JFI 03-2020 ++ FFF und die Konzerne ++ Green Deal, die Titanic des Kapitals ++ IGM: Neuer Pakt der Sozialpartnerschaft ++ Riexinger, Ebermann, Susanne Uhl debattieren über „Neue Klassenpolitik“ ++ Jour Fixe mit Katja Maurer und Alix Arnold zu Haiti und Chile! ++

Jour Fixe Info 03-2020. 16. Jahrgang – 17.01.2020

Aktuelle Sammlung von – vor allem – gewerkschaftspolitischen Artikeln, Beiträgen und Fakten als Ergänzung zu den Veranstaltungen des „Jour Fixe“ in Hamburg

 

 

01 Siemens Chef lockt: Luisa komm doch in den Aufsichtrat!

Posten angeboten: Siemens umgarnt »Fridays for Future«
Siemens reagiert mit Vereinnahmungsversuchen auf Kritik der Jugendbewegung »Fridays for Future«: Deren bekannteste deutsche Aktivistin Luisa Neubauer könnte laut Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser in dem Konzern eine wichtige Rolle übernehmen. Kaeser hat ihr am Freitag einen Sitz in einem Aufsichtsgremium der künftigen Siemens Energy AG angeboten.
https://www.jungewelt.de/artikel/370686.posten-angeboten-siemens-umgarnt-fridays-for-future.html

Siemens-Chef Joe Kaeser nach Treffen mit Luisa Neubauer „Sie ist eine sehr angenehme Persönlichkeit“
„Fridays for Future“ fordert von Siemens, einen Auftrag für eine australische Kohlemine abzusagen. Nach einem Treffen mit Luisa Neubauer zeigt sich der Konzernchef reumütig – und bot ihr einen Job.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sie-ist-eine-sehr-angenehme-persoenlichkeit-a-a1bab738-bd32-464e-92b6-ea0471af9176
Anmerkung:
Luisa Neubauer, Aktivistin bei den Grünen, nutzte ihre Bekanntheit für den Einstieg in die Machtstrukturen der Bourgeoisie bereits, sie ist vor einigen Monaten schon Kolumnistin beim Stern geworden. Auf das Angebot von Herrn Käser antwortete sie, daß sie es sich überlegen wolle. Es wird aufschlußreich sein, wie die Basis bei FFF das finden wird. Ob man sie vom Hof jagt, mit den besten Wünschen, bei der Gegenseite auf Kosten der FFF-Bewegung Karriere zu machen. Oder ob Streit entsteht und einige es als normale und positive Sache sehen, weil Luisa dort doch Einfluß für FFF nehmen könne. Wir erleben hier einen Moment der politischen Ausdifferenzierung bei FFF.
Mal sehen, ob die Bewegung Luisa Neubaer weiterhin als Sprecherin in ihrem Namen auftreten läßt. (DW)

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02 Das Märchen von Greta und seine Grenzen

