“ 1918/19 – Anpassung, Aufbäumen und Untergang der ersten deutschen Arbeiterbewegung“

 

August Bebel und Wilhelm Liebknecht gingen für ihre Ablehnung des deutsch-französischen Krieges stolz ins Gefängnis. 44 Jahre später stimmte die SPD den Kriegskrediten zu und die Gewerkschaften erklärten den Streikverzicht.

Die Revolutionären Obleute nutzten die gewerkschaftlichen Strukturen für die Massenstreiks und die Revolution –  6 Tage nach der Revolution vereinbarten die Gewerkschaften mit den Unternehmern die gegenseitige Anerkennung.

Die Führung des Deutschen Metallarbeiterverbandes konnte die linke Opposition erst im Oktober 1919 stürzen, also 11 Monate nach der Revolution.

Beim Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920 rief die ADGB-Führung zum Generalstreik auf, leistete dann aber der Niederschlagung der Roten-Ruhr-Armee Vorschub.

  • Wie erklären sich diese widersprüchlichen Verhaltensweisen?
  • Wie wirken die Integrationskräfte des Kapitalismus auf Arbeiterparteien und Gewerkschaften?
  • Vor welchen Probemen stehen wir heute?
  • Wie erklärt sich die hartnäckige Sozialpartnerschaft und wie kann sie überwunden werden?

 

Jour Fixe 237

Datum: 04/06/2025
Uhrzeit: 18:30
Ort: Bartelsstr. 25, (bei Atif, Hinterhof). 5 Minuten von U-/S-Bahn Sternschanze. 7 Minuten von U-Bahn Feldstr.
Film: Gewinner waren wir nicht
Film: Gewinner waren wir nicht …

Einladung zum 237. Jour Fixe am 04.06.2025 um 18:30 Uhr !

 

Gewinner waren wir nicht, aber wir haben gekämpft

Filmabend mit einem Videofilm der Filmwerkstatt Hamburger Metaller, der Geschichtswerkstatt Barmbek und
des MPZ Hamburg e.V. Hamburg 2008, von Jürgen Kinter,
103 Minuten

 

Aus aktuellem Anlass, in dem Betriebsschließungen und -verlagerungen zu den täglichen Meldungen gehören und Maschinen- und Autobau teilweise auf Rüstungsproduktion umgestellt werden (kriegstüchtig werden…), ist es lehrreich und interessant, wie vor rund 40 Jahren die Kolleginnen und Kollegen gegen die damals durchgeführten Betriebsschließungen in Hamburg reagiert haben.

Wie haben die Hamburger Metaller gegen die Massenentlassungen und Betriebsschließungen bei Kampnagel, Heidenreich & Harbeck, MAN und die Werftenschließung bei HDW gekämpft?
Wie hat die Hamburger Bevölkerung darauf reagiert und ihre Kämpfe und die Betriebsbesetzung bei HDW unterstützt?
Wie haben sich die Gewerkschaften verhalten?

Der Film dokumentiert ein spannendes Stück Zeitgeschehen.
Die Kolleginnen und Kollegen berichten von Ihrem Arbeitsalltag und den Erfahrungen bei diesen Auseinandersetzungen.

 

Jour Fixe 236

Datum: 28/05/2025
Uhrzeit: 18:00
Ort: Universität HH, HWP-Hörsaal, Von-Melle-Park 9 (4er oder 5er Bus bis Stabi)
Peter Mertens
Peter Mertens

Einladung zum 236. Jour Fixe am 28.05.2025 um 18 Uhr !

 

Meuterei lohnt sich – Brot, Frieden, Würde erkämpfen!

Diskussionsveranstaltung mit Peter Mertens, Generalsekretär der Partei der Arbeit Belgiens und Autor des Buches „Meuterei“

Unterstützer/Mitveranstalter: Junge Welt, MASCH e.V Hochschulgruppe, Gruppe ‚International solidarisch – Schluss mit Austerität‘, Seniorenaufstand/RentenZukunft, Hamburger Wählervereinigung Die Wahl

 

Peter Mertens, seit 2008 Vorsitzender, heute Generalsekretär der Partei der Arbeit Belgiens (PvdA / PTB) diskutiert in seinem kürzlich erschienen Buch die Herausforderungen im globalen Kampf für tatsächlich menschenwürdige Verhältnisse unter dem Motto Meuterei!. Er reflektiert darin die aktuellen wie auch historischen Voraussetzungen für gelingende soziale Aufstände und Umwälzungsprozesse und geht dabei der Frage nach, wie die Vielen, die die Gesellschaft durch ihre Arbeit und ihr Engagement tagtäglich am Laufen halten und weiterentwickeln, dazu kommen, auch das Steuerrad zu übernehmen. Dabei kann Peter Mertens auf die Erfahrungen mit der Entwicklung einer ehemals marxistischen Kleinstpartei der außerparlamentarischen Opposition hin zu einer Partei mit Einfluss zurückblicken. In der europäischen Hauptstadt Brüssel erreichten die Marxisten“ 20,9 Prozent, wurden zur drittstärksten Partei, unter den Erstwählern erzielten sie gar 29 Prozent.

