JFI 48-2019 ++ Waffengewalt gegen Seenotretter ++ Warum wir eine neue Bahnpolitik brauchen“ ++ Die Kriegsplanung unserer Kriegsministerin ++ Buch: Aus dem Leben einer Gelbweste ++ Hannes Heer: „Die Debatten gingen nicht tief genug“ ++

Jour Fixe Info 48-2019. 15. Jahrgang – 12.11.2019

Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

 

01 Fehlerberichtigung:

Die Vorführung des Films „Landraub“ findet nicht im MPZ in Hamburg statt, sondern auf dem Land, auf dem Demeter-Hof Dannwisch (Dannwisch 1, 25358 Horst)
Am Donnerstag, den 14. November um 19:30 Uhr

Einladung zum Dokumentarfilm : „Landraub“
von Kurt Langbein und Christian Büser/ 92 min
(Zusammen mit dem Demeter-Hof Dannwisch)
Zum Gespräch nach dem Film dabei: Judith Busch, Vorstandsmitglied bei FIAN Deutschland e.V., Aktiv gegen Landraub..
Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Nach der Finanzkrise 2008 hat das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt….
Landraub portraitiert die Investoren und ihre Opfer. Ihr Selbstbild könnte unterschiedlicher nicht sein:
Was hat das mit uns zu tun? Es sind Programme der EU, die zu Mega-Plantagen für die Biosprit-Erzeugung und zur Zuckerproduktion führen.
www.mpz-hamburg.de – Kontakt: info@mpz-hamburg.de

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02 Waffengewalt gegen Seenotretter: Rechtsfreier Raum Mittelmeer

TV-Sendung Monitor vom 7.11.19
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/seenotrettung-148.html
Anmerkung:
Wir planen am 8.1.2020 ein Jour Fixe mit dem Kapitän der Ocean Viking , die im Mittelmeer kreuzt und Flüchtllinge rettet. Er kehrt in 2 bis 3 Wochen von seinem Einsatz zurück. Einladung folgt! (DW)

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03 Bernhard Knierim / Winfried Wolf: Abgefahren. Warum wir eine neue Bahnpolitik brauchen“

https://www.rubikon.news/artikel/falsche-hoffnung
Anmerkung:
Wir planen demnächst ein Jour Fixe mit Winfried Wolf zum Thema: Sackgasse Autoverkehr. (DW)

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04 Zum Jour Fixe mit Bernd Gehrke am 6.11.

Der Referent hatte nicht genügend Bücher an dem Abend mit. Hier das Buch als PDF!
Bernd Gehrke und Renate Hürtgen (Hrsg.). Der betriebliche Aufbruch im Herbst 1989: Die unbekannte Seite der DDR-Revolution. Diskussion – Analysen – Dokumente
https://geschichtevonuntenostwest.files.wordpress.com/2018/09/der-betriebliche-aufbruch-1.pdf
Anmerkung:
Die Ausführungen von Bernd Gehrke decken sich sehr mit der Sendung „Die Anstalt“ vom 5.11. zum Thema. Sehr empfehlenswert, sie sich anzuschauen! (DW)

Die Treuhandanstalt

Die Anstalt vom 5.11.
https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-5-november-2019-100.html

»Ich wollte auch Zeitzeuge sein«

Wie Bernhard P. ins Kinderheim »Elli Voigt« in Zinnowitz kam und später zur Stasi. Eine etwas andere Erinnerung anlässlich des 9. November
Von Burga Kalinowski
https://www.jungewelt.de/artikel/366574.unterwegs-im-osten-teil-4-ich-wollte-auch-zeitzeuge-sein.html

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05 Letzter Krieg:

»Die Debatten gingen nicht tief genug«

Ein Gespräch mit Hannes Heer. Über das Ende der Wehrmachtsausstellung vor 20 Jahren, historische Legenden und den neuen Revisionismus
Interview: Ronald Weber
https://www.jungewelt.de/artikel/366018.verbrechen-des-faschismus-die-debatten-gingen-nicht-tief-genug.html