Ein kritischer Blick auf die „Klimaschutzbewegungen“ in Westeuropa und USA und den „grün geschminkten“ Kapitalismus
Von Cecilia Zamudio
„Solange es den Kapitalismus gibt, wird sich dieser Planet nicht retten lassen; denn der Kapitalismus steht im Gegensatz zum Leben, zur Ökologie, zum Menschsein, zu den Frauen“, (Ermordete Umweltaktivistin Berta Cáceres aus Honduras)
https://amerika21.de/analyse/236227/das-maerchen-von-greta-und-seine-grenzen
Anmerkung:
Wie reagiert das Kapital in seiner Irritation auf die Umweltbewegung von Fridays for Future (FFF)? Mit Spalten, umarmen oder niederknüppeln – also wie immer bei Widerstandsbewegungen! Es ist wohl unvermeidlich, daß sie noch Illusionen in Politiker, Parteien und den Staat haben. Daß sie immer noch glauben, eben diese bürgerlichen Politiker würden ihre – doch so berechtigten Forderungen – umsetzen. Und wo sie doch alle Klimaforscher hinter sich haben! Wie lange hat es bei uns Älteren gedauert, bis wir unsere Illusionen in Parteien, Parlamentarismus, Gewerkschaftsführungen, „ausgewogene“ Medien, gerechte Justiz abgelegt haben? Helfen wir mit,  daß der Desillusionierungsprozeß bei FFF schneller geht als bei uns!
Zitat von P.J. Dunning bei Karl Marx (Kapital): „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinem Profit, wie die Natur von der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
Woher sollen die Kinder und Jugendlichen die Einsicht haben, daß die Bourgeoisie bei Aussicht auf 300, 100 oder 50 Prozent Profit von ihrer Praxis abläßt, die Natur zu vernichten? Woher soll bei ihnen die Einsicht kommen, daß Green Deal ein großangelegtes Täuschungsmanöver ist? Kapitalisten streben wie Lemminge dem Untergang entgegen: Wachstum und Profit oder Untergang, das ist Grundgesetz des Kapitalismus.
Wenn für die Jugendlichen bei FFF Politiker und Parlamente keine Hoffnungsträger mehr sind, haben sie einen großen Schritt gemacht. Und einen weiteren, wenn sie nicht in die Falle des New Green Deal gehen. Greta Thunberg hat einen scheinbar absurden Satz gesagt: „Wir haben viel erreicht! Und wir haben beinahe nichts erreicht!“. In der Öffentlichkeit haben sie viel erreicht. In der Praxis, bei ihren Appellen an die Einsicht und Vernunft der Politiker und Parteien haben sie nichts erreicht. Die Praxis darf eben nicht sein, mit Politikern und Parteien an einem Runden Tisch zu sitzen sondern ein Tribunal gegen das kapitalistische System zu machen, einschließlich seiner Erfüllungsgehilfen, den Parteien und Politikern. Das wäre dann ein weiterer großer Schritt und gleichzeitig ein befreiender Akt.
Einen Unterschied zwischen uns als älterer Generation und FFF gibt es: Die Jungen lernen viel früher und schneller als wir damals! Und vielleicht lernen sie von den Gelbwesten in Frankreich, die keine Illusionen in den Staat und das Parlament mehr haben!
(DW)

New Green Deal der Weltwirtschaft unter Einspannung von Greta Thunberg und FFF

Klima-Debatte: Das Klima und die Spur des Geldes
Täuscht euch nicht. Wenn sich die einflussreichsten multinationalen Unternehmen, die weltweit größten institutionellen Investoren wie BlackRock und Goldman Sachs, die UNO, die Weltbank, die Bank of England und andere Zentralbanken der BIZ hinter die Finanzierung einer so genannten Grünen Agenda stellen – nennt es Green New Deal oder was auch immer – ist es an der Zeit, hinter die Oberfläche öffentlicher, klimaaktivistischer Kampagnen auf die aktuelle Agenda zu blicken. Das Bild, das sich ergibt, ist die versuchte finanzielle Reorganisation der Weltwirtschaft unter Verwendung des Klimas.
Von F. William Engdahl
http://www.free21.org/das-klima-und-die-spur-des-geldes/

»Radikale« Scheinopposition: Aufstand der Konformisten

Von Christian Stache
Teils naiv, teils bizarr, vor allem aber eine Bankrotterklärung: Ein »Handbuch« zur Bewegung »Extinction Rebellion« ist erschienen
Das ins Deutsche übertragene und um zahlreiche Beiträge hiesiger Autoren ergänzte »Extinction-Rebellion-Handbuch« ist entstanden, um Klima- und anderen Aktivisten einen Leitfaden für die Alltagspraxis an die Hand zu geben. Das ist an sich ein sinnvolles Unterfangen.
https://www.jungewelt.de/artikel/370431.radikale-scheinopposition-aufstand-der-konformisten.html

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03 IG Metall-Gewerkschaftstag: Manifest der Selbstenthauptung

Von Ludwig Jost
„Am Ende stand: ein Kompass für die kommenden Jahre“, berichtet die metallzeitung vom November über den IGM-Gewerkschaftstag in Nürnberg. Der Kompass wurde den Delegierten nach dem Zukunftsreferat des Vorsitzenden Hofmann mit einem Manifest aufs Auge gedrückt.
https://www.kaz-online.de/artikel/manifest-der-selbstenthauptung

Dazu! Heilige Dreieinigkeit: Kapital, Staat und DGB bei Industrie 4.0 und Dienstleistung 4.0

