Mir als Solo-Selbständigem geht es normal schlecht! Mir fehlt jetzt die Kommunikation!

von W.K., solo-selbständig im Medienbereich, aus Schleswig-Holstein

Arbeits- und kohletechnisch hat sich meine Situation durch Corona nicht verändert. Die Situation ist gleichbleibend schlecht, d.h. ich muß oft beim Amt „aufstocken“. Publikumsverkehr beim Jobcenter gibt es z.Zt., nicht, es läuft online. Der für das „EKS“ (Angaben über Einkünfte und Ausgaben der selbstständigem Tätigkeit, doch in einer völlig anderen Form als fürs Finanzamt = doppelte Arbeit) zuständige Mensch ist genauso pingelig und nervig wie immer. Mein Sachbearbeiter, der eigentlich dazu angehalten ist, mich unter Druck zu setzen, damit ich mir eine solidere Arbeit suche, hat jetzt nichts mit mir zu tun. Eigentlich schade, denn er war auf meiner Seite, hat mich in Ruhe gelassen und wir haben stets nur nett gequatscht. Während in meiner kleinen Welt alles normal ist, scheint die Welt draußen Kopf zu stehen. Es ist nicht nur so, daß einige Leute mit der Isolation schlecht klarkommen, es gibt radikale politische Einschnitte. Es deprimiert mich, daß die Polittreffen, auf die ich gern gegangen bin, nicht mehr stattfinden. Ich fürchte die sich ändernden wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse viel mehr als dieses Virus. Ich halte es für notwendig, die sich so rasant wandelnden gesellschaftlichen Bedingungen zu diskutieren, um darauf zu reagieren. Es ist nicht die staatliche Repression, die diese Treffen unmöglich macht, es sind die Leute aus den politischen Zusammenhängen, die die Treffen selbst abgesagt haben. Es gibt auch keine alternative Form des Austauschs.

Euer W.K.

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