Die Welt ist in einem fundamentalen Umbruch. Die politische, sozio-ökonomische und beherrschende kulturelleVorrangstellung des neoliberalen kapitalistischen Gesellschaftsmodells westlicher Prägung zerfällt.

Die viel gepriesene freie Marktwirtschaft hat klar bewiesen, dass sie außer Stande ist, auch nur ein einziges der global drängenden Menschheitsprobleme Frieden, soziale Ungleichheit und Unterdrückung, demokratische Teilhabe und gerechte Verteilung des Reichtums, nachhaltiges Wachstum, Beendigung von Klima- und Umweltzerstörung, Hunger, soziales Elend und Epidemien zu lösen.

Das neue Selbstbewusstsein des Globalen Südens und die wachsende Kooperation der BRICS-Staaten fordern die alte Weltunordnung heraus. Ebenso tun es die sich verschärfenden Kämpfe für eine sozial gerechte und menschenwürdige Gesellschaftsentwicklung in den Industrienationen selbst.

Die Profiteure und ideologischen Verfechter der bestehenden kapitalistisch geführten Unordnung wissen sich angesichts ihrer fundamentalen Krise nicht zu helfen. Durch eine militarisierte Zuspitzung der Konkurrenz versuchen sie das Chaos innenpolitisch und weltpolitisch zu verteidigen. Dafür zögern sie nicht, sich auch extrem rechter, demagogischer Kräfte zu bedienen.

Deswegen wollen wir mit Peter Mertens folgende Fragen diskutieren:

  • Wie lässt sich die aktuelle tiefe Krise des neoliberalen Kapitalismus verstehen und deuten?
  • Worauf können wir unsere Zuversicht stützen für die Hervorbringung einer sozialen und zivilen Zeitenwende?
  • Welche Einsichten und Antriebe sind für die Herausbildung einer international solidarisch kämpfenden Arbeiterbewegung entscheidend zu entwickeln?
  • Wie kann die Durchsetzung eines sozial-transformatorischen Richtungswechsels ohne die Herrschaft des Kapitals in Europa gelingen?
  • Welche Bedeutung kommt dabei den fortschrittlich orientierten Kräften in Belgien und der BRD zu?
  • Wie sieht die Praxis der PVDA / PTB in den Betrieben, in den Gewerkschaften und im Parlament aus?
  • Wie löst die PVDA / PTB die Spannungen auf, die sich zwischen ihrer Positionierung an der Basis und in den Parlamenten ergeben können.

Jour Fixe 235

Datum: 02/04/2025
Uhrzeit: 18:30
Ort: Bartelsstr. 25, (bei Atif, Hinterhof). 5 Minuten von U-/S-Bahn Sternschanze. 7 Minuten von U-Bahn Feldstr.

 

Einladung zum 235. Jour Fixe am 02.04.2025 um 18 Uhr 30

 

Die Krise in der Autoindustrie. Und welchen Ausweg gibt es für die Arbeiterklasse?

 

Referent: Lars Hirsekorn (genannt Hirse), VW-Arbeiter und Betriebsrat in Braunschweig

Nicht nur VW plant Betriebsschließungen, Personalabbau und Lohnkürzungen. Das betrifft auch Ford, Daimler, Audi und die Zulieferer. Der Kollege Hirse wird aber nicht erst in dieser aktuellen Auseinandersetzung zu Stellungnahmen aufgefordert sondern er ist seit vielen Jahren gewerkschaftspolitisch unterwegs.

Hirse war es, der im Juni 2019 auf einer Betriebsversammlung in Braunschweig seine Kritik am Auto zum ersten Mal öffentlich vortrug: https://gewerkschaftslinke.hamburg/2019/09/10/autokritische-rede-von-vw-arbeiter-lars-hirsekorn-auf-betriebsversammlung-in-braunschweig/

Er war erstaunt, daß er den Beifall der KollegInnen bekam, was daran lag, daß er Alternativen für die Betriebsproduktion aufzeigte: die Produktion von Fahrzeugen für den Öffentlichen Personenverkehr. Und Arbeitsplätze beim ÖPNV, sind teilweise sogar schon besser bezahlt, als der 3-Schichtbetrieb bei einigen VW-Töchtern.