Beitrag von Alwin Altenwald vom Juni 2017
https://www.labournet.de/politik/gw/selbstverstaendnis/heilige-dreieinigkeit-kapital-staat-und-dgb-bei-industrie-4-0-und-dienstleistung-4-0/

Und hier das passende Zitat:
„Wir halten es da lieber mit verantwortlicher Sozialpartnerschaft, die dem Kapitalismus Leitplanken einzieht“.
Reiner Hoffmann (SPD), Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, auf die Frage des Handelsblattes, was er vom »demokratischen Sozialismus« und Vergesellschaftung hält.
Anmerkung:
Wir halten es schon für unmöglich, dem Kapitalismus Leitplanken zu setzen, Herr Hoffmann will ihm sogar Leitplanken implantieren! Hoffentlich hält der Kapitalismus still! (DW)

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04 Weiß die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) eigentlich noch was auf dem Bau abgeht?

https://gewerkschaftsforum.de/weiss-die-industriegewerkschaft-bauen-agrar-umwelt-ig-bau-eigentlich-noch-was-auf-dem-bau-abgeht/

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05 Arbeiterführer bei Porsche: Vom Tellerwäscher zum Millionär

Der ehemalige Arbeiterführer Uwe Hück soll weiter Geld vom Unternehmen erhalten – und das so lange, bis er in Rente geht. Je nach Unternehmenserfolg können das rund 3 Millionen Euro sein.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/porsche-soll-frueheren-betriebsratsvorsitzenden-weiter-bezahlen-16577677.html

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06 Polittbüro: Debatte über »neue Klassenpolitik«

»Vertreter einer kämpferischen Sozialpartnerschaft«? Bernd Riexinger zu Besuch in HamburgVon Kristian Stemmler
Bernd Riexinger blieb gelassen. Vermutlich ist der Kovorsitzende der Partei Die Linke harte Debatten gewohnt. Was ihm am Montag abend auf der Bühne im »Polittbüro« im Hamburger Bahnhofsviertel St. Georg an Kritik entgegenschlug, war teilweise starker Tobak. Bei einer Podiumsdiskussion auf Einladung der Gewerkschaften Verdi und GEW nahmen Susanne Uhl, Regionsgeschäftsführerin beim DGB Schleswig-Holstein/Nordwest, und der Publizist Thomas Ebermann den Politiker vor rund 100 Zuhörern in die Mangel.
https://www.jungewelt.de/artikel/370557.hamburg-vor-der-wahl-debatte-%C3%BCber-neue-klassenpolitik.html

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07 Bank für Sozialwirtschaft kündigt das Konto der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.

Bank gibt dem Druck proisraelischer und anti-palästinensischer Gruppen nach.
Presseerklärung zur Kündigung der Geschäftsbeziehung durch die Bank für Sozialwirtschaft
Druck proisraelischer Gruppen
https://www.juedische-stimme.de/2019/12/22/presseerklaerung-zur-kuendigung-der-geschaeftsbeziehung-durch-die-bank-fuer-sozialwirtschaft/

Lea Tsemel auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2020

Lea Tsemel, Menschenrechtsanwältin aus Israel, sprach auf der XXV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am Sonnabend, den 11. Januar in Berlin über die politische Situation in Israel und den palästinensischen Widerstand.
34 Minuten
https://www.jungewelt.de/artikel/370951.video-lea-tsemel-auf-der-rosa-luxemburg-konferenz-2020.html

Anwaltskammer setzt Lea Tsemels Vorsitz im Komitee für Militärgerichtsbarkeit aus
Von Michael Merz
https://www.jungewelt.de/artikel/370613.rlk-2020-israels-rechte-langer-arm-in-die-justiz.html

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08 Erinnerung: Jour Fixe am 22.1. im Curiohaus. Aufstand in Lateinamerika – an den Beispielen Chile und Haiti

Berichte von Katja Maurer zu Haiti und Alix Arnold zu Chile
https://gewerkschaftslinke.hamburg/event/jour-fixe-183/
Anmerkung:
Am 22.1. beim Jour Fixe werden wir sammeln für die Fotographen, die durch den Einsatz der Polizei ihre Kameras verloren haben oder verletzt wurden. Außerdem: Unsere Referentin Alix Arnold: hat für sie eine crowdfunding-kampagne gestartet: https://www.leetchi.com/c/chile (DW)

