Aufstehen ist besser als Sitzenbleiben

Ohne Frage: Aufstehen ist besser als Sitzenblieben bzw. sitzen bleiben.

Aufstehen ist Voraussetzung für sich bewegen. Aber in welche Richtung bewegt man sich nach dem Aufstehen? Kann eine Bewegung durch Organisation „von oben“, durch Wagenknecht/Lafontaine, entstehen? Wohl kaum, aber vielleicht entsteht eine Initialzündung für eine oder auch mehrere Bewegungen durch die Initiative von Wagenknecht/Lafontaine.

Dennoch, durch den Versuch von Lafontaine, #aufstehen auf Stärkung von Parteien im Parlament festzulegen: „Trotz der Schwierigkeiten, die wir kennen, suchen wir im parlamentarischen System einen Weg, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern“, bekommt das Projekt schon eine falsche Richtungsvorgabe! (zitiert nach „ Oskar Lafontaine zu den falschen Argumenten der #Aufstehen-Gegner “, Punkt 5, bei https://www.nachdenkseiten.de/?p=45697)

#aufstehen von Wagenknecht/Lafontaine haben als Vorbilder Bernie Sanders und Corbyn . Dort hat es sich gezeigt, daß mit der Entstehung dieser beiden Bewegungen, innerhalb dieser Bewegungen sich starke linksradikale Strömungen bildeten. dieses deutsche Projekt nicht von vornherein ablehnen sondern kritisch begleiten. Wenn sich da 10tausende auch nur ein bischen bewegen, dann treiben sie immerhin Die Linke und andere Parteien auch ein bischen vor sich her, und das ist gut; und sie sammeln Erfahrungen damit, wo sie an die Grenzen ihres Engagements für einen sozialeren Sozialstaat stossen, ein kleinerer Teil wird dann vielleicht weiterreichende, radikalere Ziele ins Auge fassen …Wir sollten deshalb

#aufstehen ist inhaltlich ein sozialdemokratisches Projekt.

Viel weniger radikal als die Jusos noch in den 70er Jahren waren, die das Eigentum an Produktionsmitteln in Frage stellten und Sozialismus-Vorstellungen hatten. 

Was wir dagegensetzen: QV, Qualifizierte Vernetzung.

Weil wir der Meinung sind, daß Bewegung nur von unten entstehen kann und sich selbst organisieren muß. Politisch bewußte Menschen dieses Landes müssen sich, wo immer möglich, im Widerstand gegen die Zumutungen des Kapitalismus organisieren, speziell auch an ihren Arbeitsplätzen in eigenständigen Betriebsgruppen und -Zellen, orientiert an rätedemokratischen Mustern. Diese Bewegungskeime brauchen eine örtliche und auch eine darüber hinausgehende Vernetzung mit anderen Gruppen und Zellen. Und ebenfalls mit UnterstützerInnengruppen, wie wir vom Jour Fixe eine darstellen, mit dem Schwerpunkt auf betriebliche Auseinandersetzung.
Wir veröffentlichen demnächst einen Disussionsbeitrag dazu.

Debatte und Meinungsbildung

Zu #aufstehen verlinken wir hier einen Einstiegsartikel ( Quelle: „die internationale“ 6/2018), der nach unserer Meinung dieses Projekt recht gut darstellt, analysiert, und sich mit unterschiedlichen Positionen dazu auseinandersetzt. Diese Positionen sind am Ende des Artikels auch verlinkt, sodaß der geneigte Leser hier seine eigene Meinungsbildung individuell weiterführen kann.

Aufstehen – Spaltpilz oder Chance?  

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