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06 Planung nächste Kriege:

The Germans to the front

Die deutsche Verteidigungsministerin fordert die Entsendung deutscher Soldaten nach Ost- und Südostasien zu einer Machtdemonstration gegen die Volksrepublik China. „Unsere Partner im Indo-Pazifischen Raum“ fühlten sich von Beijing „zunehmend bedrängt“, behauptete Annegret Kramp-Karrenbauer in ihrer gestrigen Grundsatzrede an der Münchener Bundeswehr-Universität; es sei daher „an der Zeit“, „mit unseren Verbündeten Präsenz in der Region“ zu zeigen.
https://www.pressenza.com/de/2019/11/the-germans-to-the-front/

Anmerkung:
Die deutsche Kriegsministerin, dieser Name ist zutreffender als der der Verteidigungsministerin, es sei denn man meine, Deutschland werde am Hindukusch, am Persischen Golf, in Nordsyrien und im Südchinesischen Meer verteidigt, steigert sich mit ihren Vorschlägen! Erst wollte die Ministerin einen europäischen Flugzeugträger, dann eine europäische Mission im Persischen Golf, dann eine Schutzzone in Nordsyrien. Jetzt fordert sie einen Nationalen Sicherheitsrat und Patrouillenfahrten im Südchinesischen Meer. Warten wir auf weitere Pläne!
Was erstaunt: Es ergeht kein Aufschrei, durch das Volk, durch die Linke, durch die Gewerkschaften – also kann die Kriegs-Gretel ihre Pläne problemlos durchziehen. Und das Geld dafür kriegt sie problemlos von Herrn Scholz, der will doch die GroKo nicht gefährden – außerdem denkt er genauso wie sie. (DW)

Eine wirkliche Kriegsministerin rührt – schon wieder – die Trommel

http://www.labournet.de/interventionen/kriege/militarisierung-bw/eine-wirkliche-kriegsministerin-ruehrt-schon-wieder-die-trommel/

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07 Buch über Protestbewegung: Aus dem Leben einer Gelbweste

Erst war sie Beobachterin, dann wurde sie selbst Teil des Protests: Eine Pariserin hat ein Buch über Frankreichs umstrittene Gelbwesten geschrieben. Ein spannender Innenblick – mit lückenhafter Selbstkritik.
Von Volkan Ağar
https://www.spiegel.de/kultur/literatur/wir-sollten-uns-vertrauen-ein-buch-bietet-inneneinsicht-in-die-gelbwesten-a-1294972.html
Anmerkung:
Dies ist eine erstaunlich wohlwollende Rezension beim Spiegel. Es ist wohl Dankbarkeit und Anerkennung für die „Feinderkennung“, den „spannenden Innenblick“. Das mag beim Verfasser Volkan Agar nicht die Intention gewesen sein – aber für den Spiegel dürfte es die Absicht sein. (DW)

Ein Jahr Protest der gelben Westen in Frankreich. Was nun?

Marco Wenzel
https://www.nachdenkseiten.de/?p=56159
Anmerkung:
Ganz anders die Beurteilung der Gelbwesten bei den Nachdenkseiten durch einen „Linken“. Eine Kollegin aus Frankreich kommentiert den Artikel von Marco Wenzel:
„Der Artikel ist wirklich interessant für mich. Ich denke, er gibt wieder, was gewisse deutsche Altlinke (oder alte Linke) mitbekommen bzw. nicht mitbekommen, vielleicht u.a. auch wg. fehlender Fremdsprachenkenntnisse?
Ich schätze so sehr die Nachdenklichkeit von Philosoph*innen wie Judith Butler, eine echte Ergebnisoffenheit, selbst bei einem öffentlichen Auftritt beim gedanklichen Ausloten, Austasten – anstelle von geschlossenen Statements von eh schon Feststehendem. Dasselbe gilt für die Nachdenklichkeit, das Wagnis, Dinge frisch zu denken, anderen wirklich zuzuhören, miteinander zu überlegen und zu lernen, wie es für die GJs kennzeichnend ist, wobei unter ihnen auch renommierte Intellektuelle, linke Theoretiker sind, die sich aber ganz bescheiden in diesen Prozess einordnen.