Solidarität mit Chile – für die Fotograf*innen der ersten Reihe

Es gibt inzwischen 27 Tote, und mehr als 350 Menschen haben Augenverletzungen erlitten, weil die Polizei gezielt mit Schrotkugeln oder Gasgranaten auf die Köpfe von Demonstrant*innen schießt. Die Repression betrifft nicht zuletzt die wenigen unabhängigen Journalist*innen, die in dieser gefährlichen Situation noch versuchen, Übergriffe zu dokumentieren. So geraten auch Fotograf*innen immer wieder ins Visier derartiger Angriffe. Einige haben ernsthafte Verletzungen erlitten, anderen wurden Kameras und Objektive zerstört. Dies sind nach Einschätzung von Fotograf*innen keine Zufälle oder Exzesse einzelner Carabineros. Sie gehen davon aus, dass die Verletzungen und Zerstörungen beabsichtigt sind und auf Befehl von oben geschehen.
Die Angriffe hängen u.a. damit zusammen, dass die Reporter*innen mit ihren Kameras die Primera Línea, die Aktivist*innen der ersten Reihe bei Demonstrationen begleiten. Gegen Polizeiangriffe mit Gasgranaten, Wasserwerfern und Schußwaffen geht die Primera Línea immer wieder massiv vor und schützt damit die große Gruppe von Demonstrant*innen.
https://www.leetchi.com/c/chile

Revolte in Chile – Wiege und Grab des Neoliberalismus      

Ein Film von Gaby Weber
http://www.kommunisten.de/index.php?option=com_content&view=article&id=7753:revolte-in-chile&catid=52

„Chile als Beispiel des sozialen Aufstands in Lateinamerika“

Protestiert wird nicht mehr nur auf der Straße: In Chile haben sich mehr als 200 Nachbarschaftsversammlungen gegründet – hier erzählen fünf Teilnehmer, was sie fordern und wie sie ihr Land verändern möchten.
Aus Chile berichtet Sophia Boddenberg
https://www.spiegel.de/politik/ausland/chile-demonstranten-organisieren-sich-in-buergerversammlungen-a-1301013.html

Chile ist aufgewacht

Bericht über Ursachen und Protestformen des Chilenischen Frühlings, Dezember 2019
„Was die Chilenen so ärgert: die Straflosigkeit, die Mißhandlungen, das System, das sie im Elend gehalten hat: sie haben nicht genug zum Leben.“ (aus dem Video) 
team: Noticieros Televisa. Video 6 Minuten
https://de.labournet.tv/chile-ist-aufgewacht

Chile – 13.-19.1.2020: Woche der Solidarität mit den politischen Gefangenen

Semana de Solidaridad con lxs Presxs Políticxs (audio)
Nach mehr als 80 Tagen des sozialen Aufstands in Chile sind der soziale Kampf und die soziale Organisierung noch immer lebendig – und zwar in Form der ungebrochenen Überzeugung, dass das derzeitige Wirtschafts- und Herrschaftsmodell, das jahrzehntelang zu mehr Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Missbrauch geführt hat, ein Ende haben muss. Ohne Zweifel stellt die Revolte, die in Chile noch immer in der Luft liegt, einen Bruch und einen Point-of-no-return im Rahmen eines längeren Kampfes dar, der aber auch mit großen Opfern einhergegangen ist: Hunderte und Aberhunderte von Gefangenen des Aufstands befinden sich heute in verschiedenen Gefängnissen im chilenischen Territorium hinter Gittern. Jede Woche nimmt ihre Zahl zu, und es liegt auf der Hand, dass der Staat mit der Masseninhaftierung bestrebt ist, die sozialen Proteste einzuschüchtern und zu kriminalisieren.
http://aradio.blogsport.de/2020/01/11/chile-13-19-1-2020-woche-der-solidaritaet-mit-den-politischen-gefangenen-semana-de-solidaridad-con-lxs-presxs-politicxs/

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09 Zehn Jahre nach dem Erdbeben: Haitis nächste Katastrophe