Für ihn ist die Autoproduktion, auch von E-Autos, eine Sackgasse.

Er unterstützt deshalb von Anfang das Projekt Verkehrswendestadt Wolfsburg. Ebenso den Kampf bei der Auto-Zulieferer-Fabrik GKN (Florenz), wo KollegInnen ihre Fabrik besetzt haben und eine Alternativ-Produktion in Angriff genommen haben: https://solidaritaet-und-klassenkampf.org/2024/09/aktion-in-kiel-solidaritaet-mit-der-belegschaft-und-dem-collettivo-di-fabbrica-gkn-bei-florenz/

Hirse wird uns über die Rolle der IG Metall bei den letzten Tarifverhandlungen und den drohenden Betriebsschließungen berichten, über die Zusammenarbeit mit Aktiven aus der Zivilgesellschaft, besonders bei Klimabewegung. 

Auch über die Vorstellungen angesichts der drohenden Betriebsschließungen. Sind Vergesellschaftung und Betriebsbesetzung ein Thema?

Wie wirkt die Propaganda für die Konversion von Auto- in Rüstungsfabriken?

Welche Rolle spielen AfD-nahe Gewerkschaften im Betrieb?

Die Abschlußfrage: Welchen Ausweg aus der Autokrise gibt es aus Arbeitersicht?

Wir sind in der günstigen Lage, daß an diesem Abend die Kollegen Ulf, Sven und Gerwin (Daimler Harburg, Daimler Bremen) dabei sein werden und mit ihren Einschätzungen, beruhend auf jahrzehntelanger Gewerkschaftspraxis, den Abend bereichern werden!

 

Jour Fixe 234

Datum: 05/03/2025
Uhrzeit: 18:30
Ort: Bartelsstr. 25, (bei Atif, Hinterhof). 5 Minuten von U-/S-Bahn Sternschanze. 7 Minuten von U-Bahn Feldstr.
Lothar-Schroeter-Der-Ukrainekrieg
aktuelles Buch unseres Referenten

Einladung zum 234. Jour Fixe am 05.03.2025 um 18 Uhr 30

(Jour Fixe mit Unterstützung von Kulturverein Olmo e. V.)

 

Der Ukrainekrieg. Die Wurzeln, die Akteure und die Rolle der NATO. Die andere Sicht

Schlachtfeld Ukraine: Hintergründe und Analysen. Der neue kalte Krieg – Die Chronik des epochalen geostrategischen Konflikts

Referent: Dr. sc.phil. Lothar Schröter

 

Nach dem Studium der Geschichte und der russischen Sprache an der Pädagogischen Hochschule „Clara Zetkin“ in Leipzig arbeitete der Genosse Schröter bis 1990 als Wissenschaftler am Militärgeschichtlichen Institut der DDR in Potsdam. Zuletzt war er als Major der Nationalen Volksarmee Abteilungsleiter Militärgeschichte der BRD und der NATO.

Die Welt befindet sich nach Überzeugung des Militärhistorikers in einem fundamentalen geostrategischen Umbruch, vergleichbar nur mit den Teilungen der Welt nach 1917 und nach 1945 sowie mit den Entwicklungen nach 1989/90. Gegenwärtig haben wir es zu tun mit einem epochalen machtpolitischen Grundkonflikt: Der Westen unter Führung der USA und mit der NATO als weltweit agierendem Militärblock gegen die Volksrepublik China, Russland und gegen den »globalen Süden«. Um seine Hegemonie zu behaupten, muss der Westen in weiterer Zukunft China bezwingen, vorher aber Russland als Machtfaktor ausschalten, meint Schröter. In diesen globalen politischen Kontext stellt er den gegenwärtigen Krieg auf dem Territorium der früheren Ukrainischen Sowjetrepublik.

Stimme zum Buch: Der Ukrainekrieg. Die Wurzeln, die Akteure und die Rolle der NATO
»Hier sei vorhergesagt: Dieses Buch wird einmal eines der bedeutsamsten Nachschlagewerke zum Ukraine-Krieg sein und ist es bereits jetzt. Allein schon die 680 Anmerkungen zu Quellen, die Bibliografie und das Personenregister machen es zu einem Musterfall guter alter Wissenschaftsschule. Der Band enthält eine umfassende Darstellung des Ukraine-Krieges – seiner Vorgeschichte, seines Ablaufs seit 2014 und seiner Einordnung in die weltpolitische Konfrontation des Westens mit Russland.« (UZ/Arnold Schölzel)