Die Nachdenkseiten und jedenfalls dieser Text über die GJs, die sich nach einem Jahr angeblich „totgelaufen haben“, ist ein ernüchterndes Beispiel für das Nach-Denken, das Nach-Vollziehen, immer wieder, von irgendwann mal eingeschliffenen Mustern.
Der Autor äußert sich enttäuscht, die GJs hätten nichts erreicht, könnten nichts erreichen, weil sie keine Sprecher hätten, kein eingetragener Verein seien, weil sie „nicht organisiert“ seien. So könnten sie nicht verhandeln, Kompromisse mit der Regierung machen, Ergebnisse vorweisen. Er bedauert/bemitleidet sie: „Man“ lasse ihre Wut ins Leere laufen, und sie wären auch den „Randalierern“ ausgeliefert, die in diesem Chaos machen können was sie wollen und die Bewegung in Misskredit bringen.
Mit seinen Kategorien, über die er nicht nachdenkt, ist es ihm unmöglich, die Bewegung der GJs überhaupt wahrzunehmen. Tatsächlich sind die GJ in ihrem kollektiven Reflexionsprozess sehr schnell und mit guten Gründen zu dem Schluss gekommen, dass sie absolut nicht verhandeln wollen, dass sie keine Repräsentant*innen vorschicken brauchen, die für sie sprechen, dass sie nicht „organisiert sein“ wollen, sondern sich selber organsieren (was sehr effizient funktioniert – wenn es auch nicht einfach ist und Teil des kollektiven Lernprozesses). Es gibt kein „man“ dessen es bedürfte, um die GJs zu organsieren, und ihre Wut läuft keineswegs ins Leere, sie sind durchaus in der Lage, selber (ohne ein anleitendes, wissendes „man“, ohne „Avantgarde“) ihre Wut konstruktiv zu wenden. Der Diskussionsprozess, in dem sie sich seit einem Jahr befinden, zeitigt laufend konkrete Ergebnisse, sowohl theoretischer Art, als auch bezüglich vereinbarter nächster Schritte, Aktionen. So sind sie mit allen sozialen Kämpfen verbunden und verstärken sie massiv, was für Regierung und Unternehmen ein großes Problem darstellt. Jede/r kann sich jederzeit beteiligen, und es kommen immer neue Menschen dazu mit ihren sehr unterschiedlichen Erfahrungen, Fähigkeiten, Möglichkeiten – auch Macken und Beschränkungen. Das ist selber schon ein Riesenerfolg: (potentiell) die ganze Gesellschaft (und faktisch ein sehr großer Teil) ist im Gespräch, einem verbindlichen Gespräch, keinem Bla-Bla, bei dem sich Leute profilieren oder versuchen, ihre Agenda durchzusetzen.
Ich kann mir kaum was Revolutionäreres vorstellen“

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08 Die 24. Linke Literaturmesse – nicht einfach nur ein Klassenkampf …

Totaler Extraktivismus (…) ist der Imperativ und Treiber der globalen kapitalistischen Ökonomie. Er beruht auf der Anwendung gewalttätiger Technologien und zielt darauf ab, die gesamte Erde zu integrieren und rekonfigurieren und ihre Bewohner zu absorbieren, während er seine Logik, Apparate und Sichtweise zum Regelfall macht und verschiedene Naturen gewaltsam kolonisiert und befriedet. (…) In Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft versucht der Kapitalismus, jegliche Vitalität zu verschlingen: Pflanzen, Tiere, Menschen, Kohlenwasserstoffe, Mineralien und schlicht alles, was der Staat und seine Anhängsel erspähen, verwerten oder in Wert setzen.
A. Dunlap, J. Jakobsen: The Violent Technologies of Extraction, S. 6/7
http://www.schattenblick.de/infopool/d-brille/report/dbrb0100.html
Anmerkung:
Sehr interessanter Bericht! Lesenswert. (DW)