Vor zehn Jahren verwüstete ein Erdbeben Haiti und tötete Hunderttausende. Der Wiederaufbau sollte eine Chance für das verarmte Land sein – doch nun sind viele Menschen noch größeren Risiken ausgesetzt.
Aus Port-au-Prince berichtet Klaus Ehringfeld
https://www.spiegel.de/politik/ausland/haiti-zehn-jahre-nach-dem-erdbeben-die-naechste-katastrophe-a-57299d74-d9b2-49c3-b73c-b4e57eb5a325

Zehn Jahre nach dem Beben : Von Rettern ist Haiti nicht zu retten
Von Martin Franke
Vor zehn Jahren verwüstete ein Erdbeben Haiti. Es war nicht die erste Katastrophe, die das Land heimsuchte. Und nicht die letzte. Droht nun ein Bürgerkrieg?
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/haiti-zehn-jahre-nach-dem-beben-ein-land-am-abgrund-16573149.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

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10 Evo Morales: „Es ist ein Staatsstreich um Lithium“

Interview von Glenn Greenwald mit Evo Morales
49 Minuten, Interviewer englisch, Morales spanisch mit englischen UT, trotzdem empfehlenswert
http://www.kommunisten.de/index.php?option=com_content&view=article&id=7743:evo-morales-es-ist-ein-lithium-staatsstreich&catid=52

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11 Proteste im Iran: Absagen, Rücktritte, Ausreden

Wieder sind im Iran Tausende auf die Straße gegangen. Neu ist, dass sie Chamenei als „Mörder“ bezeichnen und seinen Rücktritt sie fordern.
https://taz.de/Proteste-im-Iran/!5652398/

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12 „Was Indien an diesem Tag erlebt hat, war mehr als ein Protest-Generalstreik:

Es war ein Aufbegehren gegen eine Regierung, die einen neoliberalen Klerikalfaschismus systematisch vorantreibt“
Dossier labournet
https://www.labournet.de/internationales/indien/gewerkschaften-indien/was-indien-an-diesem-tag-erlebt-hat-war-mehr-als-ein-protest-generalstreik-es-war-ein-aufbegehren-gegen-eine-regierung-die-einen-neoliberalen-klerikalfaschismus-systematisch-vorantreibt/

Proteste in Indien: Millionen Arbeiter gegen Privatisierungen
Millionen Inder sind gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung auf die Straße gegangen. Die Proteste richten sich vor allem gegen den geplanten Verkauf von staatlichen Unternehmen.
Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Studio Neu-Delhi
https://www.tagesschau.de/ausland/streik-indien-modi-101.html

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13 Termine

Kundgebung in HH: Solidarität mit den Kämpfenden im Iran

und gegen die US-Aggression gegen die iranische Bevölkerung
Iranisches Generalkonsulat, Bebelallee 18 (Nähe U-Bahn Hudtwalcker Str.)
Samstag, den 18. Januar von 11:00 – 13:00 Uhr
Die Ermordung des iranischen Generals Qassim Suleimani durch US-Drohnenangriffe in Bagdad fand statt, kurz nach dem im November letzten Jahres Millionen Menschen im Iran gegen die Islamische Republik auf die Strassen gegangen waren. Massenproteste wurden massiv von Polizei und den paramilitärischen Kräften angegriffen und mit scharfer Munition beschossen – teils von Hausdächern und Helikoptern aus. Die Häuser von Anwohnerinnen, die den Demonstrantinnen Schutz gaben, sollen gestürmt und Verletzte aus Krankenhäusern entführt worden sein. Die Folge sind über 10000 Festnahmen und ca 1500 Tote.
Der Rat der Sozialisten und Freidenker, Aktivisten Organisation Fadaian (Minderheit) und Aktivisten der Kommunistische Parte Irans
http://www.schattenblick.de/infopool/buerger/veranst/vbak0204.html

Norddeutsche Aktionsberatung gegen US-Großmanöver „Defender 2020“

Im Mittelpunkt stehen dabei Proteste gegen das bevorstehende Großmanöver der US-Army „Defender 2020“. Deutschland wird bei diesem Manöver laut Bundesverteidigungsministerium eine zentrale Rolle als Mitbeteiligter und logistische Drehscheibe spielen.
Wir wollen gegen die Manöver protestieren und uns für Diplomatie und Frieden gegenüber Russland einsetzen. Zur Planung der Aktivitäten anlässlich des Manövers gibt es am
Samstag, 18. Januar 2020, eine Aktionsberatung in Hamburg. Kommt vorbei!
Von 13:00 bis 17:00 Uhr im Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg
https://www.bremerfriedensforum.de/pdf/aktionsberatung_hamburg_A4_18012020a.pdf

Einblicke in die Frauenrevolution & Selbstverwaltung in Rojava

Bericht feministische Delegation Cafe Gemeinsam Kämpfen
Kölibri. Hein Köllisch Platz
Am 20.01.2020 um 18:00

Warum wählen nicht wenige unserer Kollegen „rechts“?

