LabourNet: Offener Brief eines Blohm+Voss Arbeiters

LabourNet dokumentiert den offenen Brief eines Blohm + Voss Kollegen,
der heute Morgen (21.6.) vor den Werkstoren verteilt wurde.

„Klar, meine Wut richtet sich gegen die Herren von Lürssen.
Aber sie richtet sich auch gegen die Haltung meiner IG Metall. Wozu bin ich in der Gewerkschaft?“

Schiffbauer in Angst. Bei Blohm+Voss steht jeder dritte Arbeitsplatz auf der Kippe – wie konnte es so weit kommen? » LabourNet Germany

„… Die vor 140 Jahren gegründete Großwerft erlebt turbulente Zeiten, seit der Mehrheitseigner ThyssenKrupp beschloss, das Unternehmen abzustoßen. 2010/11 scheiterte der anvisierte Verkauf nach Abu Dhabi, 2012 griff dann Star Capital Partners für rund 150 Millionen Euro zu. Der britische Private-Equity-Fonds bearbeitete B+V mit dem Filetmesser: Die lukrativen Teile des Werftkomplexes wurden mit hohen Gewinnen verkauft, der Rest liegen gelassen. (…) Zu Beginn der Verhandlungen am 17. März platzte eine Bombe: Lürssen teilte mit, nicht nur bis zu 300 Stellen abbauen, sondern auch die Gehälter der verbleibenden Beschäftigten kürzen zu wollen – durch „Anpassungen bei der Entgelttabelle“, wie es beschönigend heißt. Auch Weihnachts- und Urlaubsgeld, die derzeit zusammen 1,3 Monatsgehälter ausmachen, stünden zur Disposition. (…) Blohm + Voss hofft auf den Bau von Marineschiffen für die Bundesrepublik, über deren Bestellung gerade im politischen Berlin gestritten wird. Laut Geschäftsführer Dehlke will die Werft künftig „einen bedeutenden Beitrag zur Fertigung von Marineschiffen leisten“…“ Artikel von Folke Havekost und Volker Stahl vom 31.03.2017 beim Elbe Wochenblatt und Anmerkungen/Infos. Neu: Offener Brief eines Arbeiters von Blohm+Voss

Quelle: www.labournet.de/branchen/ruestung/schiffbauer-angst-bei-blohmvoss-steht-jeder-dritte-arbeitsplatz-auf-der-kippe-wie-konnte-es-weit-kommen/

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