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09 Amazon kauft ein

Seattle: Millionenspenden vor Abstimmung über neuen Stadtrat
Von Stephan Kimmerle, Seattle
https://www.jungewelt.de/artikel/365979.usa-amazon-kauft-ein.html
Anmerkung:
Wer bei Amazon einkauft, den Multimilliardär noch reicher macht, sollte bei seinem Einkauf bedenken, was er/sie damit fördert. Zum Beispiel Amazons immer größere Einflußnahme auf Politik, hier in den USA, sicher auch bei uns!. (DW)

Niederlage für Amazon: Kshama Sawant verteidigt Sitz in Seattle

https://www.sozialismus.info/2019/11/niederlage-fuer-amazon-kshama-sawant-verteidigt-sitz-in-seattle/

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10 Hamburg: Zwangsräumung in der Vorweihnachtszeit, im Winter

Vater (61) und Tochter (10) bitten um möglichst breite Unterstützung am 26.11.2019 im Chapeaurougeweg 18, Hamburg!
http://www.labournet.de/interventionen/wipo-gegenwehr/antikap/commons/zwangsraeumung-chapeaurougeweg-hh-vhw-verhindern-michael-und-tochter-bleiben/

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11 »Solidarische Stadt Hamburg«: Druck auf »Rot-Grün«

Kampagne in Hamburg will linke Kräfte vor anstehender Wahl bündeln
Von Kristian Stemmler
https://www.jungewelt.de/artikel/366422.solidarische-stadt-hamburg-druck-auf-rot-gr%C3%BCn.html

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12 Kritik an Bahn-Projekt S 21 – »Es stellte sich heraus: Grün ist das neue Schwarz«

Widerstand, egal, wer regiert: Zehn Jahre Protest gegen Tiefbahnhof »Stuttgart 21«. Ein Gespräch mit Matthias von Herrmann
Interview: Gitta Düperthal
https://www.jungewelt.de/artikel/365297.es-stellte-sich-heraus-grün-ist-das-neue-schwarz.html

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13 Autozulieferer: Es rumort bei Bosch, Conti, Mahle, ZF

https://www.rf-news.de/2019/kw45/es-rumort-bei-bosch-conti-mahle-zf-ig-metall-plant-protestaktion-gegen-jobabbau

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14 DUNKLE WOLKEN

Kurzmeldungen über aktuelle und angedrohte Arbeitsplatzvernichtungen

Globaler Wirtschaftsabschwung
IWF: Schwächstes Wachstum seit Finanzkrise erwartet. Deutschland ist besonders betroffen
https://www.jungewelt.de/artikel/364913.weltwirtschaft-globaler-wirtschaftsabschwung.html

Autozulieferer Brose verlagert 2.000 Jobs
https://www.jungewelt.de/artikel/364965.autozulieferer-brose-verlagert-2-000-jobs.html

Bosch baut 1.600 Stellen ab
https://www.jungewelt.de/artikel/365275.bosch-baut-1-600-stellen-ab.html

Linde setzt weitere 850 Mitarbeiter vor die Tür
https://www.jungewelt.de/artikel/365408.krise-in-der-industrie-kahlschlag-nach-%C3%BCbernahme.html

Tata Steel entlässt an europäischen Standorten 2.500 Mitarbeiter
https://www.jungewelt.de/artikel/365443.jobverlust-abk%C3%BChlung-f%C3%BCr-stahlbranche.html

Miele will mehr als 1.000 Stellen streichen
https://www.jungewelt.de/artikel/365854.miele-will-mehr-als-1-000-stellen-streichen.html

Windkraftanlagenhersteller Enercon streicht 3.000 Stellen
https://www.jungewelt.de/artikel/366801.windkraftanlagenhersteller-enercon-streicht-3-000-stellen.html

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15 Termine:

Die Rechtsentwicklung in Israel und ihre Rezeption in Deutschland

Vortrag: Moshe Zuckermann (Tel Aviv)
Anschließend Diskussion mit Rolf Becker und Norman Paech
Samstag 16. November 2019. Beginn: 19 Uhr
Tschaikowsky-Saal, Tschaikowskyplatz 2, Hamburg-St. Pauli
Bei den Wahlen in Israel gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen radikal nationalistischen Parteien. Benjamin Netanjahu, Benny Gantz und Avigdor Liebermann waren erfolgreich mit Versprechen (u.a. der Annexion des Westjordantals), deren Umsetzung eine Zuspitzung der permanenten Völkerrechtsbrüche und die vollständige Entrechtung der Palästinenser zur Folge haben würde. Die parlamentarisch verankerte Siedlerbewegung hat längst freie Hand in den besetzten Gebieten, und die Repression gegen die linke Opposition wird verschärft.
Moshe Zuckermann ist Historiker, Soziologe und Autor zahlreicher Studien zum Nahost-Konflikt, Holocaust-Gedenken und zu den Antisemitismus-Debatten in Deutschland und Israel. Seine jüngste Buchveröffentlichung trägt den Titel »Der allgegenwärtige Antisemit« (2018).
Veranstalter: Assoziation Dämmerung. Gesellschaftstheorie + Ideologiekritik + Klassenkampf
http://assoziation-daemmerung.de/

„Wenn ich an 1968 denke…“ Die Wiederkehr der linken Melancholie?
Vortrag und Diskussion mit Antje Géra (Universität Hildesheim)

Sonntag, 17. November, 19 Uhr im mpz. Sternstr. 4. (U-Bahn Feldstr.)
„Linke Melancholie“ ist ein Schlagwort aus dem Begriffsarsenal der Alten Linken, das seit 1969 nicht nur die Neue Linke, sondern auch die Neueste Linke treffen soll. Das auf den Traum der 1968er-Revolten folgende „Trauma“ sei nicht mit Tatkraft, Entschlossenheit und Zukunftszugewandtheit bewältigt worden. Heute steht die „linke Melancholie“ der Neusten Linken für ein Syndrom, das sich in Vergangenheitsverhaftetheit, Nostalgie und unbewältigter Trauer ausdrücke und zu Handlungsgehemmtheit führe.
Eine Veranstaltung der Gesellschaft zur Erforschung der Nachträglichkeit

Wie wir lernen, Kämpfe zu gewinnen

Wie finde ich Schlüsselpersonen? Mapping. Strukturtests. Machtaufbau durch Organizing.
Gewerkschaftshaus Hamburg. Besenbinderhof 60 20097 Hamburg
19.11.2019, 18:00 – 20:45 Uhr
Universität Hamburg.Von-Melle-Park 9 20146 Hamburg
26.11.2019, 18:00 – 20:45 Uhr

Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung
http://hamburg.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/5O9EP/wie-wir-lernen-kaempfe-zu-gewinnen/

Sich fügen heißt lügen!

Vertonungen und Lesungen ausgewählter Texte von Erich Mühsam
Mit Arnika Kuff und Joachim Lützow (Stimme und Gitarre)
Freitag, den 29.11. ab 19 Uhr 30 im L.A.B., Beim Grünen Jäger 10a (Pferdemarkt)

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16 Blitzlicht ins Proletariat

Armut weit verbreitet!
15,3 Millionen und damit 18,7% der Gesamtbevölkerung in der BRD leben in Armut oder sind von Armut bedroht. Laut EU-Definition ist eine Person armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60% des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. 2018 lag dieser Schwellenwert für eine Person bei 1.136 Euro im Monat, bei 2 Erwachsenen mit 2 Kindern unter 14 Jahren bei 2.385 Euro. In Europa waren 2018 ca.109 Millionen Menschen von Armut bedroht.
Quelle: dpa 30.10.2019, Paritätischer Gesamtverband – Junge Welt 31.10.2019

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