Veranstaltung mit dem Soziologen und Philosophen Werner Seppmann zur Frage:
Am 5. Februar 2020
, um 19.00 Uhr im Gewerkschaftshaus, Raum St. Georg, Ebene 9
Dies ist eine Veranstaltung mit demokratischer Diskussion. Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, Personen, die die Veranstaltung stören, des Raums zu verweisen.
Die Veranstaltung macht Der Ortsverein zusammen mit der Masch e.V.
Bitte gebt diesen Veranstaltungshinweis in Euren Gewerkschaften und Zusammenhängen weiter.
Einlader: Ortsverein verdi FB 08

Frankreich: Wird Gelb das neue Rot?

Veranstaltung mit Willi Hajek (Marseille) am 31.1. um 19 Uhr 30, Besenbinderhof 60, Raum St. Georg, Ebene 9
Willi Hajek ist aktiv in der Gelbwestenbewegung und arbeitet mit französischen Gewerkschaften zusammen.
Ein Jahr lang haben die Gelbwesten landesweit mit verschiedensten Aktionen und überraschenden Enfällen das Macron-Regime in Frankreich herausgefordert. Trotz brutalster Polizeieinsätze, juristischer Verfolgung, schwerster Verletzungen und scharfer Kritik in der Presse lebt die Gelbwestenbewegung und ist weiterhin mutig und handlungsbereit im Kampf für soziale Gleichheit und eine neue demokratische Ordnung der Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen der Armen und der Mehrheit orientiert. Es findet ein realer Annäherungsprozeß zu den Gewerkschaften und anderen sozialen Bewegungen wie etwa der ökologischen Bewegung statt.
Willi Hajek ist Herausgeber des Buches: Wird Gelb das neue Rot? (Buchmacherei Berlin)
Einlader: Ortsverein verdi FB 08

Klimakonferenz in Köln: „Vom Klimawandel zum Gesellschaftswandel“

Konferenz am 25. Januar in Köln diskutiert zum Spannungsfeld Klimaschutz, Arbeitsplätze – anders Leben und Arbeiten
Die Initiative Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für Klimaschutz und Attac-Arbeitsgruppen laden zu Debatte und Vernetzung im Rahmen einer Tagesveranstaltung nach Köln in die Alte Feuerwache ein. Eine bemerkenswerte Vielfalt aus Gewerkschafter*innen, Betroffenen, Klimaaktivist*innen und Expert*innen kommt  zusammen, um zu einer Klärung über notwendige Veränderungen in zwei exponierten Wirtschaftsbereichen beizutragen.
Klimakonferenz am 25. Januar 2020 von 10-18 Uhr in Köln,
Alte Feuerwache (Südtrakt), Melchiorstraße 3

Weitere Informationen:
https://www.attac-netzwerk.de/ag-eku/konferenz-vom-klimawandel-zum-gesellschaftswandel/
Für Rückfragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung
Kontakt:
Helmut Born, Gewerkschafter*innen für Klimaschutz, 0171-7074196,
helmut-born@web.de
Marie-Dominique Vernhes, attac AG Energie Klima Umwelt 0157-75747647
mdvernhes@gmx.de

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14 Blitzlicht ins Proletariat

Beschäftigte mit immer kürzeren Ruhezeiten
In der Regel hat jeder Beschäftigte in Deutschland Anspruch auf eine ununterbrochene Ruhezeit von 11 Stunden. Gemeint ist die Ruhezeit zwischen Arbeitsende und dem nächsten Arbeitsbeginn.. Doch die Ruhezeiten von 11 Stunden werden immer mehr eingeschränkt. Am verbreitetsten sind diese Beschränkungen im Gesundheitswesen, wo 39 % der Beschäftigten davon betroffen sind.
Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – Junge Welt 26.11.19

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